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Mein Weg in die Welt der Games – Warum Gaming in Bibliotheken?

Als Bibliothekarin interessiert mich besonders unsere Nutzer für neue Wissensfelder zu begeistern und die Bibliotheken als Bildungsanbieter zu etablieren. Mit diesem Blogartikel zeige ich, dass die Welten von Lernen und Games nicht so weit voneinander entfernt sind wie viele denken. Mit Freude kulturelle Erfahrungen zu vermitteln ist hierbei eines der großen Ziele. Das andere Ziel ist mit Games gezielt die Medien und Informationskompetenz zu erweitern und neue innovative Lernmethoden zu entwickeln.

Dazu habe ich im Januar 2018 ein Einstieg in das Thema Gaming gewagt. Ich möchte meine Gründe und Erfahrungen in diesem Blogartikel ​festhalten und hoffe das es die ein oder anderen Kollegen dazu bewegt sich dem Thema gegenüber zu öffnen. Für alle interessierten gibt es eine Fortbildungsreihe die neben diesen Blogartikeln den Einstieg in das Thema erleichtert.

Meine persönliche „Gamer“-Biografie:

Mit 13 Jahren habe ich mit dem Simluationsspiel „Die Sims“ erste Schritte in der Gamingwelt gemacht. Der Spieler kann in verschiedene Rollen schlüpfen, Häuser bauen und das Leben der Sims (Spielfiguren) beeinflussen. Den Alltag neu zPOkemon Gou gestalten, einmal etwas auszuprobieren das man sich im realen Leben nicht vorstellen könnte, kann eine wirklich spaßige Herausforderung darstellen. Die neuste Version Sims 4 spiele ich ebenfalls, aber bei weitem nicht mehr so intensiv. Neben den Sims spiele ich erst seit ca. vier Jahren häufiger mal Mario Kart bei Freunden. Ich finde die Grafik von Spielen spannend. Selbst habe ich mich trotzdem nie als Gamer gesehen, sondern eher als Beobachterin oder Interessierte. Mit der Veröffentlichung von Pokemon Go kam 2016 das Thema im bibliothekarischen Kontext sehr häufig auf. Seit dem ließ es mich nicht mehr los. 

Warum Gaming in die Bibliotheken gehört

  1. In unserem Arbeitsschwerpunkt „Lebenslanges Lernen“ denken wir intensiv über die Möglichkeiten von Bibliotheken als Bildungsanbieter nach. Ein wichtiger Bereich dessen ist die Förderung von Lernmotivation. Für Bibliotheken ist das Thema Lernmotivation ein perfekter Anknüpfungspunkt. In der Schule gehört Lernen zum Alltag von Kindern. Leider besitzen Lehrer und Schulen nicht die finanziellen und zeitlichen Ressourcen um diesen Aspekt ausreichend zu würdigen. Bibliotheken können die Lernmotivation unterstützen und in Kooperationen mit Schulen die Lernentwicklung von Kinder fördern. Später mehr dazu!
    Ein Aspekt von Lernmotivation ist das Thema Gamification (Gamifizierung= spielerische Elemente im Unterricht einsetzen). Zur Gamification kam ich über das Lesen von Comics. In den klassischen workbooks im Englischunterricht werden Comicpanels genutzt um systematisch Wissen zu veranschaulichen.
  2. Durch die Entwürfe des Koalitionsvertrags (in dem Gaming thematisiert wurde), bekam die deutsche Gamingbranche neuen Aufwind. Digitale Spiele sind derzeit für die gesamte Kultur und Bildungsszene ein „Hot Topic“. Diese „Welle“ stellt eine große Chance für Bibliotheken dar. Das Thema und die gesamte Branche passt sehr gut zu Bibliotheken, als bspw. Veranstaltungsort und Kooperationspartner (Testumgebung) können Bibliotheken und Games sehr gut harmonieren. Der Deutsche Computerspielepreis oder der TOMMI Kinder-Softwarepreis sind gute Beispiele, wie Vernetzungseffekte mit der Games-Branche genutzt werden können.
  3. Jugendliche sind eine der schwierigeren Nutzergruppen für klassische Bibliotheken. Spiele und Konsolen können sich viele Jugendliche nicht leisten. Die Bibliothek stellt einen Ort, in dem der Freizeitspaß und das Lernen sehr gut harmonieren kann. In Jugendzentren zu Lernen ist oft nicht möglich, weil es an lautstarker Ablenkung nicht mangelt. In der Schule ist Lernspaß nur begrenzt und je nach Engagement der Lehrer möglich. Bibliotheken bieten einen Ort an dem Jugendliche unabhängig von Interessen fündig werden. Dazu gehört auch ein umfangreiches Gamingangebot. Jeder interessenskreis von Jugendlichen wird inzwischen durch Games abgedeckt. Von künstlerischen Spielen, über sportliche bishin zu Detektivspielen ist alles dabei.
  4. In den letzten Jahren wurde Gaming durch diese Entwicklungen zunehmend für Bibliotheken ein Thema. Es blieb bei vielen die Einzelveranstaltung und der Verleih von Spielen. Der dauerhafte Zugang und die Anzahl der Personen die mit Games arbeiten sind gering. Das Grundproblem ist altbekannt: Oft engagiert sich eine einzelne Person für das Thema. Wenn diese Kolleg*in eine neue Stelle antritt, bricht das Angebot auf unbestimmte Zeit weg. Wenn Gaming als ein gleichwertiges Angebot zählen soll, muss auch der dauerhaft Zugang gewährleistet sein. Nur dann wird das Angebot angenommen und dauerhaft genutzt.
  5. Der Bereich „Gaming und VR“ ist durch verschiedene geförderte Projekte in Bibliotheken fortgeschritten. Die Ergebnisse haben gezeigt, dass verschiedene Nutzergruppen reges Interesse daran haben. Große Projekte wie das Library Lab in Düsseldorf sprechen alle Nutzergruppen an und werden erfolgreich. Ohne die Förderung mit externen Geldern ist es im Rahmen kleinerer Veranstaltungen möglich erfolgreich Gamingangebote umzusetzen. Ein Beispiel hierfür ist, der VR Horror in Minden. Hier wurden durch eine Horrorveranstaltung vorrangig Erwachsene angesprochen (aufgrund der Altersfreigabe). Die Veranstaltung war sehr gut besucht.

