Alle Artikel in der Kategorie “Hinweise, Tipps, Informationen

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Katalogeinführung als Video

Die Stadtbibliothek Greven bewährt sich seit einiger Zeit mit der Aktion „Kannst Du was? Dann erklär’s“ als Filmteam. Jetzt hat man sieben Videos zum Thema Katalog, Datenbanken und Fernleihe gedreht. Die kleinen Videoclips können auch andere Bibliotheken ihren Kunden als Hilfestellung anbieten:

http://www.youtube.com/watch?v=F4-PjBu-BPM

Die Videoclips sind Teil einer Präsentation zur Literaturrecherche: http://prezi.com/vxqap8fuhq2l/literaturrecherche-fur-die-facharbeit-stadtbibliothek-greven/

Außerdem findet man auf dem YouTube-Kanal der Bibliothek noch andere Videos rund um das Thema Bibliothek und Lesen.
Zur Videosammlung.

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Lernort Bibliothek – Sommerfrische in der WG

Auch im Sauerland gibt es eine Gruppe von 3 kleineren Bibliotheken, die sich im Rahmen der Initiative „Lernort Bibliothek“ zu einem Verbund zusammengeschlossen haben: Brilon (4 VZÄ / 8 Personen), Meschede (2 VZÄ / 3 Personen) und Olsberg (1,5 VZÄ / 4 Personen). Mutig haben sich auch diese drei Teams auf den Weg ins Web 2.0 gemacht und das Abenteuer „Verbund-Auftritt“ nicht gescheut. Wie alle Teams, musste sich auch der „Sauerländer Bibliotheks-MOB“ zusammenraufen, stolpern, wieder aufstehen:

„Der Sommer hatte auch endlich im Sauerland Einzug gehalten. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den drei Bibliotheken Meschede, Brilon und Olsberg hatten sich zum zweiten Coaching-Termin getroffen. Aus der Sommerfrische in unserer Social-Media-WG wurde dann aber bald ein reinigendes Sommergewitter.

Unsere gemeinsame Facebook-Seite „Social Media WG“ hatte in den letzten Monaten seit unserem ersten Coaching-Tag keinen großen Drive angenommen.

Wir vermissten die „Likes“ und „Like us“, hatten aber selbst keine großen Ideen, woran das liegen könnte. Schnell wurde uns im Gespräch mit unserem Coach klar, dass wir erst mal etwas sehr Grundlegendes lernen müssen – nämlich die Kommunikation im Netz. Und die ist nicht so sehr verschieden von der Kommunikation im wahren Leben.

Ein Beispiel hat uns sehr geholfen. Im „wahren Leben“ begrüßen wir die Kunden in der Bibliothek freundlich und sagen „Guten Tag“ und wie selbstverständlich antwortet uns derjenige, der uns gegenüber steht. Diese Kommunikationssituation haben wir dann auf unser bisheriges Kommunikationsverhalten aufs Netz übertragen. Da haben wir uns und unseren Fans oft die kalte Schulter gezeigt und nicht reagiert. Das war ein Schlüsselerlebnis für uns alle.
Und gut war auch noch einmal der Hinweis unseres Coaches, die Postings als Dialog zu formulieren und offene Fragen zu stellen.

Zweites Schlüsselerlebnis an diesem Tag war die Geburt der Idee, uns mit den anderen kleinen Lernorten in einer Facebook-Gruppe „Kleiner Lernort“ zu vernetzen. Patrick aus Meschede hat dann gleich die Initiative ergriffen und die Gruppe gegründet. Diese Gruppe schätzen wir inzwischen sehr. Eine Frage brennt unter den Nägeln, wir stellen sie, und jemand aus einer der Lernort-Bibliotheken kann sie beantworten.

Drittes Schlüsselerlebnis: Teile, was Du weißt. Wir nutzen inzwischen die Plattform „Kleiner Lernort“, um uns gegenseitig mit Tipps, neuen Anwendungen usw. zu versorgen. Ein echter Mehrwert.

Der Sommer ist inzwischen vorbei. Wir zehren aber immer noch von den guten Ergebnissen dieses Workshop-Tages.“

Und hier geht es zur Facebookseite des MOB.

