„Büchervernichten in Berlin? Bibliotheken werden kaputt rationalisiert“ so lautet derzeit die Überschrift einer Online-Petition, die schon 25.000 Unterschriften gesammelt hat. Das ist schon eine enorme Leistung so viele Bürgerinnen und Bürger für bibliothekarische Arbeitsabläufe zu interessieren.
Kritisiert wird die Berliner Zentral- und Landesbibliothek in ihrer Aussonderungspolitik, dass alle Bücher, die die letzten zwei Jahre nicht ausgeliehen wurden, makuliert werden. Außerdem wurde der Bestandsaufbau an ein externes Unternehmen vergeben, um Lektoren zu entlasten.
Aus fachlicher Sicht handelt die Zentral- und Landesbibliothek in Berlin sicher richtig. Bücher die zwei Jahre nicht entliehen wurden, nehmen Platz für Neues weg und Rationalisierung und Outsourcing von Dienstleistungen müssen wahrgenommen werden, damit Zeit für neue Aufgaben vorhanden ist.
An dieser Bewegung wird jedoch deutlich wie sehr Bibliotheken noch mit Archiv und Bewahrung von Wissen in Verbindung gebracht wird. Es gibt noch viel zu tun, um das Image der modernen öffentlichen Bibliotheken außerhalb der Fachwelt zu transportieren. Was man daran auch sieht, ist auch die nostalgische Sehnsucht nach Stillstand im schnelllebigen Informationszeitalter.
Quelle:
https://www.openpetition.de/petition/online/buechervernichten-in-berlin-bibliotheken-werden-kaputt-rationalisiert