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Hamburg: Bücherhallen zeigen Ausstellung zu verbotenen Büchern

In der Hamburger Millerntorwache zeigen die Hamburger Bücherhallen derzeit die Ausstellung „Intellectual Freedom – Verboten, Entfernt, Diskutiert“. Thematisiert werden Zensur, Meinungsfreiheit und der Umgang von Bibliotheken mit umstrittener Literatur – von der Zeit des Nationalsozialismus bis zu aktuellen Entwicklungen etwa in den USA, Russland oder Belarus. Besucherinnen und Besucher können sich dabei auch aktiv beteiligen und Bücher symbolisch einsortieren, die ihrer Meinung nach in Bibliotheken gezeigt oder nicht gezeigt werden sollten. Die Ausstellung greift zudem aktuelle Debatten auf, etwa Proteste gegen Dragqueen-Lesungen in Bibliotheken. Ziel ist es, die Rolle von Bibliotheken als Orte der Informationsfreiheit, gesellschaftlichen Vielfalt und demokratischen Auseinandersetzung sichtbar zu machen.

Mehr Informationen auf dieser Website https://www.ndr.de/kultur/buch/verbotene-buecher-ausstellung-in-der-hamburger-millerntorwache,intellectualfreedom-100.html

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Langenfeld: Katholische Bücherei startet Crowdfunding für Kinderbereich

Die katholische öffentliche Bücherei (KÖB) St. Martin in Langenfeld-Richrath plant eine Modernisierung ihres Kinderbereichs und setzt dabei auf die Unterstützung der Gemeinschaft. Im Rahmen eines Crowdfundings, das noch bis zum 12. Juni läuft, sollen Mittel gesammelt werden, um den Bereich zeitgemäß weiterzuentwickeln. Über die Plattform der Stadtwerke Langenfeld können Interessierte dazu beitragen, einen wichtigen Bildungs- und Treffpunkt für Kinder und Familien zukunftsfähig zu gestalten.

Mehr Informationen auf dieser Website https://rp-online.de/nrw/staedte/langenfeld/langenfeld-richrath-buecherei-startet-crowdfunding_aid-148498671

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Neues Praxishandbuch Personalgewinnung in Bibliotheken kostenlos als E-Book

Der Fachkräftemangel stellt auch Bibliotheken zunehmend vor große Aufgaben. Ein neues Praxishandbuch zeigt, wie Bibliotheken trotz demografischem Wandel, veränderter Berufsprofile, knapper Ressourcen und der fortschreitenden Digitalisierung qualifizierte Mitarbeitende gewinnen und langfristig halten können. Ergänzt wird die Publikation durch Good-Practice-Beispiele von Einrichtungen, die bereits innovative Ansätze in den Bereichen Marketing, Recruiting und Personalentwicklung umgesetzt haben. An der Autor*innenschaft beteiligt war unter anderem die gemeinsame Kommission Personalgewinnung von dbv, BIB und VDB. Das Praxishandbuch richtet sich insbesondere an Leitungen öffentlicher und wissenschaftlicher Bibliotheken sowie weiterer Informationseinrichtungen und steht als frei verfügbares E-Book zur Verfügung: https://www.degruyterbrill.com/de/document/doi/10.1515/9783111662985/html

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Umfrage zu Führungsthemen in Bibliotheken / 05.06.26

Die Europa-Division der IFLA hat eine Umfrage zu Führungsthemen im Bibliotheksbereich gestartet. Ziel ist es, bestehende Angebote sichtbar zu machen und neue Initiativen anzustoßen. Zur Teilnahme eingeladen sind Kolleg*innen aus ganz Europa, insbesondere Bibliotheksverbände, LIS-Hochschulen sowie Nationalbibliotheken. Eine Beteiligung an der Umfrage ist noch bis zum 5. Juni 2026 möglich.

