Alle Artikel in der Kategorie “Aus Verbänden und Institutionen

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Bund führt bundesweiten Kulturpass ein

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat im November die Einführung eines bundesweiten Kulturpasses beschlossen. Damit sollen im kommenden Jahr alle 18-Jährigen in Deutschland 200 Euro erhalten, die sie für Kulturangebote nutzen können. Der Bund stellt dafür insgesamt 100 Mio. Euro bereit.

Ziel des Kulturpasses ist es, junge Erwachsene wieder stärker für kulturelle Präsenzveranstaltungen zu begeistern. Das virtuelle Guthaben von 200 Euro pro Person kann bundesweit für Eintrittskarten oder Gutscheine genutzt werden, die vor Ort kostenlos eingelöst werden können. Neben Konzerten, Theater-, Kino-, Museums- oder Gedenkstättenbesuchen kann das Geld auch für Bücher und Tonträger genutzt werden. Partner bei der Umsetzung
des Kulturpasses ist die Stiftung digitale Chancen. Mehr Informationen unter https://www.tagesschau.de/inland/kulturpass-101.html

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Neue Berufswahl-App startet Pilotphase

In Nordrhein-Westfalen wird die berufswahlapp an zahlreichen Schulen der Pilotkommunen Bielefeld, Bottrop, Dortmund, Essen und Leverkusen eingeführt. Die App, die in den teilnehmenden Ländern im laufenden Schuljahr 2022/23 erstmals von bis zu 100.000 Nutzerinnen und Nutzern erprobt werden kann, ist ein neu entwickeltes Instrument für die Berufliche Orientierung von Schülerinnen und Schülern.

Die berufswahlapp dient als digitales Tool, das die Lehrkräfte in den Unterricht rund um die Berufliche Orientierung einbinden können. Sie ist die digitale Weiterentwicklung des analogen Berufswahlpasses (Ringordner, Sammelmappe), mit dem die Schülerinnen und Schüler die wesentlichen Stationen ihrer Beruflichen Orientierung dokumentieren können. Die App ist für Schülerinnen und Schüler ab der Sekundarstufe I geeignet und kann bis zum Ende der Schulzeit genutzt werden. Um mit dem Tool arbeiten zu können, legen die Schülerinnen und Schüler in der App ein persönliches Portfolio für sich an. Hier können sie ihre bisherigen Eindrücke, Erfahrungen und auch Dokumente festhalten.

Die länderübergreifende Entwicklung der berufswahlapp startete im Jahr 2018 im Rahmen der Initiative „Bildungsketten bis zum Ausbildungsabschluss“. Unter Federführung der Ministerien für Arbeit, Gesundheit und Soziales sowie für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen haben sich acht Länder, die Bundesagentur für Arbeit, das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) sowie die Bundesarbeitsgemeinschaft Berufswahlpass mit dem Ziel zusammengeschlossen, ein internetbasiertes E-Portfolio zu entwickeln, zu erproben und für die bundesweite Nutzung zur Verfügung zu stellen, das sowohl auf mobilen als auch auf stationären Endgeräten zum Einsatz kommen kann.

Weitere Informationen zur berufswahlapp unter https://berufswahlapp.de/

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Einladung zu Diskussionsveranstaltungen „Bibliotheken, Kinder und Literatur in der Ukraine – im Krieg und im Frieden“

Der Verband der Bibliotheken des Landes Nordrhein-Westfalen e.V (vbnw) lädt zu zwei öffentlichen Veranstaltungen, die im engen Bezug zum aktuellen Krieg in der Ukraine stehen.

In den Blick genommen wird die aktuelle Situation von Menschen, die in ukrainischen Bibliotheken und Verlagen arbeiten, die sich auf Kinder- und Jugendliteratur spezialisiert haben. Zugleich wird die Lage von Kindern und Jugendlichen in der Ukraine betrachtet, die wie in allen Kriegen zu den besonders schutzlosen und bedürftigen Opfern zählen.

