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Digitaler Ort

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IFLA: UN Global Digital Compact – Umfrage zur Erstellung einer IFLA-Antwort / 31.07.2022

Die Vereinten Nationen rufen dazu auf, Beiträge zum „Global Digital Compact“, einer wichtigen neuen Initiative im Bereich ihrer Arbeit zu „Internet governance“, zu leisten. Unter dem Begriff „Internet governance“ werden Maßnahmen verstanden, welche Zugang, Stabilität und Offenheit des Internets sicherstellen. Die IFLA bereitet eine Antwort aus dem globalen Bibliotheksbereich vor und hat in diesem Kontext eine Umfrage gestartet, welche Erkenntnisse, Ideen und Prioritäten zusammenfassen soll. An der Umfrage kann bis zum 31. August 2022 teilgenommen werden. Weitere Informationen zum Global Digital Compact der Vereinten Nationen finden Sie hier.

Quelle: IFLA in Deutschland – UN Global Digital Compact: Umfrage zur Entwicklung einer IFLA-Antwort

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Corona-Pandemie hat das Internet verändert

Eine internationale Forschungsgruppe hat in einer Studie untersucht, inwiefern die Corona-Pandemie das Internet bzw. die Internetnutzung verändert hat. Der Studie zufolge stieg der durchschnittliche Internetverkehr weltweit während des ersten Lockdowns im März 2020 um 15 bis 30% an.

Die Hauptnutzungszeiten lagen vor der Pandemie werktags in den Abendstunden. Seit März 2020 wird das Internet jedoch gleichmäßig über den Tag genutzt. Auch die Art des Traffics spiegelt die veränderte Nutzung wider: Am stärksten zugenommen hat der Datenverkehr durch Videokonferenzen und VPNs.

Experten der Forschungsgruppe sehen in der starken Zunahme des Internetverkehrs keine Schwierigkeiten im Hinblick auf mögliche Störanfälligkeiten. Das Internet sei gut konzipiert und durch vorhandene Reservekapazität oder schnelle Schaltung zusätzlicher Bandbreite habe man die erhöhte Nutzung abfangen können.

Quelle: Heise– „Wie Corona das Internet verändert hat“ (10.12.2020)

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„10 Gebote der digitalen Ethik“

Die „10 Gebote der digitalen Ethik“ wurden von der Stuttgarter Hochschule der Medien (HdM) in Kooperation mit den Beratungsplattformen JUUUPORT und klicksafe neu aufgelegt. „Erzähle und zeige möglichst wenig von dir“ oder „Glaube nicht alles, was du online siehst, und informiere dich aus verschiedenen Quellen“ lauten beispielsweise zwei der zehn digitalen Handlungsleitlinien, die auf mögliche Gefahren im Web hinweisen. Sie richten sich vor allem an Kinder und Jugendliche und helfen zu einem verantwortungs- und rücksichtsvollem Miteinander im Netz.

Das Material steht online kostenlos auf der Webseite der HdM zur Verfügung oder kann gegen einen Druckkostenbeitrag über JUUUPORT bestellt werden.

Quelle: Webseite der Hochschule der Medien Stuttgart – „Neuauflage der „10 Gebote der Digitalen Ethik““ (zuletzt aufgerufen am 06.08.2020) online verfügbar unter: https://www.hdm-stuttgart.de/view_news?ident=news20200722155458 

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Nationaler Bildungsbericht 2020: dbv fordert Breitbandnetzausbau und Investitionen in die Ausstattung von Bibliotheken

Der neue Nationale Bildungsbericht 2020 zeigt, dass in Deutschland noch immer eine überzeugende Strategie für Bildung in der digitalisierten Welt fehlt. Das trifft Schüler*innen aus ärmeren Familien besonders hart. Dies liegt zu einen daran, dass immer noch 20 % der einkommensschwächsten Haushalte keinen Internetzugang haben. Zudem gebe es Regionen, in denen nur ein unzureichendes Breitbandangebot zur Verfügung stehe.