Mehr Informationen auf dieser Website https://www.ifla-deutschland.de/2026/05/11/umfrage-zu-fuehrungskompetenz/

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Mitschnitte zum Thema „Drittmittelförderung”

Im März und April haben die EU- und Drittmittelberatung des dbv sowie das Kompetenznetzwerk für Bibliotheken (knb) drei Online-Seminare angeboten. Thematisch ging es unter anderem um Mikroförderprogramme im ländlichen Raum, die Präsentation von Fördermittelprojekten sowie Grundlagen des Projektmanagements und der Fördermittelakquise. Die Mitschnitte aller Veranstaltungen stehen ab sofort auf der Website des Deutscher Bibliotheksverband zur Verfügung: https://www.bibliotheksverband.de/online-seminare#Drittmittelfoerderung

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Medienpädagogik Praxis Camp 2026 in Erfurt / 03.+04.09.26

Am 3. und 4. September 2026 lädt das Medienpädagogik Praxis Camp in Erfurt zum praxisnahen Austausch rund um Medienpädagogik ein. Die Veranstaltung richtet sich an alle, die medienpädagogisch arbeiten oder Interesse am Themenfeld haben. Im Barcamp-Format stehen das aktive Mitmachen und Ausprobieren im Vordergrund. Das Camp verbindet Theorie und Praxis, nimmt unterschiedliche Zielgruppen in den Blick, schafft Raum für Austausch und bietet Gelegenheit, verschiedene Gadgets und Methoden kennenzulernen und direkt zu testen.

Mehr Informationen auf dieser Website https://barcamps.eu/mppb26/

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Online-Seminar: Wie Bibliotheken Demokratien und bürgerschaftliches Engagement stärken / 09.06.26

Der europäische Bibliotheksverband EBLIDA lädt am 9. Juni 2026 zu einem Online-Seminar ein. Anhand von Fallbeispielen aus der Ukraine, Serbien, Griechenland, Finnland und Frankreich wird gezeigt, wie Bibliotheken dort mit Community-Building, Inklusion, Dialog und bürgerschaftlicher Teilhabe auf aktuelle gesellschaftliche und politische Herausforderungen reagieren. Das Seminar findet in englischer Sprache statt.

Mehr Informationen auf dieser Website https://bibliotheksportal.de/2026/05/12/bibliotheken-gemeinschaften-und-politische-herausforderungen-europaeische-perspektiven-zum-buergerschaftlichen-engagement/

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#DesignDienstag: Erfolgsfaktoren für die Gestaltung einer Jugendbibliothek

Willkommen zum #DesignDienstag. In dieser Reihe wirft unsere Innenarchitektin Anja Thimm einen praxisnahen Blick auf Gestaltung in Bibliotheken. Diesmal stehen Jugendbibliotheken im Mittelpunkt. Jugendliche zählen zu den anspruchsvolleren, aber zugleich besonders wertvollen Zielgruppen öffentlicher Bibliotheken. Sie suchen Orte, die Freiraum bieten, Orientierung geben und ihre Lebensrealität ernst nehmen. Eine gut geplante Jugendbibliothek kann genau das leisten – vorausgesetzt, Lage, Ausstattung und Atmosphäre werden bewusst aufeinander abgestimmt.

Die richtige Lage

Die Position der Jugendbibliothek innerhalb des Hauses beeinflusst ihre Nutzung maßgeblich. Idealerweise ist der Bereich gut erreichbar und wirkt einladend. Gleichzeitig braucht es eine gewisse Abgrenzung, damit Jugendliche sich nicht permanent beobachtet fühlen. Auch die klare Trennung zur Kinderbibliothek spielt dabei eine wichtige Rolle.

In der Praxis zeigt sich: Jugendliche orientieren sich häufig eher in Richtung Erwachsenenbereich. Daraus ergeben sich sinnvolle Anschlussmöglichkeiten. Die Nähe zur Belletristik schafft Synergien – etwa, weil viele Jugendliche bereits Genres wie Fantasy lesen, die auch bei Erwachsenen beliebt sind, oder weil „Young Adult“-Titel beide Zielgruppen ansprechen. Alternativ kann ein Lernbereich in Verbindung mit dem Sachbuchbestand den Übergang in die Jugendbibliothek erleichtern. Welche Lösung passt, hängt letztlich stark vom Nutzungsverhalten vor Ort ab.

Bedürfnisse verstehen: Zwischen Rückzug und Begegnung

Jugendliche nutzen Bibliotheken anders als Kinder oder Erwachsene. Neben dem Lernen stehen auch Austausch, Treffen oder einfaches Verweilen im Vordergrund. Entsprechend sollte der Raum unterschiedliche Nutzungsformen ermöglichen:

  • Rückzugsorte für konzentriertes Arbeiten
  • Offene Flächen für Gruppenarbeit und Kommunikation
  • Informelle Sitzgelegenheiten zum Entspannen

Ein häufiger Planungsfehler ist ein zu starker Fokus auf reine Funktionalität. Für Jugendliche sind Atmosphäre und Authentizität entscheidend. Beteiligungsformate wie Workshops oder Umfragen im Vorfeld liefern wertvolle Einblicke und stärken gleichzeitig die Identifikation mit dem Raum.