Referentinnen der Diskussionsveranstaltungen „Bibliotheken, Kinder und Literatur in der Ukraine – im Krieg und im Frieden“ sind Frau Alla Gordiienko, die Generaldirektorin der Nationalbibliothek der Ukraine für Kinder in Kijv, Frau Olha Dubova, Leiterin der Abteilung für fremdsprachige Literatur an derselben Bibliothek, und Frau Anna Tyurina, Co-Verlegerin beim Krokus Verlag, Charkiw/ Schwalmstadt.
Um diese Fragen geht im Einzelnen:

  • Wie lebt und arbeitet es sich unter diesen Bedingungen?
  • Können kulturelle Institutionen in dieser besonderen Situation Beiträge leisten, um es gerade Kindern und Jugendlichen zu ermöglichen, die Situation besser zu bewältigen? Welche Möglichkeiten gibt es, jene dabei zu unterstützen?
  • Wie stellt sich die aktuelle Lebenssituation von Kindern und Jugendlichen in der Ukraine dar?

Zugleich möchten die Veranstaltungen auch dazu beitragen, das Wissen über das ukrainische Kulturleben zu erweitern und Bewusstsein und Neugier dafür zu wecken, wie in diesem für viele Deutsche weitgehend unbekannten Land gelebt und gearbeitet wird.

Die erste Veranstaltung, die von der Universitäts- und Landesbibliothek Bonn organisiert wird, findet statt am Montag, den 5. Dezember 2022, von 11.00 Uhr bis 13.00 Uhr, im Institut Français, Adenauerallee 35, 53175 Bonn.
Die zweite Veranstaltung wird von der UB der RWTH Aachen ausgerichtet und findet am Mittwoch, den 7. Dezember, 15.00 Uhr bis 17.00 Uhr, im Super C, Ford-Saal, Templergraben 57, 52062 Aachen statt.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Es wird wahlweise Englisch und Deutsch gesprochen. Zur Unterstützung des Austausches steht die muttersprachliche Übersetzerin Ludmyla Yudko (aus Königswinter) freundlicherweise zur Verfügung.

Quelle: vbnw-Einladungsschreiben vom 01.11.22

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dbv: Kom­mis­si­on Bi­blio­thek und Schu­le sucht neues Mitglied

Die Kommission Bibliothek und Schule des Deutschen Bibliotheksverbands sucht ein neues Mitglied. Durch das vorzeitige Ausscheiden eines Kommissionsmitglieds ist für den Rest der dreijährigen Amtszeit bis Juni 2024 ein Expert*innensitz neu zu besetzen.

Die Kommission „Bibliothek & Schule“ setzt sich dafür ein, dass

  • gut organisierte Schulbibliotheken zur Grundausstattung jeder Schule gehören
  • Schulen und öffentliche / wissenschaftliche Bibliotheken zu Bildungspartnern werden
  • Schüler*innen und Lehrkräfte Bibliotheken als anregende Orte erfahren
  • Bibliotheken Kinder und Jugendliche zu selbstgesteuertem Wissenserwerb befähigen und auf ihrem Weg zu medienkritischen Erwachsenen unterstützen
  • Schüler*innen unabhängig von ihrem Bildungshintergrund einen niedrigschwelligen Zugang zu Information, Medien und Literatur erhalten

Mehr Informationen unter https://www.bibliotheksverband.de/kommission-bibliothek-und-schule?fbclid=IwAR3fsmAt3qrUNqNU1mMy2VpqP2tvQ3uYT4BMF_9Lfk0KxO2Ym40W-ekudiQ

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Jugendbuchverlage fordern mehr Mittel für Schul- und KiTa-Bibliotheken

Die Mitgliedsverlage der Arbeitsgemeinschaft von Jugendbuchverlagen e. V. (avj), der Interessenverband deutschsprachiger Kinder- und Jugendbuchverlage, prangern in einer Erklärung die schlechte Ausstattung von Buchbeständen in deutschen Kindergärten und Schulen an und warnen vor den Folgen der fehlenden Investition in unseren Nachwuchs durch fehlende Investitionen des Staates in Schulbibliotheken. Anlass sind die zunehmenden Anfragen von Kita-, Klassen- und Schulbibliotheken, in denen um kostenfreie Buchexemplare gebeten wird. In 2022 waren das etwa 80.000 Exemplare – dies entspricht nach Angaben der ajv einem jährlichen Buchhandelsumsatz von über 1 Million Euro. Da die Jugendbuchverlage dies nicht leisten können, fordert die ajv deshalb im Namen der knapp 100 Mitgliedsverlage:

  • ein klares Bekenntnis der politischen Entscheider*innen zur Notwendigkeit des Ausbaus der Lese- und Medienkompetenz
  • die Weiterführung des Sprachförderprogramms „Sprach-Kitas“
  • Fördertöpfe der öffentlichen Hand für die Ausstattung von Kita, Klassen-, Schul- und Institutsbibliotheken
  • die Verankerung von Literaturvermittlung in außerschulischen Betreuungsangeboten und
  • gezielt wirkende Förderprogramme für leseschwache Kinder und Jugendliche.
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dbv: Nachhaltigkeitsdeklaration unterschrieben

Der dbv hat am 28.10.2022 die Nachhaltigkeitsdeklaration von Culture4Climate unterzeichnet. Diese Deklaration ist eine Initiative des Netzwerks Nachhaltigkeit in Kunst und Kultur. Mit einer Unterzeichnung schafft der dbv eine verbindliche Grundlage zur Verankerung von Nachhaltigkeit, kultureller Vielfalt und Klimaschutz in den eigenen reihen. Bibliotheken sind dazu eingeladen, sich der Deklaration anzuschließen.

Quelle: dbv Deutscher Bibliotheksverband (27.09.2022)

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b.i.t.online- Innovationspreis 2023: Call for papers / 20.12.2022

Die Kommission für Ausbildung und Berufsbilder des Berufsverbands Information Bibliothek (BIB) lädt für das Jahr 2023 in Zusammenarbeit mit der Zeitschrift „b.i.t. online“ wieder Studierende dazu ein, Bachelor-, Master- und Diplomarbeiten sowie Projekte aus dem Bereich Bibliothek, Information und Dokumentation auf dem Bibliothekartag vom 23.-26. Mai 2023 in Hannover persönlich vorzustellen. Aus den eingereichten Arbeiten werden drei mit dem b.i.t. online-Innovationspreis prämiert. Die Gewinner erhalten jeweils 500 Euro Preisgeld sowie eine einjährige kostenlose Mitgliedschaft im BIB. Die Arbeiten werden zudem in der bekannten Buchreihe »b.i.t. online innovativ« veröffentlicht. Frist für das Einreichen einer Kurzfassung des Projekts ist der 20. Dezember 2022. Weitere Informationen finden Sie unter dem in der Quelle angegebenen Link.

Quelle: bib-info.de (04.11.2022)

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dbv: Stellungnahme zur Umsatzsteuer in Öffentlichen Bibliotheken

Anfang des Jahres 2023 tritt im Umsatzsteuergesetz eine Änderung in Kraft, die auch Öffentliche Bibliotheken betrifft. Gemäß dem neuen § 2b UStG muss eine Öffentliche Bibliothek für ihre durch bibliothekstypische Dienste (Nutzerausweis, Mahnung, Kopien, Fernleihe, Flohmarkt usw.) erwirtschafteten Einnahmen keine Umsatzsteuer bezahlen. Je nach
Rechtsform der Bibliothek und des Rechtsverhältnisses zwischen Öffentlicher
Bibliothek und Benutzer*innen sind diese Einnahmen entweder gemäß § 2b UStG nicht steuerbar oder nach § 4 Ziff. 20a UStG steuerbefreit. Bei nicht bibliothekstypischen Leistungen (Cafeteria, Garderobe etc.) ist die Umsatzsteuerpflicht davon abhängig, ob dadurch Einnahmen höher als 17.500 Euro im Jahr erzielt werden.

Der dbv hat hierzu erneut eine Stellungnahme veröffentlicht, in der die Regelungen und ihre Bedeutungen für Bibliotheken erläutert werden https://www.bibliotheksverband.de/sites/default/files/2022-08/20220822_Stellungnahme_Umsatzsteuer_und_%C3%96ffentliche_Bibliotheken.pdf

Quelle: Newsletter September/Oktober der Landesfachstelle für Archive und Öffentliche Bibliotheken Brandenburg

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Deutscher Bibliotheksverband legt aktuellen „Bericht zur Lage der Bibliotheken“ vor

In seinem aktuellen „Bericht zur Lage der Bibliotheken 2022/23“ weist der Deutsche Bibliotheksverband e.V. (dbv) darauf hin, dass trotz der seit Jahren wachsenden Aufgaben in allen Bereichen das Gesamtbudget von Öffentlichen Bibliotheken stagniert bzw. sinkt. Durch die Inflation und stark steigende Kosten bedeutet dies reale Kürzungen. Der Druck auf die öffentlichen Haushalte hat sich durch die Pandemie und den Krieg Russlands gegen die Ukraine verstärkt. Dies hat Auswirkungen auf die ohnehin knappe Finanzierung von Bibliotheken und damit auf ihre Möglichkeiten, Bildungsbedarfe der Bürger*innen gemäß ihrem öffentlichen Auftrag zufriedenstellend zu erfüllen.

