Die kostenfreie Checkliste „Materialkreisläufe“ unterstützt Kultur- und Eigenbetriebe sowie freie Träger dabei, Materialien rechtssicher an Dritte weiterzugeben, anstatt sie zu entsorgen. Ein digitaler Prüfungsassistent führt durch zentrale rechtliche Fragen und bietet eine strukturierte Einschätzung sowie passende Vertragsbausteine.
Das Angebot richtet sich insbesondere an Leipziger Einrichtungen, kann grundsätzlich aber auch bundesweit genutzt werden. Bei einer Anwendung außerhalb Leipzigs sind die jeweiligen lokalen rechtlichen Rahmenbedingungen zu berücksichtigen: https://checkliste-materialkreislauf.de/
Der Deutsche Bibliotheksverband (dbv) und das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) rücken im November mit dem Aktionsmonat „Gemeinsam in der Bibliothek“ das Thema Einsamkeit und ihre Auswirkungen in den Fokus.
In einer Online-Infoveranstaltung am 9. September 2026 informierte der dbv über den Aktionsmonat, die dazugehörigen Kampagnenmaterialien, ein Aktionshandbuch und die bundesweite Mitmachaktion. Zudem ging es darum, wie Bibliotheken den Aktionsmonat nutzen können, um mit ihren Trägern ins Gespräch zu kommen.
Kann mobiles Arbeiten in einer Bibliothek funktionieren? In Arnsberg war die Skepsis zunächst groß. Im Rahmen des Pilotprojekts „Flexible Arbeitszeitmodelle“ wurde ausprobiert, welche Aufgaben sich von zu Hause erledigen lassen, wie die Zusammenarbeit im Team funktioniert und wo die Grenzen liegen. Ein Erfahrungsbericht über neue Arbeitsformen, Vertrauen und die Frage, was sich verändert, wenn man einfach einmal anfängt.
„Was soll ich denn zu Hause machen?“
Als die Idee des mobilen Arbeitens im Team der Stadtbibliothek Arnsberg vorgestellt wurde, war die Begeisterung zunächst überschaubar. Die Fragen lagen auf der Hand: Was kann man in einer Bibliothek überhaupt von zu Hause aus erledigen? Wie lässt sich die Besetzung sicherstellen? Und warum sollte man Aufgaben zu Hause erledigen, die genauso gut in der Bibliothek möglich sind?
Eine Mitarbeiterin erkannte allerdings schnell einen persönlichen Vorteil. Ihre schon etwas ältere Mutter war zu diesem Zeitpunkt krank. Die Möglichkeit, von zu Hause aus zu arbeiten, hätte ihr ermöglicht, Arzttermine, Betreuung und Beruf besser miteinander zu verbinden.
Auch die Fachdienstleitung entschied sich, das Modell selbst auszuprobieren. Für die Dauer des Pilotprojekts sollte ein Nachmittag pro Woche für strategische und konzeptionelle Aufgaben im mobilen Arbeiten genutzt werden.
So entstand das Pilotprojekt
Die Idee für das Pilotprojekt entstand aus der DigitiativeNRW, einer Initiative der Fachstelle für Öffentliche Bibliotheken NRW. Von 2022 bis 2024 beschäftigten sich Bibliotheken aus NRW innerhalb der DigitiativeNRW mit der Frage, wie sich Bibliotheken angesichts der Digitalisierung und gesellschaftlicher Veränderungen weiterentwickeln können.
Eine der daraus entstandenen Arbeitsgruppen beschäftigte sich mit dem Thema Ressourcenmanagement. Dabei rückte insbesondere die Ressource „Zeit“ in den Mittelpunkt. Die Arbeitsgruppe entwickelte die Idee, neue Arbeitszeitmodelle in Bibliotheken praktisch zu erproben.
Nach einem gemeinsamen Workshop mit möglichen Versuchsbibliotheken im Mai 2025 wurde das Pilotprojekt „Mobiles Arbeiten“ konkretisiert. Im November 2025 trafen sich die Fachstelle sowie die Leitungen und Projektverantwortlichen der teilnehmenden Bibliotheken Aachen und Arnsberg zu einem gemeinsamen Projekttag. Anschließend wurde das Konzept in den jeweiligen Teams vorgestellt.
Für Arnsberg stand fest: Es sollte nicht darum gehen, von Anfang an ein fertiges Modell zu entwickeln. Stattdessen sollten kleine Experimente zeigen, unter welchen Bedingungen mobiles Arbeiten im Bibliotheksalltag funktionieren kann.