Möblierung: Flexibel, robust, einladend

Die Möblierung sollte vielseitig und anpassbar sein. Starre Tischreihen wirken schnell schulisch und wenig attraktiv. Bewährt hat sich eine Mischung aus Loungemöbeln wie Sofas oder Sitzsäcken sowie mobilen Tischen und Stühlen, die sich flexibel kombinieren lassen.

So entsteht eine Umgebung, die eher Aufenthaltsqualität als reine Lernfunktion vermittelt. Wichtig ist dabei, im Blick zu behalten: Lernen findet nicht zwingend klassisch an Tisch und Stuhl statt.

Gleichzeitig muss die Ausstattung robust genug sein, um intensiver Nutzung standzuhalten. Ziel ist eine gelungene Balance aus Langlebigkeit und einem zeitgemäßen, jugendgerechten Design.

Licht: Funktional und atmosphärisch

Beleuchtung erfüllt mehr als nur einen praktischen Zweck – sie strukturiert Räume und prägt die Stimmung. Eine Kombination aus gleichmäßiger Grundbeleuchtung und gezielten Akzentlichtern, etwa in Sitzbereichen, schafft eine angenehme Atmosphäre.

Natürliches Tageslicht sollte möglichst umfassend genutzt werden, insbesondere in Aufenthaltszonen. An Arbeitsplätzen ist Blendfreiheit entscheidend, vor allem bei Bildschirmarbeit. Individuell steuerbare Lichtquellen können hier die Konzentration zusätzlich unterstützen.

Wird Gaming angeboten, sind Reflexionen und Blendungen gezielt zu vermeiden. In Fensternähe sind daher häufig Verdunklungsmöglichkeiten sinnvoll.

Akustik: Balance zwischen Leben und Ruhe

Jugendbereiche dürfen lebendig sein – das gehört zum Konzept. Gleichzeitig sollte der Geräuschpegel den übrigen Bibliotheksbetrieb nicht beeinträchtigen.

Eine gute Raumakustik ist daher zentral. Besonders wirksam sind Maßnahmen an der Decke, etwa durch Akustikdecken oder nachträglich installierte Paneele. Ergänzend tragen Teppiche, Polstermöbel, Kissen oder Vorhänge zur Schalldämpfung bei. Auch Möbel mit integrierter Akustikfunktion gewinnen zunehmend an Bedeutung.

Ziel ist keine absolute Stille, sondern eine angenehme Geräuschkulisse, die Kommunikation ermöglicht, ohne störend zu wirken.

Technische Ausstattung: Selbstverständlich, nicht spektakulär

Für Jugendliche ist funktionierendes WLAN keine Besonderheit, sondern Grundvoraussetzung. Ergänzend sollten ausreichend Lade- und Anschlussmöglichkeiten vorhanden sein.

Technik sollte dabei intuitiv nutzbar und möglichst unauffällig integriert sein. Es geht nicht darum, Technik in den Vordergrund zu stellen, sondern sie zuverlässig und selbstverständlich verfügbar zu machen.

Fazit: Räume, die Jugendliche ernst nehmen

Wer Jugendlichen Raum gibt – im wörtlichen wie im übertragenen Sinne – schafft Aufenthaltsqualität und stärkt langfristig die Bindung an die Bibliothek.

Eine überzeugende Jugendbibliothek entsteht nicht durch einzelne Maßnahmen, sondern durch ein stimmiges Gesamtkonzept. Besonders erfolgreich sind Projekte, die Jugendliche aktiv einbeziehen – etwa durch Workshops, Befragungen oder Testphasen. So entstehen Räume, die nicht nur gut gemeint, sondern auch gut genutzt sind.

Beispiele aus NRW

Zahlreiche Bibliotheken in Nordrhein-Westfalen zeigen, dass es viele gute Lösungen gibt. Hier ein paar Beispiele:

Bergheim

In der Stadtbibliothek Bergheim liegt der Jugendbereich in einem Zwischengeschoss zwischen dem Erdgeschoss und dem ersten Obergeschoss. Die Medien befinden sich vor allem in den Regalen entlang der Fensterfront, während in der Mitte ein maßgefertigtes Gamingmöbel Platz findet. Trotz der offenen Durchgangslage bieten die Sitzmöbel mit ihren hohen Rückenlehnen den Jugendlichen Möglichkeiten zum Rückzug.