Das betrifft nach Ansicht des Deutschen Bibliotheksverbandes auch viele Bibliotheken. Während von den hauptamtlich geführten Bibliotheken ca. 80 % über einen Internetzugang verfügen, sind von den ehren- oder nebenamtlich geführten, und meist im ländlichen Raum liegenden, Bibliotheken nur ca. ein Fünftel ans Internet angeschlossen. „Bibliotheken bieten allen Alters- und Bevölkerungsgruppen Zugang zum Internet und zu digitalen Medien und tragen maßgeblich zur digitalen Teilhabe bei. Diesen gesamtgesellschaftlichen Auftrag können sie nur bei entsprechender Netzinfrastruktur und bedarfsgerechter technischer Ausstattung erfüllen“, erklärt  Prof. Dr. Andreas Degkwitz, Bundesvorsitzender des Deutschen Bibliotheksverbandes.

Der nationale Bildungsbericht erscheint alle zwei Jahre. Er beleuchtet und dokumentiert die verschiedenen Bereiche des deutschen Bildungssystems. Der Bericht wird gemeinsam von Bund und Ländern gefördert und unter Federführung des DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation erstellt.

Quelle: Pressemitteilung des dbv vom 24.06.2020 „Nationaler Bildungsbericht 2020: dbv fordert Breitbandnetzausbau und Investitionen in die Ausstattung von Bibliotheken“

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„Medien selbstbestimmt und fair nutzen“: Landesanstalt für Medien NRW veröffentlicht Medienkompetenzbericht

Der Bericht trägt den Titel „Medien selbstbestimmt und fair nutzen“ und gibt einen Überblick über Projekte zur Förderung von Medienkompetenz im Umgang mit digitalen Medien. Die Angebote der Landesanstalt für Medien NRW schaffen ein Bewusstsein für die Chancen und Risiken einer modernen Medienwelt. Gleichzeitig eröffnen sie Möglichkeiten, um Menschen für einen selbstbestimmten kritischen kreativen und verantwortungsvollen Umgang mit Medien fit zu machen, unabhängig von Alter, Geschlecht, Einkommen oder Herkunft.

Der Bericht enthält Anregungen für eigene Projekte und Argumente für den gesellschaftlichen Diskurs und steht hier zum kostenfreien Download bereit:

Quelle: Landesanstalt für Medien NRW- „Medien selbstbestimmt und fair nutzen“. “ (23.04.2019), online verfügbar unter: https://www.medienanstalt-nrw.de/zum-nachlesen/berichte/medienkompetenzbericht.html

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Twitter: Markierungen und Kommentare gegen Falschinformationen

Twitter testet zurzeit neue Funktionen um gegen Falschinformationen vorzugehen. So sollen Tweets, die Falschinformationen enthalten, zukünftig farblich markiert werden. Die Einschätzungen dazu sollen Journalisten und verifizierte Experten liefern. Diese teilen unter dem markierten Tweet dann, wie sie zu dieser Einschätzung kommen und ergänzen Richtigstellungen. Die Twitter-Gemeinschaft kann sich dann in diesem Thread an der Diskussion beteiligen. Die Kommentare der Experten sollen dabei an einem kleinen grünen Schutzschild zu erkennen sein. Überprüfen will man vor allem die Tweets von Politikern und bekannten Persönlichkeiten.

Ein Veröffentlichungsdatum für die neuen Funktionen ist noch nicht bekannt.