Klein anfangen und ausprobieren
Am 3. Dezember 2025 startete das Projekt mit dem gesamten Team der drei Arnsberger Bibliotheksstandorte Neheim, Arnsberg und Hüsten.
Das Projektgerüst war bewusst einfach:
Wie? Mit kleinen Experimenten sollte ausprobiert werden, unter welchen Bedingungen mobiles Arbeiten in der Bibliothek und im Team funktioniert.
Was? Die Fachdienstleitung und zunächst eine Mitarbeiterin arbeiteten an einem festen Vor- oder Nachmittag von zu Hause aus.
Wer? Die „Pilot:innen“ gingen mit konkreten Experimenten voran. Das übrige Team wurde regelmäßig informiert und beteiligt.
Wann? Das Pilotprojekt lief vom 3. Dezember 2025 bis zum 19. Juni 2026.
Schnell kamen Fragen auf: Wie wird mobiles Arbeiten im Team koordiniert? Wie werden Arbeitszeiten festgehalten? Und vor allem: Ist das notwendige Vertrauen vorhanden?
Die Antwort fiel eindeutig aus. Die Mitarbeitenden und die Fachdienstleitung waren sich einig, dass mobiles Arbeiten ohne gegenseitiges Vertrauen nicht funktionieren kann. Gleichzeitig gab es keinen Anlass, dieses Vertrauen infrage zu stellen. Die Teams an den einzelnen Standorten organisierten ihre Arbeitszeiten bereits weitgehend selbstständig. Deshalb wurde auch die Koordination des mobilen Arbeitens möglichst nah am Team angesiedelt. Die Fachdienstleitung sollte nur bei Problemen hinzugezogen werden.
Eine wichtige Voraussetzung war außerdem die flache Hierarchie innerhalb des Teams. Zwischen Bibliothekar:innen und FaMIs wurde bei der Aufgabenverteilung nicht unterschieden.
Was kann man eigentlich von zu Hause aus erledigen?
Eine der spannendsten Fragen des Projekts war schnell beantwortet: deutlich mehr als zunächst gedacht.
Gemeinsam sammelte das Team Aufgaben, die sich für mobiles Arbeiten eignen:
Bücher bestellen und Bestände prüfen
Flyer und Plakate mit Canva gestalten
ID-Zettel durchlesen und sortieren
Pressemitteilungen schreiben
E-Mails bearbeiten
Standing Orders prüfen und gegebenenfalls stornieren
Schulungen und Fortbildungen absolvieren
Bücher und Hörbücher folieren, signieren und katalogisieren
Mahnungen und Vorbestellungen bearbeiten
Buchpflegearbeiten durchführen
Statistiken erstellen und analysieren
Rufumleitungen für telefonische Auskünfte einrichten
Social-Media-Beiträge und Stories erstellen
an digitalen Fachteamsitzungen teilnehmen
Rechnungen und Buchhaltung bearbeiten
recherchieren
Präsentationen erstellen
Webinare und Fortbildungen besuchen
Tonies besprechen
Die Liste war deutlich länger als erwartet.
Und genau das war eine der wichtigsten Erkenntnisse des Projekts: Auch in einer publikumsorientierten Einrichtung gibt es zahlreiche Aufgaben, die nicht zwingend an den Bibliotheksstandort gebunden sind.
Unterschiedliche Gründe, gleiche Erfahrung
Nach dem Auftakt entdeckten vier weitere Mitarbeiter:innen für sich Möglichkeiten des mobilen Arbeitens. Die Gründe dafür waren unterschiedlich: bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, ein weiter Anfahrtsweg, ein Standortwechsel oder der Wunsch nach mehr Ruhe und Konzentration für übergeordnete Aufgaben wie Öffentlichkeitsarbeit oder die Überarbeitung der Klarschriftsystematik.
Eine Mitarbeiterin arbeitete anschließend regelmäßig dienstags mobil:
„Ich gehe einmal pro Woche ins Home Office. Das ist in meinem Fall allerdings fest geplant und nicht spontan. Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit dem mobilen Arbeiten. Ich genieße die Freiheit – zeitlich wie örtlich – und kann so Aufgaben Platz einräumen, für die ich sonst keinen Raum habe. Ich bin produktiv, kann in Ruhe arbeiten und empfinde vier Präsenztage weniger ermüdend als fünf.“
Nach einem Standortwechsel bot das mobile Arbeiten für sie einen weiteren Vorteil: Fahrtzeit und Fahrtkosten konnten reduziert werden. Gleichzeitig entstand mehr Ruhe und Konzentration für die Arbeit.
