Alle Artikel in der Kategorie “Hinweise, Tipps, Informationen

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Deutsche Digitale Bibliothek nimmt regulären Betrieb auf

Kulturstaatsministerin Monika Grütters gab am 31. März 2014 in Berlin den Startschuss für den regulären Betrieb der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB). „Via Internet können nun auch diejenigen angesprochen werden, die Museen, Bibliotheken, Konzertsäle und andere Kultureinrichtungen eher selten oder gar nicht besuchen“, freute sich Grütters. „Hier denke ich besonders an die Kinder und Jugendlichen, die schon im Netz zuhause sind“, erklärte die Kulturstaatministerin.

Weitere Informationen:
http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2014/03/2014-03-31-deutsche-digitale-bibliothek.html?nn=391670

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Sollten wir Kunden ohne Bibliotheksausweis im Blick haben?

David Lee King und Bobbi Newman führen eine sehr interessante Diskussion über den Fokus von Bibliotheken.

Bobbi Newman veröffentlichte den Artikel „Why Libraries Should Look Beyond Library Card Ownership As A Measure of Support”. Ihre Kernaussage war, dass es Menschen gibt, die keine Bibliothek nutzen und sie trotzdem für gesellschaftlich relevant und unterstützungswürdig halten. Bobbi Newman beruft sich auf eine Studie die nahelegt, dass nur 10% der US-Bevölkerung als Bibliotheksliebhaber zu bezeichnen sind, die dann auch alle einen Ausweis haben. Aber deutlich mehr sehen die Relevanz und sind bereit die Bibliotheken zu unterstützen. Sie ruft auf, zu akzeptieren, dass nicht jeder einen Nutzerausweis hat und braucht, aber dann trotzdem diese Gruppe nicht aus den Augen zu verlieren und als Unterstützer zu aktivieren. Sie zitiert einen Vergleich: Jemand besucht einen Nationalpark, einmal, zweimal, öfter oder auch keinmal. Unabhängig vom Besuch/Nutzen sieht er aber den Sinn und den Nutzen des Nationalparks. Unabhängig ob er ihn selbst nutzt, wäre er bereit ihn zu unterstützen.

David Lee King antwortete erst als Post, und dann in seinem Artikel: „Should you Focus on People without Library Cards?“. Seine Einwände:

  1. Menschen, die die Bibliothek nicht nutzen/keinen Ausweis haben, finden in der Bibliothek kein für sie relevantes Angebot. Sei es nicht sinnvoller, auf diese Menschen zuzugehen und zu versuchen für sie Relevantes anzubieten – so dass sie Nutzer/Bibliotheksausweisbesitzer werden. Mit einem Angebot streng am potenziellen Kunden ausgerichtet und besserem Marketing könne man den Kreis der Bibliotheksnutzer erweitern – damit sieht er dann die Relevanz für sich und wird zum Unterstützer.
  2. Andererseits stimmt er Bobbi Newman in einem Fall zu: Benutzer-nahe Gruppen sollte man in den Fokus nehmen: Eine der Zielgruppen seiner Bibliothek sind Kinder zwischen 5-10 Jahren. Wen sollte man nicht aus den Augen verlieren? Die Eltern.
  3. Eine Mischform der Fokussierung ist das 1% Marketing. Eine Fokussierung auf die 1% aktivsten Kunden, die dann wiederum als Multiplikatoren tätig werden (über Mund-zu-Mund-Propaganda, Viral-Marketing -egal wie man es nennt…) hat zwar im ersten Schritt die bereits aktiven Nutzer im Blick. Als langfristige Perspektive steht aber die Gewinnung neuer Kunden.

Bobbi Newman war es wichtig zu betonen, dass die Bibliotheksausweise kein sinnvolles Indiz für Unterstützungsbereitschaft sind. Jemand kann einen Ausweis besitzen und dennoch kaum Unterstützungsbereitschaft haben. Genauso können Nicht-Nutzer gute Unterstützer sein.

Wie sehen Sie das? Ist der Bibliotheksausweis ein gutes Kriterium um den potenziellen Unterstützer zu suchen? Was ist mit den Kunden, welche die Bibliothek nur zum Zeitunglesen oder als Veranstaltungsraum nutzen? Oder die Kunden, die kommen um das freie WLAN zu nutzen? Sind das Kunden bzw. Nutzer?

