Der Deutsche Bibliotheksverband (dbv) schreibt die neu zu gründende Kommission Altbestände für eine verkürzte Amtszeit bis 30. Juni 2024 aus. Die Berufung für die aus fünf Mitgliedern bestehende Kommission erfolgt durch den Bundesvorstand des dbv zum 1. November 2021. Die Kommissionsmitglieder haben eine beratende Rolle und arbeiten sowohl auf eigene Initiative als auch für Aufträge aus dem Bundesvorstand und der Bundesgeschäftsstelle des dbv. Eine einmalige Verlängerung der Amtszeit ist im Anschluss möglich. Bewerbungsschluss für diese Ausschreibung ist der 15. September 2021. Mehr Informationen unter https://www.bibliotheksverband.de/fileadmin/user_upload/Kommissionen/Ausschreibungen/2021_Ausschreibung_der_Kommission_Altbest%C3%A4nde_final.pdf
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Informationen und Meldungen aus dem Bibliothekswesen (Nachrichten) vor allem mit lokalem Bezug bzw. Interesse der hiesigen Bibliotheken. Schwerpunkte sind daher Meldungen aus NRW-Bibliotheken, Verbänden und Institutionen sowie Termine, Fortbildungen und den Themengebieten: Medien- und Informationskompetenz, Kinder- und Jugendarbeit, Integration, Rechtsprechungen und Technologien, die auf einen bibliothekarischen Kontext bezogen werden können.
Weitere 1,35 Millionen Euro für Bibliotheken in ländlichen Räumen aus Förderprogramm „Vor Ort für Alle“
Das Förderprogramm „Vor Ort für Alle. Soforthilfeprogramm für zeitgemäße Bibliotheken in ländlichen Räumen“ erhält weitere 1,35 Millionen Euro von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM). Das vom Deutschen Bibliotheksverband e.V. (dbv) durchgeführte Programm ist am 20. Mai 2021 sehr erfolgreich gestartet und stieß bei den Bibliotheken in kleineren Kommunen in ländlichen Räumen auf große Nachfrage. Bis Ende Juli konnten bereits 174 Bibliotheken Fördermittel erhalten, um sich zu „Dritten Orten” weiterzuentwickeln. Mit den zusätzlichen Mitteln können zahlreiche weitere Bibliotheken gefördert werden, deren Anträge bisher nicht berücksichtigt werden konnten.
Quelle: Pressemitteilung des dbv vom 26.08.21
Duisburg: Netzwerkerinnen unterstützen Bibliothek bei lokalen Partnerschaften
Netzwerkerinnen der WerkStadt Duisburg GmbH unterstützen die Stadtbibliothek Duisburg, lokale Partnerschaften auszubauen, bürgerschaftliches Engagement zu stärken und Projekte für multikulturelle und generationsübergreifende Ziele zu entwickeln. Seit dem Frühjahr 2020 sind sie im Einsatz, können aber wegen der Corona-Krise erst jetzt so richtig mit der Arbeit beginnen.
In der Bezirksbibliothek Rheinhausen wurde z. B. in Zusammenarbeit mit vielen Kooperationspartnern ein Lesegarten gestaltet. Der Innenhof der Bibliothek lädt nun zwischen Blumen- und Gemüsebeeten zum Aufenthalt ein. In vielen Bibliotheken wurden Saatgutteiler aufgestellt. Pflanzenfreunde können hier Saatgut spenden und mitnehmen. Dr. Jan-Pieter Barbian, Direktor der Stadtbibliothek, sieht in dem Projekt eine wertvolle Bereicherung: „Bibliothek und Netzwerkarbeit ergänzen sich ganz hervorragend. Es ist schon immer unser Anliegen gewesen, ein passendes Angebot für die Duisburgerinnen und Duisburger vorzuhalten. Durch die Arbeit der Netzwerkerinnen können wir noch besser auf die Bedürfnisse der Menschen in den Stadtteilen eingehen.“
Quelle: RP online „Bibliotheken in Duisburg gehen auf Integrationskurs“ (19.08.21)
Gladbeck: Leseförderung mit Twine – Blog-Reihe „Digitale Reisekoffer für Bibliotheken“
Einer unserer drei Medienkoffer hat im Mai diesen Jahres Station in Gladbeck gemacht. Vier Wochen lang hat das Team der Stadtbücherei den Koffer „Audiovisuelles Lernen“ mit Geräten wie Actionkamera, Greenscreen-Set und Aufnahmemikrofonen ausgiebig getestet. Ausprobiert wurden auch unterschiedliche Apps für die medienpädagogische Praxis. Dabei sind unter anderem interaktive Geschichten mit der Open Software Twine entstanden.