Duisburg

Die Gestaltung der Jugendbibliothek im Stadtfenster in Duisburg sticht durch das Graffiti an den Lernplätzen und die Traversen über dem Bereich heraus. Neben Lernplätzen bieten PC-Arbeitsplätze für ganze Gruppen, Loungemöbel und ein Gamingbereich die Möglichkeit zum Aufenthalt.

Köln-Kalk

In der Stadtteilbibliothek in Köln-Kalk finden die Jugendlichen im Obergeschoss ihren ganz eigenen Bereich. Die in die Fläche integrierten Sitzstufen und Tische bieten die Möglichkeit zu Lernen oder sich einfach hier zu treffen. Die bunten Kissen verleihen dem Ganzen Gemütlichkeit und die digitale Wand animiert zum Mitgestalten der Etage.

Langenfeld

In der Stadtbibliothek Langenfeld haben die Jugendlichen einen Raum seitlich der großen offenen Bibliotheksfläche. Hier kann auf den Podesten gechillt, gelesen oder gespielt werden. Ein beweglicher Bildschirm bietet die Möglichkeit zum Gaming. Die Medien befinden sich bis auf wenige Ausnahmen wie z.B. Comics und Mangas im „Superregal“, das sich vor dem Aufenthaltsbereich befindet und nicht auf der Fläche selbst.

Meerbusch

In der Stadtbibliothek Meerbusch steht Jugendlichen im Obergeschoss ein eigener geschlossener Raum zur Verfügung, in den sie sich zurückziehen können. Eine Sitzpolsterlandschaft lädt zum Entspannen oder Gamen ein. An den Tischen vor der Fensterfront kann gearbeitet und gelernt werden. Und gerade bei einem geschlossenen Raum für Jugendliche zeigt sich schnell: Regelmäßiges Lüften ist hier keine schlechte Idee 😉

Oberhausen-Sterkrade

In der Stadtteilbibliothek Oberhausen-Sterkrade befindet sich ein Einbau, der mit Teppich ausgelegt und mit Sitzsäcken ausgestattet ist und Jugendlichen als gemütlicher Rückzugsort zum Chillen dient.

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Aktionswoche: Public Climate School / 15.-21.06.26

Die Public Climate School (PCS) bringt Klimabildung in Bibliotheken, Schulen, Hochschulen und weitere gesellschaftliche Bereiche. Im Rahmen der Aktionswochen gestalten Klimabildung e.V., Students for Future-Gruppen aus ganz Deutschland sowie zahlreiche weitere Engagierte ein vielseitiges Programm rund um die Klimakrise. 2026 findet die Public Climate School vom 15. bis 21. Juni sowie vom 9. bis 15. November unter dem Motto „Gemeinsam lernen, begreifen und ins Handeln kommen“ statt. In Online-Informationsveranstaltungen am 29. Mai und 3. Juni 2026 erhalten unter anderem Bibliotheken Einblicke, wie sie sich an den Aktionswochen beteiligen und eigene Angebote einbringen können.

Mehr Informationen auf dieser Website https://publicclimateschool.de/

Nachrichtenbild
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dbv: Veröffentlichung des Positionspapiers „Öffentliche Bibliotheken 2030“

Themen wie Informations- und Lesekompetenz oder digitale Souveränität entwickeln sich zu grundlegenden Voraussetzungen für gesellschaftliche Teilhabe. Was bedeutet das für die Arbeit von Öffentlichen Bibliotheken? Wie reagieren sie auf diese Herausforderungen und welche politischen Rahmenbedingungen braucht es dafür? 

Das von den dbv-Sektionen 1, 2, 3a und 3b erarbeitete Positionspapier „Öffentliche Bibliotheken 2030“ skizziert anhand von vier Schwerpunktthemen die Funktionen und Aufgaben von Öffentlichen Bibliotheken und führt zugleich auf, welche Rahmenbedingungen es braucht, damit Öffentliche Bibliotheken auch künftig ihre zentrale gesellschaftliche Rolle erfüllen können: Bildung ermöglichen, Teilhabe sichern, Demokratie stärken und Verantwortung für kommende Generationen übernehmen.