Alle Artikel in der Kategorie “Hinweise, Tipps, Informationen

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Fachausdrücke in Englisch

Katrin Sauermann hat einen Bibliothekssprachführer Englisch auf dem Bibliotheksportal zum Download bereitgestellt. Zu finden sind Redewendungen und Fachausdrücke, die im Bibliotheksalltag für Gespräche mit englischsprachigen Kunden nützlich sind:
www.bibliotheksportal.de/fileadmin/user_upload/content/themen/kunden/interkulturell/dateien/Bibliothekssprachfuehrer_deutsch-englisch.pdf

Fachbegriffe aus dem Bibliotheksalltag, zusammengestellt von der Hochschule für angewandte Wissenschaften München, sind zu finden unter:
http://www.lbz-rlp.de/index.php?id=1485&rid=t_2048&mid=190&aC=b0f9f4ba&jumpurl=-2

via LBZ-Newsletter Nr. 72 – November/Dezember 2014

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Deutsche Bibliotheksstatistik: DBS – Fragebögen 2014

Damit Sie sich auf die Datenerhebung zur Deutschen Bibliotheksstatistik (DBS) vorbereiten können, stehen die Fragebögen samt Erläuterungen bereits jetzt auf der Website des hbz bereit. Abgabetermin ist der 15. Februar 2015. Für Rückfragen stehen die Dezernate 48 Öffentliche Bibliotheken bei den Bezirksregierungen gerne zur Verfügung.
http://www.hbz-nrw.de/dokumentencenter/produkte/dbs/aktuell/frageboegen/

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Besuchsbericht von der NextLevelConference 2014

Für uns als Fachstelle und auch für viele Bibliotheken ist es ja schon lange klar. Gaming, bzw. digitale Spiele haben eine enorme Relevanz sowohl für die Gesellschaft, als auch daraus resultierend für die Arbeit von öffentlichen Bibliotheken. Allerdings haben auch andere Akteure aus der Kunst und Kultur- aber auch aus der Bildungsszene, Games bereits als neues Handlungsfeld entdeckt. So werden heute z.B. über das Sandbox-Game Minecraft Unterrichtsinhalte spielend vermittelt.

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Gaming Ausstellung auf der NextLevelConference

Die Next-Level-Conference in Dortmund, die ich am Freitag besuchen durfte, stand ganz im Zeichen dieser Entwicklungen. Neben den zahlreichen Panels und Vorträgen, sorgte eine Ausstellung des Hartware Medien Kunst Vereins mit verschiedenen Spieleangeboten auf den Gängen und Fluren des Dortmunder U für angenehme Zerstreuung zwischen den Veranstaltungen. Bei meiner ersten „Orientierungstour“ strandete ich somit auch gleich bei einem Flugsimulator älteren Semesters wo nach einigen Minuten des Experimentierens mit dem Joystick, auch gleich die erste Erkenntnis des Tages auf mich wartete. An mir ist kein Pilot verloren gegangen. Eine zweite Erkenntnis sollte später noch folgen.

Weiter ging der Vormittag mit einigen Spannenden Vorträgen. Meiner Meinung nach ist hier besonders die Veranstaltung der Organisation „Games for Change“  zum Thema „Wie Games die Gesellschaft verändern“ hervorzuheben. Mithilfe der Virtual-Reality Brille Occulus Rift und dem zugehörigen Spiel Outcasted wurde dabei exemplarisch demonstriert, wie Games auch ernsthafte Themen, wie hier z.B. die Situation von Obdachlosen Menschen, erlebbar machen und somit ein Bewusstsein für gesellschaftliche Problematiken schaffen können. So können Spiele relevante Informationsmedien darstellen, die auch für die Arbeit von Bibliotheken interessant sein dürften.

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Ankunft im Dortmunder U

Doch unsere Aufgabe war an diesem Tag nicht nur, möglichst viele Anregungen und Ideen von der Veranstaltung in die Bibliotheken zu tragen. Wir hatten natürlich auch selbst etwas anzubieten. Am Nachmittag folgte unser eigenes Panel „Warum Games in Bibliotheken gehören“, bei dem ich gemeinsam mit Cordula Nötzelmann (Stadtbibliothek Köln) das Thema umreißen konnte. Mein Part bestand daraus, darzustellen, was Öffentliche Bibliothek heute eigentlich bedeutet und warum digitale Spiele für ihre Arbeit wichtig sind. Kollegin aus Köln das Projekt „Games4Kalk“ in der Stadtteilbibliothek in Kalk vorgestellt um noch einmal einen ganz praktischen Einblick in das Thema zu geben und sich im Anschluss mit mir gemeinsam den Fragen der Teilnehmer zu stellen.

