Informationen und Meldungen aus dem Bibliothekswesen (Nachrichten) vor allem mit lokalem Bezug bzw. Interesse der hiesigen Bibliotheken. Schwerpunkte sind daher Meldungen aus NRW-Bibliotheken, Verbänden und Institutionen sowie Termine, Fortbildungen und den Themengebieten: Medien- und Informationskompetenz, Kinder- und Jugendarbeit, Integration, Rechtsprechungen und Technologien, die auf einen bibliothekarischen Kontext bezogen werden können.
Die Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW und das Umweltministerium NRW veranstalten gemeinsam mit dem eBildungslabor am 13.06.2022 von 14-18 Uhr einen so genannten „Peer-to-Peer Space“ zum Thema BNEdigital. Ziel ist es, einen Raum für Austausch und gemeinsames Lernen zu bieten, der der Frage nachgeht, was das Lernen im digitalen Wandel mit all seinen Potentialen, Herausforderungen und Risiken für eine Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) bedeutet. Wir haben bereits eine sehr gute Zusammenarbeit erlebt mit der BNE-Digital-Werkstatt und sind stets begeistert vom gehaltvollen Programm. Die Teilnahme ist kostenfrei, die Veranstaltung findet online statt.
Im November 2021 hat das Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW das Programm „Förderung digitaler Medienbestände und des Ausbaus der digitalen Infrastruktur in Öffentlichen Bibliotheken in Nordrhein-Westfalen (NRW) (RL REACT-EU)“ veröffentlicht. Finanziert wird das Programm durch die von der Europäischen Union bereit gestellten Mittel zur Abmilderung der Corona-Folgen.
Neben der Förderung von E-Lending-Angeboten stand die technische Ausstattung Öffentlicher Bibliotheken im Mittelpunkt. Ein Bereich, der auch in der Landesförderung eine große Rolle spielt. Lag der Anteil der jährlich verfügbaren Landesmittel für die Anschaffung von Selbstverbuchungsanlagen, Bibliotheksmanagementsystemen und Open-Library-Technik 2019 noch bei 30%, so ist er bis 2022 kontinuierlich auf ca. 40% gestiegen.
Deshalb war es nicht überraschend, dass sich 75% der 53 REACT-EU-Anträge auf die technische Ausstattung der Bibliothek bezogen. Betrachtet man diese Anträge genauer, so beinhalteten 62% die Einführung von RFID, Selbstverbuchung und Open Library-Technik, 19% die Verbesserung der WLAN-Ausleuchtung und 25% den Ausbau der Netzwerktechnik im Bibliotheksgebäude.
Um den Förderbedarf für die technische Infrastruktur in den kommenden fünf Jahren zu ermitteln, führte die Fachstelle für Öffentliche Bibliotheken NRW Anfang 2022 eine Umfrage unter den kommunalen Öffentlichen Bibliotheken in NRW durch. Mit einer Beteiligung von 164 Bibliotheken war die Rücklaufquote sehr hoch. 77% (127) dieser Bibliotheken sahen Handlungsbedarf, der sich wie folgt aufschlüsselt:
Open Library Technik
68%
Netzwerktechnik im Bibliotheksgebäude
48%
Neuanschaffung von RFID / Selbstverbuchungsanlagen
32%
Ersatzbeschaffung von RFID / Selbstverbuchung
32%
WLAN im Bibliotheksgebäude
26%
Quelle: Umfrage der Fachstelle unter NRW-Bibliotheken im Rahmen der Bibliotheksstatistik zur benötigten technischen Infrastruktur. Mehrfachangabe war möglich
Die Umfrageergebnisse zeigen deutlich, dass es in vielen Bibliotheksgebäuden an einer modernen Netzwerktechnik mangelt, die Voraussetzung für ein zeitgemäßes Bibliotheksangebot ist. In Arbeitswelt, Schule und zu Hause setzen sich immer mehr hybride Welten durch. Auch Bibliotheksangebote werden künftig digitale und reale Aspekte miteinander verbinden. Dies ist nur möglich, wenn sie über eine leistungsfähige Netzwerktechnik im Gebäude verfügen.
Des Weiteren zeichnet sich ein deutlicher Trend zur Umsetzung von Open-Library-Konzepten ab. Zu einer erfolgreichen Umsetzung gehören ein leistungsfähiges WLAN ebenso wie Selbstverbuchungsmöglichkeiten. In vielen Bibliotheken müssen RFID- und Selbstverbuchungstechnik in den kommenden Jahren erneuert werden, da die erste Geräte-Generation die aktuellen Standards nicht mehr erfüllen kann. Betrachtet man Neu- und Ersatzbeschaffung für diesen Bereich, so haben auch hier zwei Drittel der Bibliotheken Förderbedarf.
