Kommentare 0

„Kultusministerkonferenz enteignet Autoren und Verlage“

Der Streit um die angemessene Vergütung von Intranetnutzungen in Hochschulen und Forschungseinrichtungen eskaliert. „Die Kultusministerkonferenz enteignet Autoren und Verlage und handelt gesetzeswidrig“, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung von Börsenverein und dem Deutschen Hochschulverband.

Börsenverein und Deutscher Hochschulverband reagieren auf ein Interview des Börsenblatts mit dem zuständigen Staatssekretär im Sächsischen Kultusministerium Knut Nevermann. Nevermann hat im Interview angekündigt, dass wissenschaftlichen Autoren und Verlagen auch weiterhin keine titelbezogene angemessene Vergütung für die Nutzung ihrer Werke in den Intranets von Schulen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen erhalten sollen. „Weil die Länder nicht ausreichend Geld für Hochschulen und Bibliotheken bereitstellen wollen, sollen Urheber und Verlage enteignet werden“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins, Alexander Skipis, in einer Mitteilung an die Medien. „Das Verhalten der Kultusministerkonferenz ist glatt gesetzeswidrig und nichts weniger als ein Skandal.“

„Welcher qualifizierte Wissenschaftler wird künftig noch Lehrbücher schreiben und wer diese verlegen?“, fragt der Geschäftsführer des Deutschen Hochschulverbandes, Michael Hartmer. „Diese Politik gefährdet die Versorgung mit hochwertiger Studienliteratur und entbehrt jeder bil-dungspolitischen Weitsicht.“

Zum Artikel: http://www.boersenblatt.net/304175/

Schreibe eine Antwort