Alle Artikel in der Kategorie “Kinder und Jugendliche / Schule

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Regierungskampagne für mehr Informationskompetenz in Finnland

Die finnische Regierung hat in den vergangenen Jahren eine landesweite Kampagne gegen Fake News durchgeführt. Anstoß dafür waren u.a. gegen Finnland gerichtete Fake News vom Nachbarland Russland in 2014. Seitdem sind u. a. Curricula in Schulen überarbeitet und Informationskompetenz sowie kritisches Denken als wesentliche Bestandteile aller Fächer etabliert worden. Dem britischen „The Guardian“ zufolge wurden im Rahmen der Kampagne Tausende Lehrerinnen, Journalistinnen und Bibliothekarinnen ausgebildet, um Informationskompetenz zu fördern. Finnland gilt als das europäische Land mit der höchsten Resilienz gegenüber Falschinformationen. Zudem sind finnische Schülerinnen laut der PISA-Studie im europäischen Vergleich auch führend bei der Lesekompetenz.

Quelle:
Bibliotheksportal: „Finnland steuert mit Informationskompetenz gegen Fake News“ (11.03.2020), online verfügbar unter: https://bibliotheksportal.de/2020/02/05/finnland-steuert-mit-informationskompetenz-gegen-fake-news/

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Bund und Länder setzen Initiative BiSS fort

Seit dem 1. März 2020 läuft die zweite Programmphase der bundesweiten Initiative „Bildung durch Sprache und Schrift“ (BiSS). Die 2013 gestartete Initiative begleitet Kitas und allgemeinbildende Schulen bei der Umsetzung von Konzepten, die der Sprachförderung, Sprachdiagnostik und Leseförderung dienen.

Basierend auf Ergebnissen und Erfahrungen, die in der ersten Phase mit rund 600 Schulen und Kitas gesammelt wurden, wird die Initiative unter dem Titel „BiSS-Transfer“ nun fortgeführt. In den folgenden fünf Jahren sollen bis zu 90 Verbünde aus Schulen und Kitas bei der Erstellung von Konzepten begleitet werden.

Weitere Informationen zur BISS finden Sie hier .

Quelle:
BiSS-Bildung durch Sprache und Schrift- „BiSS-Transfer startet“ (20.03.2020), online verfügbar unter: https://biss-sprachbildung.de/biss-transfer-startet/

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Deutscher Literaturfonds fördert Initiativen zur Literaturvermittlung

Bibliotheken, Schulen und Universitäten können beim Deutschen Literaturfonds eine finanzielle Unterstützung beantragen, wenn sie eine(n) Autorin einladen möchten. Voraussetzung für eine Förderung ist, dass die Lesung oder das Autorengespräch mit Schülerinnen oder Studierenden sorgfältig vor- und nachbereitet wird, und dass es sich um literarisch herausragende Werke handelt. Anträge bis zu einer Höhe von 1.500 Euro sind nicht an ein Einreichdatum gebunden und werden schnellstmöglich bearbeitet. Mehr Informationen unter https://deutscher-literaturfonds.de/foerderung/foerderprogramm-fuer-schulen-und-universitaeten/

Quelle: dbv-Newsletter Nr. 166 2020 (20. Februar)

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Praxisarbeitshilfe: Recherche-Training zum Thema Klimawandel

Die Arbeitsstelle Schule und Bibliothek der Büchereizentrale Schleswig-Holstein hat zum Thema Klimawandel eine Praxisarbeitshilfe veröffentlicht: „Big6 – Fächerübergreifendes Recherchetraining“. Mit den sechs Schritten können Recherchen strukturiert durchgeführt und die Rechercheergebnisse aufbereitet werden. Anhand des Themas Klimawandel werden in dieser Arbeitshilfe den Schüler*innen in einem fertigen Konzept mit allen Arbeitsblättern und Präsentationen die Grundlagen für eine strukturierte Recherche vermittelt. Die Praxisarbeitshilfe steht als Offene Bildungsressource (OER) unter CC BY NC-Lizenz und kann von interessierten Bibliotheken heruntergeladen, kopiert und angepasst werden: https://www.bz-sh.de/index.php/downloadbereich/download/139-bibliothekspaedagogische-konzepte/199-big6-ahi-2012