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Pädagogische Landkarte Westfalen online

Ein neues Internetportal steht ab sofort zur Recherche von außerschulischen Lernorten zur Verfügung. Die Pädagogische Landkarte Westfalen/Lippe verzeichnet mehr als 700 Lernangebote an gut 400 Lernorten (Archive, Bibliotheken, Museen, Musikschulen, Sportvereinen etc.) Eine Landkarte für das Rheinland soll folgen.
Link: http://www.paedagogische-landkarte.lwl.org
Quelle: Bildungspartner-Info, 51 ; von 20.3.2014

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Europäisches Netzwerk für Leseförderung ELINET gegründet

80 Organisationen aus 28 Ländern haben ein europäisches, strategisches Netzwerk für Leseförderung namens ELINET (European Literacy Policy Network) gegründet. Das Netzwerk möchte gerne die Lesefähigkeit von Jugendlichen und Erwachsenen stärken, da jede/r fünfte fünfzehnjährige Europäer/in und nahezu 75 Millionen Erwachsene durch ihre große Leseschwäche einem hohen Risiko von Arbeitslosigkeit und Armut ausgesetzt sind.
Weitere Informationen: https://www.stiftunglesen.de/pressebereich/pressemitteilungen/578/

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IFLA: Checkliste für den umweltfreundlichen Bau und Betrieb von Bibliotheken

Die IFLA hat die „Green Library Checklist“ jetzt in allen offiziellen IFLA-Arbeitssprachen zum Download bereit gestellt. Die Checkliste entstammt dem von Dr. Petra Hauke, Karen Latimer und Dr. Klaus-Ulrich Werner für die IFLA herausgegebenen Band „The Green Library = Die grüne Bibliothek. The challenge of environmental sustainability” (München/Boston: De Gruyter Saur, 2013).

Zur Liste in Deutsch:
https://www.ibi.hu-berlin.de/studium/studprojekte/buchidee/bi12/greenlibs_checklist_turkish.pdf

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USA: Autorinnen und Autoren werben für E-Books in Bibliotheken

Die American Library Association konnte zahlreiche Schriftstellerinnen und Schriftsteller in den USA zur Unterstützung ihrer Kampagne für die Bereitstellung von E-Books in Bibliotheken bewegen, so berichtet der dbv. Die Initiative will erreichen, dass Verlage öffentlichen Bibliotheken die Anschaffung und Ausleihe von E-Books zu angemessenen Konditionen ermöglichen. Mittlerweile haben sich mehr als 60 Autorinnen und Autoren der Initiative angeschlossen.
Weitere Informationen: http://www.ala.org/transforminglibraries/a4le

Quelle: dbv-Newsletter Nr. 20 2014 (20. März)

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Auskunftsdienst oder von der Kunst mit dir zu sprechen

„Ähhm, Entschuldigung… Entschuldigung, ich hätte da mal eine Frage…“ ich versuche einen Blick auf den Kopf hinterm Bildschirm zu erhaschen. „Moment“ kommt es bestimmt und etwas genervt aus dem Off zurück. Keine Frage, diesem Ton ist Folge zu leisten. Etwas unbeholfen stehe ich nun vor dieser Theke und schaue auf den Bildschirm runter. Dahinter sitzt jemand. Ich bin mir ziemlich sicher, dass dort jemand sitzt. Woher ich das weiß? Ja, ich bin kein Anfänger mehr: Unter dem Tisch konnte man von weiter hinten zwei Füße sehen, so dass ich bei meinem Anmarsch schon zielgerichtet den richtigen Tisch genommen habe. Und jetzt warte ich. Und warte. Beim Studieren der Bildschirmrückseite fällt es mir auf: Dort sitzt wirklich jemand! Über dem Bildschirm sehe ich ein Haarbüschel hin und her wackeln. Etwas links, etwas rechts, links, rechts… Nach dem ersten Triumph („ich hatte recht mit dem Tisch!!“) kam dann plötzlich doch der Unmut. Was mache ich hier eigentlich?!? „Ähm entschuldigen Sie, ich habe wirklich nur eine kurze Frage…“ Plötzlich taucht ein Kopf hinter dem Bildschirm auf und ich mache unbewusst einen kleinen Schritt zurück. Meine Güte! Mit dem Anblick hatte ich hier nicht mehr gerechnet. Naja, was soll es! Schließlich bin ich eine Frau mit Mission. Ich habe keine Zeit zu verlieren und ringe mir ein, wie ich meine, freundliches Lächeln ab und beginne meinen Monolog. „Hallo, ich suche…“ Meine Beschreibung hatte ich wohl eingeübt, schließlich habe ich nicht viel Zeit. Und ich weiß ja selber wie anstrengend Menschen sind, die nicht wissen was sie wollen… In dem Moment werde ich abrupt aus meiner Rede gerissen. Die freundliche Dame mir gegenüber, die sich noch kein Lächeln abgerungen hat, ganz im Gegensatz zu mir, hat was gesagt. Nur was?Weiterlesen Auskunftsdienst oder von der Kunst mit dir zu sprechen