Alle Artikel in der Kategorie “Kinder und Jugendliche / Schule

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Kindermedien in Deutscher Gebärdensprache

Die Verwendung von Gebärden fördert den Spracherwerb bei Kindern und Jugendlichen mit Hörbeeinträchtigungen oder verzögerter Sprachentwicklung. Bücher und Filme, die durch Gebärden in Deutscher Gebärdensprache unterstützt werden, bieten sich besonders für die Förderung des Lesens an sowie für gemeinsames Vorlesen und Anschauen. In dieser Zusammenstellung von Links finden Sie Medienangebote in Deutscher Gebärdensprache.

https://www.lesen-in-deutschland.de/journal/kindermedien-in-deutscher-gebaerdensprache-1904

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Quiz zur Stärkung von Medienkompetenz in einfacher Sprache 

Das Deutsche Kinderhilfswerk sucht nach Öffentlichen Bibliotheken, die Interesse an der Teilnahme an einem Projekt zur Förderung von Medienkompetenz für Kinder und Jugendliche aus geflüchteten oder migrantischen Familien haben. In Kooperation mit dem Medienexperten Thomas Feibel wurde ein Online-Quiz in einfacher Sprache entwickelt, um möglichen Sprachbarrieren entgegenzuwirken und grundlegendes Wissen im Umgang mit Medien zu vermitteln. Die Teilnahme ist kostenfrei und kann im Zeitraum von März bis Juni 2024 erfolgen. Mehr Informationen auf dieser Website: https://www.kindersache.de/projekt

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Erklärfilm für Kinder zu Kinderrechten

Der neueste Erklärfilm des Deutschen Kinderhilfswerkes bietet eine kindgerechte Übersicht über die Bedeutung der UN-Kinderrechtskonvention. Er richtet sich speziell an Kinder im Grundschulalter sowie an Lehr- und pädagogische Fachkräfte für ihre pädagogische Arbeit. Neben einer historischen Kontextualisierung und der Darstellung ausgewählter Kinderrechte hebt der Film auch Bereiche hervor, in denen die vollständige Umsetzung der Kinderrechte in Deutschland noch nicht erreicht ist. Darüber hinaus zeigt er auf, wie Kinder selbst aktiv werden können, um sich für ihre Rechte einzusetzen. Mehr Informationen auf dieser Website https://www.kompetenznetzwerk-deki.de/material/die-kinderrechte-erklaerfilm-fuer-kinder.html

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Studie zu Kompetenzen von Kindern im Umgang mit algorithmischen Empfehlungssystemen

Kann KI Wünsche erfüllen? – Eine qualitative Untersuchung des JFF – Instituts für Medienpädagogik analysiert die Fähigkeiten von Kindern im Alter von acht bis elf Jahren im Umgang mit Empfehlungssystemen auf YouTube und TikTok. Die Studie verdeutlicht, welche Kenntnisse Kinder bereits im Umgang mit diesen algorithmischen Empfehlungssystemen besitzen und wo sowohl sie als auch ihre Eltern Unterstützung benötigen. Dabei müssen sie sich mit Strategien zur Bewältigung von unerwünschten oder ungeeigneten vorgeschlagenen Inhalten, der Kontrolle der Bildschirmzeit, Datenschutzfragen und personalisierter Werbung auseinandersetzen. Die Studie identifiziert neue Möglichkeiten zur Förderung von Kompetenzen bei Kindern und Eltern. Der kostenfreie Download der Studie steht zur Verfügung: https://www.jff.de/veroeffentlichungen/detail/ki-als-wunscherfueller/

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Demokratiebericht: Politische Bildung muss digitaler, aufsuchender und attraktiver werden

Die Landeszentrale für Politische Bildung legte im Auftrag des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft den zweiten Demokratiebericht vor. Die repräsentative Umfrage unter Menschen ab 14 Jahren in Nordrhein-Westfalen zeigt optimistische Ergebnisse: 66 Prozent bekennen sich zur Demokratie, 77 Prozent interessieren sich für das politische Geschehen. Staatssekretärin Gonca Türkeli-Dehnert betont, dass das Interesse hoch sei, jedoch das Drittel der Demokratie-Skeptiker Anlass sei, die politische Bildung zu verbessern. Besonders die Gruppe der 14- bis 17-Jährigen, die sich vorwiegend über Social-Media informiert, muss intensiver angesprochen werden.

Das kann laut Demokratiebericht mit neuen Formaten gelingen, die dort angeboten werden, wo sich junge Menschen gerne und viel aufhalten: in der Schule, in (Sport-)Vereinen, an Dritten Orten, Kultureinrichtungen – und im Internet.

Der Demokratiebericht empfiehlt zudem Maßnahmen der politischen Bildung, die die Menschen zu mehr Teilhabe befähigen. Ziel müsse sein, dass Menschen ein mögliches Engagement als „wirksam“ verstehen. Dazu könnten interaktive Formate, etwa Debattierwettbewerbe für Jugendliche, der Aufbau einfach zugänglicher Beteiligung wie Bürgerforen und das Erproben einer Abstimmung anhand von Wahl-O-Maten beitragen.

