Alle Artikel in der Kategorie “Nachrichten

Informationen und Meldungen aus dem Bibliothekswesen (Nachrichten) vor allem mit lokalem Bezug bzw. Interesse der hiesigen Bibliotheken. Schwerpunkte sind daher Meldungen aus NRW-Bibliotheken, Verbänden und Institutionen sowie Termine, Fortbildungen und den Themengebieten: Medien- und Informationskompetenz, Kinder- und Jugendarbeit, Integration, Rechtsprechungen und Technologien, die auf einen bibliothekarischen Kontext bezogen werden können.

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Bad Salzuflen: Lese-Club in leichter Sprache will Lesekompetenz stärken

Die Volkshochschule Bad Salzuflen bietet in Kooperation mit dem Büro für Leichte Sprache der Lebenshilfe Detmold und der Stadtbücherei Bad Salzuflen einen Lese-Club in leichter Sprache an. Das Angebot will Menschen mit geringer Lesekompetenz den Spaß am Lesen vermitteln. Gemeinsam werden Texte in leichter Sprache gelesen und besprochen. Die Bücherei wird dafür Medien in Leichter Sprache bereitstellen. Über eine Führung sollen die Teilnehmer die Angebote der Stadtbücherei kennenlernen. Geplant ist zudem eine Lesung in leichter Sprache in der Bibliothek.

Die leichte Sprache ist eine auf maximale Verständlichkeit hin angelegte Variante der Schriftsprache. Sie wurde von Menschen mit Lernschwierigkeiten entwickelt und folgt einem Regelkatalog. Dieser wird u.a. vom Netzwerk Leichte Sprache und Inclusion Europe herausgegeben.

Quelle: Website Lippische Zeitung: „Leichte Sprache stärkt Lesekompetenz in Bad Salzuflen“ (14.02.2020), online unter : https://www.lz.de/lippe/bad_salzuflen/22696223_Leichte-Sprache-staerkt-Lesekompetenz-in-Bad-Salzuflen.html?fbclid=IwAR1DwddU2lhjNRhRX-EzBnrzkBPrb1GA-WZ-IET2bXCQ0IK3BAY444JlkNg

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Finnland startet nationales E-Bibliotheksprojekt

Das finnische Ministerium für Bildung und Kultur hat einen Zuschuss von 250.000 Euro für den Start eines nationalen E-Bibliotheksprojekts vergeben. Ziel des von der Stadtbibliothek Helsinki geleiteten Projekts ist es, ein Konzept für einen nahtlosen Zugang von E-Books für alle Kunden öffentlicher Bibliotheken in Finnland zu entwickeln. Zu den wichtigsten Partnern des Projekts gehören Bibliotheken, Verlage, Autoren, Anbieter digitaler Plattformen und Urheberrechtsorganisationen. Hier finden Sie mehr Informationen zum Projekt: https://www.helmet.fi/en-US/Events_and_tips/News_flash/A_joint_Finnish_elibrary_to_be_prepared(207516)#/.XkOS0AWCMuU.twitter

Quelle: Digithek Blog: Nationales E-Book-Projekt in Finnland (zuletzt aufgerufen am 18.02.2020), online unter https://blog.digithek.ch/nationales-e-book-projekt-in-finnland/?fbclid=IwAR2sPBRDZr1sCx3gn3Wfykjz8pgj2Tc206_dmBkJrhD3IqpfvWXUvlDOh08

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USA: Chicago streicht Bibliotheksgebühren – Buchrückgabe steigt um 240%

Zur Förderung der Alphabetisierung und der Bildungsressourcen für einkommensschwache Bevölkerungsgruppen hat Chicago am 1. Oktober 2019 sämtliche Bibliotheksgebühren abgeschafft. Die Maßnahme von Bürgermeisterin Lori Lightfoot zeigt den gewünschten Effekt. Die Bibliotheken der Stadt freuen sich über mehr Besucher und die Zahl der Buchrückgaben stieg um 240 Prozent.

Quelle: Webseite Good News Network- „After Chicago Becomes One of the Biggest US Cities to Ditch Overdue Library Fees, Book Returns Surge by 240%“ (zuletzt aufgerufen am 04.02.2020), online verfügbar unter: https://www.goodnewsnetwork.org/chicago-first-to-ditch-overdue-library-fees/ 

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Recklinghausen ist „Außergewöhnliche Vorlesestadt 2019“

Gemeinsam mit Tübingen und Haren (Ems) wurde Recklinghausen als Vorlesestadt 2019 ausgezeichnet! Die Auszeichnung wird in drei Kategorien vergeben: nachhaltig, außergewöhnlich und aktiv. Mit 458 Stunden Dauervorlesen und 871 Vorlesenden hat die Stadt Recklinghausen den Titel „Außergewöhnliche Vorlesestadt 2019“ gewonnen und es zusätzlich ins Guinness-Buch der Rekorde geschafft. Die Initiatoren des Bundesweiten Vorlesetags – „Die Zeit“, Stiftung Lesen und Deutsche Bahn Stiftung – hatten den Titel „Vorlesestadt“ im Rahmen des bundesweiten Vorlesetags am 15. November zum siebten Mal gemeinsam mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund ausgelobt. Der nächste Bundesweite Vorlesetag findet am 20. November 2020 statt.