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1000 Dinge – Die Welt des Internets in Ihrem Bestand?

In unserem Blogbeitrag „1000 Dinge – Bestandsaufbau für Youtube-Videos?“ haben wir die Frage aufgeworfen, wie der Medienbestand der Bibliothek in Zukunft aussehen könnte. Heute möchten wir uns ansehen, welche Fragen die Integration von frei zugänglichen Internetquellen für die Lektoratsarbeit aufwirft.

A pro pro Fragen – auch in unserem Blogbeitrag zum Thema „Bestandsprofil“ haben wir Fragen aufgeworfen. Wäre es nicht toll, wenn es zu all den Fragen, die die schöne neue Welt des Web 2.0 mit sich bringt, bereits Antworten gäbe? Momentan sind wir noch nicht so weit. Aber – mit jeder guten Frage beginnt die Suche nach Lösungen.…

Die Lektorierung freier Internetquellen ist für Öffentliche Bibliotheken kein neues Thema. Seit 10 Jahren gibt es die Deutsche Internetbibliothek. 50 Öffentliche und Wissenschaftliche Bibliotheken haben ein Jahrzehnt lang das Internet nach bibliothekarischen Regeln durchforstet und einen geprüften Linkkatalog von heute ca. 7000 Quellen zusammengestellt und kontinuierlich aktualisiert. 2011 gab es 10 Mio. Zugriffe auf diesen Linkkatalog. Ende 2013 wird das Projekt, das Pionierarbeit geleistet hat, eingestellt: „Mittlerweile ermöglichen die technische Entwicklung und der bessere Wissensstand den Nutzern, selbst relevante Angebote im Internet zu erkennen, so dass ein durch Bibliotheken geprüfter und kommentierter Linkkatalog nicht mehr notwendig erscheint. Dieser Umstand spiegelt sich in den stark sinkenden Seitenaufrufen des Linkkatalogs wider.“ (Quelle: http://www.internetbibliothek.de/dib1/) – so ein Teil der Begründung für die Einstellung des Dienstes.

Was bedeutet diese Erkenntnis für Öffentliche Bibliotheken? Ist das Thema „Freie Internetquellen“ damit erledigt? Oder ist die „Deutsche Internetbibliothek“ einfach zu „weit weg“ für die eigenen Bibliothekskunden? Würde ein entsprechender Service bei Einbindung in die Bibliothekshomepage funktionieren? Oder müssen freie Internetquellen vielleicht in den Katalog eingebunden werden, damit der Service Bibliotheksnutzer erreicht?

Nähert man sich dem Thema, so stellt sich dem Lektoratsteam als erstes die Frage, welche Internetquellen für die Bibliothekskunden überhaupt von Interesse sein könnten:

  • Filme und Videos? Zum Beispiel von YouTube oder Vimeo.
  • Bilder? Zum Beispiel Fotos mit Commons-Lizenz von Flickr. Oder das im Aufbau befindliche WDR-Archiv „Digit“ , das private Fotos von NRW-Bürgern digitalisiert?
  • Wie sieht es mit Anleitungen zu Themen wie Kochen (Chefkoch) und Handarbeiten (evtl. thematische Blogs?) aus?
  • Oder kommen Zeitzeugenberichte zu aktuellen politischen Themen in Blogs als Ergänzung zum Geschichtsbestand in Frage? Vielleicht gibt es auch Blogs, die sich mit dem Geschehen in der eigenen Stadt beschäftigen? Evtl. auch der Video-Podcast der Kanzlerin? http://www.bundeskanzlerin.de/Webs/BKin/DE/Mediathek/mediathek_node.html?id=674736
  • Ausgewählte Inhalte von sozialen Netzwerken? Twitter-Projekte wie z.B. https://twitter.com/9nov38
  • Und wie sieht es mit den großen Digitalisierungsprojekten wie Europeana, Deutsche Digitale Bibliothek, Digital Public Library of America u.a. aus?