     

  6. Ein abschließender und sechster Grund ist die Zielgruppe der Erwachsenen. Hier sind für den Freizeitbereich meist nur begrenzte Angebote zu finden, sieht man von klassischen Abendveranstaltungen ab. GAME, der Verband der deutschen Games Branche veröffentlichte das Durchschnittsalter der deutschen Gamer: 36,4 Jahre. ​Für den kontinuierlichen Anstieg seit mehreren Jahren ist unteranderem die Altersgruppe der 50+ Generation verantwortlich. ​Nicht nur Jugendliche, sondern auch Erwachsene sind Fans von Games und zocken gerne!

Teil zwei…

und meine Tipps zur Einarbeitung in das Thema kommen morgen, gleicher Blog gleiche Zeit. Ich hoffe ihr seid dabei! „Mein Weg in die Welt der Games – Erste Schritte auf unbekanntem Terrain“

 

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Webinar zu Qualitätskriterien bei OER-Materialien

Das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung (DIE) hat einen Mitschnitt des Webinars „Die Suche nach Qualität bei OER – Ein Austausch mit allen Bildungsbereichen!“ veröffentlicht. In dem Webinar wurden unter anderem erfolgreich erprobte Beispiele aus den Bildungsbereichen Schule, Hochschule, Berufliche Bildung und Erwachsenenbildung vorgestellt. In einer anschließenden Diskussion wurden zudem rechtliche Aspekte und die Adaptierbarkeit von Materialien thematisiert. Der Mitschnitt ist hier einsehbar.

Quelle:
Biboer- „Qualität bei OER“ (15.07.2019), online verfügbar:
https://biboer.wordpress.com/2019/07/12/webinar-qualitat-bei-oe

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Leitlinie „Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Schule“

Das Ministerium für Schule und Bildung NRW hat die „Leitlinie Bildung nachhaltige Entwicklung“ veröffentlicht. Darin geht es um die Merkmale und Ziele von BNE-Lernprozessen, allgemein und anhand verschiedener Unterrichtsfächer.

Die Kooperation mit außerschulischen Lernorten wird empfohlen, da diese die Lebenswelt der Schüler*innen berühren. Bibliotheken, die in diesem Bereich arbeiten, können die Leitlinie als Ansatzpunkt für Kooperationen oder Veranstaltungen verwenden.

Wer als außerschulische Bildungseinrichtung BNE bereits in sein Leitbild integriert hat, kann sich auf ein Zertifikat bewerben.

