Mit ihrer neuen Initiative „Medien in NRW für Demokratie und Zusammenhalt“ fördert und unterstützt die Medienanstalt NRW deshalb Medienprojekte und Aktionen, die sich laut und klar für unsere demokratische Kultur einsetzen. Ob Podcast, Videoformat, Social-Media-Kampagne oder Community-Event – gesucht werden Ideen, die Haltung zeigen und Zusammenhalt stärken.
Unterstützt werden Medienprofis genauso wie ehrenamtliche Aktive: Medienunternehmen, Creator-Teams, Vereine, Organisationen und bürgermediale Gruppen, die mit Medienprojekten einen Beitrag zu einer offenen, vielfältigen Gesellschaft leisten, können sich ab sofort bewerben. Auch Fördervereine von Bibliotheken können sich für eine Förderung bewerben.
Insgesamt stellt die Landesanstalt für Medien NRW 475.000 Euro zur Verfügung:
50.000 Euro für einen Wettbewerb rund um zivilgesellschaftliches mediales Engagement,
425.000 Euro als Förderung für geplante Medienprojekte.
Die Bewerbungsfrist ist der 2. Februar 2026. Über die geförderten Projekte sowie die zu vergebenen Preise entscheidet die Landesanstalt für Medien NRW mit Unterstützung externer Expertinnen und Experten.
Bereits zum elften Mal hat der Bundesverband der deutschen Bibliotheks-Freundeskreise e.V. (BdB) den Titel „Freundeskreis des Jahres“ vergeben. Ausgezeichnet wurde in diesem Jahr der Verein Lesewelt Wittstock e.V. aus Brandenburg. Mit dem mit 2.000 Euro dotierten Preis werden außergewöhnliche Leistungen von Bibliotheksfreundeskreisen und -fördervereinen gewürdigt. Zudem erhalten der Förderverein der Bücherei Tostedt sowie der Trägerverein Bibliothek Großauheim e.V. in Hanau einen Sonderpreis über 500 Euro für ihr besonderes Engagement in der Lese- und Sprachförderung.
Der Team Award Information Professionals (TIP) würdigt drei studentische Projekte, die mit innovativen Ideen zur praktischen Bewältigung von Herausforderungen der digitalen Transformation in Bibliotheken und Informationseinrichtungen beitragen. Verliehen wird der Preis von b.i.t. online, Schweitzer Fachinformationen sowie der Konferenz der bibliotheks- und informationswissenschaftlichen Hochschulen und Ausbildungseinrichtungen (KIBA). Jede der ausgezeichneten Teamleistungen ist mit 800 Euro dotiert. Bewerbungen sind bis zum 13. März 2026 möglich.
Die Gemeinsame Kommission Informationskompetenz von dbv und VDB lädt am 12. März 2026 erneut zum „Best-Practice-Slam Informations- und Medienkompetenz“ ein. Teilnehmen können alle, die sich in der Förderung von Informations- und Medienkompetenz engagieren oder kreative Formate in Bibliotheken entwickeln – und ihre Projekte in einer unterhaltsamen Kurzpräsentation vorstellen möchten. Der Slam wird online durchgeführt, das Publikum bestimmt die Gewinnerbeiträge per Live-Voting. Beitragseinreichungen sind bis zum 16. Januar 2026 möglich.
Die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt fördert mit ihrem Mikroförderprogramm Projekte von Bibliotheksfördervereinen in ländlichen und strukturschwachen Regionen. Unterstützt werden Maßnahmen zur Gewinnung, Qualifizierung und Wertschätzung von Ehrenamtlichen – mit bis zu 1.500 Euro pro Projekt. Die Antragstellung ist jederzeit möglich. Förderanträge für Projekte im Jahr 2026 können ab Anfang Januar eingereicht werden.
Es gibt mittlerweile eine Vielzahl an KI-Tools, die den Arbeitsalltag erleichtern oder kreative Prozesse unterstützen können – auch in Bibliotheken. Um einen praktischen Einblick zu geben, stellen wir zum Abschluss unserer KI-Reihe eines dieser Werkzeuge genauer vor: Napkin AI. Das Tool wandelt einfache Texteingaben in anschauliche Infografiken, Diagramme und visuelle Darstellungen um – ganz ohne Designkenntnisse. Unsere Kollegin Silke Keßler hat Napkin AI ausprobiert und zeigt in diesem Beitrag, wie Napkin AI funktioniert, wo es im Bibliothekskontext sinnvoll eingesetzt werden kann und welche Chancen und Grenzen die Nutzung mit sich bringt.
