Jugendschutz.net und Save the Children haben einen Leitfaden veröffentlicht, der den Schutz von Kinderfotos und -videos vor Missbrauch thematisiert. Auch scheinbar „harmlose“ Aufnahmen können mithilfe von KI-Tools sexualisiert und missbräuchlich genutzt werden. Der Leitfaden soll dazu anregen, die Veröffentlichung von Fotos und Videos von Kindern kritisch zu hinterfragen: https://www.savethechildren.de/fileadmin/user_upload/Bilder/Informieren/Themen/Kinderschutz/Leitfaden_Kinderfotos/SCDE_Leitfaden_Kinderfotos_und_-videos_DE.pdf
Alle Artikel in der Kategorie “Kinder und Jugendliche / Schule”
Tommi 2025: Bewerbungsphase für Kinderjury startet
Auch in diesem Jahr organisiert das Berliner Büro für Kindermedien in Zusammenarbeit mit Bibliotheken, Verbänden, Verlagen und dem ZDF den Deutschen Kindersoftwarepreis Tommi.
Bis zur Preisverleihung am 14. Dezember 2025 im KIKA-Format Team Timster gibt es jedoch noch einiges zu tun für Initiator Thomas Feibel sowie für die kleinen und großen Juroren. Nach einer Vorauswahl durch eine Fachjury entscheidet schließlich die Zielgruppe selbst, wer gewinnt.
In 50 Bibliotheken im gesamten deutschsprachigen Raum prüfen Kinder und Jugendliche die nominierten Programme genau. Ab sofort können sich Interessierte zwischen 8 und 16 Jahren für die Kinder- und Jugendjury bewerben.
Mehr Informationen auf dieser Website https://www.gameswirtschaft.de/events/tommi-2025-kindersoftwarepreis-einreichen-040725/
Studie: Junge Menschen lesen kaum noch
Seit Jahren belegen Studien, dass die Leseaktivität in der Bevölkerung insgesamt abnimmt – besonders stark betroffen sind Jugendliche. Kürzlich sorgte eine Meldung im «Guardian» für Aufsehen, wonach die Leselust britischer Kinder auf einem historischen Tiefstand angekommen sei. Auf X und in anderen Medien entbrannte daraufhin eine Diskussion darüber, wie dramatisch dieser Befund tatsächlich sei. Auch diese Zeitung griff die Debatte auf. Erwartungsgemäß meldeten sich Mahner zu Wort, doch überraschenderweise gab es auch prominente Intellektuelle, die versuchten, Alarmismus entgegenzuwirken. Der britische Zoologe und Bestsellerautor Matt Ridley etwa meinte, das Schriftliche werde schlicht durch Audio- und Videoformate ersetzt, und es entwickelten sich dadurch eben andere Kompetenzen.
Quelle: https://www.nzz.ch/feuilleton/junge-lesen-kaum-noch-die-folgen-sind-verheerend-ld.1891535
Interview zu Kooperation von Bibliotheken und Kitas beim Thema Leseförderung
Kathrin Hartman, stellvertretende Geschäftsführerin des dbv, spricht im Podcast Kinderzeit über die Zusammenarbeit von Bibliotheken und Kitas und wie lebendige Leseförderung gelingen kann.