Quelle: Webseite der Büchereizentrale Schleswig-Holstein – „Big6 – Fächerübergreifendes Recherchetraining“ (zuletzt aufgerufen am 06.03.2020), online verfügbar unter: https://www.bz-sh.de/index.php/downloadbereich/download/139-bibliothekspaedagogische-konzepte/199-big6-ahi-2012

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Azubis der Stadtbibliothek Bochum beim BIPARCOURS-Wettbewerb 2020 ausgezeichnet

Zwei Auszubildende der Stadtbibliothek Bochum gehören zu den Gewinnern des BIPARCOURS-Wettbewerbs 2020 von Bildungspartner NRW, in dessen Mittelpunkt das Thema Berufsorientierung unter dem Motto „Und was machst du so?“ stand. Ausgezeichnet wurden die beiden Auszubildenden für ihren Parcours „Praktikum“, der sich an Schülerpraktikant*innen richtet, die damit nach dem Abschluss ihres Praktikums ihr Wissen über die Bibliothek testen können.

Die Jury hebt bei diesem Parcours die eindrucksvolle Präsentation der Bibliothek hervor, welche neugierig auf diese macht und das Gefühl vermittelt, selbst vor Ort zu sein. Anschaulich und einfallsreich werden sowohl verschiedene Elemente der Bibliothek als auch der Berufe, die dort ausgeübt werden, vorgestellt und Wissen zu diesen abgefragt.

Die interdisziplinäre Jury, bestehend aus Pädagoginnen und Pädagogen sowie Fachleuten aus den Bereichen Bibliothek, Gaming und digitale Bildung, prämierte insgesamt vier besonders gelungene Parcours. Zu den weiteren Gewinnern gehören die Haldenwangschule aus Dorsten, die Robert-Schuman-Gesamtschule Willich und die Klasse 4a der Altstadtschule Gütersloh. Die Preisträgerinnen und Preisträger erhalten ein Preisgeld von je 500 Euro.

Mehr Informationen unter: https://www.bildungspartner.schulministerium.nrw.de/
Bildungspartner/Wettbewerb/index-2.html

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Neues Unterrichtsmodul „Märchenrallye“

Bildungspartner NRW hat inspiriert durch die Biparcours-Märchenrallye der Stadtbibliothek Mülheim ein Unterrichtsmodul für eine digitale Märchenrallye entwickelt. Das Praxismaterial soll als Beispiel für die Verzahnung von Unterricht in der Schule und am außerschulischen Lernort dienen, Möglichkeiten der Zusammenarbeit eines Teams aus Lehr- und Bibliothekskräften aufzeigen sowie ein konkretes Planungsinstrument für die eigene Durchführung einer Märchenrallye (oder einer vergleichbaren Rallye etwa zu einem Jugendbuch oder Sachthema) mit der Bibliothek sein.

Hier der Link zum Modul https://www.bildungspartner.schulministerium.nrw.de/Bildungspartner/Material/Unterrichtsmodule/Unterrichtsmodul-Maerchenrallye.pdf

Quelle: vbnw-Newsletter Januarausgabe 2020

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Kinder als Influencer*innen

Blogger haben als Influencer*innen Einfluss auf ihre Follower. Gerade Kinder und Jugendliche orientieren sich stark an Vorbildern. Vermehrt werden auch Kinder zu Influencer*innen, die andere Kinder an ihrem Alltag teilhaben lassen und nebenbei für Produkte werben.

Kritisch zu sehen ist dabei, dass das kindliche Recht auf Privatsphäre verletzt werden kann, wenn auch intime Momente wie das Aufwachen und Zubettgehen medial verbreitet werden. Auch ist zu hinterfragen, inwieweit einem Kind bewusst ist, dass es als Werbebotschafter*in fungiert, bzw. dass die Influencer nicht völlig objektiv berichten.

