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ReUseMe: Taschen-Tausch-Station

Das Open-Source-Projekt ReUseMe richtet sich an Einrichtungen mit 3D-Druckern, zum Beispiel Bibliotheken. Ziel ist es, ein Netzwerk aufzubauen, das Abfall reduziert und gemeinschaftliche Nutzung fördert. Herzstück sind kleine Taschen-Tauschstationen, die sich per 3D-Druck herstellen lassen. Darüber können Einkaufstaschen geteilt statt immer wieder neu gekauft werden.

Die notwendigen Druckdateien sowie ein Handbuch stehen kostenlos zum Download bereit. Einrichtungen, die eine solche Station betreiben, können ihren Standort zudem in eine Online-Karte eintragen. Weitere Infos unter taschenstation.de.

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Mitschnitt des Online-Seminars „Jugendschutz in Bibliotheken“ online

In einem Online-Seminar der dbv-Rechtskommission am 26. März 2026 drehte sich alles um den Jugendschutz in Bibliotheken. Marc Liesching von der HTWK Leipzig, einer der profiliertesten Experten im Jugendschutzrecht, erläuterte die aktuellen rechtlichen Rahmenbedingungen anschaulich anhand von Beispielen wie Dark Romance und nationalsozialistischer Literatur. Die Aufzeichnung des Seminars ist inzwischen online auf der Website des dbv verfügbar: https://www.bibliotheksverband.de/jugendschutz-bibliotheken

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#DesignDienstag: Wie Kinderbibliotheken Räume zum Entdecken werden

Willkommen zu unserem #DesignDienstag. In dieser Reihe schaut unsere Innenarchitektin Anja Thimm genauer hin und nimmt Gestaltung in Bibliotheken ganz praktisch in den Blick. Diesmal geht es um Kinderbibliotheken. Gut gestaltet, sind es Erfahrungsräume, in denen Neugier, Selbstständigkeit und Lesefreude wachsen.

Kindgerechte Möblierung als Grundlage

Die Möblierung prägt, wie der Raum genutzt wird. Niedrige, robuste und kindgerechte Möbel sind dabei zentral. Unterschiedliche Sitzhöhen, weiche Elemente wie Kissen oder Podeste und kleine Rückzugsorte schaffen Vielfalt. Breite Sitzflächen oder Sofas ermöglichen gemeinsames Lesen von Kindern und Erwachsenen. Tische und Sitzgruppen laden zum Spielen ein.

Wichtig ist, dass Möbel nicht nur funktional sind, sondern zum Entdecken anregen. Gleichzeitig braucht es Flexibilität. Mobile Regale oder Büchertröge auf Rollen ermöglichen es, Flächen schnell umzunutzen – etwa für Gruppen oder Veranstaltungen direkt im Kinderbereich.

Erreichbarkeit und Präsentation von Medien

Kinder müssen Medien selbstständig erreichen können. Niedrige Regale (ca. 80–120 cm, je nach Altersgruppe) unterstützen das und verbessern gleichzeitig die Sichtachsen im Raum. Das erleichtert Orientierung und auch die Aufsicht.

Eine frontale Präsentation auf Augenhöhe erhöht die Aufmerksamkeit. Besonders Bilderbücher sollten in Trögen präsentiert werden, sodass Kinder sie selbst durchsehen können. Gerade bei jüngere Kindern erfolgt die Auswahl über das Cover, nicht über den Titel.

Lage im Gebäude

Die Position der Kinderbibliothek beeinflusst ihre Nutzung. Ein gut sichtbarer Bereich im Eingangs- oder Erdgeschoss wirkt einladend und senkt Hemmschwellen.

Gleichzeitig braucht es ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Zugänglichkeit und Sicherheit. Die Nähe zu Ausgängen oder Treppen kann für kleinere Kinder problematisch sein. Auch Nutzungskonflikte sollten bedacht werden: Ein ausreichender Abstand zu ruhigen Arbeitsbereichen ist sinnvoll.

Praktisch ist die Nähe zu Sanitärbereichen, idealerweise mit kindgerechter Ausstattung. Ergänzend können ruhige Rückzugsorte für Familien entstehen, etwa Sitzmöglichkeiten zum Stillen.

Akustik mitdenken

Geräusche gehören zum Kinderbereich dazu. Ohne akustische Maßnahmen kann es schnell unangenehm werden. Harte Oberflächen verstärken den Lärm und können schnell zu einer belastenden Geräuschkulisse führen.