Mit Twine lassen sich auf einfache, intuitive Weise sich verzweigende Erzähltexte entwerfen und schreiben. Während des Lesens müssen Entscheidungen getroffen werden, die den weiteren Verlauf der Geschichte beeinflussen. Dadurch entsteht das Gefühl, selbst etwas bewirken zu können und sich und die fiktive Welt mithilfe der eigenen Vorstellungskraft ändern zu können. Dies kann vor allem Schüler und Schülerinnen motivieren, die sonst eher ungern lesen. Außerdem zwingen die anstehenden Entscheidungen bzw. Rätsel zum genauen Lesen und fördern so das Textverständnis.
Die Geschichte „Ein regnerischer Abend“ hat das Gladbecker Team im Rahmen des Digitaltags angeboten.
Insgesamt fällt das Fazit des Gladbecker Teams zu Twine positiv aus. Die Bedienung ist intuitiv. Die bildhafte Darstellung des Geschichtsverlaufs macht es einfach, den Überblick zu behalten. Leichte Handhabung dank Tutorial. Als schwierig empfanden sie das Einfügen von Ton- und Bilddateien ohne Dropbox, Website o.ä. zum Hinterlegen der Dateien, da es ist nicht möglich ist, von verschiedenen Endgeräten auf das gleiche Projekt zuzugreifen.
Über das Qualifizierungsprogramm
Die Twine-Geschichten sind im Rahmen des Qualifizierungsprogramms „In 30 Tagen um die Welt – Digitale Reisekoffer für Bibliotheken“ der Fachstelle für Öffentliche Bibliotheken NRW entstanden. In dem Projekt erhalten die teilnehmenden Bibliotheken einen themenspezifischen Medienkoffer mit Geräten, die sie 30 Tage lang nutzen können. In dieser Zeit lernen die Bibliotheksmitarbeiter*innen, wie die Geräte funktionieren und wie man sie einsetzen kann. Entstanden sind ganz unterschiedliche Formate – von How-to-Filmen über Lichtmalereien bis hin zu Podcasts. Einige ausgewählte Ergebnisse stellen wir in dieser Blog-Reihe vor.
Langfristiges Ziel des Programms ist es, Angebote zur Förderung von Medienkompetenz zu entwickeln. Zunächst steht aber die eigene Praxis im Vordergrund – mit dem Ziel zu einem beliebigen Thema etwas konkret Sichtbares herzustellen. Auf Reise waren bisher der Koffer „Audiovisuelles Lernen“ zur Erstellung von Audio- und Videoproduktionen und der Koffer „Bildwelten und Lernen“ für die Themen Fotografie, digitales Zeichnen und Bildbearbeitung.
Ansprechpartnerinnen für das Qualifizierungsprogramm:
Karin Lachmann
E-Mail: karin.lachmann(at)brd.nrw.de
Tel: 0211 475 4017
Eva Göring
E-Mail: eva.goering(at)brd.nrw.de
Tel: 0211 475 5762
Neuer DIN-Norm-Entwurf zur Messung der Online-Nutzung von digitalen Angeboten in Archiven, Bibliotheken und Museen
Im Juli ist der neue Norm-Entwurf „E DIN 31640 – Digital Audience Measurement in Archiven, Bibliotheken und Museen – Anforderungen an Messverfahren“ veröffentlicht worden. Das Dokument dient zur Vergleichbarkeit von Messergebnissen im Bereich der Online-Nutzung von digitalen Angeboten und Dienstleistungen in Archiven Bibliotheken und Museen. Es legt Anforderungen zu Umfang, Inhalt, Durchführung, Qualität, Vergleichbarkeit und zur Dokumentation der Messergebnisse fest. Den Entwurf haben Expertinnen und Experten sowohl aus dem Bibliotheksbereich, als auch aus den Bereichen Archive, Museen sowie Dienstleister zur Nutzungsmessung, erarbeitet. Er ist bei DIN nach Registrierung auf dem Norm-Entwurfs-Portal frei einsehbar und kann bis 04. Oktober 2021 öffentlich kommentiert werden: https://www.din.de/de/mitwirken/entwuerfe/ne-stellung/wdc-beuth:din21:340796732
Quelle: dbv-Newsletter Nr. 203 2021 (12.08.21)
Longlist für Deutschen Buchpreis steht fest
20 Schriftstellerinnen und Schriftsteller sind für den Deutschen Buchpreis 2021 nominiert. So haben es u.a. Christian Kracht, Heinz Strunk, Monika Helfer und Felicitas Hoppe mit ihren neuen Romanen auf die Auswahlliste geschafft. Der Gewinner oder die Gewinnerin wird zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse bekannt gegeben. Die Verleihung des Preises findet am 18. Oktober statt. Mehr Informationen unter https://www.buchreport.de/news/deutscher-buchpreis-2021-die-longlist-steht-fest/
