Alle Artikel mit dem Schlagwort “Digitale Medien

Digitaler Ort

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miniKIM-Studie 2023: Immer mehr Kleinkinder haben Zugang zu digitalen Inhalten

Der Medienpädagogische Forschungsverbund (mpfs) hat zum vierten Mal die „miniKIM-Studie“ veröffentlicht, die zuvor in den Jahren 2012, 2014 und 2020 erschienen ist. Dadurch lassen sich Entwicklungen der letzten Jahre nachvollziehen. Für die aktuelle Studie wurden 600 Personen, die hauptsächlich für die Erziehung von Kindern verantwortlich sind, zu ihrem Medienverhalten befragt. Erste Ergebnisse zeigen, dass bereits Kinder im Alter von 2 bis 5 Jahren zunehmend Zugang zu smarten Geräten und digitalen Inhalten haben. In den Haushalten werden täglich Geräte wie Smartphones, Tablets oder Sprachassistenten genutzt, was auch auf Kleinkinder Einfluss hat. Positiv ist, dass sich rund 89% der Erziehungsberechtigten für den Medienumgang ihrer Kinder interessieren. Die Ergebnisse verdeutlichen die Bedeutung der frühkindlichen Bildung im Umgang mit Medien, da die Anforderungen durch die rasante technologische Entwicklung stetig steigen. Die vollständige Studie wird in wenigen Wochen veröffentlicht.
Mehr Informationen auf dieser Website: https://www.mpfs.de/studien/minikim-studie/2023/

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GMK gegen Umsetzung des Moratoriums der Digitalisierung in Kitas und Schulen

Eine Gruppe von 40 Wissenschaftler*innen fordert in einem Moratorium die Politik auf, die Digitalisierung in Kitas und Schulen (GBW 2023) zeitnah zu stoppen. Die Gruppe der Wissenschaftler*innen bezieht sich u.a. auf die Stellungnahme von fünf Professor*innen des schwedischen Karolinska-Instituts (vgl. Thorell et al. 2023), in der diese vor negativen Auswirkungen von Bildschirmmedien auf das Lernen und die Sprachentwicklung von Kindern warnen. Die Gesellschaft für Medien und Kommunikation (GMK) spricht sich gegen die Umsetzung dieses Moratoriums aus. Ihrer Ansicht nach wird die Debatte zur Medienbildung in Kitas und Schulen in ein „Entweder-Oder“ gelenkt, welches eine wünschenswerte Diskussion über ein gelingendes WIE der medienpädagogischen Arbeit in weite Ferne rücken lässt. So ein Vorgehen sei nicht zielführend und könne nicht im Sinne transformativer Lern- und Bildungsprozesse sein.

Es sei sicher auch noch großer Handlungsbedarf an Schulen, damit der Einsatz von Medien medienpädagogisch und didaktisch begründeter geschieht. Auch sei eine differenzierte Betrachtung nach dem Lebensalter von Schüler*innen erforderlich, so dass Schulformen und Schulfächer, aber auch Lehrpersönlichkeiten, wie es in dem Papier heißt, mehr beachtet werden. Allerdings müsse nach Meinung der GMK auch Fragen nach Lernumgebungen und Lehr- und Lernsituationen gestellt werden. Dies geschehe allen voran mit an den Lebenswelten orientierten, medienpädagogischen Projekten, die ein gemeinsames, kooperatives und konzentriertes Miteinander fördern. Wie zum Beispiel im Bundesprogramm Sprach-Kitas, das daher an vielen Stellen auf Medienangebote setzt, die den Spracherwerb und die Sprachentwicklung begünstigen, beispielsweise durch das Erstellen von Collagen zum Verstehen von zusammengesetzten Substantiven (Hand-Schuh) (vgl. BMFSFJ 2023b).

Mehr Informationen unter https://bildungsklick.de/schule/detail/positionierung-zum-moratorium-der-digitalisierung-in-kitas-und-schulen#:~:text=Die%20GMK%20setzt%20sich%20f%C3%BCr,Kreativit%C3%A4t%20und%20Kritikf%C3%A4higkeit%20aller%20gef%C3%B6rdert.

