Unsere Kollegin Karin Lachmann ist auf ihrer Reise durch den Norden Norwegens inzwischen in Tromsø angekommen. Die Stadt hat rund 74.000 Einwohner und eine besonders interessante Bibliothek.
Das Bibliotheksgebäude war ursprünglich ein Kino und wurde für die heutige Nutzung vollständig entkernt. Heute bietet die Bibliothek nicht nur viel Raum für ihre Besucher:innen, sondern auch einen tollen Blick über die Stadt.
Wie schon bei anderen Bibliotheken auf den Lofoten und in Nordnorwegen fällt auch in Tromsø die enge Verbindung verschiedener kultureller Einrichtungen auf. In dem mit der Bibliothek verbundenen Nebengebäude befinden sich ein Kino, ein Konzertsaal und das Rathaus. Bibliothek, Kultur und öffentliche Einrichtungen sind damit unter einem Dach beziehungsweise in unmittelbarer Nachbarschaft miteinander verbunden.
Eine Freizeitbibliothek der besonderen Art
Besonders beeindruckend ist die Größe der „Bibliothek der Dinge“, die hier als Freizeitbibliothek bezeichnet wird. Das Angebot geht weit über das hinaus, was man aus deutschen Bibliotheken kennt.
Ausgeliehen werden kann fast alles, was man für Freizeitaktivitäten in der nordischen Landschaft gebrauchen kann: Fahrräder, Skier, Zelte, Kocher und Schlafsäcke gehören ebenso zum Angebot wie zahlreiche Angelruten und weiteres Zubehör. Der Eindruck: ein halber Baumarkt in Bibliotheksregalen.
Besonders spannend ist die direkt angeschlossene Werkstatt. Hier werden die ausgeliehenen Gegenstände repariert, gereinigt und für den nächsten Einsatz vorbereitet.
Damit wird aus der klassischen Bibliothek der Dinge ein umfassendes Angebot rund um Freizeit, Bewegung und gemeinsames Nutzen: Statt Ausrüstung selbst zu kaufen, kann man sie ausleihen, ausprobieren und wieder zurückbringen.
Der Umfang des Angebots ist beeindruckend und zeigt, wie weit das Konzept einer Bibliothek als Ort des Teilens gedacht werden kann.





