Napkin AI ist ein KI-gestütztes Tool, das aus Texteingaben Infografiken, Diagramme und visuelle Darstellungen erstellt. Ideen, Daten oder Konzepte können mit Napkin AI anschaulich visualisiert werden. Designkenntnisse der Nutzenden sind dafür nicht erforderlich.
Neben der Grafikerstellung kann Napkin auch erklärende Texte oder Zusammenfassungen zu den Visualisierungen generieren. Die erstellten Grafiken lassen sich individuell anpassen – etwa durch eigene Farben, Schriftarten oder Layouts. Zudem können mehrere Personen gemeinsam an einer Grafik arbeiten.
Für die Nutzung ist eine Anmeldung per E-Mail oder über Google erforderlich.
Für die Ermittlung der Vor- und Nachteile von Napkin habe ich das Tool selbst befragt. Den dafür verwendeten Prompt habe ich bewusst sehr einfach gehalten:
Hallo Napkin! Bitte zeige mir die Vor- und Nachteile in der Nutzung von Napkin AI auf. Die Zielgruppe sind Bibliotheksmitarbeitende in Öffentlichen Bibliotheken NRW. Bitte zeige mir auch auf, wo Bibliotheksmitarbeitende Napkin sinnvolleinsetzen können.
Napkin AI hat auf Basis dieses Prompts die Vor- und Nachteile ermittelt und beginnt die Auflistung mit einer kurzen Einleitung (siehe Abbildung 1). Auf der Abbildung ist zudem zu erkennen, dass das erstellte Dokument mit anderen Personen geteilt, eine neue Napkin-Anfrage direkt gestartet oder Kommentare für sich selbst beziehungsweise für Mitarbeitende hinzugefügt werden können.
(Abbildung 1)
Unter den Vorteilen stehen Effizienzsteigerung und Automatisierung, Verbesserte Benutzererfahrung, Datengestützte Entscheidungsfindung und die Unterstützung bei der Entscheidungsfindung.
(Abbildung 2)
Linksbündig vom ausgegebenen Text ist ein Blitz auf türkisem Grund erkenntlich. Anhand eines Mausklicks kann für einzelne Passagen dann eine Grafik erstellt werden.
(Abbildung 3)
Es kann entweder die ganze Überschrift visualisiert werden oder nur Teilaspekte der Vorteile. Im linken, türkisenen Kasten kann dann aus unterschiedlichen Stilen ausgewählt werden oder unter „Customize“ individuell angepasst werden. Der Text bleibt unverändert und wird nur von der Visualisierung ergänzt.
Bei den Nachteilen (Abbildung 4) weist Napkin überraschenderweise darauf hin, dass die Kosten ein Nachteil sein könnten. Tatsächlich sind die Starter- und Professional-Pakete von Napkin bislang kostenlos. Kosten entstehen lediglich im Enterprise-Paket, das für einfache Veranstaltungsarbeiten oder kleine Präsentationen nicht erforderlich ist. Im Enterprise-Paket können beispielsweise Firmen ihr eigenes Logo und Corporate Design einbinden.
(Abbildung 4)
Jeder Output in Napkin kann in eine Grafik umgewandelt werden. Der Text im Napkin-Dokument lässt sich jederzeit bearbeiten und kann anschließend mit der überarbeiteten Version erneut visualisiert werden. Eine solche Überarbeitung ist empfehlenswert, da die KI häufig Wörter verwendet, die schwer nachvollziehbar sind. Zudem sollte die Ansprache im Prompt klar und präzise formuliert werden.
Nach der Auswahl der Art der Grafik besteht anschließend die Möglichkeit, eine konkrete Variante auszuwählen (siehe Abbildung 5).
(Abbildung 5)
Mein Fazit
Napkin ist leicht zu bedienen und bietet eine praktische Alternative zu klassischen PowerPoint-Grafiken. Gerade bei Präsentationen gilt: „Das Auge isst mit“ – Napkin AI visualisiert Inhalte anschaulich und lässt Präsentationen professioneller wirken. Zudem lässt sich das Tool nutzen, um kreative Impulse für Veranstaltungen zu gewinnen. Visualisierungen unterstützen oft das gesprochene Wort und machen zum Beispiel Zahlen leichter verständlich.