Mit der zweiten Erkenntnis des Tages möchte ich auch gleich zu meinem Fazit zu der Veranstaltung kommen. Gaming ist ein wichtiges Thema für Kunst, Kultur und Bildungseinrichtungen. Leider werden Bibliotheken und ihre Angebote mit diesem Thema noch viel zu selten in Verbindung gebracht.

Dies zeigt sich auf der einen Seite an den Fragen, der Teilnehmer, als auch anhand der reinen Teilnehmerzahl. Unser Panel war diesmal leider eher mäßig besucht. Hier wird deutlich, dass Bibliotheken noch einige Schritte unternehmen müssen um beim Thema Gaming auch als Kooperationspartner für andere Einrichtungen als Relevant angesehen zu werden. Das könnte schon damit beginnen, dass man auf Veranstaltungen, wie der Next-Level-Conference deutlich mehr Präsenz zeigen sollte und reicht soweit, dass man sich noch stärker als schon bisher untereinander, als auch mit anderen Akteuren in dem Bereich vernetzen muss. Ein Umstand, auf den hinzuweisen ich auch nicht müde werde.

Dennoch würde ich die Veranstaltung und auch unseren Vortrag als Erfolg werten. Trotz geringer Zahl, waren die Teilnehmer sehr interessiert und die Fragen sowie Diskussionsbeiträge anregend und wertvoll. Sehr gefreut habe ich mich auch über die Teilnahme der Kolleginnen aus den Bibliotheken in Aachen, Bad Salzuflen und Hilden (Ich hoffe ich habe hier niemanden vergessen)

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Mein herzlichster Dank gilt natürlich auch all jenen Bibliotheken, die mich für meinen eher theoretischen Beitrag mit Bildern und Konzepten aus der Praxis versorgt haben. Einen großen Dank auch an Cordula Nötzelmann, die uns an dem Tag mit der Praxissicht deutlich weitergeholfen hat und zeigt, dass es geht!

 

In diesem Sinne freue ich mich schon auf die NextLevelConference 2015, wünsche allen eine schöne Adventszeit und mögen viele Games unter euren Weihnachtsbäumen liegen !

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BIX 2015 – Datenerhebung ab 2. Januar möglich

Die BIX-Redaktion hat das BIX-Erhebungshandbuch 2015 (Berichtsjahr 2014) auf ihrer Website zum Download bereit gestellt:
http://www.bix-bibliotheksindex.de/projektinfos/erhebungshandbuch.html
Die Erhebungsunterlagen enthalten eine Übersicht über alle BIX-Basisdaten und Indikatoren sowie alle für die BIX-Basisdaten relevanten Definitionen.

Ab dem 2. Januar 2015 können die BIX-Daten online über das DBS-Erfassungsmodul des Hochschulbibliothekszentrums hbz eingegeben werden. Der Zugang erfolgt über die DBS-Zugangsdaten (DBS-ID und Passwort): http://www.bibliotheksstatistik.de/eingabe/. Fragen zur Datenerhebung beantwortet die DBS-Redaktion (E-Mail: dbs(at)hbz-nrw.de).

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Dänemark: E-Books der größten Verlage auf Leihplattform der DDB

Die Dänische Digitale Bibliothek hat einen wichtigen Meilenstein beim Ausbau des eLending-Angebotes der Bibliotheken erreicht. Ab 2015 werden die bisher auf der kommerziellen Plattform EBIB angebotenen Titel großer Verlage in Zukunft über die von den dänischen ÖB unter der Führung der Kommunalbibliothek Aarhus entwickelten Internetressource eReolen („E-Regal“) zur Verfügung stehen. EBIB wird die entsprechenden bibliotheksähnlichen Dienstleistungen beenden.
Weitere Informationen auf dem Bibliotheksportal.

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„Aus den Trümmern unserer Verzweiflung bauen wir unseren Charakter“

Das Coachingprogramm „Kreative Content-Strategien“ war das vierte Programm, welches wir im Rahmen der Initiative „Lernort Bibliothek NRW“ aufgelegt haben. 17 Bibliotheken trafen sich in fünf Gruppen viermal in diesem Jahr, um Strategien für ihre Social Media-Auftritte zu entwickeln. Die Stadtbücherei Münster hat ihre Erfahrungen zum Abschluss des Coaching-Programms in diesem Blog-Beitrag zusammengefasst. Die Erfahrungen, die die Stadtbücherei Münster gemacht hat, sind in der einen oder anderen Weise auch auf die anderen Bibliotheken übertragbar. Wer mehr über die Entwicklung in den anderen Bibliotheken erfahren möchte, kann das noch einmal in den Blogbeiträgen, die zur Halbzeit veröffentlicht wurden, nachlesen.