Neben Daten und Zahlen stellt der dbv daher in seinem Bericht auch politische Forderungen. So fordert er für den Verleih von E-Books eine gesetzliche Grundlage mit fairen Bedingungen für alle zu schaffen. Der Verleih eines E-Books muss dem Verleih eines gedruckten Buches rechtlich gleichgestellt werden.

Der dbv begrüßt die Initiative der Bundeszentrale für politische Bildung, mit Bibliotheken in
ländlichen Räumen zu kooperieren und ihr Potential für die Erreichung breiter gesellschaftlicher Kreise zu nutzen. Darüber hinaus müssen nach Ansicht des dbv Bibliotheken jedoch auch in andere politische Bildungsprogramme systematisch einbezogen und in ihrer Funktion als Bildungs- und Diskursort gestärkt werden.

Seien es Saatgutbibliotheken, Bibliotheken der Dinge, Nachhaltigkeitsworkshops in Zusammenarbeit mit Kitas, Schulen und lokalen Vereinen oder Medienbestände zur ökologischen Bildung: Bibliotheken sind wichtige Multiplikatoren der ökologischen Transformation. Der dbv fordert daher, dass die ökologische Transformation von Bibliotheken durch die Kommunen, die Länder und den Bund vorangetrieben wird und Bibliotheken in Strategien und Aktionen zur Nachhaltigkeit aktiv einbezogen werden. Insbesondere bei der Entwicklung des im Koalitionsvertrag vorgesehenen »Green Culture Desk«, das Kultureinrichtungen bei ihrer ökologischen Transformation unterstützen soll, müssen Bibliotheken von Anfang an eingebunden werden.

Öffentliche Bibliotheken leisten durch ihre vielfältigen Online-Angebote einen wichtigen Beitrag zur digitalen Teilhabe der Bevölkerung. Der dbv fordert daher Bund, Länder und Kommunen auf, den digitalen Ausbau von Bibliotheken für die Bedarfe der digitalen Gesellschaft weiter passgerecht zu fördern und Bibliotheken in die Strategien zur Digitalisierung auf allen politischen Ebenen mit einzubeziehen.

Viele Bibliotheken erweitern seit Jahren stetig ihre inklusiven Angebote. Allerdings geben 97,41% der Bibliotheken an, dass für die Themen Barrierefreiheit und Inklusion keine finanziellen Mittel im Haushalt ihrer Bibliothek zur Verfügung stehen. Um diesen Aufgaben noch besser nachzukommen, fordert der dbv Bund, Länder und Kommunen auf, Bibliotheken als Orte der Inklusion und Diversität zu stärken. Neben Fort- und Weiterbildungen für das Bibliothekspersonal braucht es verstärkt Förderprogramme, um räumliche und digitale Barrieren in Bibliotheken abzubauen und damit noch mehr Menschen die Möglichkeit zu geben, Bibliotheken als Orte der Begegnung zu nutzen.

Gerade in Krisenzeiten sind Investitionen in Bibliotheken Investitionen in Bildungs- und Teilhabe-Chancen der Bürger*innen und damit in die Zukunft unserer Gesellschaft. Der dbv fordert daher die Träger von Bibliotheken auf, die Budgets ihrer Einrichtungen durch Inflationsausgleich stabil zu halten und zukünftig weiter auszubauen. Für zukunftsgerichtete Investitionen gerade im Bereich digitale Angebote, Infrastrukturerneuerung und Baumaßnahmen ist eine zusätzliche Unterstützung durch Förderprogramme des Bundes weiter dringend erforderlich.

Download des kompletten Berichts unter https://www.bibliotheksverband.de/publikationen