Die #vBIB22 legt den Schwerpunkt auf „Digitale Perspektiven!“ und das Leitmotiv soll die Teilnehmenden animieren, Digitalität aus ganz verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten:
• Was bedeutet Digitalität für Bibliotheken – die in vielen Bereichen naturgemäß eher analog unterwegs sind – und für die Menschen, die dort arbeiten und ihre Zukünfte?
• Wie wandeln sich Arbeitswelten und die entsprechenden (analogen und digitalen) Räume?
• Bedeutet digitaler auch gleichzeitig nachhaltiger und umgekehrt?
• Wie kann Digitalität zu mehr Diversität beitragen?
• Wie kann der digitale Wandel die Barrierefreiheit fördern?
• Wie steht es um Kooperationen und Partnerschaften in diesem Bereich?
Neben spannenden Keynotes zu den Oberthemen Wandel, Zukunft und Nachhaltigkeit unter anderem zu Zukunftsforschung und Arbeit 4.0 soll die zweite Hälfte des Programms ganz den Teilnehmenden gehören – der #vBIB-Community.
Im Call for Participation rufen BIB und TIB ausdrücklich dazu auf, Beiträge mit partizipativen und interaktiven Elementen einzureichen – von kleinen Online-Umfragen über kollaborative Whiteboards bis hin zu Ask-me-Anything-Sessions oder Mini-Barcamps!
Um Studierenden während der Pandemie einen ersten Einblick in die Bibliothek zu geben, hat die TU Berlin dazu ein Videoprojekt gestartet. Ihre Erfahrungen hat die TU Berlin nun in einem Leitfaden zusammengefasst. Er bietet einen niedrigschwelligen Einstieg in die Erstellung von selbst produzierten Videos, von den ersten Planungsschritten bis zum Hochladen des Videos sowie Anleitungen und nachnutzbare Vorlagen.
Die Kommission Aus- und Fortbildung sucht Kolleginnen und Kollegen aus öffentlichen und wissenschaftlichen Bibliotheken, die Lust haben, den Vorstand und die Kommission bei ihrer Arbeit aktiv zu unterstützen. Die Kommission ist eine spartenübergreifende Arbeitsgemeinschaft des vbnw. Sie tagt ca. einmal monatlich per Video, wobei alle Mitgliederinnen gleichwertig stimmberechtigt sind.
Zwei Positionen in der Kommission sind aktuell unbesetzt. Gesucht wird eine Kollegin oder ein Kollege aus einer öffentlichen Bibliothek (gerne Klein- und Mittelstadt) sowie eine Kollegin oder ein Kollege aus einer wissenschaftlichen Bibliothek. Hilfreich – aber keine Voraussetzung – ist es, wenn sich Interessierte bereits mit dem Thema Aus- und Fortbildung befassen, gegebenenfalls für diesen Schwerpunkt innerhalb der Bibliothek zuständig sind. Den Tandem-Vorsitz teilen sich Claudia Büchel (Stadtbibliothek Neuss) und Dr. Anja Platz-Schliebs (Universitätsbibliothek Wuppertal), so dass öffentliche und wissenschaftliche Bibliotheken paritätisch abgebildet werden. Weitere Informationen zur Kommission unter https://www.bibliotheken-nrw.de/verband/arbeitsgemeinschaften/kommission-fuer-aus-und-fortbildung/
Die Stadtbibliothek Oelde hat seit dem 1. Mai mit Franziska Huhnke eine neue Leitung. Huhnke kommt von der Stadtbibliothek Gütersloh. Dort war sie im Team für Jugend- und Erwachsenenliteratur tätig, hat unter anderem die Social-Media-Kanäle betreut, die Website gepflegt und Veranstaltungen durchgeführt wie zum Beispiel den „Sommerleseclub“ und auch DIY-Angebote von „Bullet Journaling“ bis „Handlettering“. In Oelde plant Franziska Huhnke nun, die Vorlesestunden wiederaufzunehmen und sucht derzeit gemeinsam mit dem Team Autorinnen und Autoren, die Lesungen anbieten. Für die Ferienspieltage in den Sommerferien hat das Team bereits ein buntes Programm zusammengestellt. So wird Huhnke selbst einen Schnupperkurs zum Handlettering anbieten. Mehr Informationen unter
Für die Essener Stadtteilbibliotheken Altenessen und Katernberg wird jeweils ein neuer Standort diskutiert. Für die Bibliothek in Altenessen ist ein Umzug auf das Gelände der ehemaligen Zeche Carl denkbar, für die ein neues Sanierungs- und Nutzungskonzept in Arbeit ist. Ein Planungsbüro erstellt dazu eine Machbarkeitsstudie. Da die kleinste Essener Stadtteilbibliothek in Katernberg (143qm) nicht barrierefrei ist, hat die Verwaltung der Stadt Essen entschieden, langfristig eine andere Fläche im Bereich Katernberg zu suchen, um die vollständige Barrierefreiheit zu gewährleisten. Derzeit erfolgt der Zugang zum Gebäude über mehrere Stufen. Drinnen werden die Bibliotheksmedien auf zwei Ebenen präsentiert, die ebenfalls nur über eine Treppe zu erreichen sind.