Weiche Materialien dämpfen Geräusche. Sitzpodeste sollten zum Beispiel mit Teppichböden bezogen sein und möglichst nicht von innen hohl. Insgesamt helfen akustisch wirksame Materialien wie Teppiche, Vorhänge, Polstermöbel oder spezielle Wandpaneele den Schall zu dämpfen. Eine gute Geräuschkulisse trägt wesentlich zur Aufenthaltsqualität bei – für Kinder, Begleitpersonen und Mitarbeitende.

Gestaltung gibt Orientierung und Identität

Gestaltung gibt dem Raum Identität und unterstützt die Orientierung. Farben, grafische Elemente oder thematische Zonen können dabei helfen. Wichtig ist, dass diese Elemente klar eingesetzt werden und nicht überladen wirken.

Wiederkehrende Farbcodes können Medienbereiche oder Altersgruppen kennzeichnen. Entscheidend ist, dass Gestaltung und Orientierung zusammen gedacht werden – nicht als Dekoration, sondern als funktionaler Bestandteil des Raums.

Fazit: Funktion trifft Atmosphäre

Eine gut gestaltete Kinderbibliothek verbindet Funktionalität mit Atmosphäre. Sie ermöglicht eigenständige Nutzung, bietet Orientierung und lässt gleichzeitig Raum für Entdeckung. Wenn diese Aspekte zusammenspielen, entsteht ein Ort, der Kinder ernst nimmt und zum Verweilen einlädt.

Beispiele aus NRW

Zahlreiche Bibliotheken in Nordrhein-Westfalen zeigen, dass es viele gute Lösungen gibt. Hier ein paar Beispiele:

Duisburg

Im Stadtfenster in Duisburg besteht die Kinderbibliothek aus verschiedenen Häusern, die nach Altersklassen gestaffelt und dementsprechend gestaltet sind.

Düren

In Düren gibt es für Kinder viele verschiedene Spielelemente zu entdecken. Einige sind schon älter – andere hochmodern, wie die interaktive, digitale Spielfläche. Durch Vorhänge kann ein Veranstaltungsbereich abgetrennt werden und auch ein großer Tisch für kreative Angebote steht zur Verfügung.

Essen-Huttrop

In der Stadtteilbibliothek in Essen-Huttrop tauchen Kinder in ihre eigene Welt ein. Im Bilderbuchrondell können sie Medien in Ruhe lesen und entdecken. Speziell gestaltete Aufenthaltsbereiche bieten auch älteren Kindern Rückzugsmöglichkeiten.

Gütersloh

In der Liz-Mohn-Kinderbibliothek in Gütersloh können die Kinder im Bilderbuchpool in Geschichten aus den um den Pool herum präsentierten Bilderbüchern abtauchen, oder sich im Außenbereich in verschiedenen Sitzmöglichkeiten zurückziehen. Das Thema Natur und Baum ist in der Gestaltung raumprägend, sodass die offene Galerie im Obergeschoss aus mehreren Waben besteht, die Vogelnestern ähneln.

Hürth

In der Stadtbücherei Hürth liegen die meisten Aufenthaltsbereiche entlang der Außenwände. Ein Bauwagen zum Lesen und Spielen bildet als zentrales Element die Ausnahme. Die Bilderbuchtröge im Raum sind mobil und lassen sich für Veranstaltungen flexibel verschieben.

Kamp-Lintfort

In der Mediathek Kamp-Lintfort können die Kinder ein richtiges Klettergerüst erklimmen und dessen Netz zum Chillen oder Lesen nutzen. In den niedrig gehaltenen Regalen wird mit Schrägböden auf Augenhöhe der Kinder auf viel Frontalpräsentation geachtet. Auch in Bilderbuchtrögen, sie teilweise in Sitzmöbel integriert wurden, können sie Kinder nach spannenden Buchcovern stöbern.

Mönchengladbach

In der Stadtbibliothek Mönchengladbach gibt es im Kinderbereich viel Platz für Bewegung: Auf einer Fläche mit Turnmatten und an einer Kletterwand können sich Kinder aktiv austoben.

