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USA: Bibliothekare boykottieren Verlag wegen E-Books

Über Meldungen in Blogs und Twitter haben Bibliothekare zu einem Boykott gegen den Verlag Harper Collins aufgerufen, nachdem dieser entschieden hatte, die Ausleihe von E-Books auf 26 Ausleihen zu begrenzen. Danach muss neu gezahlt werden, oder die E-Books stehen dann automatisch nicht mehr digital zur Verfügung.

Die Auseinandersetzung mit Verlagen wegen Ausleihrechten, Preisen und Erwerb von E-Books ist nicht neu. So verkaufen die beiden großen Verlagshäuser Simon & Schuster und Macmillan gar keine E-Books an Bibliotheken. „Es scheint fast so, als würden Verleger versuchen, uns wieder zurück zum Gedruckten zu zwingen“, lautete ein Blog-Eintrag im librarianinblack.net. „ Ach, was für ein trauriger Tag für die Verleger – sie töten ihr eigenes Geschäft“. Der amerikanische Bibliotheksverband ALA zeigt Verständnis für den Boykott, der die Bibliotheken zu einem Spagat zwingt zwischen Nutzernachfrage und großen finanziellen Einsparungen.

http://www.usatoday.com/life/books/news/2011-03-08-libraries08_ST_N.htm

Quelle: dbv-Newsletter International 2011/05

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