https://www.podcast.de/episode/689180130/ab-in-die-buecherei-wie-kitas-und-bibliotheken-zusammenarbeiten-koennen-expertinnentipps-von-kathrin-hartmann
Materialien zum Erkennen von Falschinformationen
Im Rahmen des EU-geförderten Projekts „Think Twice“ hat die Deutsche Presse-Agentur (dpa) zehn praxisnahe Toolkits zum Erkennen von Falschinformationen ab der Sekundarstufe II entwickelt. Die Materialien eignen sich jedoch ebenso gut für den Einsatz in anderen Bildungseinrichtungen. Ziel ist es, Jugendliche für einen reflektierten und sicheren Umgang mit Plattformen wie TikTok, Instagram & Co. zu stärken. Die Toolkits enthalten anschauliche Erklärvideos und begleitende Unterrichtsmaterialien zum Download: https://www.dpa.com/de/think-twice
Eltern-Broschüre zu rechtsextremen Online-Strategien
Die Initiative „klicksafe“ hat eine neue Broschüre mit dem Titel „Rechtsextreme Online-Strategien zwischen Trend und Tarnung“ veröffentlicht. Darin wird aufgezeigt, welchen rechtsextremen Propagandastrategien Jugendliche im Internet begegnen können. Darüber hinaus bietet die Publikation praktische Hinweise, wie Kinder und Jugendliche wirksam vor rechtsextremer Hetze geschützt und gestärkt werden können: https://www.klicksafe.de/materialien/rechtsextreme-online-strategien-zwischen-trend-und-tarnung
„Netzwerk Bibliothek Medienbildung“ mit Tutorial zu Ozobots
Ein neues Tutorial unter dem Titel „Programmieren leicht gemacht – Ozobots-Workshops in der Bibliothek“ zeigt, wie Grundschulkinder spielerisch an das Programmieren herangeführt werden können: https://netzwerk-bibliothek.de/de_DE/netzwerk-pool?item=203
„Medienscouts Sachsen-Anhalt“: Schüler werden zu digitalen Experten ausgebildet
An den Schulen in Sachsen-Anhalt startet ein neues Projekt zur Förderung der Medienkompetenz: Mit der Initiative „Medienscouts Sachsen-Anhalt“ sollen künftig speziell geschulte Schülerinnen und Schüler ihre Mitschüler im Umgang mit digitalen Medien unterstützen.
Ziel ist es, bereits ab Klasse 4 Wissen über Social Media, Künstliche Intelligenz, Datenschutz, Cybermobbing und Fake News zu vermitteln. Die Medienscouts erhalten zuvor eine fundierte Ausbildung und agieren anschließend als digitale Ansprechpartner innerhalb ihrer Schule. Bildungsministerin Eva Feußner (CDU) betont, dass junge Menschen Gleichaltrige oft besser erreichen als Erwachsene – sie wüssten, welche Trends gerade relevant seien und könnten auf Augenhöhe kommunizieren.
Begleitet wird das Projekt von einem landesweiten Netzwerk engagierter Schulen, das den regelmäßigen Austausch und gegenseitige Unterstützung ermöglichen soll. Lehrkräfte, die eine Medienscout-Gruppe an ihrer Schule etablieren möchten, können sich ab sofort fortbilden lassen.
Mehr Informationen auf dieser Website https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen-anhalt/medien-scouts-schule-bildung-ki-fake-news-social-media-100.html
Kinderkanal KiKA sucht Vorleseorte für seine Lesetour
Die KiKA-Moderatoren Singa, Juri, Anni und Christian besuchen Bibliotheken und andere Orte, um Kindern vorzulesen. Bei jeder Station der Vorlesereise „KiKA kommt zu dir! – Vorlesezeit“ können bis zu 200 Kinder im Alter von vier bis acht Jahren teilnehmen, den Geschichten lauschen und mit den KiKA-Moderatorinnen und -Modertoren ins Gespräch zu kommen. Einrichtungen können sich über ein Online-Formular als Leseort bewerben. Die Redaktion wählt Mitte Juni aus den eingegangenen Vorschlägen aus und gibt ihre Entscheidungen im Juli bekannt. Mehr Informationen auf dieser Website https://www.kika.de/eltern/aktuelles/vorleseaktion-bibliotheken-100.html
High-Impact-Tutoring: Neue Methode der Leseförderung
Immer mehr Kinder erreichen beim Lesen nicht die nötigen Mindeststandards. Das Konzept des „High-Impact-Tutoring“ (HIT) setzt genau hier an: In kleinen Gruppen von zwei bis drei Kindern erhalten Schülerinnen und Schüler mehrmals pro Woche gezielte Förderung durch geschulte Tutorinnen und Tutoren. Ein Diagnosetool hilft dabei, individuelle Lernstände präzise zu erfassen und passgenau zu unterstützen.
Erste Studien bestätigen die hohe Wirksamkeit des Ansatzes. Schulen können über das gemeinnützige Unternehmen „Tutoring for All“ Förderstunden buchen und auf eine digitale Plattform zugreifen. Auch Studierende und andere qualifizierte Personen können nach Schulung als Tutorinnen und Tutoren eingesetzt werden.
Mehr Informationen auf dieser Website https://deutsches-schulportal.de/unterricht/wie-high-impact-tutoring-hilft-huerden-beim-lesenlernen-zu-nehmen/