Quelle: Newsletter Öffentliche Bibliotheken 1/2020 – Fachstelle für das öffentliche Bibliothekswesen Tübingen

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Iserlohn: Bürger sollen über Büchereistandort abstimmen

Im März 2018 hatte der Kulturausschuss der Stadt Iserlohn den Umzug der Bücherei in ein anderes Gebäude beschlossen. Nun schlägt die Partei Die Linken vor, die Suche nach einem neuen Bücherei-Standort auf zwei Optionen in Iserlohns Innenstadt zu beschränken, da Einrichtungen wie eine Bücherei ins Stadtzentrum gehörten. Über den finalen Standort soll dann bei einer Bürgerbefragung entschieden werden. Die Partei hat dazu einen Antrag im Kulturausschuss eingereicht.

Quelle: WAZ online: „Bürger sollen über Bücherei abstimmen“ (20.02.2020), online unter https://www.waz.de/staedte/iserlohn/buerger-sollen-ueber-buecherei-abstimmen-id228472699.html?fbclid=IwAR1MjmJjcvnKb6GiX-bZNGbJpCxjNkJTs-p-bR1acvCvdcSdEkMpS5u40wI

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IFLA sucht „Public Library of the Year 2020“

Bis 15. April 2020 können sich Bibliotheken als weltweit beste öffentliche Bibliothek des Jahres 2020 bewerben. Verliehen wird der mit 5.000 US-Dollar dotierte Preis während des IFLA-Kongresses in Dublin vom 15. bis 21. August 2020. Preisträger 2019 war die Bibliothek Oodi in Helsinki.

Um sich für die von der IFLA vergebene Auszeichnung für 2020 qualifizieren zu können, muss die Bibliothek zwischen dem 1. Januar 2019 und dem 31. Dezember 2019 gebaut worden sein oder sich in einem Gebäude befinden, das bisher nicht als Bibliothek genutzt wurde. 

Über diesen Link finden Sie alle weiteren wichtigen Informationen zur Bewerbung: https://www.ifla.org/node/92844?og=49

Quelle: Website IFLA, zuletzt aufgerufen am 13.02.2020, online unter https://www.ifla.org/node/92844?og=49

 

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Studie zu Social Reading untersucht Leseverhalten von Jugendlichen

Viele Teenager nutzen neben Büchern vor allem digitale Netzwerke wie Goodreads, Büchertreff und Lovelybooks, um Literatur zu lesen, sich darüber mit anderen auszutauschen  – und auch selbst Literatur zu schreiben. Dieses Phänomen wird als „Social Reading“ bezeichnet.

Erstmals hat nun ein Team von Forschenden aus der Schweiz und Italien das Leseverhalten auf der digitalen Leseplattform Wattpad untersucht. Wattpad gehört zu den populärsten Plattformen: Weltweit über 80 Millionen mehrheitlich junge Leute teilen hier täglich ungefähr 100.000 Geschichten in über 50 Sprachen miteinander.

Die Studie der Università degli Studi di Milano-Bicocca, der Sogang University, der Università degli studi di Verona und der Universität Basel ergab, dass es im Leseverhalten von jungen Menschen große Unterschiede gibt, je nachdem ob es sich um populäre Jugendliteratur – sogenannte „Teen Fiction“ oder um klassische Bücher von Jane Austen und Hermann Hesse handelt. Teen Fiction wird auf Wattpad deutlich häufiger gelesen und kommentiert als klassische Literatur. Oft wird die Lektüre von klassischen Werken nach den ersten Kapiteln abgebrochen.

Auch der Austausch unter den Nutzern fällt unterschiedlich aus: Bei der Lektüre von Teen Fiction fand ein stärkerer Austausch unter den Leser*innen statt, der zu einer starken sozialen Bindung führte. Dagegen gab es bei den Klassikern eher eine „kognitiv orientierte Interaktion, mit der sich die Nutzer beim Verständnis und der Interpretation ihrer Lektüre gegenseitig unterstützen“.

Das Besondere an der Untersuchung von digitalen Leseplattformen: „Zum ersten Mal können wir das Lesen fast in Echtzeit untersuchen“, erklärt Studienleiter Prof. Dr. Gerhard Lauer vom Digital Humanities Lab der Universität Basel. „Die sozialen Medien bedeuten daher eine Revolution für unser Verständnis von Kultur. Denn auf Plattformen wie Wattpad, Spotify oder Netflix lässt sich Kultur in einer Dichte und Genauigkeit erfassen, die über die bisherigen Zugänge der Geistes- und Sozialwissenschaften deutlich hinausgeht.“

Quelle: digithek blog: „Literatur im Netz: Leseforschung fast in Echtzeit“ (17.02.2020), online unter https://blog.digithek.ch/literatur-im-netz-leseforschung-fast-in-echtzeit/

 

 

 

 

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Fotoweg – Grundlagen der Fotografie praktisch umsetzen und erlernen

Im Praxisblog Medienpädagogik stellt Yannick Bandi das Unterrichtskonzept „Fotoweg“  vor. Damit sollen Lehrende Kindern und Jugendlichen die Grundlagen des Fotografierens handlungsorientiert näher bringen können. Das Konzept besteht aus zehn Aufträgen, die jeweils an einem auf einer Karte markierten Ort umgesetzt werden. Das Material ist für Schüler*innen ab 9 Jahren geeignet und so aufgebaut, dass es für eine beliebige Ortschaft adaptiert werden kann.

