Alle Artikel mit dem Schlagwort “Mediennutzung

Digitaler Ort

Kommentare 0

Studie zur Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen im ersten Lockdown

Im Rahmen des Projekts „Kids‘ Digital Lives in COVID-19 Times“ haben das Joint Research Center der Europäischen Kommission und das HBI (Hans Bredow Institut) das digitale Mediennutzungsverhalten von 10- bis 18-jährigen während des ersten Lockdowns untersucht. Dazu wurden europaweit Kinder und Jugendliche online zum Mediengebrauch im Schul- und privaten Kontext befragt.

Die Ergebnisse der deutschen Teilerhebung zeigen, dass sich die Mediennutzung während der ersten Schulschließung erhöht hat. Im Durchschnitt nutzten die Kinder- und Jugendlichen Medien für Schulaufgaben, Freizeitaktivitäten oder den Austausch mit Freund:innen 5,9 Stunden täglich – wobei aber mehr als die Hälfte der Zeit für Schulaufgaben benötigt wurden.

In Bezug auf den Online-Unterricht gab über die Hälfte an, das neue Konzept schnell gelernt zu haben. Allerdings ist rund ein Viertel jedoch besorgt, während der Schulschließung den Anschluss zu verlieren. Rund ein Drittel der Eltern und Erziehungsberechtigen sind diesbezüglich ebenfalls in Sorge und wünschen sich bei einer erneuten Schließung der Schule mehr Unterstützung für ihre Kinder.

Quelle: Gutes Aufwachsen mit Medien– „Mediennutzung im ersten Lockdown – Ergebnisse einer Onlinebefragung von 10- bis 18-jährigen in Europa“ (19.02.2021)

Kommentare 0

JIM Studie 2019 veröffentlicht

Die JIM Studie für das Berichtsjahr 2019 über die Mediennutzung von 12-19 jährigen Jugendlichen in Deutschland ist erschienen.

Die jährlich erscheinende Studienreihe Jugend, Information, Medien (JIM) des Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest kommt zu dem Ergebnis, dass „das Medienrepertoire von Jugendlichen sich stetig erweitert. Aktuell haben etwa drei von vier Familien ein Abonnement für einen Video-Streaming-Dienst wie beispielsweise Netflix oder Amazon Prime Video abgeschlossen. Auch Musik-Streaming-Dienste sind in zwei von drei Familien vorhanden, etwas seltener sind digitale Sprachassistenten wie Alexa in 16 Prozent der Haushalte vertreten. Beim Musikhören steht die Nutzung über Musik-Streaming-Dienste wie z. B. Spotify an erster Stelle. Zwei Drittel der Jugendlichen hören mindestens mehrmals pro Woche über Streaming-Dienste Musik. Jeweils etwa jede/-r Zweite nutzt zum Musikhören YouTube oder das Liveprogramm bei Radiosendern. Jede/-r Zehnte nutzt hierzu Smartspeaker. Unabhängig von der Musiknutzung hören zwei von drei Jugendlichen regelmäßig Radio.“

Quelle: Steiner, Christoph auf Blog Digithek: „Jim-Studie 2019“ (01.04.2020), online verfügbar unter: https://blog.digithek.ch/jim-studie-2019/?fbclid=IwAR1aZ5eOSu3rtRfLH-izKmB26xjcgQ3vqsxfGqj1Cy1Qeqkw6HJwNdWaIGE 