 Erfahrungsbericht der Stadtbücherei Münster zum Workshop „Kreative Content Strategien – Tag 4“ mit Wibke Ladwig

Resümee:

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Genauer betrachtet sind wir nicht verzweifelt. Nicht mehr! Dank der Seminartage hat sich vieles in der Web 2.0 – Arbeit positiv entwickelt.

Doch – wie im Seminar – beginnen wir zunächst mit den Dingen, bei denen es immer noch hakt: nach wie vor beteiligen sich nur wenige im Haus mit Ideen oder Rückmeldungen. Die Akzeptanz im Kollegenkreis ist so lala.
Monitoring und Vernetzung mit der digitalen Nachbarschaft tendieren momentan eher gegen null.
Das Storytelling, also unsere „Hausarbeit“ erschien uns schwierig, schwerfällig, nicht gelungen. Die Rückmeldung von den Kollegen aus der Gruppe war allerdings völlig anders und durchweg positiv! Wie schön, sein Tun gespiegelt zu bekommen, und zwar nicht nur durch Klickzahlen, sondern durch Gespräche mit Kolleginnen und Kollegen, die im gleichen Boot sitzen! Das ist überhaupt ein Aspekt, den man nicht hoch genug bewerten kann: Es entsteht ein Netzwerk, eine Facebook-Gruppe, man kann Fragen stellen und bekommt Antworten.

Und schon sind wir bei den positiven Entwicklungen: Der Schauplatz „Bibliothek“ ist viel stärker in unser Bewusstsein gerückt. Wir gehen mit offenen Augen durchs Haus, entwickeln ein Gespür für Themen. Leichtfüßig und unangestrengt, mit viel mehr Selbstbewusstsein gehen wir bei der Themenfindung vor. Und steigende Followerzahlen geben uns recht: Wir sind auf einem guten Weg.

Tipps:
Tipps von Frau Ladwig, die auch unsere negativen Erfahrungen wieder relativieren:

  • Besser Sog erzeugen, als Druck. Gut wäre es, ein Kernteam zu haben, das die Kollegen ansteckt. Das ganze Haus lässt sich schwer verpflichten.
  • Monitoring kann auch erschlagend sein. Also lieber regelmäßig auswerten, nicht zu groß aufziehen. Ergebnisse, Entwicklungen im Haus kommunizieren, dokumentieren.
  • Offline und Online sollten wir besser verzahnen, Kanäle verknüpfen.
  • Gut sind sogenannte „Störer“, z. B. zu lange oder ganz kurze Beiträge (da rechnet keiner mit), Ungewöhnliches posten. Bestseller kann man nicht planen! Wie beruhigend!

Turnübung für Fortgeschrittene:

Zum Abschluss des letzten Seminartages entwickelten wir eine Idee, eine Geschichte für jeweils eine der anderen Bibliotheken. Das hatte den Vorteil, man beschäftigte sich weniger mit der Frage: Was ist machbar? Was kann man umsetzen?

Die Überfrau - Skulptur vor der Zentralbibliothek Münster

Die Überfrau – Skulptur vor der Zentralbibliothek Münster

Auch wir haben eine Idee geschenkt bekommen: „Nachts in der Bücherei“ – eine Grusel-Geschichte! Jemand wird versehentlich eingeschlossen in den nächtlich dunklen Räumen der Bücherei. Er fühlt sich verfolgt, Geräusche irritieren: Das Knarzen der Treppen, der Aufzug schließt und öffnet sich, aus dem Klavierraum erklingt Musik, die PCs werfen bläuliche Schatten … Ist es der Geist der Überfrau mit ihren 51 Figürchen …? Wir wissen es noch nicht – aber wir machen was daraus! Versprochen!

