Kommentare 0

Bücherei-Internetadressen zum Verkauf angeboten

Nachdem vor einigen Monaten auch der Buchstabe „ü“ als Bestandteil einer Internet-Domain zugelassen worden war, hatte sich eine Privatperson zahlreiche Domain-Einträge unter „Stadtbücherei-XYZ“ gesichert und bietet diese nun gegen Geld zum Verkauf an.
Sollten Bibliotheks-Domains durch Dritte belegt sein, ist unter Berufung auf §12 BGB („Recht am eigenen Namen“) ein sogenannter Dispute-Antrag bei der Registrierungsstelle DENIC (Deutsches Network Information Center, http://www.denic.de/de) zu stellen.
Dazu muss der Anspruchssteller nachweisen, dass ihm ein Recht an der Domain zukommen könnte, und dieses Recht gegenüber dem Domaininhaber geltend machen. Eine Domain, die mit einem Dispute-Eintrag versehen ist, kann von ihrem Inhaber weiter genutzt, jedoch nicht auf einen Dritten übertragen werden Der Inhaber des Eintrags wird neuer Domaininhaber, sobald die Domain freigegeben wird.
Die dbv-Rechtskommission empfiehlt allen betroffenen Stadtbüchereien, einen Dispute-Antrag bei der DENIC zu stellen. Ob Sie betroffen sind, können Sie mit einer Abfrage bei DENIC feststellen. Mehr dazu im Artikel „Internetseiten: wer steckt dahinter?“
Quelle: BibliotheksInfo der Bezirksregierung Köln 2/2008

Schreibe eine Antwort