Public Library of the Year Award geht nach Oslo
Die Deichman Bjørvika Bibliothek in Oslo ist in diesem Jahr mit dem Public Library of the Year Award ausgezeichnet worden. Der mit 5.000 US-Dollar dotierte Preis für die Öffentliche Bibliothek des Jahres wird jährlich von der International Federation of Library Associations and Institutions (IFLA verliehen. In diesem Jahr bewarben sich 32 Bibliotheken um den Preis, fünf wurden nominiert und der Gewinner, Deichman Bjørvika in Oslo, wurde am 19. August auf dem IFLA World Library and International Congress bekannt gegeben, wo die IFLA-Präsidentin Christine Mackenzie den Preis überreichte. Quelle: https://www.ifla.org/node/94089 (19.08.2021)
Nachhaltigkeit: Handbuch für Kooperationsprojekte zwischen Schulen und außerschulischen Akteur*innen
Das Handbuch „Transformatives Lernen durch Engagement“ ist ein Ergebnis eines Forschungsprojektes, dass in Kooperation zwischen Schulen und zivilgesellschaftlichen Nachhaltigkeitsinitiativen sogenannter Lernwerkstätten im Modus des Service-Learning initiiert wurde, um Kinder und Jugendliche für ein Nachhaltigkeitsengagement zu begeistern. Das Handbuch liefert theoretisches Hintergrundwissen, praktische Empfehlungen, Methoden und Materialien zur Durchführung solcher Lernwerkstätten im Kontext von Bildung für nachhaltige Entwicklung. Es richtet sich an Multiplikator*innen in der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit, sowie an Praxisakteur*innen eines sozial-ökologischen Wandels und möchte dazu ermutigen, innovative Lernformen zu erproben und sich für nachhaltigkeitsorientierte Lernkulturen einzusetzen. Die Publikation ist kostenlos hier rehältlich:https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/transformatives-lernen-durch-engagement?fbclid=IwAR3x99xFGUXfT7PB_2wS4BI4YSQplmLo-D5lHkcwqbvikobWzClhSN-4_TE
Perspektivpapier des Bundes gibt Impulse für den digitalen Kulturwandel
Der Kulturbereich hat während des Lockdowns mit großer kreativer Kompetenz gezeigt, wie wichtig digitale Angebote sind. Eine Kompetenz, die der Bund im Rahmen der Digitalisierungsstrategie fördert. Die Publikation „Kulturen im digitalen Wandel“ stellt beispielhafte Projekte vor und zeigt auf, wie der Bund künftig wichtige Akzente bei der Digitalisierung im Kulturbereich setzen kann. Die von der BKM herausgegebene Publikation basiert auf den Ergebnissen einer spartenübergreifenden Arbeitsgruppe, die von der Deutschen Nationalbibliothek koordiniert wurde und an der der dbv sowie weitere Kulturverbände mitgearbeitet haben.
Neues „Klischeefrei“-Methodenset für die pädagogische Arbeit in der Grundschule
Nach kostenfrei erhältlichen Methodensets für die Sekundarstufe I und für KiTas hat die Initiative „Klischeefrei“ nun auch ein Set für die Grundschule veröffentlicht. Über die Geschichten soll den Kindern ein spielerischer und klischeefreier Zugang zu Berufen, Tätigkeiten und Geschlechterrollen vermittelt werden.
Das neue Methodenset richtet sich an Lehrkräfte, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Schulsozialarbeit sowie Aktive in der Elternarbeit. Für diese Gruppen ist das Methodenset bei der Initiative Klischeefrei kostenfrei erhältlich. Unabhängig davon können die beiden Kinder-Lesebücher auch von Praxen der Kinderheilkunde, Bibliotheken oder Sportvereinen kostenfrei bestellt werden.
Die Initiative Klischeefrei wurde 2014 von den Bundesministerien für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und für Bildung und Forschung ins Leben gerufen. Mitglieder der Initiative sind inzwischen fünf Bundesministerien, mehrere Landesministerien, die Bundesagentur für Arbeit, Sozialpartner, Wissenschaft, Praxis und Wirtschaft.