Kommentare 0

Vergleichsstudie ICILS 2019: Digitale Kompetenz in der Mittelstufe

Die internationale Vergleichsstudie ICILS 2019 (International Computer and Information Literacy Study) zeigt auf, dass die IT-Kompetenzen von Achtklässlern in Deutschland maximal mittelmäßig eingestuft werden können. Ein Drittel der Schüler*innen sei nicht in der Lage, Fake News zu erkennen und Informationen reflektierend zu betrachten. Für die Studie wurden mehr als 3.500 Schüler*innen der achten Klassen in allen Bundesländern getestet und knapp 2.500 ihrer Lehrer*innen befragt. Getestet wurde z.B. Bildbearbeitung, Erstellen von Präsentationen und Grafiken, Internetrecherchen oder Computersimulationen. Nur jede/r dritte Schüler*in hat gerade einmal „rudimentäre“ oder „basale“ Computerkenntnisse, die beiden niedrigsten der fünf Kompetenzstufen innerhalb der Studie. Die Leiterin der Studie, Birgit Eickelmann von der Universität Paderborn, verdeutlicht, dass digitale Bildung auch von der sozialen Herkunft abhängt. Neben der IT-Kompetenz der Schüler*innen wurden auch die technischen Rahmenbedingungen an Schulen abgefragt. Nur knapp 23 Prozent der befragten Achtklässler arbeiten nach eigenen Angaben mindestens einmal in der Woche mit digitalen Medien in der Schule – fast doppelt so viele arbeiten aber privat mit digitalen Medien für die Schule. Deutschland steht mit diesem Wert auf dem vorletzten Platz der an der Studie teilnehmenden Länder – in Dänemark gaben zum Vergleich mehr als 80 Prozent der Schüler*innen an, digitale Medien täglich in der Schule zu benutzen. Weitere Informationen dazu im Interview des Radiosenders „Deutschlandfunk“ mit Frau Eickelmann.

Quelle: InfoDigital 2019_11 (Newsletter der Fachstelle für das öffentliche Bibliothekswesen Stuttgart)

Kommentare 0

Initiative „So geht Medien!“

Die Initiative „So geht Medien“ von ARD, ZDF und Deutschlandradio hat zu unterschiedlichen Themen wie bspw. „Urheberrecht“ Videos, Audios, Quiz, interaktive Karten und Texte aufbereitet und zum Download bereitgestellt. Es geht, darum zu zeigen, wie Medien funktionieren und Hemmschwellen abzubauen – dabei werden Begriffe erklärt und Basiswissen vermittelt.

Quelle: Newsletter der Fachstelle für das öffentliche Bibliothekswesen Stuttgart – „InfoDigital 2019_11 – Infos für Blog und Fachinfos“ (20.11.2019)

Nachrichtenbild
Kommentare 0

dbv: Experten für das Netzwerk Bibliothek Medienbildung stehen fest!

Das vom Ministerium für Bildung und Forschung geförderte Programm „Netzwerk Bibliothek Medienbildung“ hat seine Experten gefunden. Der dbv hat das Projekt initiiert und mit einer Jury die Auswahl getroffen.

Die acht ausgewählten Expert*innen Achim Schroth (Leitung Gamification der Stadtbibliothek Pforzheim), Kathrin Joswig (Medienpädagogin der  Bücherhallen Hamburg (Zentralbibliothek)), Kim Farrah Giuliani (Leiterin Bereich Programmarbeit  der Amerika-Gedenkbibliothek Berlin), Dennis Kranz (Medienpädagoge der Stadtbibliothek Rostock), Nicole Krüger (ZBW – Leibniz Informationszentrum Wirtschaft), Andreas Langer (Medienpädagoge der Aktion Kinder- und Jugendschutz Schleswig-Holstein e.V.), Dagmar Schnittker (Leiterin der Stadtbücherei Ibbenbüren) und Dorle Voigt (Medienpädagogin der Stadtbücherei Frankenthal (Pfalz)) werden ihr wissen in die Fläche bringen und an lokale Multiplikatoren aus den Bereichen Bildung, Erziehung und Soziales weitergeben.

Es werden Module erarbeitet und Workshops bundesweit für alle Interessierten, Medienpädagogen, Bibliothekare, Famis und weitere Bibliotheksmitarbeiter veranstaltet.

Weitere Informationen sind auf der Webseite des dbv. Die zukünftigen Ergebnisse der Experten werden auf der Webseite Netzwerk Bibliothek veröffentlicht.