Welche Auswahlkriterien für die Aufnahme von freien Quellen könnten festgelegt werden? Macht es Sinn über Google leicht zu recherchierende Quellen aufzunehmen (man denke an die Deutsche Internetbibliothek)? Oder sollte man ein individuelles, auf die eigene Kommune zugeschnittenes Profil, entwickeln? Könnte ein solches individuelles Profil einen deutlichen Mehrwert für die Bibliothekskunden darstellen?

Sollte die Bibliothek künftig eigene Inhalte produzieren? So wie es die Stadtbibliothek Greven mit dem Projekt „Kennst du was, dann erklär’s“ begonnen hat? Oder bietet es sich an, „nur“ die Infrastruktur bereitzustellen, um Inhalte, die für die Bürgerinnen und Bürger von Interesse sind, zu sammeln? So wie es das DOK Library Concept Center mit dem „Culture Heritage Browser“ bereits macht: [youtube=http://www.youtube.com/watch?v=ppDz737DvPA]

Wenn eine Antwort auf die Frage nach dem „Was“ gefunden wurde, sollen dann „nur“ die Quellen (Linkliste) präsentiert oder sollen einzelne Elemente (Fotos, Textbeiträge, Videos, Musik) in den Katalog und damit in den Bestand integriert werden?

Und natürlich stellt sich immer wieder die Frage nach dem Urheberrecht und der technischen Machbarkeit. Wenn es schon Schwierigkeiten mit der Integration von Kataloganreicherungselementen in die aktuellen Bibliotheksmanagement-Systeme gibt, wie kann dann die Integration freier Interentquellen in diese Systeme realisiert werden?

Und natürlich die Kardinalsfrage beim Thema Bestandsaufbau: Wie sieht es mit der Aktualität der Angebote aus? Diese Frage haben wir ja bereits im Blogbeitrag „1000 Dinge – Bestandsprofile für online-Medien? Ja oder nein?“ diskutiert. Könnte man hier nicht mit den eigenen Kunden zusammenarbeiten? So wie dies die Musiklektorin der Stadtbibliothek Unna bereits bei der Auswahl von Metal-CDs praktiziert: https://www.facebook.com/metalshelf

Damit Bibliotheksteams die Möglichkeit haben, Antworten auf diese Fragen zu finden, benötigen Öffentliche Bibliotheken Rahmenbedingungen, die dies ermöglichen. Im Rahmen der Initiative „Lernort Bibliothek“ wurden diese Rahmenbedingungen bereits ausführlich diskutiert. Unter dem Titel „Lernort Bibliothek – auf dem Weg in eine digitale Zukunft“ hat die Pilotgruppe 2011 entsprechende Empfehlungen veröffentlicht. Was die Themen Bestandsaufbau und Lektorat angeht, so lohnt sich ein Blick in das Kapitel IV.3. Online-Services und –Angebote.

Welche Fragen beschäftigen Ihr Bibliotheksteam zum Thema „Bestandsaufbau der Zukunft“? Bitte melden!

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Informationskompetenz im Alltag – Informationen finden, bewerten, weitergeben

Christina Rhode, Landesanstalt für Medien NRW, weist im vbnw-Newsletter 10-2013 auf folgende Veröffentlichung hin:
!Das Internet bietet unermessliche Möglichkeiten, Informationen aufzunehmen und zu veröf-fentlichen. In dieser Vielfalt ist Informationskompetenz gefragt. Dazu gehört es, zielgerichtet und effektiv zu recherchieren, das Gefundene skeptisch zu bewerten und gegebenenfalls verantwortungsvoll weiterzugeben.
Die Landesanstalt für Medien NRW (LfM) und die Deutsche UNESCO Kommission haben eine neue Broschüre herausgegeben, die auf acht Seiten praxisnahe Tipps und Tricks zum Informationsalltag bündelt. Es handelt sich dabei um eine Zusammenfassung des ausführlichen „Info-Kompass“. Beide Publikationen können über das Bestellsystem der LfM kostenfrei bezogen werden. Größere Mengen zur Nutzung und Auslage in Bibliotheken bestellen Sie gerne über E-Mail an medienkompetenz@lfm-nrw.de. „

 