Der Demokratiebericht betont die Bedeutung der politischen Bildung als Grundstein für die Stärkung der Demokratie, insbesondere in Zeiten von äußeren und inneren Angriffen auf die Demokratie.

Mehr Informationen unter https://bildungsklick.de/bildung-und-gesellschaft/detail/politische-bildung-muss-digitaler-aufsuchender-und-attraktiver-fuer-junge-menschen-werden

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Landesregierung ermöglicht langfristige Förderung von „Sprach-Kitas“

Nach dem Rückzug des Bundes aus der Förderung der „Sprach-Kitas“ zum 30. Juni dieses Jahres, übernimmt nun das Land Nordrhein-Westfalen die Verantwortung für eine nahtlose Weiterfinanzierung bis Juli 2026. Die neue Förderrichtlinie ab Januar 2024 ermöglicht die Fortsetzung des Programms, das die Sprachentwicklung von Kindern in Kitas mit hohem Förderbedarf unterstützt.

Kinder- und Jugendministerin Josefine Paul betont die Bedeutung der Sprachförderung für eine erfolgreiche Bildungsbiografie. Das Programm umfasst rund 1.300 Sprachförderkräfte, 83 Fachberatungsstellen und erhält im Haushalt 2024 Mittel in Höhe von etwa 38 Millionen Euro. Rund 30 Prozent der Kinder in NRW-Kitas, die vorwiegend nicht Deutsch sprechen, werden durch die ‚Sprach-Kitas‘ unterstützt, wovon alle Kinder profitieren können. Inhaltliche Schwerpunkte sind alltagsintegrierte sprachliche Bildung, inklusive Pädagogik und die Zusammenarbeit mit Familien. Mehr Informationen unter https://bildungsklick.de//fruehe-bildung/detail/landesregierung-foerdert-sprach-kitas-mit-rund-38-millionen-euro-jaehrlich

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Neues Netzwerk soll Lobbyarbeit für Schulbibliotheken stärken

Mitte November fand in Hamburg die Kooperationsveranstaltung »Vermitteln, Vernetzen, Verpflichten – Schulbibliotheken im deutschsprachigen Raum« statt, auf der der Beschluss zur Gründung eines bundesweiten Netzwerks zur Unterstützung von Schulbibliotheken gefasst wurde. Dieser Schritt folgt dem Aufruf von Kirsten Boie, die Schulbibliotheken als Schlüssel zur Leseförderung und damit zur Bildungsaufgabe Nr. 1 erklärt.

Die Veranstaltung, zu der die Hamburger Öffentlichen Bücherhallen, die dbv-Kommission Bibliothek & Schule, die Büchereizentrale Schleswig-Holstein und die Hessische Fachstelle für Öffentliche Bibliotheken gemeinsam eingeladen hatten, bot ein offenes Programm mit Fachvorträgen und Austauschmöglichkeiten für Interessierte in Schulbibliotheken sowie eine interne Sitzung von rund 30 Vertreterinnen und Vertretern schulbibliotheksberatender Organisationen aus Deutschland und angrenzenden Regionen, um die gewachsene Vernetzung der vergangenen Jahre zu verstetigen.

Quelle: https://www.b-u-b.de/detail/neues-netzwerk-will-lobbyarbeit-fuer-schulbibliotheken-staerken

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Jugend und Medien – Die JIM-Studie 2023 im Überblick

Für die diesjährige JIM-Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest (mpfs) wurden 1.200 Jugendliche im Alter zwischen zwölf und 19 Jahren im Zeitraum vom 30. Mai bis 9. Juli 2023 anhand von telefonischen Interviews (70 %) und Online-Fragebögen (30 %) befragt. Die Ergebnisse liefern interessante Einblicke in das Mediennutzungsverhalten der 12-19-Jährigen in Deutschland.

Online-Nutzung auf Rekordhoch:

Die durchschnittliche tägliche Online-Zeit der Jugendlichen liegt 2023 bei beeindruckenden 224 Minuten, wobei Messenger und Social Media eine zentrale Rolle spielen. WhatsApp ist mit 94 Prozent regelmäßiger Nutzung der klare Spitzenreiter, gefolgt von Instagram (62 Prozent), TikTok (59 Prozent) und Snapchat (49 Prozent).

Streaming im Fokus:

Wenn es um das Ansehen von Serien, Sendungen und Filmen geht, stehen Netflix und YouTube hoch im Kurs. YouTube verzeichnet einen deutlichen Anstieg auf 63 Prozent regelmäßiger Nutzung im Vergleich zum Vorjahr (50 Prozent). Netflix hält sich mit 50 Prozent stabil, während 31 Prozent Prime Video nutzen.

Herausforderungen und Risiken:

Die Studie zeigt jedoch auch, dass Jugendliche im Netz mit verschiedenen Herausforderungen konfrontiert sind. Jedes dritte Mädchen und jeder vierte Junge wurde 2023 bereits sexuell belästigt, und 23 Prozent wurden mit ungewollten pornografischen Inhalten konfrontiert.