Quelle: Webseite des dbv – „Netzwerk Bibliothek Medienbildung“ (zuletzt aufgerufen am 22.11.2019), online verfügbar unter:  https://www.bibliotheksverband.de/dbv/projekte/netzwerk-bibliothek-medienbildung.html?fbclid=IwAR2DxOEXz7-W3Vs4Krgpu2dfYO14Pi3ia91vBmr49p-iqFBuhXGMfBzTkKo

Kommentare 0

Kinder-Medien-Studie: Lesen wird wieder beliebter

Die u.a. vom Spiegel- und Zeit-Verlag in Auftrag gegebene „Kinder-Medien-Studie 2019“ ist erschienen. Im Rahmen der Studie über das Medienverhalten von 4- bis 13-jährigen wurde unter anderem festgestellt, dass das Lesen im Vergleich zum Vorjahr in dieser Altersgruppe wieder beliebter geworden ist. Insgesamt hat sich das  Mediennutzungsverhalten der Altersgruppe im Vergleich zu vorherigen Erhebungen wenig verändert. Die Nutzung kostenloser Videodienste (wie z.B. Youtube) und Streaming-Plattformen steigt zwar langsam weiter an, aber 72 % der Kinder lesen weiterhin regelmäßig gedruckte Zeitschriften oder Bücher.

Quelle:
Buchreport- „Kinder-Medien-Studie 2019: Lesen wird beliebter“ (09.08.2019), online verfügbar unter: https://www.buchreport.de/news/kinder-medien-studie-2019-lesen-wird-beliebter/?fbclid=IwAR0Jhhtxl6plWBoEyFG88aKvxiIeYWE4BfEFsOvTlGU7gAEeGt2HMCmHq6E

Kommentare 0

Praxistipps für Nutzung der „Game Life!“ Materialien in Online-Konferenz erklärt

 

Das Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis, kurz JFF hat sich im Rahmen des  Projektes „Game Life! mit und über Games lernen“ eingehend mit dem Thema Gaming für Kinder und Jugendliche und die unterschiedlichen Sichtweisen von Eltern, Pädagogen und den Kindern selbst untersucht. Entstanden sind einige Materialien, z.B. Elternbroschüren zu verschiedenen Themen, wie Geschlechterrollen oder Gewalt in Games. (Wir berichteten bereits auf unserem Blog).

Am 18.Juni 2019 fand die Online-Konferenz Weiterbilden mit dem Titel „Level up! Digitale Spiele gemeinsam entdecken“ statt. Michael Gurt vom JFF stellt dort die „Game Life!“ Materialien vor. Die Spieleentwicklerin Johanna Janiszewski gibt Anregungen, wie Kinder in Workshops selbst Games entwickeln und gestalten können.

Den Mitschnitt der Online-Konferenz finden Sie hier.

Quelle: Gutes Aufwachsen mit Medien: „Online-Konferenz Weiterbilden: Level up! Digitale Spiele gemeinsam entdecken“ (zuletzt aufgerufen am 19.06.2019). Online verfügbar unter: https://www.gutes-aufwachsen-mit-medien.de/informieren/article.cfm/aus.2/key.3448

 

 

Kommentare 2

Bitkom veröffentlicht Kinder- und Jugendstudie

Der Digitalverband Bitkom hat eine neue Studie zum Thema Kinder und Jugendliche in der digitalen Welt veröffentlicht. In der repräsentativen Umfrage wurden 915 Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 18 Jahren befragt. Demnach spielen Smartphones und Tablets immer früher eine Rolle, bereits mit sechs Jahren benutzt jedes zweite Kind ein Smartphone. Vor fünf Jahren noch war es jedes vierte Kind. Mit zehn Jahren verwenden 75% Prozent der Kinder ein Smartphone. Die Geräte werden vielfältig genutzt: Streamingdienste für Musik und Videos, soziale Netzwerke aber auch Fotografieren und selbst Videos erstellen, Recherchen im Internet für die Freizeit und die Schule. 56% der Befragten gaben an, sie können sich ein Leben ohne Smartphone nicht vorstellen. In der Studie wurde aber nicht nur nach der Nutzung gefragt, sondern auch nach dem Verantwortungsbewusstsein. Die Ergebnisse der Studie sind sehr anschaulich in einer Präsentation aufbereitet.

