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DBV: Enquete-Kommission „Kultur in Deutschland“

Am 22. Februar endete das 54. Kulturpolitische Kolloquium „Kultur in Deutschland. Was ist geschehen? Wie geht es weiter?“ der Evangelischen Akademie Loccum. Es war die vorläufige Abschlussveranstaltung zu einer Tagungsreihe der Kulturpolitischen Gesellschaft, die sich mit den Handlungsempfehlungen der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages „Kultur in Deutschland“ auseinander gesetzt hat.

130 Personen nahmen daran teil, der Deutsche Biblio-theksverband und der Verband der Bibliotheken Nordrhein-Westfalens war ebenfalls vertreten. Ein Forum befasste sich speziell mit öffentlichen Bibliotheken.

Unter Teilnahme von Undine Kurth, Mitglied der Enquete-Kommission und Landesbeiratsvorsitzende im dbv-Landesverband Sachsen-Anhalt wurden die von der Kommission formulierten Empfehlungen diskutiert, wobei mögliche gesetzliche Regelungen im Fokus der anwesenden Bibliothekspraktiker stand. Grundtenor der Diskussion war, dass trotz gebührender Beachtung der juristische Prämissen und unter Berücksichtigung aller möglichen Formen von Regelungen die gegenwärtige Situation der Öffentlichen Bibliotheken „als immer wieder frei verhandelbare Masse“ ihren Aufgaben und Leistungen nicht gerecht wird. …

Ein Schwerpunkt der Diskussionen bildete die Frage, inwieweit Kulturförderung als „freiwillige Aufgabe der Kommunen“ zu begreifen sei, die bei Haushaltsnotlagen gegenüber den „pflichtigen Aufgaben“ immer als erste gestrichen würde, und inwieweit gesetzliche Regelungen hierfür einen Schutz darstellen könnten, wie im Enquetebericht vorgeschlagen wird.

Die Intention der Kulturpolitischen Gesellschaft, sich weiterhin dieser Frage annehmen zu wollen, ist sehr zu begrüßen.

Weitere Informationen:
http://www.loccum.de/programm/p0906.html

Quelle: dbv-Newsletter Ausgabe 129

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