Stadtbücherei Münster

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Content-Strategie-Gruppe 5: Münster, Gütersloh, Hamm, Dortmund

Zum Abschluss des Coaching-Programms präsentieren die Bibliotheken ihre Ergebenisse bei der Identitätssuche in jeweils drei Bildern:
„Wenn wir ein Buch wären, wären wir….“
„Wenn wir ein Gegenständ wären, wären wir….“
„Wenn wir ein Wort wären, wären wir….“
Unter dem Hashtag „‚Leselawine“ findet Ihr in den kommenden zwei Wochen weitere Beiträge auf den Social-Media-Seiten der beteiligten Bibliotheken oder einfach auf unserer Facebook-Seite.
Weitere Informationen zum diesjährigen Coachingprogramm:

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Informationskompetenzschulungen in Öffentlichen Bibliotheken – Kursmaterialien online

Am 7. Juli berichteten wir über die Kooperation von vbnw, Landesanstalt für Medien und der Deutschen UNESCO-Kommission e. V. zum Thema Informationskompetenz-schulungen in Öffentlichen Bibliotheken. Nach der einjährigen Vorbereitungszeit steht jetzt die Handreichung „Suchen, finden, weitergeben – Workshop zur Informationskompetenz im Netz“ zur Verfügung. Das Materialpaket unterstützt (Weiter-)Bildungsinstitutionen dabei, die Qualifikation von Internetnutzern als gesellschaftliche Bildungsaufgabe offensiv in die Hand zu nehmen.

Cover_Info-Kompetenz_770pxDie Handreichung zur Durchführung von Kursen ist ein Workshopkonzept, das basierend auf der bereits erschienenen Publikation „Der Info-Kompass“ für Öffentliche Bibliotheken entwickelt wurde. Die Materialien ermöglichen es, ihre jeweiligen Zielgruppen zum Thema „Informationskompetenz im Netz“ zu qualifizieren und Wissen in die Fläche zu tragen. Das modular ausgearbeitete Paket inklusive digitaler Zusatzmaterialien erlaubt es Dozentinnen und Dozenten solche Kurse mit möglichst wenig Aufwand erfolgreich durchzuführen.

Im Rahmen der Kooperation von LfM und vbnw dienen die Workshop-Materialen als Auftakt für eine langfristige Zusammenarbeit. Ziel ist es, die Bibliotheken in Nordrhein-Westfalen als zentrale Ansprechpartner für Informations- und Medienkompetenz vor Ort zu unterstützen. Zur Vermittlung von „Informationskompetenz“ durch Bibliotheken ist für das Frühjahr 2015 eine landesweite Veranstaltung in Dortmund geplant (nach derzeitigem Stand 20.04.2015). Die Dezernate 48.08 der Bezirksregierungen in NRW werden vbnw und LfM 2015 bei der Verbreitung des Materials unterstützen.

Das Print-Exemplar des Hauptwerkes kann im Bestellsystem der LfM bestellt werden:
http://lfmpublikationen.lfm-nrw.de/index.php?view=product_detail&product_id=388
Das Gesamtpaket zum Download mit allen Materialien finden Sie im Medienkompetenzportal NRW:
http://www.medienkompetenzportal-nrw.de/themen/informationskompetenz

Weitere Links
www.lfm-nrw.de
www.unesco.de
www.vbnw.de

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Content-Strategie für Öffentliche Bibliotheken – Wiederholung erwünscht?

Bereits am 17. September haben wir unser diesjähriges Coachingprogramm im Rahmen der Initiative „Lernort Bibliothek NRW“ vorgestellt. Einblicke in das Geschehen der vergangenen Monate haben die beteiligten Bibliotheken in Gastbeiträgen gegeben. Im November fand die vierte und letzte Workshop-Runde statt. Natürlich stellen wir uns nun die Frage: Hat es sich gelohnt? Sollen wir so etwas noch einmal anbieten?

Um es gleich vorweg zu nehmen: Aus unserer Sicht hat es sich gelohnt. Und die Rückmeldungen der Bibliotheken bestätigen diese Einschätzung. Aber natürlich würden wir heute doch etwas anders machen, als wir es geplant hatten. Aber hinterher ist man immer schlauer…. Doch der Reihe nach:

Social Media ist Chefsache!
In den vergangenen fünf Jahren konnten wir viele Erfahrungen mit Social Media-Aktivitäten in Bibliotheken sammeln. Bei einem sind wir uns sicher: Social Media ist und bleibt Chefsache! Deshalb haben wir auch zu Beginn des diesjährigen Programms darauf bestanden, dass die Bibliotheksleitung mit an den Workshops teilnimmt. Die Zweifel, die sich bei der einen oder anderen Bibliothek gemeldet hatten, verflüchtigten sich schnell. Denn wer Content-Strategien für Facebook, Blog und Twitter entwickeln möchte, kann dies nicht ohne sich Gedanken über die Gesamtstrategie der Bibliothek zu machen.