Link Info-Kompass:
http://lfmpublikationen.lfm-nrw.de/index.php?view=product_detail&product_id=289
Link neue Kompaktversion:
http://lfmpublikationen.lfm-nrw.de/index.php?view=product_detail&product_id=332

Quelle: vbnw: Newsletter 10-2013

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BITKOM: Viele Tablet-Nutzer kaufen digitale Medien

Eine Umfrage von BIT-KOM Research hat ergeben, dass fast jeder zweite Tablet-Besitzer bereits Spiele-Apps, E-Books und Co. für sein Gerät gekauft hat. Neben Spielen wird auch Lesestoff häufig auf Tablets erworben: 30 Prozent der Gerätenutzer haben bereits E-Books gekauft, 16 Prozent Zeitschriften oder Zeitungen. Knapp jeder Vierte hat bereits Musik-Dateien erworben, jeder achte Hörbücher.
www.bitkom.org/de/presse/8477_77657.aspx

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Lernort Bibliothek – 9 Monate mit den Bücherschubsen-Bibliotheken

Woran habt Ihr gedacht? An Schwangerschaft?
Schwangerschaft: nein. Baby: ja. Wir 14 Frauen aus vier Bibliotheken erlebten eine Spontangeburt. Das „Paradebaby“ (weil ja ein Projekt-Wunschkind) wurde „Bücherschubsen“ getauft und am 29. Januar 2013 ins „soziale Leben“ hineingeschubst. Facebook war eine Bauchentscheidung.

Wie alle Eltern dachten wir vor diesem Tag, wir könnten weitermachen wie bisher….

Klar war: man schläft weniger. Unvergessen ist unsere erste Nacht: fast alle 14 Frauen waren bis Mitternacht online. Man musste ja gucken, ob die Welt unser Baby auch so hübsch findet wie wir selbst. Belohnt wurden wir mit knapp 100 Besuchern in einer Nacht! Das war ein fröhlicher Start.

…. Nach neun Monaten haben wir jetzt ein Krabbelkind. Es will vorwärts kommen, strebt nach Überblick und freien Händen. Nur das Sitzen klappt noch nicht ganz. Es frustriert und spornt an! Aber bitte noch nicht loslassen: noch braucht es gute Unterstützung. So werden beide Seiten weitergeschubst.

 Klar ist: Kommunikation ist das A und O. Der ständige Blickkontakt der „Mütter“ ist wichtig. Babys wachsen und gedeihen durch Kommunikation, sprich Reaktion. Freudig beobachten wir, dass die Ausdrucksmöglichkeiten wachsen. Wird Baby Bücherschubsen gelobt (geliked – ist doch nicht alles), dann strahlt und wächst es, übt und probiert, riskiert Neues, tönt und quakt … Lachen ist hier ganz wichtig. Richtig sprechen dauert ja im menschlichen Leben auch noch ein paar Monate länger. Anschubsen, so nennen wir Mütter dieses Kommunikationsfeld intern.

Routine? Die haben wir stolzen „Mütter“! Unser Baby liebt feste Gewohnheiten und so wurde von Anfang an die berufsbedingte Mütter-Arbeitsteilung eingeführt: Dienstag betreut Enger das Baby, Mittwoch Werther, Donnerstag Harsewinkel und Freitag Hiddenhausen. Die anderen Tage gibt es keinen Schubsenplan, aber es flutscht. Baby Bücherschubsen verträgt erste feste Nahrung. Wir kennen die besten Zeiten, um Bücherschubsen frisch zu machen: vormittags bzw. nachmittags gegen 15 Uhr (wickeln wollen wir das jetzt nicht nennen). Schließlich schauen da gerne mal die Freunde vorbei. Die ersten Krankheiten sind überwunden und damit das Immunsystem gestärkt.

Rausschubsen: Bücherschubsen hat Spielfreunde. Das sind Herr A. aus W. (nein, das ist kein einfaches Playmo-Männchen!), Herr K. (sagt jetzt nicht Ken!) und das Kellerkind. Ob Ausflug oder Spielplatz, gemeinsam macht das Spaß! Dann wird fürs Babyalbum fotografiert und dokumentiert… Unser Kind ist neugierig und guckt gern, was das Leben so macht.

