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CDU stellt Eckpunkte für ein Bibliotheksgesetz in NRW vor

Düsseldorf (dpa/lnw) – Die CDU-Landtagsfraktion will die öffentlichen Bibliotheken in Nordrhein-Westfalen stärker unterstützen. Der kulturpolitische Sprecher Thomas Sternberg stellte am Montag in Düsseldorf Eckpunkte eines Bibliotheksgesetzes vor.

Damit soll die Finanzierung der Bibliotheken gesichert werden. «Jede Bibliothek soll in den Genuss einer Förderung kommen können», sagte Sternberg. Das Gesetz solle eine ergänzende Landesförderung für alle Bibliotheken in einem «einstelligen Millionenbetrag» ermöglichen.

Das Gesetz soll unter anderem die Zusammenarbeit von Bibliotheken mit Schulen und anderen Bildungsreinrichtungen regeln. In wissenschaftlichen Bibliotheken sollen auch externe Nutzer Zugriff auf den Bestand bekommen. Per Gesetz sollen die Nutzungsgebühren festgeschrieben werden. Kleinere öffentliche Bibliotheken sollen durch neue Fachstellen besser betreut werden.

«Wir wollen die Regionen fördern, in denen es nur wenige Bibliotheken gibt», sagte Monika Brunert-Jetter, Präsidentin des Verbandes der Bibliotheken NRW. In NRW gibt es nach ihren Angaben 220 hauptamtliche, 100 ehrenamtliche und 1600 kirchliche Bibliotheken.

Im Jahr 2008 hatte eine Enquête-Komission des Bundestages den Ländern empfohlen, Aufgaben und Finanzierung der öffentlichen Bibliotheken gesetzlich zu regeln. Viele öffentliche Bibliotheken sind durch die Finanznot der Kommunen in ihrer Existenz bedroht. Personal wird abgebaut, Öffnungszeiten werden eingeschränkt und Bücheretats gekürzt.

Quelle: Pressestelle BR Münster

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