Quelle: Newsletter Öffentliche Bibliotheken 1/2020 – Fachstelle für das öffentliche Bibliothekswesen Tübingen

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Bayern: Herausforderungen und Chancen für kleine Bibliotheken

Wo liegen die Besonderheiten, die Herausforderungen, aber auch die Chancen von Bibliotheken im ländlichen Raum? Am Beispiel Bayerns hat Ute Palmer-Horn, Diplom-Bibliothekarin und Leiterin der Landesfachstelle für das öffentliche Bibliothekswesen in München, dazu einen Artikel für die Zeitschrift „BuB – Forum Bibliothek und Information“ verfasst. Dieser setzt den Schwerpunkt auf öffentlich-kommunale Bibliotheken in bayerischen Kommunen mit einer Bevölkerungsgröße bis zu maximal 25 000 Menschen.

Als herausfordernd sieht Palmer-Horn den Bereich Personalgewinnung und Qualifizierung. „Ehemals fachlich besetzte Stellen können bei Wiederbesetzung oft nicht mehr mit bibliothekarisch ausgebildetem Personal besetzt werden.“ Zudem fehlen Zeit und Budget für Fortbildungen. Die bayerische Landesfachstelle bietet daher für nebenamtlich und ehrenamtliche Seiteneinsteiger/-innen in das Bibliothekswesen ein modulares Fortbildungskonzept an.

Chancen sieht sie in der zunehmenden Bedeutung von Bibliotheken im Hinblick auf kulturelle, soziale und gesellschaftliche Angebote. Anhand von Beispielen zeigt Palmer-Horn, dass Bibliotheken der neue Ortsmittelpunkt sein können und grade in ländlichen Regionen die Basis für sozialen Zusammenhalt darstellen.

Wichtig sei aber sich zu vernetzen und sinnvolle Angebote jenseits des reinen Medienbestands anzubieten. „Kooperationen zwischen Bibliotheken, mit Bildungs- und Kultureinrichtungen und weiteren Partnern aus dem gesellschaftlichen Umfeld geben neue Impulse, können neue Kunden und Kundinnen anziehen und stärken die Akzeptanz in der Kommune und in der Öffentlichkeit.“ Die Landesfachstelle in Bayern hat daher so genannte Erfa-Gruppen (Erfahrungsgruppen) initiiert. Ein- bis zweimal im Jahr treffen sich maximal zehn Bibliotheken aus einer Region, um Themen und Anliegen zu besprechen, die momentan die Bibliotheken beschäftigen.

Insgesamt hätten die kleinen Bibliotheken die Chance, sich beispielhaft als Mittel- und Treffpunkt ihrer Kommune zu etablieren, generationenübergreifend und unabhängig von Herkunft und Bildung. Fachstellen als fördernde und beratende Einrichtungen können und müssen dazu laut Palmer-Horn Impulse und Unterstützung geben.

Quelle: Website „BUB – Forum Bibliotheken“, zuletzt aufgerufen am 13.02.2020, online unter https://b-u-b.de/zukunftsperspektiven-kleinerer-bibliotheken/?fbclid=IwAR1n3AKQgeuhx-5FTuI7_kVt2_ofCyT5xFeIfmLKheQ6DcgZNaxU_f78tJg

 

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Gekaufte Studienergebnisse aus China

Publikationen in renommierten Zeitschriften sind für Wissenschaftler*innen ein wichtiger Karrieretreiber. Spiegel Online berichtete jüngst darüber, dass chinesische Forscher*innen Artikel von Agenturen schreiben lassen, die auf gefälschten Studien beruhen.

Der Wissenschaftsjournalist Leonid Schneider hat auf seinem Blog „For better Science“ zusammen mit weiteren Autoren falsche Studien gesammelt und ausgewertet. Die Beiträge sind auch in Zeitschriften namhafter Verlage, wie zum Beispiel Wiley, Elsevier und Springer Nature, erschienen. Die Fälle konzentrieren sich nach aktuellem Stand auf den Bereich Medizin.

Quelle: Merlot, Julia – „Chinas gekaufter Erfolg“ (11.02.20), online verfügbar unter https://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/china-mediziner-faelschen-offenbar-hunderte-medizin-studien-a-65a950df-1a72-4396-a232-fb1f48cc98df