Statistik: vom 29. Januar bis 29. Oktober sind es genau 272 Tage. Nun aufgemerkt: am 29. Oktober hatte Bücherschubsen genau 272 Freunde. Ja, das freut uns! Wir hoffen, sie bleiben bei uns, wenn hin und wieder die Kommunikation nachlässt. Manchmal gehen einem die Gespräche aus. Oder wir haben mit Umbaumaßnahmen zu kämpfen. Unser Vermieter „Mr Facebook“ nervt da manchmal und stört den ruhigen Ablauf!!

Ihr kennt das berühmte Dorf, das ein Kind erzieht? Genau darauf vertrauen wir im sozialen Netzwerk. Durch Kinder lernt man Eltern kennen. Unser Dorf ist die Welt.

Wir Mütter halten engen Kontakt; leider sehen wir uns selten von face to face (der Kalauer musste jetzt sein). Manchmal fühlten wir uns auch allein gelassen. Unsere Hebamme Christoph Deeg, die wir seit Januar einmal im Quartal sehen, hat gelernt: wir wollen gelobt werden. Unsere Motivation ist damit deutlich erhöht worden – Danke! Außerdem unterstützen uns die Mütter-Beratungsstellen (amtlich: Dezernat in der Bezirksregierung) und wir gehen u.a. in die Selbsthilfegruppe „Kleiner Lernort“. Das ist eine Art „Indianerzelt“- man trifft sich zum Palaver.

Apropos Palaver. Wir haben beim letzten Treffen festgestellt, dass die wirklich wichtigste Änderung unsere individuelle ist. Ungefragt hat sich unser Leben auf Facebook fokussiert. Der Blick in die Welt hat sich verändert. Kamera im Anschlag, Au-ja- und Aha-Effekte – immer sofort der Gedanke, ob das Gesehene und das Gehörte Futter für Bücherschubsen wäre. Manche mögen das, manche nicht. Wir sorgen uns, wir haben Lust oder finden es nervig für Bücherschubsen ständig da sein zu müssen. Die eigene Lernbereitschaft (wir sind fast alle Erstgebärende, wenn ich das mal so nennen darf) ist gewachsen, die Lust am Staunen, am Entdecken ist schön, aber nicht bei allen Frauen gleich ausgeprägt. Unmerklich hat sich dieses Facebook-Virus in die Herzen geschlichen.

Die wichtigste Änderung?? Ich würde sagen: „Muttersein“ verändert einen immer, die Haut wird dünner. Fast alle fühlen sich zeitweise gestresst. Aber eben auch verbunden. Da ist etwas „Gemeinsames“ gewachsen. Toll fand ich das Palaver, an dem es richtig gekracht hat. Der größte Beweis, dass wir eine Basis haben. Vertrauen ist ein großes Geschenk. Und ohne diese Basis gäbe es keine Zukunft.

Wir, die Bibliotheksfrauen aus Enger, Harsewinkel, Hiddenhausen und Werther, freuen uns über Rückmeldungen.

Besucht uns unter: https://www.facebook.com/Buecherschubsen

von Christine Kuske in bester Zusammenarbeit mit Eva Bloss-Vögler, Susanne Damisch, Christel Euler, Cordula Schuster und Wiltrud Taubner

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1000 Dinge – Bestandsprofile für online-Medien? Ja oder nein?

Ca. 1.200 Bibliotheken haben sich in den vergangenen fünf Jahren für die Einführung der Onleihe entschieden. Mit der zunehmenden Verbreitung von E-Books und vor allem von E-Book-Readern hat auch diese Medienform Einzug in das Bestandsangebot Öffentlicher Bibliotheken gehalten. In der Regel organisieren Öffentliche Bibliotheken ihr E-Book-Angebot als digitale Zweigstelle. Ähnlich wie zuvor AV-Medien als gesondertes Lektoratsgebiet behandelt wurden, werden auch E-Medien häufig als geschlossenes Bestandssegment innerhalb des Lektorats betrachtet.