Quelle: Müller, Iris: „Neue Standorte für Büchereien im Essener Norden gesucht“ (07.05.2022), online verfügbar unter: WAZ online
Der Verband der Bibliotheken des Landes NRW e. V. feiert sein 75-jähriges Bestehen. Am 30. November 2022 von 11 bis 16 Uhr findet in der neuen Zentralbibliothek im KAP 1 in Düsseldorf eine feierliche Jubiläumsveranstaltung mit einem tollen Programm und hochkarätigen Referenten statt. Ein detailliertes Programm wird im August bekannt gegeben.
Die Postbank hat in einer repräsentativen Studie im achten Jahr in Folge untersucht, welche Entwicklungen sich in den verschiedenen Lebensbereichen der Bundesbürger in Bezug auf Digitalisierung allgemein und insbesondere zu Finanzthemen abzeichnen. Dazu wurden im Januar und Februar dieses Jahres 3.050 Deutsche befragt. Einige Ergebnisse:
Die Deutschen surfen am liebsten mit dem Handy im Internet. 84 Prozent nutzen ein Smartphone zum Surfen, danach folgen mit 69% Laptop/Notebook, Desktop-PC (52%) und Tablet (45%). 20,2 Stunden pro Woche surfen die Deutschen im Durchschnitt mit dem Handy. Ein Jahr zuvor waren es 18,8 Stunden. Bei den unter 40-Jährigen sind es sogar durchschnittlich 31,8 Stunden pro Woche – und damit knapp vier Prozent mehr als im Vorjahr (30,6 Stunden).
Der Zugang zum Internet mit einem sogenannten Smart-TV (Fernsehgerät mit Internetverbindung, das auch das Streamen von Filmen ermöglicht) hat seit 2020 um sechs Prozentpunkte auf 43 Prozent zugenommen.
Auch Spielekonsolen, intelligente Sprachassistenten und Wearables (also kleine vernetzte Computer, die am Körper getragen werden können – wie Fitnessarmbänder oder Smartwatches) gewinnen etwas hinzu – allerdings auf niedrigem Niveau. Die Nutzung von Alexa, Google Home und Co. stieg beispielsweise von zwölf auf 17 Prozent innerhalb von zwei Jahren. Mehr Informationen unter Die Deutschen surfen am liebsten mit dem Handy im Internet. 84 Prozent nutzen ein Smartphone zum Surfen, danach folgen mit 69% Laptop/Notebook, Desktop-PC (52%) und Tablet (45%). 20,2 Stunden pro Woche surfen die Deutschen im Durchschnitt mit dem Handy. Ein Jahr zuvor waren es 18,8 Stunden. Bei den unter 40-Jährigen sind es sogar durchschnittlich 31,8 Stunden pro Woche – und damit knapp vier Prozent mehr als im Vorjahr (30,6 Stunden). Der Zugang zum Internet mit einem sogenannten Smart-TV (Fernsehgerät mit Internetverbindung, das auch das Streamen von Filmen ermöglicht) hat seit 2020 um sechs Prozentpunkte auf 43 Prozent zugenommen.
Auch Spielekonsolen, intelligente Sprachassistenten und Wearables (also kleine vernetzte Computer, die am Körper getragen werden können – wie Fitnessarmbänder oder Smartwatches) gewinnen etwas hinzu – allerdings auf niedrigem Niveau. Die Nutzung von Alexa, Google Home und Co. stieg beispielsweise von zwölf auf 17 Prozent innerhalb von zwei Jahren. Mehr Informationen unter
Die Deutsche Liga für das Kind e.V. hat einen Leitfaden für Fortbildende im Schul- und Kitabereich entwickelt. Die Online-Handreichung ermutigt Fortbildende, den digitalen Raum zu nutzen und unterstützt sie Schritt für Schritt bei der Konzeption von Online-Fortbildungen – von der Reflexion der eigenen Haltung zu digitalen Formaten, über die Zielgruppenanalyse und Auswahl geeigneter digitaler Tools bis hin zur Evaluation der Online-Fortbildung. Das Material ist auch für Öffentliche Bibliotheken interessant.