Gleichzeitig sollte stets überprüft werden, ob der Output korrekt und passend ist. Es empfiehlt sich, den generierten Text nicht unverändert zu übernehmen, sondern sicherzustellen, dass er mit dem ursprünglich eingegebenen Prompt übereinstimmt. Auch beim Hochladen von Dateien ist Vorsicht geboten: Napkin AI verarbeitet DOC-, PDF-, PPT-, HTML- oder Markdown-Dateien und wandelt deren Inhalte in Visualisierungen um. Wie genau die Daten gespeichert oder verarbeitet werden, ist jedoch nicht transparent, weshalb sensible Informationen nur eingeschränkt genutzt werden sollten.
Kommunen haben erneut die Möglichkeit, eine Förderung im ESF-Plus-Programm „Zusammenhalt stärken – Menschen verbinden“ zu beantragen. Ziel ist der Aufbau einer „Allianz gegen Einsamkeit“, um Gemeinschaft zu fördern und die gesellschaftliche Teilhabe zu stärken.
Das Programm unterstützt bundesweit Projekte, die kommunale Strukturen gegen Einsamkeit weiterentwickeln und die soziale Teilhabe von Erwachsenen im mittleren Lebensalter verbessern. Die Förderung läuft bis zum 31. Dezember 2028. Bis zum 31. Dezember 2026 sind Bewerbungen über das Förderportal Z-EU-S möglich: https://www.foerderportal-zeus.de/zeus/#/login
Büchereileiterin Steffie Friske plant eine umfassende Weiterentwicklung der Bücherei in Balve. Auf Grundlage eines bereits realisierten Konzeptes zur „Modernen Bücherei in Balve“ wurde eine Bürgerbeteiligung durchgeführt. Die Finanzierung eines Architektenentwurfs erfolgte über LEADER-Fördermittel. Der Architekt hat auf Basis der Rückmeldungen aus der Bevölkerung einen Plan erarbeitet, der deren Wünsche für die zukünftige Gestaltung der Bücherei berücksichtigt.
Der Entwurf liegt nun vor. Für eine vollständige bauliche Umsetzung wird jedoch zusätzlicher finanzieller Aufwand erforderlich sein. Daher setzt Friske auf eine weitere LEADER-Förderphase, um zusätzliche europäische Mittel für das Projekt zu erhalten.
Die Bücherei soll zu einem „Ort der Begegnung“ weiterentwickelt werden – mit kreativen und technischen Angeboten, unter anderem Programmierkursen für Kinder, sowie mit einem Treffpunktbereich mit Bücherei-Café, das eine offenere Atmosphäre schaffen soll als klassische Bibliotheksräume.
In den USA nehmen Buchverbote zu – besonders Werke, die sich mit ethnischer Vielfalt oder LGBTQ+-Themen befassen. Vor allem in Texas und Florida formiert sich dagegen eine engagierte Front von Bibliothekar*innen, die sich dem staatlichen Eingriff in den Zugang zu Informationen widersetzen. Der Dokumentarfilm The Librarians rückt diese ungewöhnlichen Verteidiger von Demokratie und geistiger Freiheit in den Fokus und zeigt ihren Einsatz gegen Zensur und Bevormundung.
Für den schnellen Austausch und die Verbreitung aktueller Informationen diente bislang die Mailingliste forumoeb. Diese wird jedoch nur noch bis Ende Januar 2026 betrieben und anschließend eingestellt. Die bisher dort stattfindende Kommunikation soll auf eine moderne und sichere Plattform verlagert werden.
Als Nachfolgeangebot steht Bibcourse zur Verfügung. Die Plattform basiert auf der Open-Source-Software Discourse und wird in einem Rechenzentrum in Deutschland gehostet. Eine Registrierung ist bereits möglich.
Nach der Anmeldung finden Nutzerinnen und Nutzer die Kategorie „Forum ÖB“ im linken Bereich unter Kategorien. Dort können bestehende Diskussionen eingesehen sowie neue Themen gestartet werden. Über Konto / Einstellungen / E-Mails lässt sich außerdem ein Mailinglisten-Modus aktivieren, der neue Beiträge per E-Mail verschickt; diese Funktion kann bei Bedarf deaktiviert werden.