Vielfältiges Medienrepertoire:

Jugendlichen steht ein breites Spektrum an Medien zur Verfügung, wobei Smartphones (96 Prozent) und Computer/Laptops (73 Prozent) die meistgenutzten Geräte sind. In der Freizeit spielen Smartphone, Internet und Musik hören die größte Rolle.

Bedeutung von Büchern und Musik:

Trotz der digitalen Ära behält das Lesen von Büchern bei vielen Jugendlichen seine Relevanz. In ihrer Freizeit lesen 35 Prozent regelmäßig gedruckte Bücher. Die Beliebtheit von Musikstreaming-Diensten zeigt sich in einer durchschnittlichen täglichen Hördauer von 115 Minuten über Plattformen wie Spotify.

Schule im digitalen Wandel:

Digitale Geräte spielen nicht nur in der Freizeit, sondern auch in der Schule eine zunehmend wichtige Rolle. 63 Prozent der Jugendlichen gehen regelmäßig im Unterricht online, und 39 Prozent verwenden Tablets.

Ausblick und Fazit:

Die JIM-Studie offenbart einen starken Wandel im Medienalltag von Jugendlichen. Technologische Entwicklungen und gesellschaftliche Ereignisse prägen die Mediennutzung dieser Altersgruppe. Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit, Jugendliche in einem kompetenten und bewussten Umgang mit Medien zu fördern, um den Chancen und Herausforderungen der digitalen Welt gewachsen zu sein.

Mehr Informationen und Quelle: https://www.medienpolitik.net/aktuelle-themen/ein-drittel-der-jugendlichen-liest-regelmaessig-buecher-467

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Telekom-Stiftung veröffentlicht Leitfaden „Schule und KI“

Die Telekom-Stiftung hat eine praxisnahe Handreichung veröffentlicht. Sie richtet sich vor allem an Lehrkräfte und Schulleitungen und gibt einen Überblick über sieben KI-Systeme mit besonderer Bedeutung für Schulen. Der ausführliche Leitfaden sowie eine Zusammenfassung mit den Handlungsempfehlungen können kostenlos heruntergeladen werden unter https://www.telekom-stiftung.de/presse/telekom-stiftung-veroeffentlicht-leitfaden-schule-und-ki

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GMK gegen Umsetzung des Moratoriums der Digitalisierung in Kitas und Schulen

Eine Gruppe von 40 Wissenschaftler*innen fordert in einem Moratorium die Politik auf, die Digitalisierung in Kitas und Schulen (GBW 2023) zeitnah zu stoppen. Die Gruppe der Wissenschaftler*innen bezieht sich u.a. auf die Stellungnahme von fünf Professor*innen des schwedischen Karolinska-Instituts (vgl. Thorell et al. 2023), in der diese vor negativen Auswirkungen von Bildschirmmedien auf das Lernen und die Sprachentwicklung von Kindern warnen. Die Gesellschaft für Medien und Kommunikation (GMK) spricht sich gegen die Umsetzung dieses Moratoriums aus. Ihrer Ansicht nach wird die Debatte zur Medienbildung in Kitas und Schulen in ein „Entweder-Oder“ gelenkt, welches eine wünschenswerte Diskussion über ein gelingendes WIE der medienpädagogischen Arbeit in weite Ferne rücken lässt. So ein Vorgehen sei nicht zielführend und könne nicht im Sinne transformativer Lern- und Bildungsprozesse sein.

Es sei sicher auch noch großer Handlungsbedarf an Schulen, damit der Einsatz von Medien medienpädagogisch und didaktisch begründeter geschieht. Auch sei eine differenzierte Betrachtung nach dem Lebensalter von Schüler*innen erforderlich, so dass Schulformen und Schulfächer, aber auch Lehrpersönlichkeiten, wie es in dem Papier heißt, mehr beachtet werden. Allerdings müsse nach Meinung der GMK auch Fragen nach Lernumgebungen und Lehr- und Lernsituationen gestellt werden. Dies geschehe allen voran mit an den Lebenswelten orientierten, medienpädagogischen Projekten, die ein gemeinsames, kooperatives und konzentriertes Miteinander fördern. Wie zum Beispiel im Bundesprogramm Sprach-Kitas, das daher an vielen Stellen auf Medienangebote setzt, die den Spracherwerb und die Sprachentwicklung begünstigen, beispielsweise durch das Erstellen von Collagen zum Verstehen von zusammengesetzten Substantiven (Hand-Schuh) (vgl. BMFSFJ 2023b).

Mehr Informationen unter https://bildungsklick.de/schule/detail/positionierung-zum-moratorium-der-digitalisierung-in-kitas-und-schulen#:~:text=Die%20GMK%20setzt%20sich%20f%C3%BCr,Kreativit%C3%A4t%20und%20Kritikf%C3%A4higkeit%20aller%20gef%C3%B6rdert.