Bibliotheken stehen nun vor der Aufgabe ein Bestandsprofil für ihr E-Medien-Angebot zu entwickeln. Noch vor zwei, drei Jahren ging es darum, das Bestandsangebot aufzubauen. Das Marktangebot für Bibliotheken war deutlich eingeschränkt. In der Zwischenzeit hat sich dies geändert. Das Angebot ist so groß, dass man mit dem verfügbaren Etat nicht mehr alle Titel beziehen kann. Spätestens jetzt wird es Zeit, sich Gedanken über ein Bestandsprofil für E-Medien zu machen:

  • Für welche Zielgruppe sollen E-Books angeschafft werden? Und – diese Frage ist noch wichtiger – hat die ausgesuchte Zielgruppe überhaupt Interesse an E-Medien? In der Annahme, dass gerade junge Leute E-Books ausleihen würden, haben viele „Onleihe-Pioniere“ auf Literatur für Schüler gesetzt. Mittlerweile hat sich gezeigt, dass die Ausleihe von schülerrelevanter Literatur nicht sehr umsatzstark ist. Mangels Erfahrung konnte dies niemand vorhersagen. Aber nicht nur die eigenen Umsatzzahlen für E-Medien sollten der Maßstab für die Anschaffungspolitik sein. Auch Verkaufszahlen von E-Books, neue Trends und die Verbreitung der Technik sollten beobachtet werden, um die Zielgruppendefinition kontinuierlich anpassen zu können. Gehören diese allgemeinen Zahlen vielleicht auch während der Aufbaujahre in ein Bestandsprofil?
  • Wie soll sich das Bestandsprofil inhaltlich zusammensetzen? Welchen Prozentanteil machen Kinder- und Sachliteratur, welchen die Belletristik aus? Gibt es Sachgebiete, die man nicht einbezieht oder nicht einbeziehen kann, da das Angebot (noch) fehlt? Ist es notwendig die Schwerpunkte im Bereich E-Books für jedes Sachgebiet, die Kinderliteratur und die Belletristik festzulegen (Ratgeber, Krimis, keine juristischen Handbücher)?
  • Kann man das Bestandsprofil für E-Books unabhängig von den Bestandsprofilen für den Print-Bereich entwickeln? Oder muss man für jedes Sachgebiet nicht auch die Anteile an E-Books und Print-Medien festlegen? Wie kann man die Bestandsprofile für den Printbereich mit dem für den E-Book-Bestand verzahnen?
  • Wie sieht es mit Angaben zur Bestandsgröße aus? Kann man jetzt überhaupt schon die Bestandsgröße für den E-Book-Bestand insgesamt bzw. für die einzelnen Bereiche festlegen? Und wie wirkt sich der wachsende E-Book-Bestand auf die Bestandsgrößen des konventionellen Bereichs aus? Wie lange stellen E-Books eine Ergänzung zum Printbestand dar, ab wann ersetzen sie ihn vielleicht?
  • Und welches Umsatzziel ist realistisch? 2-facher Umsatz? 3-facher Umsatz? Soll der E-Book-Bestand in den kommenden drei Jahren einen eigenen Etat erhalten – unabhängig von den Umsatzzahlen? Ab wann soll er nach den bisher geltenden Kalkulationsregeln in die Etatverteilung aufgenommen werden? Gelten die bisherigen Regeln für die Etatkalkulation in Zukunft weiterhin? Oder muss ein neues Etatverteilungsmodell entwickelt werden?
  • Noch spannender: wie sieht es mit Abgängen aus? Bisher waren Abgänge noch kein Thema, da man den E-Book-Bestand erst aufbaut. Wie sieht dies in drei bis fünf Jahren aus? Sollen Lizenzen von E-Books, die 12 Monate nicht entliehen wurden, gelöscht werden? Gilt es hier besondere rechtliche Rahmenbedingungen zu beachten? Zum Beispiel in Zusammenhang mit der Doppelten Buchführung? Sollen Abgangsquoten gesondert für E-Books festgelegt werden oder für den gesamten Bestandsbereich inklusiv Printmedien?