Bitkom kommt zu dem Schluss, dass die Vermittlung von Medienkompetenz einen festen Platz in den Lehrplänen der Schulen bekommen sollte, um Kindern mehr Orientierung zu geben. Außerdem wurde eine Übersicht mit den wichtigsten Hinweisen für Eltern und weiterführenden Links erstellt.

Quelle: Bitcom Presseerklärung: „Mit 10 Jahren haben die meisten Kinder ein eigenes Smartphone“ (28.05.2019) online verfügbar unter: https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Mit-10-Jahren-haben-die-meisten-Kinder-ein-eigenes-Smartphone

Kommentare 0

KIM-Studie 2018 veröffentlicht

Seit 1999 wird vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest, in Zusammenarbeit mit dem Südwestrundfunk, in regelmäßigen Abständen die repräsentative Studie „Kindheit, Internet, Medien“ kurz KIM durchgeführt. Sie bildet das Mediennutzungsverhalten der Sechs- bis 13-Jährigen in Deutschland ab.

Die nun erschienene KIM-Studie 2018 zeigt einen Zuwachs bei den regelmäßigen Lesern von Büchern. 51% der Sechs- bis 13-Jährigen lesen mindestens einmal in der Woche in einem Buch. In der KIM-Studie 2016 waren es nur 48 Prozent. Besonders erfreulich: Dies liegt besonders an den Jungs. Während 2016 noch 39 Prozent angaben mindestens einmal in der Woche ein Buch zu lesen, sind es nun 43 Prozent. Bei den Mädchen blieb der Wert (58 Prozent 2018, 59 Prozent 2016) dagegen stabil.

Die Zahl der Nicht-Leser blieb mit 17 Prozent ebenfalls stabil.

Zwei Prozent der Kinder gaben an, in ihrer Freizeit jeden oder fast jeden Tag in die Bibliothek zu gehen, neun Prozent ein- oder mehrmals die Woche.

Interessant ist die digitale Entwicklung. Demnach besitzt jedes zweite Kind ein eigenes Smartphone. 98 Prozent der Kinder haben, zumindest theoretisch, zu Hause einen Internetzugang. 42 Prozent der Kinder nutzen jeden oder fast jeden Tag ihr Smartphone, 27 Prozent sind täglich oder fast täglich im Internet unterwegs.

Die Studie steht online zum Download zur Verfügung.

Quelle: Börsenblatt: „Jedes zweite Kind liest regelmäßig in der Freizeit“, 17.05.2019, online verfügbar unter: https://www.boersenblatt.net/2019-05-17-artikel-kim-studie_2018.1658369.html?nl=newsletter20190519&nla=artikel1658369&etcc_newsletter=1

Kommentare 0

Jugendschutz- und Medienkompetenzbericht der Medienanstalten 2019

Die auf Länderebene angesiedelten Medienanstalten haben einen neuen Jugendschutz- und Medienkompetenzbericht veröffentlicht. Dieser trägt den Titel „Der Ton wird härter. Hass, Mobbing und Extremismus“ und beschäftigt sich mit dem zunehmenden digitalen Hass und Extremismus. Für Akteure im Rahmen der Medienbildung wird insbesondere das Spannungsfeld zwischen Schutz der Jugendlichen im Rahmen der Mediennutzung einerseits und dem gleichzeitigem Recht auf freie Meinungsäußerung und Selbstentfaltung andererseits als Herausforderung benannt.

Der Bericht enthält Anregungen für eigene Projekte und Argumente für den gesellschaftlichen Diskurs und steht hier zum kostenfreien Download bereit:

Quelle:
Landesanstalt für Medien NRW- „‚Der Ton wird härter. Hass, Mobbing und Extremismus‘: Präsentation des Jugendschutz- und Medienkompetenzberichtes der Landesmedienanstalten“ (23.04.2019), online verfügbar unter:
https://www.medienanstalt-nrw.de/service/pressemitteilungen/pressemitteilungen-2019/2019/februar/der-ton-wird-haerter-hass-mobbing-und-extremismus.html