Quelle: Ministerium für Schule und Bildung Nordrhein-Westfalen – „Leitlinie Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (1. Aufl. 2019, zuletzt aufgerufen am 16.07.2019), online verfügbar unter  https://www.schulministerium.nrw.de/docs/Schulsystem/Unterricht/BNE/Kontext/Leitlinie_BNE.pdf

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Hbz: Zählung virtueller Besuche für die DBS wieder möglich

Die Zählung der virtuellen Besuche im Rahmen der Deutschen Bibliotheksstatistik (DBS) wird wieder möglich. Das Hochschulbibliothekszentrum (HBZ) führt die Zählung für das Berichtsjahr 2019 im Rahmen einer Pilotphase in Kooperation mit der Firma INFOnline durch. Bis zum 31. Juli können maximal 150 Öffentliche und Wissenschaftliche Bibliotheken für das Verfahren anmelden. Die Begrenzungen werden auch für die beiden Folgejahre gelten. Weitere Informationen zum Zählungsverfahren und zur Anmeldung finden Sie hier.

Quelle:
Netbib Webblog- „Zählung der virtuellen Besuche in Bibliotheken für die DBS“ (16.07.2019), online verfügbar unter: https://log.netbib.de/archives/2019/07/14/zaehlung-der-virtuellen-besuche-in-bibliotheken-fuer-die-dbs/

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BVÖ: Bürgerbeteiligung in Bibliotheken

Der Schwerpunkt der neuesten Ausgabe der Zeitschrift „Büchereiperspektiven“ des Büchereiverbands Österreich (BVÖ) ist Bürgerbeteiligung in Bibliotheken. Die Ausgabe enthält u.a. einen allgemeinen Artikel über gesellschaftliche Partizipation sowie einen Beitrag zur stufenweisen Partizipation („Beteiligungsintensität“) in Bibliotheken. Das Modell zur stufenweisen Partizipation, welches Studierende der Hochschule der Medien Stuttgart erarbeitet haben, reicht von der niedrigsten Stufe „Informieren“ der Öffentlichkeit, über das „Konsultieren“ und „Kooperieren“ bis zur Endstufe „Ermächtigen“, welche das teilweise Übertragen von Entscheidungsgewalt beinhaltet.

Zudem finden sich in der Zeitschrift Artikel über die unter Anwendung der Methode Design Thinking neu konzeptionierten Bibliotheken in Köln-Kalk und Würzburg sowie über das Begeistern von Kommunalpolitikern für die Bibliothek.

Die Zeitschrift kann als Printexemplar über die Webseite des BVÖ bestellt oder online gelesen werden.

Quelle:
Erwachsenenbildung.at- „Büchereiperspektiven- Teilen und Beteiligen“ (03.07.2019), online verfügbar unter: https://erwachsenenbildung.at/aktuell/nachrichten_details.php?nid=13153

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BVÖ: Online-Kurs „Digitale Bibliothek“

Der Büchereiverein Österreich (BVÖ) und das Bundeskanzleramt bieten von Juni 2019 bis Juni 2020 einen 12-teiligen Online-Kurs zu dem Thema „Digitale Bibliothek“ an. Der Kurs wird über das Portal Erwachsenenbildung.at angeboten und beschäftigt sich inhaltlich mit Social Media in Bibliotheken, digitalen Services von bzw. für Bibliotheken und digitaler Lesemotivation (anhand von Onilo & Tigerbooks). Ein Einstieg ist trotz Beginns des Kurses noch möglich. Die Teilnahme ist kostenlos und es gibt keine Teilnehmerbegrenzung.
Weitere Informationen sowie ein kurzes Video zu den Kursinhalten finden Sie hier.

Quelle:
Erwachsenenbildung.at- „Digitale Bibliothek: Online-Kurs ist angelaufen“ (02.07.2019), online verfügbar unter:
https://erwachsenenbildung.at/aktuell/nachrichten_details.php?nid=13152&fbclid=IwAR0gMxR1K4gNNJpb6XWBKQF0Wl5gutSJufcQuXS_b8vJAIEUbS5_yCSDOew

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Bachelorarbeit zu Influencer-Kommunikation deutscher Bibliotheken

Von einer Absolventin des Bibliotheksstudiengangs der Hochschule Leipzig wurde eine Bachelorarbeit zu Influencer-Kommunikation in deutschen Bibliotheken vorgelegt. Der Autorin zufolge habe die Arbeit den Anspruch „Formen der Zusammenarbeit zwischen Influencern und Bibliotheken“ zu untersuchen, mit dem Ziel „künftig Hilfestellung zur Einführung erfolgreicher Kooperationen zu bieten“.