Auch der Samstag erwies sich für einzelne Mitarbeitende als geeigneter mobiler Arbeitstag, wenn die Besetzung in der Bibliothek ausreichend war:
„Die Benzinpreise waren extrem hoch und ich konnte mir die Autofahrt zur Arbeit und zurück sparen. Ich konnte zu Hause in Ruhe konzentriert und effizient arbeiten. Ich konnte Arbeiten schnell erledigen, die sonst längere Zeit in Anspruch genommen hätten.“
Was haben wir gelernt?
Beim Zwischenworkshop am 12. März 2026 blickte das Team gemeinsam auf die ersten Erfahrungen zurück. Dabei zeigte sich: Nicht alles war spektakulär, manches dafür erstaunlich alltäglich.
Diese Erfahrungen wurden zusammengetragen:
Die Technik funktionierte überraschenderweise meistens.
Man konnte im Schlafanzug arbeiten.
Die Süßigkeitenschublade war erschreckend nah.
Die Konzentration war besser.
Aufgaben, für die im Bibliotheksalltag sonst kein Raum war, konnten angegangen werden.
Für eine Lieferung musste kein Urlaub genommen werden.
Und manchmal wurde im Alltag sogar vergessen, dass die Möglichkeit zum mobilen Arbeiten überhaupt bestand.
Gerade diese Mischung aus positiven Erfahrungen und ganz normalen Schwierigkeiten machte deutlich: Mobiles Arbeiten muss nicht für jede Person und jede Aufgabe gleich aussehen. Es geht darum, herauszufinden, was im jeweiligen Arbeitsalltag sinnvoll funktioniert.
Mobiles Arbeiten ist kein Selbstläufer
Natürlich lief das Pilotprojekt nicht ohne Schwierigkeiten.
Technische Probleme können den Arbeitstag ausbremsen. Manche Aufgaben sind technisch noch nicht mobil möglich. Bei Personalknappheit kann mobiles Arbeiten nicht immer ermöglicht werden. Und manchmal stellt sich auch heraus, dass die Ruhe zu Hause nicht automatisch zu mehr Konzentration führt.
Im Laufe des Projekts wurden deshalb verschiedene Anpassungen vorgenommen. Zusätzliche Arbeitslaptops wurden bei der IT angefragt. Inzwischen stehen drei weitere Geräte zur Verfügung, die innerhalb der Standorte weitergegeben werden können.
Auch ein gemeinsamer Kalender für die mobilen Arbeitstage wurde als sinnvoll erachtet. Die Umsetzung steht noch aus.
Eine weitere Regel wurde gemeinsam eingeführt: Es darf nicht an zwei aufeinanderfolgenden Tagen außerhalb der Bibliothek gearbeitet werden. So soll sichergestellt werden, dass der Kontakt zum Team und zum Bibliotheksalltag erhalten bleibt.
Auch Auszubildende profitieren
Im weiteren Verlauf wurde mobiles Arbeiten auch von einer Auszubildenden getestet. Ihre Erfahrungen waren ebenfalls positiv:
„Die Technik der Stadt hat nicht funktioniert. Zu Hause konnte ich das Skript ohne Ablenkung schreiben und uneingeschränkt im Internet recherchieren, da am privaten Laptop keine Seiten gesperrt sind. Ich konnte arbeiten, während mein Sohn im KiGa war und während seines Mittagsschlafs, was meine fünf Stunden abgedeckt hat.“
Das Beispiel zeigt zugleich, dass mobiles Arbeiten nicht nur für klassische Büroaufgaben oder erfahrene Mitarbeitende interessant sein kann. Entscheidend ist vielmehr, welche Aufgabe ansteht und unter welchen Bedingungen sie erledigt werden kann.
Vom Pilotprojekt zum normalen Arbeitsalltag
Im Verlauf des Projekts wurde mobiles Arbeiten für das Team immer selbstverständlicher. Inzwischen haben fast alle Mitarbeitenden einen entsprechenden Antrag gestellt.
Jeder Standort verfügt über Laptops, die untereinander weitergegeben werden können. Mobiles Arbeiten ist damit kein besonderes Projekt mehr, sondern Bestandteil des normalen Arbeitsalltags geworden.
Besonders deutlich wurde der Wert des Modells während der letzten Hitzewelle. Nicht alle Mitarbeitenden mussten gleichzeitig vor Ort sein. Einige konnten ihre Arbeit nach Hause verlagern, am nächsten Tag wurde getauscht.