Velbert

Die Kinderbibliothek der Stadtbücherei Velbert ist nicht nur kindgerecht gestaltet, sie erzählt auch eine Geschichte: die der beiden Bibliotheksmaskottchen Polli und Olli. Der Raum greift dieses Motiv konsequent auf. Neben der von einer Grafikerin gestalteten Wandgestaltung findet sich ein von der Decke hängender „fliegender Koffer“, in dem Polli und Olli sitzen, sowie ein Vier-Jahreszeiten-Baum.

Für ältere Kinder schließt sich mit dem „Drachenwald“ ein eigener Bereich an. Dort ist unter anderem eine große, organisch geformte Sitzlandschaft in ein Podest integriert, die zum Verweilen und Zurückziehen einlädt.

Autorin

Anja Thimm studierte Innenarchitektur an der Hochschule Trier. Nach ihrem Abschluss und einem Ausflug in die Welt der Büroplanung gehört sie seit 2016 zum Team der Fachstelle für Öffentliche Bibliotheken NRW und berät Bibliotheken zu den Themen Bau und Einrichtung. Ebenfalls seit 2016 ist sie Mitglied der Facharbeitsgruppe Bau und Einrichtung der Fachstellenkonferenz der Bibliotheksfachstellen in Deutschland.

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Bibliotheken aus dem Rhein-Sieg-Kreis vernetzen sich

Im neuen Netzwerk für Bildung und Kultur haben sich 14 öffentliche und wissenschaftliche Bibliotheken aus dem Rhein-Sieg-Kreis zusammengeschlossen. Ziel ist es, eine Brücke über alle Lebensphasen hinweg – vom ersten Lesen bis zur Forschung – zu schaffen.

Die beteiligten Bibliotheken sind bereits seit einiger Zeit miteinander vernetzt und haben dabei viele Gemeinsamkeiten festgestellt. Gleichzeitig bringt jede Einrichtung ihr eigenes Profil und ihre jeweiligen Schwerpunkte ein. Künftig sollen die Angebote stärker aufeinander abgestimmt, Kooperationen bei Schulungen und Veranstaltungen ausgebaut, der bibliothekarische Nachwuchs durch regionale Ausbildungsinitiativen gefördert und ein gemeinsamer Kulturkalender entwickelt werden.

Bei einem ersten Treffen an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg kamen die Bibliotheksleitungen ins Gespräch. Die teilnehmenden Einrichtungen präsentierten sich an kleinen Infoständen mit Flyern, Fotos und Materialien und gaben Einblicke in ihre Angebote. Dazu gehörten unter anderem Großdruckbücher für ältere Menschen in Bad Honnef, Robotik-Workshops in Rheinbach, Rollenspielveranstaltungen in Sankt Augustin sowie ein Sprachcafé für Deutschlernende in Eitorf.

Mehr Informationen auf dieser Website https://www.rundschau-online.de/region/rhein-sieg/bibliotheken-aus-rhein-sieg-vernetzen-sich-fuer-kultur-und-bildung-1266874

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Neue ProLibris im frischen Design

Die neue Ausgabe ist da – und kommt im frischen Design daher. Aber auch inhaltlich gibt es Neues zu entdecken. Ab sofort fgibt es in jedem Heft eine Infografik mit spannenden Fakten zum Schwerpunktthema. Neu ist auch der „Hausbesuch“, bei dem wir Bibliotheken aus ganz NRW kurz vorstellen.

Im Fokus dieser Ausgabe steht das Thema „Führung“. Dafür haben wir u. a. mit Anna Jörissen und Anna Reehuis gesprochen, die die Stadtbibliothek Ahaus gemeinsam leiten. Außerdem geben Claudia Jostwerner (Senne Bücherei Hövelhof) und Jochen Johannsen (RWTH Aachen Universitätsbibliothek) Einblicke in ihren Arbeitsalltag. Und: Wir schauen uns verschiedene Führungsansätze genauer an – von agil (mit Sven Strobel, TIB Hannover) bis partizipativ (mit Anja Flicker, Stadtbibliothek Köln).

Schreiben Sie uns gerne, wie Ihnen das Heft gefällt: prolibris@bibliotheken-nrw.de

Zur aktuellen Ausgabe https://www.bibliotheken-nrw.de/…/pro_libris_web_01…

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Noch Plätze frei: Veranstaltungen in Öffentlichen Bibliotheken barrierefrei gestalten / 05.05.26

Jetzt anmelden. Für unsere Fortbildung „Veranstaltungen in Öffentlichen Bibliotheken barrierefrei gestalten“ am 05. Mai von 10 bis 17 Uhr in der Zentralbibliothek Düsseldorf sind noch Plätze frei.

