Lebenslanges Lernen

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Das Land [Nordrhein-Westfalen] fördert die öffentlichen Bibliotheken in ihrer Funktion als Orte des lebenslangen Lernens, der Information, der Kommunikation und der Kultur. Das Land unterstützt die öffentlichen Bibliotheken insbesondere bei der Vermittlung von Informations- und Medienkompetenz [und] der Leseförderung […] [1]

Lernen ist die Aneignung und konstruktive Veränderung von Kenntnissen, Fähigkeiten, Fertigkeiten, Einstellungen und Verhaltensweisen durch Verknüpfung von vorhandenem Wissen mit neuen Informationen und Erfahrungen. […] Ziel allen Lernens ist eine verbesserte Lebensqualität durch erweiterte Handlungsfähigkeit in gesellschaftlichem, beruflichem und privatem Kontext. [2]

Lebenslanges Lernen ist unabdingbar, um an der modernen Informationsgesellschaft sinnvoll teilhaben zu können. Dabei lernt jeder Mensch anders und findet auf unterschiedliche Weise und mit unterschiedlichen Medien Zugang zu Informationen und Kultur. Bibliotheken können hier einen wesentlichen Beitrag leisten, indem sie physische und virtuelle Medien ebenso wie den Zugang zu Informationen anbieten, die notwendige technische Infrastruktur bereitstellen und aktiv die Sprach-, Lese-, Informations- und Medienkompetenz fördern.

Bibliotheken sind ein wichtiger Baustein in lokalen Bildungsnetzwerken. Gemeinsam mit Kindergärten, Schulen, engagierten Einzelpersonen und Gruppen sowie anderen Akteuren in der Kommune leisten sie einen wichtigen Beitrag zum Lebenslangen Lernen.

Die Digitalisierung erfordert neue Lehrkonzepte zur Vermittlung von Medien- und Informationskompetenz, aber auch im Rahmen der Leseförderung. Diese Aufgabe erfordert vielfältige Kompetenzen von den Bibliotheksteams, insbesondere im Umgang mit neuen technischen Entwicklungen.

Die Fachstelle für Öffentliche Bibliotheken NRW widmet sich in verschiedenen Programmen zur Medienkompetenz, zur (digitalen) Leseförderung, zur Bibliothekspädagogik und zur Sprachförderung der Qualifizierung der Bibliotheken für ihre Rolle als Bildungspartner. Der Themenkomplex „Lebenslanges Lernen in der digitalen Gesellschaft“ ist einer von vier Arbeitsschwerpunkten der Fachstelle.

[1] Kulturfördergesetz NRW, §10(1)

[2] Definition der Lernort-Projektgruppe 2009


Alle Beiträge des Arbeitsschwerpunktes „Lebenslanges Lernen in der digitalen Gesellschaft“


Ihre Ansprechpartner:

Eva Göring
eva.goering[at]brd.nrw.de
0211 475 5762

Karin Lachmann
karin.lachmann[at]brd.nrw.de
0211 475 4017

Christina Kaper
christina.kaper[at]brd.nrw.de
0211 475 3508

team_lebenslanges lernen

Abgeschlossenes Projekt:

„Sprachschatz – Bibliothek und KiTa Hand in Hand“

Ausschreibung_Sprachschatz

Laufzeit: 2017 – 2019

Teilnehmende Bibliotheken: Stadtbücherei Bergneustadt, Stadtbibliothek Euskirchen, Mediothek Krefeld, Stadtbibliothek Oberhausen, Bücherei St. Lamberti Ochtrup, Stadtbücherei Plettenberg

Projektbeschreibung:
Das Pilotprojekt „Sprachschatz- Bibliothek und KiTa Hand in Hand“ war ein Kooperationsprojekt von Öffentlichen Bibliotheken, Kindertagesstätten und Kommunalen Integrationszentren (KI), welches die Fachstelle für Öffentliche Bibliotheken NRW gemeinsam mit der Landesweiten Koordinierungsstelle Kommunale Integrationszentren (LaKI) der Bezirksregierung Arnsberg durchgeführt hat. Die wissenschaftliche Begleitung und Evaluation des Pilotprojektes lag bei Prof. Timm Albers von der Universität Paderborn – AG Inklusive Pädagogik. Die 55 Projektteilnehmer setzten sich aus sechs Bündnisteams zusammen. In jedem Bündnis waren Mitarbeitende der Bibliothek, KiTa und der Kommunalen Integrationszentren (KI) eines Ortes vertreten. Die Bündnisse werden bei der Entwicklung von Konzepten und Angeboten von zwei Medienpädagogen betreut.