Erfolgreiche Social Media Auftritte sind authentisch.
Sie spiegeln das Bild der realen Bibliothek in der digitalen Welt wider. So haben sich die Bibliotheken intensiv mit dem Bild ihrer Bibliothek beschäftigt, das Ihre Kunden von der Bibliothek haben oder auch erhalten sollen. Sie haben Wort-Welten entwickelt, die ihnen auf der Suche nach Social-Media-Inhalten helfen können. Die Begriffssammlungen erleichtern es, Inhalte zu identifizieren und ihre Facebook- und Blogbeiträge zu formulieren. Je intensiver man sich mit dieser Wort-Welt beschäftigt hat, umso deutlicher wurde, dass man bisher eigentlich nur selten eine Geschichte erzählt hat. Welche Geschichte erzählt man überhaupt? Die der Zentralbibliothek oder auch die der Zweigstellen? Kommt die Kinderbibliothek darin vor? Wird über die Angebote für Senioren oder Migranten berichtet? Stehen die Menschen, nicht die Medien im Vordergrund? Kommen Kooperationspartner vor? Und spürt man den „Geist der Bibliotheksräume“ in den Blogbeiträgen? Veranstaltungshinweise und Romanvorstellungen machen keine Geschichte aus!

Social-Media-Teams in den Bibliotheken
An dieser Stelle kam erneut die Frage auf, wer hält die Social-Media-Auftritte eigentlich „am Laufen“? Vor fünf Jahren sind wir mit Team-Schulungen gestartet. Im diesjährigen Coaching-Programm haben wir die Bibliotheken in Gruppen zusammengefasst, wobei jede Bibliothek mit zwei bis drei Personen vertreten war. Wir haben erneut festgestellt, dass der Transfer der Workshop-Inhalte in die Teams keine leichte Aufgabe ist. Zum Teil haben bzw. planen die Bibliotheken ergänzende Teamschulungen zum Coaching-Programm, um die Überlegungen und Strategien besser im Team zu verankern. Diese Aufgabe kann das Land NRW nicht übernehmen. Hier ist die Bibliotheksleitung gefragt.

In fast allen Bibliotheken stellte sich heraus, dass nur wenige Personen tatsächlich die Social-Media-Auftritte täglich betreuen. Das Fazit in vielen Bibliotheken: auf Dauer kann man MitarbeiterInnen, die kein Interesse an Social Media haben, nicht zwingen, mitzuarbeiten. Dies führt zu keinen guten Ergebnissen. Doch wenn man diese Personen außen vor lässt, entgeht einem dann nicht ein wichtiger Baustein um das Bild der eigenen Bibliothek in der digitalen Welt zu zeichnen? Wie kann man dieses wertvolle Wissen einfangen? Und genauso wichtig: es wäre fahrlässig, die Social Media-Aktivitäten nur auf wenige oder sogar eine Schulter zu verteilen. Eine Patentlösung für alle Bibliotheken wird es nicht geben. Die Bibliotheksleitung muss nach Wegen suchen, um Zweigstellen, Abteilungen und möglichst viele MitarbeiterInnen einzubeziehen. Vielleicht macht es Sinn, wenn das Social Media Team auf die KollegInnen noch einmal zugeht (und damit ist der Weg ins Büro, in die Abteilung…gemeint)? Ohne Zweifel ist es wohl die größte Herausforderung, individuelle Wege zu finden, wie man möglichst viele MitarbeiterInnen motivieren kann, sich an den Social Media-Aktivitäten zu beteiligen. Hier können wir mit den Coaching-Programmen nur sensibilisieren, den Erfahrungsaustausch fördern und Anregungen bieten. In jedem Fall wurde auch in dieser Coaching-Runde deutlich, dass im Rahmen von Social Media-Aktivitäten andere Teamprobleme den Entwicklungsprozess wesentlich beeinflussen. Social Media-Arbeit setzt gute Zusammenarbeit im Team voraus, da man sie nicht nebenbei erledigen kann.

Der Social Kit macht es!
Was macht eine Geschichte eigentlich zu einer guten Geschichte? Es ist die Geschichte der Menschen, die in der Bibliothek arbeiten. Doch wie persönlich darf und soll es sein? Diese Frage tauchte immer wieder auf. Auch hier gilt: eine Patentlösung gibt es nicht. Allerdings funktioniert eine gute Geschichte ohne den „sozialen Kit“ nicht. Bei dieser Frage muss jeder seine Grenzen alleine ausloten.