Folgende Themen stehen im Mittelpunkt:
» Probleme und Strategien der Inklusion und Zugänglichkeit
» Physische Barrierefreiheit
» Sprachlich-kommunikative Barrierefreiheit
» Technische Barrierefreiheit
» Barrierefreiheit der Webangebote
» Gemeinschaftliche Planung von inklusiven, barrierefreien Veranstaltungen
» Inklusive Öffentlichkeitsarbeit

Am Ende des Seminars
» kennen Sie Möglichkeiten, wie Sie Ihre Veranstaltungen barrierefrei gestalten können,
» können Sie die Herausforderungen der Inklusion für verschiedene Kund*innengruppen erläutern,
» können Sie Strategien entwickeln, wie sich diese Probleme alltagstauglich lösen lassen.

Mehr Informationen und Anmeldung auf der Website des ZBIW der TH Köln: https://www.th-koeln.de/weiterbildung/veranstaltungen-in-oeffentlichen-bibliotheken-barrierefrei-gestalten_129797.php

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Jede fünfte Bibliothek in BW muss Öffnungszeiten kürzen

Nach der Corona-Pandemie haben sich öffentliche Bibliotheken wieder deutlich als Aufenthaltsorte für junge Menschen etabliert. Darauf weist eine aktuelle Studie des Deutscher Bibliotheksverband für Baden-Württemberg hin. Gleichzeitig stehen viele Einrichtungen unter starkem Druck: Rund 80 Prozent sind von teils erheblichen kommunalen Sparmaßnahmen betroffen. Etwa jede zweite Bibliothek muss Stellen abbauen oder kann offene Positionen nicht nachbesetzen. Das hat spürbare Folgen – geringere Medienetats, weniger Veranstaltungen und vor allem eingeschränkte Öffnungszeiten, wie sie etwa auch in der Stadtbibliothek Stuttgart zu beobachten sind.

Mehr Informationen auf dieser Website https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/bibliothek-kuerzungen-lernen-100.html

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Fortbildungsprogramm 2. Halbjahr 2026. Jetzt anmelden und weiterbilden!

Das neue Fortbildungsprogramm für das zweite Halbjahr 2026, das wir in Kooperation mit dem ZBIW der TH Köln anbieten, ist erschienen. Es stehen 15 verschiedene Themen auf der Agenda.

Freuen Sie sich auf neue Impulse zu Demokratieförderung, Leseförderung und Medienkompetenz, zu inklusiven und queerfreundlichen Angeboten, zur nutzer*innenorientierten Gestaltung von Räumen, Kooperationen und Bestandsentwicklung sowie zu Gaming und spielerischen Lernformaten.

Das Fortbildungsprogramm für Öffentliche Bibliotheken NRW ist Teil der Landesförderung des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft NRW und ist für die Beschäftigten aus Öffentlichen Bibliotheken in NRW kostenfrei.

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Vielfalt in (Vor-)Leseaktionen – Selbstlernkurs auf „Campus Stiftung Lesen“

Ein digitaler Selbstlernkurs auf dem Webportal „Campus Stiftung Lesen“ vermittelt Grundlagen für eine diversitätsbewusste Gestaltung von (Vor-)Leseaktionen.

Das Angebot richtet sich vor allem an freiwillig Engagierte, ist aber auch für hauptamtliche Kräfte im Bildungs- und Vermittlungsbereich interessant. Neben Hintergrundwissen liefert der Kurs praktische Anregungen, etwa zur diversitätssensiblen Auswahl von (Vor-)Lesetexten: https://campus.stiftunglesen.de/blocks/occoursemetaselect/detailpage.php?id=24

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Nachhaltigkeit zum Anfassen: Die Klimawaage 2.0 für die Bibliothek

Die Klimawaage zeigt spielerisch, wie Alltagsentscheidungen das Klima beeinflussen – ideal für Thementische, Ausstellungen, Aktionstage zu den SDGs, Ferienprogrammen oder kurze Gesprächsimpulse am Informationspunkt. Damit stärkt sie die Rolle von Bibliotheken als Orte der Nachhaltigkeitsbildung und gesellschaftlichen Teilhabe. Besucher*innen können Dosen vergleichen, Gewichte schätzen und so ins Gespräch über Konsum, Klimaschutz und globale Gerechtigkeit kommen. Bibliotheken können das Tool nutzen, um:

  • Nachhaltigkeit und SDGs spielerisch und alltagsnah zu vermitteln
  • ihre Funktion als „Grüne Bibliothek“ bzw. Bildungspartnerin der Agenda 2030 zu stärk en
  • unterschiedliche Zielgruppen aktiv einzubeziehen (Vorwissen ist nicht notwendig)
  • lokale Partner wie Klimaschutzmanagement, Repair‑Cafés, Schulen oder VHS durch Verleih zu unterstützen

Das Angebot ist kostenfrei, werbefrei und ressourcenschonend einsetzbar – auch mit begrenzten Personal‑ und Zeitkapazitäten.

Aktualisierte Daten, mehr Handlungen

Für die Version 2.0 wurden alle Berechnungen und Quellen durch Wissenschaftler*innen des Umweltbundesamtes (UBA) und des Öko-Instituts im Rahmen eines Forschungsvorhabens überprüft und aktualisiert. Die Auswahl wurde auf 49 Handlungen erweitert – darunter viele neue Vorschläge von Nutzer*innen wie beispielsweise die Nutzung von KI-Tools, Reparatur vs. Neukauf, Einbau einer Wärmepumpe oder die Reduzierung von Lebensmittelabfällen. Neu ist ein empfohlenes 30‑Handlungen‑Basis‑Set, das Bibliotheken je nach Zielgruppe (Kinder, Jugendliche, Erwachsene) und Anlass (Ferienprogramm, Veranstaltungsreihe, Thementisch) flexibel erweitern können.

Neue Kategorie: Der Handabdruck

Neben der Reduktion des eigenen CO₂-Fußabdrucks rückt die Klimawaage 2.0 stärker die gesellschaftliche Wirkung des Handelns in den Mittelpunkt. Die neue Kategorie „Handabdruck“ umfasst Aktivitäten, die gemeinschaftliches Engagement fördern – etwa das Initiieren einer Tausch- oder Reparaturaktion in der Bibliothek, das Mitwirken an einer lokalen Naturschutzinitiative oder andere Menschen für Klimaschutzmaßnahmen zu begeistern.

Neue Materialien und Kommunikationshilfen

Überarbeitete Materialien erleichtern den Einsatz im Bibliotheksalltag:

  • Handreichung mit Gesprächsimpulsen, Checklisten und Moderationshinweisen
  • Vorlagen für Poster & Roll-Ups als offene Dateien für die Verwendung mit eigenem CD-CI
  • Unterrichtseinheit nach BNE‑Standards für Kooperationen mit Schulen und Nutzung einzelner Elemente für ei gene Workshops
  • Praktische Hilfen wie druckfertiges Dokument zur Anleitung bei Nicht-Betreuung

Weitere Materialien – darunter eine Take-Home-Postkarte, Flipchart-Vorlage und Spezial-Versionen für weitere Zielgruppen – sind für zukünftige Versionen der Klimawaage bereits in Planung.

Das Klimawaage‑Kartenspiel 2.0 bietet zusätzliche Handlungen, neue Spielvarianten und neun Impulskarten für Gruppen‑ und Workshopformate. Die englische Version eignet sich für Sprachlernangebote, internationale Begegnungen oder interkulturelle Arbeit. Das Kartenspiel eignet sich ebenfalls hervorragend zum Verleih an Bürger*innen, Lehrpersonen sowie durch zwei spaßige Spiele-Varianten auch für den Einsatz bei Spielenachmittagen.

Ausleihen, aktualisieren oder selbst bauen

Dank des einfachen Aufbaus lässt sie sich die Klimawaage mit geringem Zeit‑ und Kostenaufwand selbst herstellen (ca. 70 € Material, etwa 2 Stunden). Bestehende Klimawaagen lassen sich leicht aktualisieren: Neue Etiketten, Bastelhinweise und Anpassung der Gewichte stehen online bereit. Bibliotheken, die selbst Verleihstation werden möchten, erhalten auf Wunsch Materialien und Unterstützung.

Bei Fragen oder Interesse können Sie das Kompetenzzentrum Nachhaltiger Konsum unter mail@nachhaltigerkonsum.info kontaktieren.

Quelle: https://bibcourse.eu/t/nachhaltigkeit-zum-anfassen-die-klimawaage-2-0-fuer-ihre-bibliothek/1763