Am 24. Oktober 2025 wurde im Rahmen des Riga Book Festival ein Manifest verabschiedet, das die Bedeutung des Lesens für gesellschaftlichen Zusammenhalt, demokratische Teilhabe und ein würdiges Leben hervorhebt. Das sogenannte Rigaer Manifest betont Lesen als zentrale Voraussetzung für kritisches Denken und damit auch für die Zukunftsfähigkeit von Gesellschaften.
Das Manifest fordert dazu auf, Lesen und Buchkultur als Grundlage für Wachstum und Wohlstand zu stärken und eine nationale Lesestrategie zu entwickeln. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem Recht auf Lesen in lettischer Sprache. Erarbeitet wurde das Dokument in der Nationalbibliothek Lettlands gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen. Es bildet den Auftakt zu einer einheitlichen nationalen Strategie zur Leseförderung und kann über ein öffentliches Portal von allen Interessierten unterzeichnet werden.
Das vollständige Manifest steht in englischer Sprache online zur Verfügung. Einer der Keynote-Redner der Veranstaltung war Dr. André Schüller-Zwierlein, Direktor der Universitätsbibliothek Regensburg. Ein Artikel zum Manifest ist in der FAZ (Paywall) erschienen.
Quelle: https://bi-international.de/das-recht-zu-lesen-lettland-verabschiedet-riga-manifest/