Die Deutsche Bahn Stiftung fördert Projekte, die demokratische Werte stärken und den gesellschaftlichen Dialog zwischen Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven und Erfahrungen unterstützen. Gesucht werden Vorhaben, die einen respektvollen Austausch ermöglichen, unterschiedliche Sichtweisen sichtbar machen und zur aktiven Mitgestaltung in einer pluralistischen Gesellschaft beitragen.
Die dbv-Kommission Bestandserhaltung lädt am 23. Februar 2026 von 10.00 bis 12.00 Uhr zu einem Online-Seminar ein. Referent ist Matthias Frankenstein von der Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie gut Bibliotheken und Archive auf Notfälle vorbereitet sind. Das Seminar vermittelt grundlegende Maßnahmen zur Notfallplanung im Kulturgutschutz und zeigt praxisnahe Wege zur Erstellung eines Notfallplans auf. Anhand eines Musternotfallplans werden unter anderem die Risikoanalyse, der Aufbau und die Kommunikation einer Notfallgruppe, Lage- und Ablaufpläne sowie Bergungs- und Erstversorgungsmaßnahmen behandelt.
Das Angebot richtet sich insbesondere an Einrichtungen, die bisher noch keine oder nur geringe Vorarbeiten im Bereich der Notfallplanung für den Kulturgutschutz geleistet haben.
Die Kommission Personalgewinnung von dbv, VDB und BIB lädt zum Fachtag Personalgewinnung „Talente im Katalog – Zukunft im Bestand“ nach Rostock ein. Die Veranstaltung findet am 11. März 2026 in Kooperation mit und in der Universitätsbibliothek Rostock statt.
Zum Auftakt spricht Lena Rudolf in einer Keynote über die Transformation von Leadership. Es folgt ein Impuls von Sybille Hambach zum Thema agile Verwaltung und Personalbindung. Anschließend wählen die Teilnehmenden zwei aus insgesamt sechs Workshops. Abgerundet wird der Fachtag durch einen Gallery-Walk und eine Podiumsdiskussion mit den Leitungen der Workshops.
Die feierliche Eröffnung der neuen Räumlichkeiten an der Unnaer Straße 2/4 ist für den 29. Mai geplant. Alle im November 2025 ausgeschriebenen Gewerke und Lieferleistungen sind inzwischen vergeben. In der vergangenen Woche fand ein Vor-Ort-Termin mit allen beteiligten Lieferanten, Handwerksbetrieben, dem Innenarchitekten Andreas Franke sowie der Büchereileitung statt. Dabei wurden zentrale Absprachen getroffen und ein verbindlicher Zeitplan abgestimmt.
Ein Soft-Opening ist voraussichtlich in der 16. Kalenderwoche vorgesehen. Dann können Besucherinnen und Besucher die neuen barrierefreien Räumlichkeiten erstmals kennenlernen. Zu einem späteren Zeitpunkt sind ergänzend Führungen geplant. Auf rund 1.000 Quadratmetern entstehen unter anderem ein Wohnzimmer mit Romanen und Reiseliteratur, mehrere Themenräume sowie eine Außenfläche. Auch ein Lesecafé ist vorgesehen, das integrativ betrieben werden soll.
Die Einrichtung kombiniert neue Möbel mit zahlreichen Spenden aus der Mendener Bevölkerung. Neben den neuen Räumen ändern sich auch die Servicezeiten: Die Öffnungszeiten werden um rund 40 Prozent erweitert. Künftig ist die Bibliothek dienstags bis freitags von 10 bis 18 Uhr sowie samstags von 10 bis 13 Uhr geöffnet. Zudem wird die Ausleihe vollständig über Selbstverbuchungsautomaten erfolgen.
Der Umzug und die Neueinrichtung der Dorte-Hilleke-Stadtbibliothek wurden durch Fördermittel aus Düsseldorf ermöglicht.
Willkommen zu unserem neuen #DesignDienstag. In dieser Serie nimmt euch unsere Innenarchitektin Anja Thimm mit in die Welt der Bibliotheksgestaltung. Sie zeigt, wie aus gut geplanten Räumen lebendige und einladende Orte werden, in denen man sich gerne aufhält. Ob Eingangsbereich, Kinder- oder Jugendbibliothek: Jede Zone erfüllt eine eigene Aufgabe und braucht ihre ganz eigene Atmosphäre. Zum Auftakt schauen wir uns den Eingangsbereich an. Denn der erste Eindruck zählt – auch in der Bibliothek.
