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Rede der Bundesjustizministerin zum Urheberrecht

Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger hat am 14. Juni 2010 in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften zur Reform des Urheberrechts Stellung genommen. In ihrer Rede stellte sie die Frage in den Mittelpunkt, wie der Schutz des geistigen Eigentums als Voraussetzung für kulturelle Vielfalt, Kreativität und wissenschaftliche Leistungen im Zeitalter der digitalen Revolution ausgestaltet werden kann. Leutheusser-Schnarrenberger: „Eines ist doch klar: Wir können nicht einfach die Mechanismen der analogen Welt eins zu eins auf die digitale Welt übertragen. Man wolle „keine Schonräume schaffen für Geschäftsmodelle, deren Zeit abgelaufen ist“.

Der DBV hat eine Presseerklärung zur Rede der Ministerin veröffentlicht, wonach er „ die Aussage von Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger unterstützt, den Urheber wieder in den Mittelpunkt des Urheberrechts zu stellen.“
Zur Presseerklärung:
http://www.bibliotheksportal.de/hauptmenue/service/aktuelles/news/article/berliner-rede-der-bundesjustizministerin-zur-reform-des-urheberrechts/?tx_ttnews[backPid]=8&cHash=c05c6bda17

Auch der Deutsche Kulturrat kommentierte die Aussagen der Ministerin. Er begrüßt, „dass Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, MdB in ihrer gestrigen Berliner Rede zum Urheberrecht klar und unmissverständlich den Urheber in den Mittelpunkt des Urheberrechts gerückt hat. Sie habe deutlich gemacht, dass für kulturelle Vielfalt und für wissenschaftliche Leistungen der Schutz der Urheber unerlässlich ist.
Positiv ist aus Sicht des Deutschen Kulturrates ebenfalls, dass das Thema verwaiste Werke zü-gig angegangen werden soll. Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger sagte, dass bei fast 80% der Literatur des 20. Jahrhunderts die Rechteinhaber nicht mehr bekannt oder auf-findbar sind. Damit die Deutsche Digitale Bibliothek zügig umgesetzt werden kann, ist es erforderlich schnell eine Lösung zu den verwaisten Werken zu finden.“
Zur Stellungnahme des Kulturrates: http://www.kulturrat.de/detail.php?detail=1810&rubrik=2

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