So konnte der Bibliotheksbetrieb aufrechterhalten werden, während gleichzeitig die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeitenden verbessert wurden.
Was andere Bibliotheken daraus mitnehmen können
Die Erfahrungen aus Arnsberg zeigen, dass mobiles Arbeiten auch in einer Bibliothek funktionieren kann. Dabei geht es nicht darum, möglichst viele Arbeitstage ins Homeoffice zu verlagern. Entscheidend ist vielmehr, gemeinsam herauszufinden, welche Aufgaben, Arbeitsweisen und Rahmenbedingungen zum jeweiligen Team passen.
Aus dem Pilotprojekt lassen sich fünf Punkte ableiten:
1. Klein anfangen Nicht alles muss von Anfang an geregelt sein. Kleine Experimente helfen dabei, Erfahrungen zu sammeln und das Modell weiterzuentwickeln.
2. Aufgaben genauer betrachten Auch Bibliotheken haben zahlreiche Tätigkeiten, die nicht an einen bestimmten Ort gebunden sind. Eine gemeinsame Aufgabenliste kann überraschende Möglichkeiten sichtbar machen.
3. Vertrauen schaffen Mobiles Arbeiten braucht Vertrauen zwischen Führung und Mitarbeitenden. Klare Absprachen und eine selbstständige Arbeitsorganisation sind dafür wichtige Grundlagen.
4. Das Team beteiligen Mobiles Arbeiten betrifft nicht nur diejenigen, die gerade von zu Hause arbeiten. Auch die Kolleg:innen vor Ort müssen wissen, wie die Zusammenarbeit und Vertretung funktioniert.
5. Fehler und Grenzen zulassen Nicht jede Aufgabe funktioniert mobil. Nicht jeder Arbeitstag zu Hause ist produktiver. Und technische Probleme gehören zum Lernprozess. Ein Pilotprojekt bietet die Möglichkeit, solche Erfahrungen zu sammeln und die Rahmenbedingungen anzupassen.
Ein Projekt mit mehr als einem Ergebnis
Das Pilotprojekt sollte ursprünglich vor allem zeigen, ob und wie mobiles Arbeiten in einer Bibliothek funktionieren kann. Dieses Ziel wurde erreicht.
Doch es entstand noch ein weiterer Effekt: Aus anfänglicher Skepsis entwickelte sich Offenheit gegenüber neuen Arbeitsformen. Das gemeinsame Ausprobieren stärkte den Teamgeist und den Mut, neue Wege zu gehen.
Das Fazit des Abschlussworkshops am 16. Juni 2026 bringt diese Entwicklung treffend auf den Punkt:
„Wir bringen nach dieser Erfahrung mehr Flexibilität, Teamgeist und Offenheit gegenüber Neuem als Schätze mit nach Hause.“
Das Genre „Dark Romance“ ist erfolgreich, wird aber auch kontrovers diskutiert. Vor allem über soziale Medien erreicht es ein junges Publikum und spielt zunehmend auch für den Bestandsaufbau von Bibliotheken eine Rolle.
Welche Fragen sich daraus für Jugendschutz, Altersangemessenheit, Bestandsaufbau und Medienbildung ergeben, thematisiert die Fachstelle Bibliotheken SH in einer Online-Podiumsdiskussion am 29.09.2026. Fachvorträge und eine moderierte Diskussion bieten praxisnahe Einblicke und geben Raum für Fragen und Austausch.
Die Publikation macht unterschiedliche Lern- und Arbeitskulturen und deren Besonderheiten für Bildungspartner verständlich. Sie bietet eine Grundlage für Kooperation, Vernetzung und gemeinsames Handeln und dient als Orientierungsrahmen für alle, die Bildung über Fach- und Institutionsgrenzen hinweg gestalten.
Der Bibliothekswertrechner auf dem Bibliotheksportal macht spielerisch sichtbar, welchen Wert die Nutzung einer Bibliothek haben kann. Nutzerinnen und Nutzer können beispielsweise angeben, wie viele Bücher oder Hörspiele sie monatlich ausleihen, ob sie das WLAN nutzen oder an Veranstaltungen teilnehmen. Nun wurde der Rechner aktualisiert und um weitere Angebote wie Filmstreaming, Brettspiele und Saatgut ergänzt. Bibliotheken können den Bibliothekswertrechner auch auf ihrer eigenen Website einbinden. Bei Interesse kann sich die Bibliothek per E-Mail an die Redaktion des Bibliotheksportals wenden: redaktion@bibliotheksportal.de
Der Anbieter digitaler Medienlösungen OverDrive übernimmt die divibib GmbH von der ekz.bibliotheksservice GmbH. Damit steht eine schrittweise Migration der Onleihe auf die Plattform Libby an.
