Im Juni ist mit „W Social“ ein neues soziales Netzwerk gestartet, das sich bewusst als europäische Alternative zu Elon Musks „X“ positioniert. Im Mittelpunkt steht der Anspruch, ein Netzwerk nach europäischen Standards zu schaffen – mit starkem Fokus auf Datenschutz und dem Ausschluss von Bots.
Der Name „W“ steht dabei zunächst für „We“, also „Wir“. Gleichzeitig ist er im Logo doppelt codiert: Das W setzt sich aus zwei V zusammen, die für „Values“ (Werte) und „Verified“ (verifiziert) stehen. Zusammen bilden sie nicht nur ein „W“, sondern verweisen auch auf die klassischen W-Fragen: Wer, was, wann, wo und warum. Dass das W im Alphabet direkt vor dem X von „X“ liegt, sei laut Gründerin Zeiter ebenfalls bewusst gewählt.
Die Verifizierung erfolgt über den Chip im Ausweis. Dabei gilt ein zentrales Prinzip: Die Daten bleiben auf dem eigenen Gerät und werden nicht zentral gespeichert. Das Netzwerk prüft lediglich, ob es sich um einen echten Menschen handelt – ein Ansatz, der gezielt Bots verhindern soll. Gleichzeitig bleibt die Nutzung flexibel: Man kann auch anonym auftreten und statt Klarnamen einen Spitznamen verwenden. Gerade für Menschen in autoritären Staaten soll das eine Möglichkeit bieten, sich trotzdem frei äußern zu können. Schon vor dem Start gab es laut Angaben des Unternehmens Interesse aus über 180 Ländern.
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