Wenn ich eine Bibliothek betrete, sehe ich mir (logisch ;)) als Erstes immer den Eingangsbereich an. Nicht aus Neugier, sondern weil hier ganz viel entschieden wird. Der Eingang ist die Visitenkarte der Bibliothek. In den ersten Sekunden entsteht ein Eindruck, der bleibt. Fühle ich mich willkommen? Verstehe ich sofort, wo ich hinmuss? Oder bin ich erst einmal mit mir und dem Raum beschäftigt?
Gute Gestaltung bedeutet hier vor allem, Funktion und Atmosphäre zusammenzubringen. Besucherinnen und Besucher sollten ohne großes Nachdenken zur Informationstheke, zur Garderobe oder zur Medienverbuchung finden. Klare Wege, eine logische Zonierung, gut lesbare Beschilderung und eine offene Raumstruktur helfen enorm. Auch Licht spielt dabei eine große Rolle: Helle, gut ausgeleuchtete Bereiche geben Sicherheit und erleichtern die Orientierung.
Barrierefreiheit und Inklusion
Orientierung hört aber nicht bei Wegführung und Schildern auf. Für mich gehört Barrierefreiheit immer ganz selbstverständlich zur Gestaltung dazu. Rutschhemmende Böden, automatische Türen und ausreichend Bewegungsflächen für Rollstühle sind keine Extras, sondern Grundlagen.
Sehr bewährt haben sich taktile Bodenleitsysteme, die Menschen mit Seheinschränkungen direkt zur Informationstheke führen. Ergänzend können digitale Hilfen wie akustische Wegweiser oder niedrig platzierte Touchscreens den Zugang weiter erleichtern. Wichtig ist dabei immer, die Technik so einzusetzen, dass sie unterstützt und nicht überfordert.
Ein schönes Beispiel dafür ist die Stadtteilbibliothek Oberhausen-Sterkrade: Hier führt ein taktiles Leitsystem sicher zur Theke, die zudem barrierefrei unterfahrbar gestaltet ist.
Ein taktiles Leitsystem führt Menschen mit Seheinschränkungen direkt zur Info-Theke. Das Beispiel zeigt die Stadtteilbibliothek Oberhausen-Sterkrade.
Funktionale Möblierung
Ein zentrales Thema im Eingangsbereich ist natürlich die Möblierung. Die Informationstheke ist meist das Herzstück. Sie muss für die Mitarbeitenden ergonomisch funktionieren und gleichzeitig niedrigere Bereiche für barrierefreie Kommunikation bieten.
Auch Selbstverbuchungs- und Rückgabesysteme sollten gut platziert sein. Ideal ist es, wenn sie vom Thekenbereich aus einsehbar bleiben. Die Medienrückgabe sollte möglichst direkt nach dem Betreten erreichbar sein. Eine zusätzliche Außenrückgabe schafft Flexibilität und wird von vielen Nutzenden sehr geschätzt.
Gleichzeitig bietet der Eingangsbereich großes Potenzial für mehr als reine Servicefunktionen. Niedrige Regale oder spezielle Präsentationsmöbel eignen sich hervorragend für Neuerscheinungen oder aktuelle Themen. Auch Zeitschriftenbereiche, kleine Lesecafés oder andere Kommunikationszonen funktionieren hier gut. Es ist ein lebendiger Bereich, in dem keine absolute Ruhe nötig ist und der durch große Fenster oft auch nach außen wirkt.
Bei Sitzmöbeln achte ich besonders auf Komfort, Pflegeleichtigkeit und Robustheit. Der Eingangsbereich ist stark frequentiert und genau das muss man den Möbeln auch zugestehen.
Lichtgestaltung
Ein oft unterschätzter Faktor ist die Beleuchtung. Dabei hat Licht enormen Einfluss auf Orientierung und Aufenthaltsqualität. Eine gute Lichtplanung nutzt Tageslicht, vermeidet Blendung und setzt gezielt Akzente. So entsteht eine freundliche Atmosphäre, die Besucherinnen und Besucher ganz automatisch weiter in die Bibliothek hineinzieht.