Zentrales Ziel des von 2017 bis 2019 anberaumten Projektes waren die Förderung der Sprach- und Lesekompetenz von Kindern im Alter von zwei bis sechs Jahren unter Einbezug digitaler Medien. Zudem sollte eine tragfähige Organisationsstruktur geschaffen werden, um die Zusammenarbeit von Bibliotheken und Kindertagesstätten auf lange Sicht zu sichern. Ergebnisse des Pilotprojekts sollten langfristig zur Entstehung eines NRW-weiten Netzwerks von Bibliotheken und Kindertagesstätten beitragen, welches eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Zusammenarbeit und einen dauerhaften Erfahrungsaustausch der Institutionen beinhaltete.

Abschlussbericht mit Praxisimpulsen

Im Rahmen des Pilotprojekts „Sprachschatz – Bibliothek und KiTa Hand in Hand“ wurde ein Abschlussbericht veröffentlicht. Der Bericht beinhaltet zum einen die Erfahrungsberichte der sechs Bündnispartner (Bergneustadt, Euskirchen, Krefeld, Oberhausen, Ochtrup und Plettenberg) sowie die Ergebnisse der wissenschaftlichen Evaluation der Universität Paderborn.

Außerdem enthält er konkrete Handlungsempfehlungen. So haben wir aus den Erfahrungen der beteiligten Bündnisse ein modellhaftes Vorgehen für den Aufbau einer Kooperation zur Umsetzung medienpädagogischer Arbeit mit Kindern in Kindertageseinrichtungen abgeleitet. Daran schließen sich hilfreiche Tipps und Tricks zur Planung und Durchführung einer Kooperation an.

Ein weiterer Schwerpunkt sind die Praxisimpulse. Im Projektverlauf sind in den Bündnissen vielfältige praktische Ideen für (mehr-)sprachliche Bildung mit digitalen Medien entstanden und bereits in der eigenen kooperativen Praxis umgesetzt worden. Diese Ideen sind in 20 Impulskarten gebündelt worden, um sie allen Interessierten zur Verfügung zu stellen. Sie dienen als Anregungen zur Durchführung von medienpädagogischen Angeboten in der Arbeit mit Kindern im KiTa-Alter.

Ihre Ansprechpartner:

Eva Göring
eva.goering[at]brd.nrw.de
0211 475 5762

Christina Kaper
christina.kaper[at]brd.nrw.de
0211 475 3508

Aktuelles Projekt:

„In 30 Tagen um die Welt – Digitale Reisekoffer für Bibliotheken“

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Laufzeit: 2019 – 2021
Teilnehmende Bibliotheken: Bis zu 100 Bibliotheken unterschiedlicher Größe

Projektbeschreibung:
Das Qualifizierungsprogramm „In 30 Tagen um die Welt – Digitale Reisekoffer für Bibliotheken“ richtet sich an alle Mitarbeitenden in Öffentlichen Bibliotheken.

Die teilnehmenden Bibliotheksteams sollen durch das Qualifizierungsprogramm angeregt werden, sich mit neu etablierten Medienformen und einem neuen Mediennutzungsverhalten auseinanderzusetzen und ihre Angebote an die sich verändernden Rahmenbedingungen anzupassen.
Öffentliche Bibliotheken befinden sich in einem Umbruch. In vielen Bibliotheken gehört das Bereitstellen von Medien sowie Unterstützung bei der Anwendung von Bestandsmedien nach wie vor zu den Kernaufgaben. Der gesamtgesellschaftliche Trend bewegt sich zunehmend in Richtung einer digitalen Mediennutzung, welche sich durch neue Medienformen und ein verändertes Nutzungsverhalten auszeichnet. Bibliotheksmitarbeiter*innen müssen Prinzipien und Funktionsweisen neuer Medienformen kennen und verstehen, um diese in der digitalen Welt professionell begleiten und vermitteln zu können.
Die Teilnahme beinhaltet einen ganztägigen Einführungsworkshop durch eine medienpädagogische Fachkraft, die leihweise Überlassung eines themenspezifischen Medienkoffers mit Geräten einschließlich Zubehör sowie Selbstlernmaterialien für eine 4-wöchige Selbstlernphase.
Die Ziele des Qualifizierungsprogramms sind die Entwicklung von Angeboten zur Förderung von Medienkompetenz zu etablieren, Überblick über die neue Medienvielfalt zu bieten. Das Qualifizierungsprogramm wurde auf Grundlage der Erfahrungen aus dem Programm „Mobi Dig“ von 2013 – 2014 entwickelt.

Folgende Koffer stehen zur Verfügung:
1. Audiovisuelles Lernen (2019 – 2020)
– Erstellung von Audio- und Videoproduktionen
2. Bildwelten und Lernen (2019 – 2020)
– Fotografie, digitales Zeichnen, Bildbearbeitung
3. Robotik und Programmieren (2020 – 2021)
– Programmieren mithilfe von Robotern und Apps

Ihre Ansprechpartnerinnen:

Eva Göring
eva.goering [at]brd.nrw.de
0211 475 5762

Karin Lachmann
karin.lachmann[at]brd.nrw.de
0211 475 4017