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Web 2.0 in der Stadtbibliothek Rheinberg

Wie es der Stadtbibliothek Rheinberg mit den Coachings im Rahmen des Lernort-Projektes ergangen ist, erfahren Sie heute:

Lernort Bibliothek – Gastbeitrag der Stadtbibliothek Rheinberg

„Rheinberg ist eine Kommune mit 33.000 Einwohnern. Die Stadtbibliothek hat einen Bestand von 54.000 Medieneinheiten: neben Büchern, Zeitungen und Zeitschriften sind dies auch Hörbücher, CDs, Spielfilme, Konsolenspiele und seit 2012 auch 10 E-Book-Reader zur Ausleihe. Rheinberg bietet im Verbund mit den Bibliotheken Moers, Kamp-Lintfort und Neukirchen-Vluyn in der wir4-onleihe auch e-Medien an. 4 Stellen sind auf 7 Mitarbeiter verteilt.

Überlegungen zum Einstieg ins Partnerbibliotheksprogramm bzw. die Auseinandersetzung mit dem Thema Web 2. gab es schon länger. Vorbild war die Nachbarbibliothek Kamp-Lintfort, eine der Lernortbibliotheken. In den gemeinsamen Besprechungen der wir4-Bibliotheken  war z.B. die Idee aufgetaucht, über einen gemeinsamen Blog die Onleihe zu bewerben. Aber es dauerte doch dann noch eine Weile, bis das gesamte Team vom Projekt, der Notwendigkeit und praktischen Durchführbarkeit überzeugt  war und Rheinberg sich im Partnerbibliotheksprogramm anmeldete.

Im Mai fand der Startworkshop in Köln statt, im September folgte die Web 2.0-Schulung. Für die meisten Mitarbeiter war das Thema ‚Social Media’ Neuland, jeder zeigte jedoch bei aller Skepsis auch Neugier und Offenheit für die neuen Möglichkeiten! Dazu beigetragen hat sicherlich auch die motivierende Art der Dozentin.

Nach der Schulung wurden sofort  einige  bis dahin nicht bekannte, in der Fortbildung vorgestellte Dienste ausprobiert, eine gemeinsame Favoritenverwaltung über delicious, ein gemeinsamer google-Kalender. In der Praxis hat sich aber beides  im Alltag nicht durchgesetzt.

Im Mitarbeiterkreis wurde anschließend diskutiert, welche  Aktivität im Web 2.0 in Zukunft umgesetzt werden soll. Für uns infrage kamen ein Blog oder ein Facebookauftritt. Obwohl es  auch Befürworter eines Facebookauftritts gab, haben wir uns für einen Blogauftritt entschieden.  Ausschlaggebend waren die zur gleichen Zeit veröffentlichten negativen Schlagzeilen zu facebook auf der einen Seite und die Tatsache, dass in der Schulung nur ein WordPressblog vorgestellt worden war und wir uns da eine schnelle Umsetzung am besten vorstellen konnten.

Eine  Genehmigung zum Start einer Web 2.0 – Anwendung der Bibliothek wurde bei der Stadt beantragt. Bis zur Genehmigung wurde der Blog deshalb als ‚Übungsblog’ geführt. Von  Beginn des Projektes an war klar, dass nur die Beteiligung aller Mitarbeiter am Projekt zum Erfolg führen kann. Also setzte sich jeder mit den auftauchenden technischen und inhaltlichen Fragen eines  Blogs auseinander. Viele Fragen mussten besprochen werden, zur Technik und Gestaltung, zu den Verantwortlichkeiten, zum Urheberrecht, zu möglichen Inhalten. Wie wahrscheinlich in jeder Bibliothek stand und steht für jeden im Team immer die zeitliche Frage im Vordergrund und die erfolgreiche Integration in den Arbeitsalltag.

Gleichzeitig nutzten wir den Übungsblog auch als internes Kommunikationsmittel. Zur Verbesserung des Informationsflusses hat sich ein interner Blog bis heute bewährt.

Wir schätzen am Blog die Möglichkeit, Informationen, Tipps und Anregungen aktuell und kurzfristig transportieren zu können und  auf diesem neuen Weg mit den Nutzern zu kommunizieren. Die Vernetzung mit anderen Einrichtungen und Bibliotheken ist ein Ziel für die Zukunft.

Wir betrachten es als gemeinsamen  Erfolg, dass das gesamte Team den Einstieg ins Web 2.0 gewagt und geschafft hat und sind gespannt, wie es weitergehen wird.

Die Coachingtage haben uns einerseits einen Eindruck vermittelt, wie die Welt eines ‚Internetbewohners’ aussieht und uns neue Perspektiven für Bibliotheken gezeigt, andrerseits haben wir eine Menge Tipps und Verbesserungsvorschläge zum Bloggen erhalten. Zwar konnten nicht immer alle unsere Fragen so konkret und einfach beantwortet werden, wie wir uns das erhofft hatten, aber eine Fülle von neuen Ideen wurde uns mit auf den Weg gegeben. Sie können allerdings  aus zeitlichen Gründen nicht alle sofort umgesetzt werden, aber wir haben sie für die Zukunft  im Hinterkopf.

Stadtbibliothek Rheinberg 2012

Blog: http://stadtbibliothekrheinberg.wordpress.com
Internetseite: http://www.rheinberg.de/C12571B10033BF8A/0/5DA5343260A8797EC12574E3002FE431?opendocument

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