Für Bibliotheken und Nutzer*innen soll sich zunächst nichts ändern. Die Onleihe bleibt während der Umstellung verfügbar. Die Migration soll schrittweise und in enger Abstimmung mit den Bibliothekspartnern erfolgen.
OverDrive zufolge nutzen bereits mehr als 600 Bibliotheken und Bibliotheksverbünde in Deutschland, Österreich und der Schweiz Libby. 2025 wurden dort fast zehn Millionen digitale Medien ausgeliehen.
Bücher werden zum neuen Statussymbol in der Modewelt: Luxusmarken wie Miu Miu, Chanel und Jil Sander setzen zunehmend auf Buchclubs und Bibliotheken. Bei Veranstaltungen und in eigens eingerichteten Räumen werden Bücher als Ausdruck von Bildung, Kultur und Stil inszeniert.
Der Trend hat Tradition: Schon im 19. Jahrhundert gehörten eigene Bibliotheken zum Selbstverständnis der Dandys. Heute verbinden Modehäuser Literatur mit ihrem Markenimage und sprechen damit gezielt ein kulturinteressiertes Publikum an.
Der NDR beleuchtet den Trend und fragt, warum Bücher gerade jetzt als Zeichen von Bildung und gesellschaftlicher Zugehörigkeit inszeniert werden. Für Bibliotheken ist die Entwicklung durchaus interessant: Sie zeigt, dass Bücher und Bibliotheksräume längst nicht nur als Orte des Lesens, sondern auch als kulturelle und soziale Räume wahrgenommen werden.
Das Land NRW stellt auch für das Jahr 2027 Fördergelder für Teamfortbildungen (Inhouse-Schulungen) sowie Schulungen zu Fachthemen (Regionalschulungen) bereit. Die Inhouse-Schulungen richten sich an ganze Teams. Die antragsstellende Bibliothek kann diese in Kooperation mit maximal zwei weiteren Bibliotheksteams durchführen, wenn das Team aus weniger als 10 Personen (Mindesteilnehmerzahl) besteht. Regionalschulungen ermöglichen eine Fortbildung zu einem Fachthema aus mindestens vier Bibliotheken. Mindestteilnehmerzahl sind hier ebenfalls 10 Personen.
Das Thema können antragsstellende Bibliotheken bei beiden Fortbildungsarten frei wählen – es muss aber einen bibliotheksfachlichen Bezug haben. Fortbildungen gab es zum Beispiel zu Social-Media-Strategien, Nachhaltigkeit, Entwicklung eines Leitbilds, Strategieentwicklung, Demokratieförderung in Öffentlichen Bibliotheken oder Teamentwicklung.
Die Schulungen können in Präsenz oder Online stattfinden.
Gefördert werden ein- und zweitägige Fortbildungen mit einer finanziellen Bezuschussung von maximal 80%. Die antragsstellende Bibliothek übernimmt die Bereitstellung von Raum und Technik sowie die Verpflegung vor Ort. Schulungen, an denen Nicht-Bibliotheksangehörige teilnehmen, sind nicht zuschussfähig. Die Inhouse- und Regionalschulungen sind eine Kooperation der Fachstelle für Öffentliche Bibliotheken NRW und dem ZBIW der TH Köln. Die Bewerbungsfrist für neue Anträge ist der 30. September 2026.
Bitte senden Sie uns Ihre Anträge per E-Mail zu. Bei Fragen oder Anregungen können Sie sich gerne an Sarah Potzkei-Sparla (Sarah.Potzkei-Sparla@brd.nrw.de/Tel. 0211 / 475-3667) oder Silke Keßler (Silke.Kessler@brd.nrw.de/Tel. 0211/475-4839 wenden. Alle Vordrucke für Anträge sowie weitere Hinweise zur Antragstellung unter: https://www.brd.nrw.de/themen/schule-bildung/oeffentliche-bibliotheken/personalqualifizierung
Am 15.09. findet das Seminar „Gaming in der Bibliothek: Spiele analog und digital entwickeln“ in der Stadtbibliothek Bielefeld statt. Das Seminar richtet sich an Beschäftigte Öffentlicher Bibliotheken in NRW, die gerne mit Kindern und Jugendlichen in der Bibliothek Spiele entwickeln möchten.