Beispiele aus NRW
Ein gut gestalteter Eingangsbereich ist somit weit mehr als eine Durchgangszone: Er schafft Orientierung und legt den Grundstein für ein positives Nutzungserlebnis. Dass es viele gute Lösungen gibt, zeigen zahlreiche Bibliotheken in Nordrhein-Westfalen. Hier ein paar Beispiele:
Stadtbibliothek Bergheim
Hier empfangen wechselnde Farben und mehrsprachige Begrüßungen die Besucher*innen. Der Verbuchungsbereich liegt direkt neben dem Eingang und ist von der Servicetheke aus gut im Blick.
Stadtbibliothek Brühl
Die Bibliothek in Brühl teilt sich das Gebäude mit dem Rathaus. Das gemeinsame Foyer dient als Rückgabeort für Medien. Auf jeder Etage sorgt eine Theke für Orientierung und ist Anlaufstelle für Besucher.*innen.
Stadtteilbibliothek Essen-Huttrop
In Essen-Huttrop liegt die Theke direkt im Eingangsbereich und dient sowohl als Informationstheke als auch als Café. Der Verbuchungsbereich ist dank farbiger Leuchtschrift sofort sichtbar.
Stadtbibliothek Kamp-Lintfort
In Kamp-Lintfort befindet sich das Lesecafé im Eingangsbereich der Bibliothek. Der eigentliche Empfangsbereich mit Informationstheke befindet sich etwas weiter hinten, abgetrennt durch den Open-Library-Bereich.
Stadtbibliothek Langenfeld
In Langenfeld gelangen die Besucher*innen beim Betreten der Bibliothek direkt zur Informationstheke, die gleichzeitig als Theke für das gegenüberliegende Lesecafé genutzt wird. Der Selbstverbuchungsbereich ist vor der Theke angeordnet und wurde in die Wand sowie das angrenzende „Superregal“ integriert.
Zentralbibliothek Mönchengladbach
Der Eingangsbereich in der Zentralbibliothek Mönchengladbach ist ein offenes Foyer über zwei Geschosse, das auch für Veranstaltungen genutzt wird. Neben Theke, Verbuchungsbereich und Garderobe gibt es auch ein Lesecafé auf der Ebene. Ein großer digitaler Infoscreen informiert die Besucher direkt beim Betreten.
Stadtteilbibliothek Oberhausen-Sterkrade
Im Windfang in Oberhausen-Sterkrade gibt es E-Ladeplätze für Fahrräder. Besucher*innen werden über eine mehrsprachige Beschriftung auf der Glasschiebetür informiert. Ein taktiles Bodenleitsystem führt zur Theke, die barrierefrei unterfahrbar gestaltet ist.
Stadtbibliothek Velbert
Die Bibliothek in Velbert ist Teil des Forum Velbert und wird über ein gemeinsames Foyer betreten. Direkt beim Eingang der Bibliothek liegt der Verbuchungsbereich, ergänzt durch ansprechend gestaltete Präsentationsmöbel. Die Theke befindet sich nach einem kleinen Durchgang am Rand der offenen Fläche, die Sitzplätze und die Belletristik beherbergt.
Autorin
Anja Thimm studierte Innenarchitektur an der Hochschule Trier. Nach ihrem Abschluss und einem Ausflug in die Welt der Büroplanung gehört sie seit 2016 zum Team der Fachstelle für Öffentliche Bibliotheken NRW und berät Bibliotheken zu den Themen Bau und Einrichtung. Ebenfalls seit 2016 ist sie Mitglied der Facharbeitsgruppe Bau und Einrichtung der Fachstellenkonferenz der Bibliotheksfachstellen in Deutschland.
Technik entdecken, ausprobieren und verstehen: In der Bücherei Haspe ist das jetzt ganz praktisch möglich. Mit der neuen Technothek, einer Initiative des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI), steht Kindern und Jugendlichen ein vielseitiges Angebot rund um Technik und Naturwissenschaften zur Verfügung.