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Lüdinghausen: Tablets, Apps und Co. fördern digitale Medienbildung

2018 hat die St. Felicitas Bücherei Lüdinghausen ein Bibliothekskonzept mit den Handlungsfeldern „Dritter Ort“, „Bildungsort“ und „Ort für Kreativität & Inspiration“ entwickelt. Viele Ziele aus dem Konzept hat das Team bereits erreicht. So wurden die eingetragenen Bildungspartnerschaften „Bibliothek und Schule“ auf den neuesten Stand gebracht und von zwei auf fünf Schulen erweitert. Ende 2021 wurde mit der Einrichtung einer medienpädagogischen Vollzeitstelle die personelle Ressource für digitale Angebote geschaffen. Was noch fehlte, war die technische Ausstattung. Die kam nun im vergangenen Jahr mithilfe der Landesförderung hinzu. In diesem Beitrag schildert Bibliotheksleiter Peter Mählmann, welche digitalen Angebote die Bücherei mit den neuen Geräten umsetzen konnte.

Ziel des Projektes war es, die in den Bildungspartnerschaften vereinbarten Kooperationen um Projekte zur digitalen Bildung zu erweitern und darüber hinaus auch im nicht schulischen Bereich ein interessantes digitales Angebot anzubieten.

Projekte zur digitalen Medienbildung mit Schulen

Die neuen Tablets eignen sich durch die Vielfalt an Apps und Zubehör sehr gut zur Medienbildung und können in der Arbeit mit Schulen vielseitig eingesetzt werden. So lernen die Kinder der Grundschulen im „Fakehunter Junior“-Spiel kritisch mit digitalen und analogen Medien umzugehen und Falschinformationen zu erkennen. Mithilfe der Biparcours-App erhält der 5. Jahrgang aller weiterführenden Schulen (insgesamt 12 Klassen) eine spielerische Büchereieinführung. So entdecken die Kinder mit Quiz- und Schätzfragen und kreativen Aufgaben die Bibliothek und lernen sie spielerisch kennen.

Im Angebot zum Thema „Bildrechte“ mit anschließendem „Instawalk“ kommt die App Kahoot! zum Einsatz. Für die höheren Jahrgänge gibt es einen digitalen Escape-Room zum Thema „Fake News“. Zur Vorbereitung auf die Oberstufe bietet die Bücherei an den weiterführenden Schulen ein Recherchetraining an.

Tablet im Fake Escape-Einsatz

Digitale Angebote im außerschulischen Bereich

Auch im außerschulischen Bereich ermöglicht die neue technische Ausstattung attraktive Angebote: So konnten Interessierte zur Nacht der Bibliotheken an einer „Actionbound-Schnitzeljagd“ teilnehmen und beim Star Wars Reads Day wurde das interaktive Zeichenspiel „Pictonary Air“ angeboten.

Die Geräte werden auch für das „Sharemagazine“-Angebot und in der „E-Book-Sprechstunde“ genutzt. Außerdem wurden die Tablets in der Umfrage zur Einführung einer „Bibliothek der Dinge“ eingesetzt, um die Interessen der Nutzer*innen abzufragen.

Fazit: Tablets und Apps machen die Bibliothek attraktiver

Die neue technische Ausstattung hat die Angebotspalette der Bücherei erheblich erweitert. Die Arbeit mit den Schüler*innen wurde dadurch noch abwechslungsreicher. So lautet auch das Feedback der Klassen. Wichtig war allerdings neben der Anschaffung neuer Geräte, auch die Fortbildung des Bibliotheksteams. Um das Portfolio an Projekten um digitale Angebote zu erweitern, haben die Mitarbeiter*innen an diversen Fortbildungen teilgenommen.

Für die Zukunft gibt es bereits viele weitere Ideen für Projekte, wo wir die digitale Ausstattung einsetzen können.