Als Beispiel für eine solche Zusammenarbeit wird u.a. das #blogsofa-Format der Stb Düsseldorf angeführt. Die Arbeit ist hier einsehbar.

Quelle:
SLUB- „Wir führen Wissen“- Influencer-Kommunikation deutscher Bibliotheken (03.07.2019), online verfügbar unter: http://slub.qucosa.de/landing-page/?tx_dlf%5Bid%5D=http%3A%2F%2Fslub.qucosa.de%2Fapi%2Fqucosa%253A34076%2Fmets&fbclid=IwAR3b7_ZwZ0dH1e3wF_aGX5eo-AsuAIIkOMVXpcgOZBFC_tW_CYMDrAMWCuk

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„LeseOasen“: Fördergelder für Grundschulhorte/ Bibliotheken

Ab sofort können sich Ganztagsgrundschulen in Berlin und Nordrhein-Westfalen um eine beratende und finanzielle Förderung eines lesefreundlichen Raumes in ihrem Haus bewerben. Vor allem in der Region rund um Köln, Bonn und Düsseldorf sind noch Plätze im Projekt zu vergeben. Förderfähig sind Einrichtungen, die von überdurchschnittlich vielen Kindern mit Lernmittelbefreiung bzw. Anspruchsberechtigung auf Leistungen nach dem Bildungs- und Teilhabepaket besucht werden.

Trainerinnen und Trainer der Kinderrechtsorganisation Save the Children führen verschiedene Aktivitäten mit den Kindern durch und vermitteln Lehrkräften Methodenwissen zu Leseanimationsverfahren. Die LeseOasen setzen Akzente auf freizeitorientierte Förderung von Lesemotivation in einem bewertungsfreien Raum außerhalb des Unterrichts. Anträge auf Förderung sind vorbehaltlich der Verfügbarkeit von Plätzen bis zum 31. August möglich. Sie können durch freie Träger des Ganztags oder durch schulische Fördervereine gestellt werden.

Eine Einbindung der örtlichen Bibliothek in das Konzept der LeseOase ist möglich.

Quelle: Save the Children Deutschland e.V.: LeseOasen an Grundschulen. Online verfügbar unter www.leseoasen.de
Kontakt: johannes.freund@savethechildren.de

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Comic-Bestenliste im 2. Quartal 2019

Eine 30-köpfige Jury stellt seit Jahresbeginn quartalsweise eine Bestenliste für Comics vor. Im Zweiten Quartal wurde die Hommage „Lucky Luke sattelt um“ auf Platz eins gewählt, in der der bekannte Cowboy aufs Fahrrad umsattelt.

Insgesamt deckt die Liste eine große Bandbreite an Themen und Genres ab: „Die dicke Prinzessin Petronia“ ist eine feministische Persiflage auf den kleinen Prinzen, „Mister Miracle“ ein Superheldencomic und „meine lesbische Erfahrung mit Einsamkeit“ ein Manga.

Quelle: Buchreport: „Ein radelnder Lucky Luke und ein weiblicher Blick“ (28.06.19), online verfügbar unter https://www.buchreport.de/news/genre-und-weiblicher-blick/?fbclid=IwAR05MqxBe-uPz9Hhdb9jGRfI8bMTuDgo3jqmBgN3IKC3E_fP8xxq3pIbxag

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„Öffentliche Bibliothek 2030“ steht als kostenloser Download zur Verfügung

Die im Verlag Bock + Herchen erschienene Publikation „Öffentliche Bibliothek 2030 – Herausforderungen – Konzepte -Visionen“ ist nicht nur gedruckt, sondern auch als kostenloser Download erhältlich.

Das von Petra Hauke herausgegebene Buch enthält zahlreiche Beiträge von Experten aus dem Bibliotheks- und Kulturbereich, darunter auch einige aus Nordrhein-Westfalen. Das Buch eignet sich als Diskussionsgrundlage und wichtige Quelle für Forschung, Studium, Aus- und Fortbildung, sowie die bibliothekarische Praxis.

Das Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons 4.0 International Lizenz und wurde gefördert aus dem Open-Access-Publikationsfonds der Humboldt-Universität zu Berlin.

Weitere Informationen zur Entstehung des Buches finden Sie hier.

Quelle: VÖB: „Öffentliche Bibliothek 2030 : Herausforderungen – Konzepte – Visione“
(27.06.2019) online verfügbar unter: https://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=49437