Quelle: Gutes Aufwachsen mit Medien – “ Kinderinfluencer*innen in sozialen Netzwerken“ (12.02.20) , online verfügbar unter https://www.gutes-aufwachsen-mit-medien.de/informieren/article.cfm/aus.2/key.3499?fbclid=IwAR27fQl-jO6tRUh18u0y-GNrPKgjyDQxlQtYZ5ybgVp8oDnKzShqtnTdK4E

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Fake News erfolgreich verbreiten schult Medienkompetenz

Fake News zu erkennen ist ein wichtiger Teil von Medienkompetenz. Auf unkonventionelle Art wird dies nun durch ein Onlinespiel vermittelt: Bei „Bad News“ müssen die Spieler möglichst erfolgreich Fake News verbreiten, um Chaos und Verwirrung zu stiften. Und so funktioniert das Spiel: Als Spielende werden wir zu einem Internet-Troll und klicken uns durch ein testbasiertes Rollenspiel, das uns stets verführt, mit emotionalen Falschmeldungen unsere Reichweite zu erhöhen. Wer lieber sachliche und unaufgeregte Informationen postet, wird zunächst verwarnt: „Wenn du Meister der Desinformation werden willst, musst du aufhören, so ein Moralapostel zu sein.“ Wer dann noch immer keine aufwühlenden Fake News postet, hat bald darauf das Spiel verloren.

Die niederländische Organisation DROG hat das Online-Game gemeinsam mit der Universität Cambridge entwickelt, die gemeinnützige Initiative Wissenschaft im Dialog gGmbH brachte es nach Deutschland. Es wird für Kinder ab 14 Jahren empfohlen, es gibt auch eine Junior-Variante ab acht Jahren. Für die Integration in Bildungsprojekte oder den Schulunterricht stehen zudem Begleitmaterialien zur Verfügung.

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„Total Digital!“: Bewerbung für 2020 möglich

Die Bewerbungsphase für das Projekt „Total digital! – Lesen und erzählen mit digitalen Medien“ des Deutschen Bibliotheksverbands (dbv) ist gestartet. Ab sofort können Einrichtungen, die Projekte für Kinder und Jugendliche zwischen 3 und 18 Jahren planen, ihren Antrag für das laufende Jahr bis zum 30. April 2020 einreichen. Die Frist für 2021 ist der 31. Oktober 2020. Nach Absprache mit dem Projektbüro können auch Anträge außer der Reihe gestellt werden.

„Total digital!“ ist ein Projekt des dbv im Rahmen der zweiten Förderphase von „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ (2018-2022) des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Im Rahmen der geförderten kulturellen Bildungsvorhaben sollen Kinder und Jugendliche Geschichten kennenlernen und dazu angeregt werden, sich mit digitalen Medien kreativ auszudrücken. Idealerweise sollen Medien der alltäglichen Nutzung zum Einsatz kommen, damit die Zielgruppe auch nach Projektabschluss die Möglichkeit hat, diese weiter kreativ zu nutzen.

Die Ausschreibungsunterlagen und alle Informationen zur Antragstellung und den angebotenen Formaten finden Sie auf der Seite des dbv https://www.bibliotheksverband.de/dbv/projekte/total-digital.html

Quelle: dbv-Newsletter Nr. 163 2020 (09.01.2020)

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Argumente für das Lesenlernen mit Comics

Auf Orf.at wurde ein Beitrag über das Lesenlernen mit Comics veröffentlicht, welcher sich u.a. mit Vorbehalten gegenüber dem Medium beschäftigt. Häufig würde Comics beispielsweise der Einsatz „mangelhafter Sprachformen“ (Stichwort: „Tschack“, „Bumm“, „Bäng“) zugeschrieben sowie der hohe Bildanteil.

Peter Rinnerthaler von der Studien- und Beratungsstelle für Kinder- und Jugendliteratur (STUBE) sieht in diesen Gestaltungsmitteln eher einen innovativen Umgang mit Sprache. Zudem könne die Hybridform aus Bild und Text vor allem einen hilfreichen Übergang vom Bilderbuch zu längeren Fließtexten darstellen, so Rinnerthaler. Comics enthielten mehr Text  als Bilderbücher, ohne jedoch vollständig auf die Bildebene verzichten zu müssen.

Rinnerthaler kennt nur zwei Gründe gegen das Lesenlernen mithilfe von Comics: „Schlechte Comics und Comics, die das Kind überfordern.“ Für herkömmliche Kinderbücher gelte das jedoch genauso. Den Beitrag, indem auch Mitarbeitende der Stadtbüchereien Wien zu Wort kommen, können Sie hier einsehen.

Quelle:
VÖBBLOG- „orf.at: Lesen lernen Comics vs. ‚richtige‘ Bücher“ (16.01.2020), online verfügbar unter: https://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=50750