Kommentare 0

dbv-Studie „Junge Menschen in öffentlichen Bibliotheken“

Der dbv hat die Studie „Junge Menschen in öffentliche Bibliotheken“ veröffentlicht. Das vom Landesverband Baden-Württemberg im Deutschen Bibliotheksverband e. V. geförderte Forschungsprojekt „Jugendliche in Bibliotheken“ zielte darauf ab, die Hintergründe der Nutzung öffentlicher Bibliotheken der 14- bis 21-Jährigen genauer zu beleuchten.

Ausgewählt wurden die Modellstandorte Pforzheim, Freiburg, Mannheim und Reutlingen. Forschungsfeld waren jeweils die Stadtbibliotheken sowie in der Nähe befindliche
Jugendeinrichtungen. An diesen vier Modellstandorten wurden zwischen Herbst 2024
und Sommer 2025 Befragungen mit unterschiedlichen Personengruppen durchgeführt.

Für Angebote für Jugendliche und junge Erwachsene lassen sich aus der Studie einige klare Empfehlungen ableiten: Wichtig sind eigene, klar erkennbare Bereiche für diese Zielgruppe. Sie helfen nicht nur, Konflikte mit anderen Nutzenden zu vermeiden, sondern ermöglichen auch eine jugendgerechte Gestaltung und teilweise lockerere Regeln, etwa für Essen oder informelle Aufenthaltsbereiche.

Die Aufenthaltsqualität steigt vor allem durch Jugendzonen, flexible Möbel und Räume, in denen Gespräche und auch etwas Lautstärke erlaubt sind. Gleichzeitig sollte das Angebot stärker an jugendkulturellen Interessen ausgerichtet werden, etwa durch Mangas, Gaming, kreative Workshops und eine passende technische Ausstattung wie schnelles WLAN, zusätzliche PCs oder Medienwerkstätten.

Mehr Sichtbarkeit und bessere Zugänge entstehen durch Social Media, Kooperationen mit Schulen und der Offenen Jugendarbeit sowie durch flexible Öffnungszeiten. Gemeinsame Projekte mit Schulen und Jugendeinrichtungen können zusätzlich neue Zielgruppen erreichen und bestehende Hemmschwellen abbauen.

Link zur kompletten Studie: https://bw.bibliotheksverband.de/fileadmin/Website/Dateien/Downloads/Junge_Menschen_in_%C3%B6ffentlichen_Bibliotheken.pdf

Schreibe eine Antwort