Ob Roboter, Experimentierkästen oder Bau- und Tüftelsets: In der Technothek können junge Besucherinnen und Besucher selbst aktiv werden und spielerisch eigene Erfahrungen sammeln. Das Angebot lädt zum Ausprobieren ein und vermittelt technische Zusammenhänge auf anschauliche Weise. Ziel ist es, früh Interesse an technischen Themen zu fördern und mögliche Berührungsängste abzubauen.
Auch Schulen können die Technothek nutzen. Die Materialien eignen sich gut als Ergänzung zum Unterricht und unterstützen praxisnahes Lernen.
Die Bibliothek vermittelt in einem Tageswokshop die Grundlagen des Vorlesens. Der Schwerpunkt liegt auf dem Charakterlesen und es wird ein Überblick über die Gestaltung einer Vorleseaktion mit und für Kinder gegeben. Referent Daniel Werner ist ein erfahrener Vorleser und Gründer der Initiative „Clemens der Lesedrache“.
Der Deutsche Bibliotheksverband hat in seiner Verbandsstrategie 2030 acht Ziele formuliert , die er gemeinsam mit seinen Mitgliedern und Gremien in den kommenden Jahren umsetzen will. Dazu zählen unter anderem Ziele zur Rolle von Bibliotheken als Bildungspartner, als Orte für Diskurs und Begegnung sowie als Einrichtungen der Daseinsvorsorge in städtischen und ländlichen Regionen. Außerdem will er sich für die rechtlichen Rahmenbedingungen zur Nutzung Künstlicher Intelligenz (KI) durch Bibliotheken einsetzen.
Die Strategie 2030 des dbv kann hier heruntergeladen werden.
Die neueste Ausgabe von ProLibris befasst sich intensiv mit dem Spannungsfeld zwischen freiem Zugang zu Wissen und dem verantwortungsvollen Umgang mit umstrittener Literatur, insbesondere der Debatte um Warnhinweise auf Büchern in öffentlichen Bibliotheken. Katja Bartlakowski, Professorin für Bibliothekspolitik und Community Building, Cordula Gladrow, Leiterin der Stadtbibliothek Münster und Stephan Schwering, Direktor der Stadtbüchereien Düsseldorf, diskutieren über den Fall Münster, in dem die Stadtbibliothek Warnhinweise auf zwei Büchern anbrachte und damit einen Rechtsstreit auslöste.
Was Sie außerdem erwartet:
Urheberrecht und Open Access: Trotz der Unterschiede in der eLending-Diskussion und der Open Access-Debatte kämpfen öffentliche und wissenschaftliche Bibliotheken in gemeinsamen Aktionsbündnissen für niedrigschwelligen Zugang zu Literatur und faire Preise.
US-amerikanische „Banned Books“-Debatte: Ein Beitrag von Katja Bartlakowski lässt erahnen, worüber auch Deutschland in Zukunft diskutieren könnte.
Rechtslage im Überblick: Eine Einordnung des Rechtsfalls Münster durch Felix Magin, Vorsitzender der dbv-Rechtskommission, beleuchtet die fehlende Ermächtigungsgrundlage in NRW und die Notwendigkeit gesetzlicher Nachbesserungen.
Künstliche Intelligenz (KI) in der Recherche: Der Artikel „KAI mit KI. Wissenschaftliche Recherche neu gedacht“ beleuchtet das neue KI-Recherchetool an der Fachhochschule Südwestfalen, das als erste in NRW ein solches System im Pilotbetrieb einsetzt.
Mit dem Gemeinschaftsprojekt „Herten liest … besonders“ erproben die Freiwilligenagentur Herten und der Quadratkilometer Bildung Herten neue Ansätze der Leseförderung. An jedem letzten Sonntag im Monat finden von 11 bis 13 Uhr Lesungen an wechselnden, teils ungewöhnlichen Orten im Stadtgebiet statt. Das Angebot richtet sich insbesondere an Kinder, Familien und junge Menschen.
Der Auftakt ist für Sonntag, den 25. Januar, an der Haltestelle 75 an der Bahnhofstraße in Westerholt vorgesehen. Insgesamt sind zwölf Termine geplant, die unter anderem in der Umweltwerkstatt, bei der Vestischen, in Kapellen, bei der Freiwilligen Feuerwehr, auf den Wassertürmen in Scherlebeck sowie im Freizeitbad Copa Ca Backum stattfinden.