Monitoring – nein Danke?
Während die Workshops rund um das Thema „Geschichten erzählen“ und inhaltliche Strategien, gut angenommen wurden, hat es mit dem Thema Monitoring nicht so gut geklappt. Wir haben gelernt, dass die Abstimmung zwischen zwei Coaches noch besser organisiert werden muss. Wir haben gelernt, dass Monitoring ein schwieriges Thema ist, dem man mehr Zeit einräumen muss. Es geht nicht nur um Zahlen. Es geht auch um Umfeldanalyse im digitalen Raum. Es geht um Vernetzung mit möglichen Kooperationspartnern vor Ort. Hier suchen wir noch nach neuen Ansätzen.

Erfahrungsaustausch ist das Salz in der Suppe!
Und ganz wichtig: der Erfahrungsaustausch muss weiter gefördert werden. Das immer gut gemeinte, aber ehrliche Feedback zu den Social Media-Aktivitäten der anderen Bibliotheken, kam sehr gut an. Einen regelmäßigen Erfahrungsaustausch haben wir uns also auf unsere Agenda geschrieben.

Fazit 1:
Wir entwickeln für 2015 ein weiteres Coaching-Programm. Zielgruppe: Bibliotheken, die bisher noch nicht an der Lernort-Initiative beteiligt waren. Natürlich versuchen wir wie bisher, aus dem Gelernten Konsequenzen zu ziehen. Aber auch das ist sicher: hinterher werden wir wieder schlauer sein. Das neue Programm werden wir im ersten Quartal 2015 ausschreiben.

Fazit 2:
Es hat wieder einmal viel Spaß gemacht, mit den Bibliotheken zusammenzuarbeiten. Wir konnten sehen, was sich bereits vieles verändert hat und wie hart die Teams an der neuen Aufgabe Social Media arbeiten! Herzlichen Dank für die tolle Zusammenarbeit, das Durchhaltevermögen, die Kreativität und das Verständnis füreinander und für die Fachstellen-Zwänge!

Fazit 3:
Was wäre ein Coaching-Programm zum Thema „Content-Strategie“ ohne eine schöne Bildergeschichte zum Schluss! Freuen Sie sich mit uns auf die Geschichte der beteiligten Bibliotheken in drei Bildern:
„Wenn wir ein Buch wären, wären wir….“
„Wenn wir ein Gegenständ wären, wären wir….“
„Wenn wir ein Wort wären, wären wir….“

In den kommenden zwei bis drei Wochen erscheinen die Posts auf den jeweiligen Bibliotheksseiten. Natürlich teilen wir sie alle auf unserer Facebook-Seite. (Hashtag #Leselawine)
Vielleicht haben Sie auch Lust, mit zu machen:
Wenn wir ein Buch wären, wären wir……
Wir sind natürlich auch dabei!

(Petra Büning)

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Fortbildungsprogramm 1. Halbjahr 2015 online!

Auch für das 1. Halbjahr 2015 haben wir wieder in Kooperation mit dem ZBIW an der FH Köln ein Fortbildungsprogramm für Öffentliche Bibliotheken in NRW zusammengestellt. Die Anmeldung ist ab sofort möglich. Folgende Veranstaltungen stehen zur Auswahl:

  • 28.01.15 Book-Slam, Stadtbibliothek Bielefeld
  • 23.02.-24.02.15 Workshop Digital Storytelling, Jugendgästehaus Dortmund
  • 28.04.15 Digitale Leseangebote und Bilderbuch-Apps in der Bibliothek einsetzen, Zentralbibliothek Hamm
  • 15.06.15 Die Bibliothek in der Westentasche, Stadtbibliothek Köln

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen und zur Anmeldung finden Sie in Kürze auf der Homepage unseres Kooperationspartners ZBIW:
http://www.fh-koeln.de/weiterbildung/fuer-oeffentliche-bibliotheken-in-nrw_5876.php

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Use of social media by the library

Mit dem Thema Social Media in Bibliotheken hat sich die Verlagsgruppe Taylor & Francis befasst. Das Ergebnis der Umfrage unter Bibliotheksfachkräften wurde auf 32 Seiten in einem „White Paper“ zusammengefasst (in englischer Sprache). Neben einem Rückblick auf die Anfänge werden auch Perspektiven für die Zukunft aufgezeigt.

Zum White Paper: http://www.tandf.co.uk/journals/access/white-paper-social-media.pdf
Quelle: Büchereizentrale Niedersachsachsen, Newsletter 11-2014