Quelle: Weiß, Eva-Maria, Website heise.de: „Twitter arbeitet an Markierungen für Falschinformationen“ (21.02.2020), online verfügbar unter: https://www.heise.de/newsticker/meldung/Twitter-arbeitet-an-Markierungen-fuer-Falschinformationen-4665808.html

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Azubi-Projekt ermöglicht kostenfreie Webseitenerstellung

Der Förderverein für regionale Entwicklung e.V. sucht für sein Azubi-Projekt neue Projektpartner aus Kultur und Literatur. Einrichtungen, Verbände und Vereine aus dem kulturellen und literarischen Bereich wie zum Beispiel Bibliotheken können sich bewerben, um sich von den Azubis kostenfrei eine individuelle Webseite erstellen zu lassen. Bei Fragen oder Interesse am Förderprogramm, können Sie sich telefonisch unter 0331 55047471 oder per E-Mail an info@azubi-projekte.de an den Förderverein für regionale Entwicklung wenden. Mehr Informationen unter https://www.azubi-projekte.de/formulare/index.php?form_id=8212

Quelle: vbnw-Newsletter Februar 2020

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#DigitalCheckNRW: Land NRW startet Portal zum Selbsttest digitaler Kompetenzen

Am 27. Februar erfolgte der offizielle Start von #DigitalCheckNRW in der Stadtteilbibliothek Köln-Kalk. Auf www.digitalcheck.nrw können Interessierte ab sofort ihre eigenen digitalen Kenntnisse überprüfen. Mit dem Selbsttest erfahren sie, welche Fähigkeiten sie noch ausbauen – und wie sie diese Lücken mit passenden Weiterbildungsmöglichkeiten schließen können.

Unter den Weiterbildungseinrichtungen in Nordrhein-Westfalen sind auch schon einige Bibliotheken, die hier ihre Veranstaltungen zur Vermittlung von Medienkompetenz präsentieren. Dieses Angebot soll im Laufe des Projektes noch ausgebaut werden.

Die Kompetenzen im Selbsttest basieren auf dem bereits existierenden Medienkompetenzrahmen NRW für Schulen, der mit diesem Projekt für Erwachsene erweitert wird. Ziel ist es, die Medienkompetenz der Bürger*innen nach Beendigung der Schulpflicht zu fördern. #DigitalCheckNRW ist Teil der Digitalstrategie des Landes NRW und wird gefördert durch den Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen.

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Fake News- Herausforderung und Chance für Bibliotheken

„Fake-News“- auch falsche Nachrichten oder Falschnachrichten- sind derzeit immer wieder Gegenstand öffentlicher Diskussionen. Zufolge einer im Auftrag der LfM durchgeführten Forsa-Umfrage haben bereits mehr als die Hälfte der befragten Nutzer Fake-News im Internet identifiziert. 61% von ihnen stufen Fake-News als demokratiegefährdend ein und über 80% sprechen sich für schärfere Gesetze aus.

Am 19. Juni 2017 hatte ich die Gelegenheit im Auftrag der Fachstelle die Medienversammlung 2017 der Landesanstalt für Medien zu besuchen, die sich mit Kurzvorträgen, Interviews und Diskussionen diesem Thema widmete. Diesen Anlass möchte ich nutzen um auf die Frage einzugehen, welche Rolle Fake-News für die Arbeit Öffentlicher Bibliotheken spielen.

Fake-News – ein neues Problem?

Die Einordnung des Begriffs Fake-News ist nicht ganz einfach. Im Kern bezeichnet er falsche oder durch Dekontextualisierung bewusst missverständliche Meldungen, die vom arglosen Nutzer für echt gehalten und weiterverbreitet werden sollen. Die Methoden reichen vom Unterbringen falscher Informationen in klassischen Nachrichtenmedien- beispielsweise durch falsche Presseerklärungen oder Quellen- bis hin zur gezielten Verbreitung von erfundenen Meldungen durch Social Bots.

Fake-News dienen häufig als Instrument zur Beeinflussung öffentlicher Meinungen aus politischen oder kommerziellen Gründen. So gab es beispielsweise laut einem Whitepaper des sozialen Netzwerkes Facebook Anzeichen für eine versuchte Beeinflussung des US-Präsidentschaftswahlkampfes 2015/2016.