Die Stadtbücherei St. Felizitas
Lüdinghausen, die Stadt der Wasserburgen, gelegen im südwestlichen Münsterland und am Rand zum Ruhgebiet, ist die drittgrößte Stadt des Kreis Coesfeld mit rund 25.000 Einwohnern. Die Stadtbücherei St. Felizitas ist in einer 485 qm² barrierefreien Räumlichkeit im Herzen der Innenstadt untergebracht und bietet nicht nur für Familien eine breite Vielfalt an unterschiedlichen Medien an. Insgesamt sind fünf hauptamtliche Mitarbeiter:innen, verteilt auf drei Personalstellen, einer Auszubildenden und ca. 25 ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen in der Stadtbücherei tätig. Träger der Bücherei ist die katholische Kirchengemeinde St. Felizitas, die von der Stadt vertraglich geregelt unterstützt wird.

Ansprechpartner bei Rückfragen:
Peter Mählmann
Stadtbücherei St. Felizitas
Steverstraße 31,
59348 Lüdinghausen
Tel.: 02591/5517
E-Mail: maehlmann(at)bistum-muenster.de

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Monheim: TV-Bericht über Digitalcafé für Senioren

Einmal im Monat ist in der Stadtbibliothek in Monheim Digitalcafé. Schüler*innen der Gesamtschule treffen sich dort mit Senioren und helfen ihnen beim Umgang mit Smartphone und Tablet. Das Ganze funktioniert ohne Anmeldung und ist kostenlos. Die WDR Lokalzeit hat dazu einen kurzen Beitrag gesendet: https://www1.wdr.de/lokalzeit/fernsehen/duesseldorf/video-das-digital-cafe-in-monheim-100.html

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dbv-Tutorial „Digitale Medien erleben – Kitagruppen in der Bibliothek“

Im neu erschienenen Tutorial von „Netzwerk Bibliothek Medienbildung“ gibt Simone Freiwald von der Samtgemeindebücherei Hollenstedt praktische Tipps für die Vorbereitung und Umsetzung von Medienprojekten mit Kitagruppen in Bibliotheken. Themen sind unter anderem die Gruppengröße, Medienstationen, Laufkarten, Feedback und Dokumentation.

https://netzwerk-bibliothek.de/de_DE/netzwerk-pool?item=164

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dbv: Dritte Ausschreibungsrunde „Gemeinsam Digital!“ startet am 01.09.2023

Bibliotheken haben wieder die Möglichkeit, gemeinsam mit jeweils zwei weiteren Partnern Projektmittel für die digitale Leseförderung im Rahmen des Förderprogramms „Gemeinsam Digital! Kreativ mit Medien“ zu beantragen. Untergrenze für einen Antrag sind 2.000 Euro. Projektbeginn ist frühestens im 1. Quartal 2024 möglich.

Das Förderprogramm „Gemeinsam Digital!“ hat das Ziel, Kinder und Jugendliche für das Lesen, Erzählen und Gestalten mit digitalen Medien zu begeistern und sie anzuregen, sich mit digitalen Medien kreativ auszudrücken. Neben Bilderbuch-Kinos, Social-Reading-Projekte und digitalen Schnitzeljagdenkönnen u.a. Konzepte wie Rallyes mit Geo- und Edu-Caching, Video- und (Trick-)Filmwerkstätten, Hörspielproduktionen, die Erstellung von E-Books, Robotik-Workshops oder KI-Projekte eingereicht werden.