Diese Fragen können das Thema Bestandsprofile für E-Books nur anreißen. Welche Praxiserfahrungen haben Sie bisher gesammelt? Welche Bibliothek ist an einem Erfahrungsaustausch interessiert?

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RDA – aktueller Sachstand

Renate Behrens (DNB-Arbeitsstelle für Standardisierung) hat in Inetbib folgende Hinweise zum Stand RDA gegeben:

Festlegung der Kernelemente
„Iim Rahmen des Projekts Implementierung der RDA haben sich die Mitglieder der AG RDA, die aus Vertreterinnen und Vertretern der Verbünde, Bibliotheken und weiteren Institutionen aus Deutschland, Österreich und der deutschsprachigen Schweiz besteht, auf ein gemeinsames Standardelemente-Set als einen Mindeststandard für die Erschließung nach RDA geeinigt. Es wird in getrennten Teilen für die Titeldaten und die Normdaten vorgelegt.
In den RDA ist eine Reihe von Elementen als Kernelement (core) gekennzeichnet. Die Erfassung dieser Elemente ist vorgeschrieben, wenn die Angabe auf die Ressource bzw. die Entität zutrifft (applicable) und sie entweder vorhanden oder einfach ermittelbar ist (readily ascertainable). Einige dieser Kernelemente gelten nur dann als Kernelement, wenn bestimmte andere Elemente nicht besetzt werden können, wenn es sich um bestimmte Ressourcenarten handelt oder wenn sie zu Unterscheidungszwecken angegeben werden müssen (core if).
Die im Joint Steering Committee for Development of RDA (JSC) vertretenen Nationalbibliotheken haben sich auf ein gemeinsames RDA-Elemente-Set geeinigt. Sie haben dafür über die bereits in RDA definierten Kernelemente hinaus eine Reihe von zusätzlich zu verwendenden Elementen definiert. Diese zusätzlich zu verwendenden Elemente werden im Deutschen als „Zusatzelemente“ bezeichnet. Kernelemente und Zusatzelemente bilden zusammen das Standardelemente-Set. Die Erfassung weiterer, über die im Standardelemente-Set festgelegten Elemente hinaus, steht im Ermessen jeder einzelnen Bibliothek bzw. katalogisierenden Institution.“
Weitere Informationen: https://wiki.dnb.de/x/BoBeAw.

Zeitplan:
„Die Arbeitsgruppe RDA hat einen veränderten Zeitplan für das RDA-Projekt erarbeitet und dem Standardisierungsausschuss im schriftlichen Beschlussverfahren vorgelegt. Der Vorschlag sieht eine Verlängerung der Arbeitspakete 1 (Anwendungsregeln) und 3 (Normdaten) bis Ende Juni 2014 und eine Verlängerung des Gesamtprojekts auf Ende Dezember 2015 vor. Dem Antrag wurde einstimmig zugestimmt….
Die Normdaten der GND werden nun ab Juli 2014 nach RDA erfasst und die Katalogisierung für den Bereich der Titeldaten wird Ende des Jahres 2015 beginnen.“
Zum aktualisierten Zeitplan: https://wiki.dnb.de/pages/viewinfo.action?pageId=83792636

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Zusammenwachsen von Buch und Magazin

Im Zuge der Digitalisierung lösen sich die Medien-Grenzen allmählich auf. Als erster großer
Verlag kuratiert Random House Inhalte für die Magazin-App Flipboard. Zur Frankfurter
Buchmesse startet außerdem das elektronische Magazin Flipintu, bei dem Bücher eine
entscheidende Rolle spielen werden. Die Partnerschaft von Random House und Flipboard
umfasst zwei digitale Magazine, das eine wird von der Roman-Autorin Margaret Atwood
kuratiert, das andere widmet sich dem Werk des US-amerikanischen Science-Fiction-,
Fantasy- und Horror-Schriftstellers George R.R. Martin. Beide Kanäle umfassen jeweils
neue Texte des Autors sowie von den Autoren ausgewählte Fotos.

www.buchreport.de/nachrichten/verlage/verlage_nachricht/datum/2013/09/24/wenn-buch-und-magazin-zusammenwachsen-1.htm