Allerdings haben nicht alle Fake-News kriminellen Charakter. Unter dem Sammelbegriff werden manchmal auch intentionslose Falschmeldungen („Trolls“), versehentliche Falschmeldungen („Enten“) oder satirische Postings gefasst. Die nicht ganz klare Definition macht es hierbei schwer das Problem durch gesetzgebende Maßnahmen anzugehen.

Was kann man tun?

Es gibt mittlerweile zahlreiche Lösungsansätze und Berichte darüber, wie man gegen Fake-News vorgehen kann. Im Rechtsausschuss des Bundestages wurde am 19. Juni der Gesetzentwurf zum „Netzwerkdurchsetzungsgesetz“ mit Sachverständigen diskutiert. Mithilfe des Gesetzes soll erreicht werden, dass Plattformbetreiber ihrer Pflicht, offensichtlich rechtswidrige Inhalte frühzeitig zu löschen, konsequenter nachkommen.

Neben der Findung von juristischen Lösungen ist es aber vor allem wichtig, die Widerstandskraft der Nutzer gegenüber Falschinformationen zu stärken. Die in Kooperation mit dem Niedersächsischen Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung entwickelte App „Fake News Check“ soll Schülern und Lehrern dabei helfen, das Thema Fake-News im Unterricht anzugehen. Außerdem soll die App Schüler dabei unterstützen Falschnachrichten im Alltag besser erkennen zu können.

Auf seiner Übersichtsseite stellte das Portal „Klicksafe.de“ Informationen, Materialien für Lehrer und Eltern sowie weiterführende Links zum Thema Fake-News zur Verfügung. Freie Angebote wie die „Hoaxmap“ sammeln entlarvte Falschmeldungen. Außerdem können aus dem Kontext gerissene Fotos und Videos unter Anwendung unterschiedlicher Techniken, wie der Rückwärts-Bildersuche oder Tools, wie dem Youtube-Dataviewer, enttarnt werden.

Was bedeutet das für Bibliotheken?

Öffentliche Bibliotheken stehen schon immer für den Zugang zu Informationen und Medien. Heute spielt sich ein Großteil dieser alltäglichen Informationsbeschaffung online ab. Bei näherer Betrachtung der bereits genannten Nutzerstudie der LfM zeigt sich, dass ältere Nutzer zwar angeben, weniger mit Fake-News konfrontiert zu sein, gleichzeitig zeigen sie aber auch einen deutlich weniger kritischen Umgang mit Onlinequellen.

LfM Direktor Tobias Schmidt schlussfolgert hierzu in der Presseerklärung zur Studie: „Wir müssen deshalb Erwachsene in ihrer Rolle als Mediennutzer noch stärker als bisher qualifizieren. Unser Ziel bleibt, alle Menschen medienkompetent zu machen. Wenn das nicht gelingt, droht eine weitere digitale Spaltung der Gesellschaft.“

In der Bekämpfung der digitalen Spaltung liegt für Öffentliche Bibliotheken sowohl eine Herausforderung als auch eine Chance: Durch die Vermittlung von Medien- und Informationskompetenz können Bibliotheken sich hier als kompetente Institution etablieren. Materialien und Werkzeuge gibt es genug. Deren Verbreitung ist vor allem bei Nutzerschichten  jenseits des Schulalters eine wichtige Aufgabe. Dies kann sowohl passiv, z.B. durch die Sammlung und Bereitstellung von Links, als auch aktiv durch das Anbieten von Schulungsformaten geschehen.

Die Vernetzung mit Angeboten anderer Einrichtungen aus Kultur und Erwachsenenbildung, beispielsweise der Volkshochschule, bietet sich hierbei je nach örtlichen Gegebenheiten an. Die Bibliothek kann hier das über viele Jahre in der Arbeit mit Quellen und qualitativer Auswahl erworbene Nutzervertrauen einbringen, um einen Beitrag zur Lösung eines weitreichenden gesellschaftlichen Problems zu leisten.

Weitere Informationen zur Medienversammlung, zu Fake News sowie zur oben erwähnten Studie finden Sie hier