Interessierte Bibliotheken und weitere Akteure können zwischen dem 01. September und 31. Oktober 2023 Projektanträge beim dbv einreichen. Weitere Informationen zum Förderprogramm, zur Ausschreibung sowie die Kontaktdaten des Programmteams für Rückfragen unter: https://www.bibliotheksverband.de/gemeinsam-digital-kreativ-mit-medien  

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Schülerinnen und Schüler fordern bessere digitale Bildungsmedien

Eine Umfrage unter 504 Schülerinnen und Schülern in Deutschland zwischen 14 und 19 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom hat ergeben, dass die Mehrheit mit dem Angebot an digitalen Bildungsmedien in ihrem Schulalltag unzufrieden ist. So sagen zwei Drittel (68 Prozent), dass die technische Ausstattung für die Nutzung digitaler Bildungsmedien an ihrer Schule verbessert werden müsse. 62 Prozent kritisieren, dass die zur Verfügung stehenden Programme und Anwendungen veraltet seien. 61 Prozent geben an, dass die Auswahl an digitalen Bildungsmedien zu gering sei. Und 42 Prozent sind der Meinung, dass die Lehrkräfte Lern-Apps und Co. im Unterricht nicht sinnvoll einsetzen können.

Mehr Informationen unter https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Schuelerinnen-Schueler-fordern-bessere-digitale-Bildungsmedien

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dbv: Förderprogramm „Gemeinsam Digital! Kreativ mit Medien“

Im Rahmen von „Kultur macht stark“ (2023-2027) des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) fördert der Deutsche Bibliotheksverband (dbv) mit „Gemeinsam Digital! Kreativ mit Medien“ lokale Projekte der digitalen Leseförderung für Kinder und Jugendliche im Alter von drei bis 18 Jahren. Das Programm ist ein Nachfolgeprojekt von „Total Digital! Lesen und Erzählen mit digitalen Medien“ welche Ende diesen Jahres beendet wird.

Ab November bis Mitte Dezember 2022 können Projektanträge eingereicht werden. Nähere Informationen finden Sie unter der Seite des dbv.

Nachrichtenbild
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EBLIDA: Studie zur elektronischen Ausleihe

In einer Studie hat der europäische Dachverband Europäischer Vereinigungen aus dem Bibliotheks-, Informations- und Dokumentationssektor EBLIDA die elektronische Ausleihe in Öffentlichen Bibliotheken untersucht. Die durch Corona verursachte eingeschränkte physische Nutzungsmöglichkeit der Bibliotheken hat der elektronische Ausleihe einen Aufwärtstrend beschert.

In dem Bericht wird unter anderem untersucht, warum es in Europa so viele verschiedene Modelle der elektronischen Ausleihe gibt. In einem Artikel der Library Essentials heißt es dazu „Es zeigt sich, dass trotz der wachsenden Akzeptanz der E-Books bei Nutzerinnen und Nutzern sowie der Entwicklung eines E-Book-Angebots bei der Umsetzung der elektronischen Ausleihe immer noch zahlreiche Schwierigkeiten bestehen. Diese Schwierigkeiten sind unterschiedlicher Natur, sie betreffen überwiegend rechtliche, technische und finanzielle Aspekte.“

Quelle: Library Essentials (26.07.2022)

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Neue MünDig-Studie („Mündigkeit und Digitalisierung“)

Die neue MünDig-Studie („Mündigkeit und Digitalisierung“), die von der Software AG – Stiftung, der Pädagogischen Forschungsstelle beim Bund der Freien Waldorschulen und der Vereinigung der Waldorfkindergärten gefördert wurde, befasst sich mit Fragen zur „Bildung im Digitalen Zeitalter“.

Dabei werden folgende Fragestellungen beleuchtet „Wie lernen Kinder und Jugendliche, mit Medien souverän umzugehen? Welches Medium – analog oder digital – ist zu welchem Zweck und in welchem Alter sinnvoll? Und wie ist vor diesem Hintergrund die Medienbildung an Waldorfschulen und Waldorfkindergärten zu beurteilen?“ Erstmals wurden dabei auch Bibliotheksbesuche bedacht.

Laut der Studie wünschen sich viele Eltern, abhängig vom Alter der Kinder, neben einer stärkeren Nutzung der Potenziale moderner Medien mehr pädagogische und praktische Unterstützung, zum Beispiel bei der Installation von Zeitbegrenzungs- oder Filtersoftware.

Quelle: Webseite Alanus Hochschule „Neue Studie zur Mediennutzung im Kontext der Reformpädagogik“ (12.07.2022)