Alle Artikel in der Kategorie “Bibliothek als digitaler Ort

Bibliotheken haben auf die Digitalisierung der Gesellschaft in vielfältiger Weise reagiert: Sie bieten ihren Kunden digitale Medien zur Ausleihe ebenso wie den Zugang zu speziellen Datenbanken. In den Online-Katalogen kann man von zu Hause aus recherchieren. Die Verwaltung des Nutzerkontos ist selbstverständlich via Smartphone möglich. Auf Facebook, bei Twitter und als Blogger sind Bibliotheken in den Sozialen Netzwerken zu finden…
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Köln: Was hat das Lernort-Projekt in Ihrer Bibliothek verändert?

2009 hat das Land NRW die Initiative „Lernort Bibliothek“ ins Leben gerufen. Mit der Abschlussveranstaltung am 15. Mai 2019 hat die Initiative ihr offizielles Ende gefunden. ProLibis hat das 10-jährige Jubiläum zum Anlass genommen, um noch einmal einen Blick zurück zu werfen. Wir freuen uns, dass wir diese Rückblicke nun auch auf unserem Blog veröffentlichen können. Die Fachstelle für Öffentliche Bibliotheken NRW bedankt sich herzlich bei allen Mitstreitenden in den vergangenen 10 Jahren und natürlich bei den Autorinnen und Autoren dieser Artikel.


Von Dr. Hannelore Vogt, Direktorin der Stadtbibliothek Köln

Nachhaltige Anstöße

Die Lernort-Initiative der Bezirksregierung hat zukunftsweisend und proaktiv den Gedanken des Dritten Ortes, der heute in der Fachwelt in aller Munde ist, aufgenommen und wichtige Impulse gegeben für die Weiterentwicklung der Stadtbibliothek Köln zu einem attraktiven Aufenthalts- und Aktionsort.

Kreative Content Strategie - Köln 2014_07_22-09

Nicht nur die gemeinsame Erarbeitung des Q-thek-Konzeptes sondern auch das darauf folgende Social-Media-Coaching und die Entwicklung des Quellentauchers, für den wir Pilotbibliothek sein durften, haben unsere Arbeit sehr bereichert.

Das Projekt hat nachhaltige Anstöße gegeben, neue Lernzugänge einzurichten, bei denen heute die digitale Teilhabe durch Partizipation und eigenes Tun, das Lernen durch Anfassen und Experimentieren und das niederschwellige Ausprobieren digitaler Technologien im Vordergrund stehen.

Ich möchte mich sehr herzlich für die jahrelange angenehme und erfolgreiche Zusammenarbeit bedanken!


Ansprechpartner:
Dr. Hannelore Vogt
Stadtbibliothek Köln
Josef-Haubrich-Hof 1
50676 Köln
Die Stadtbibliothek Köln im Netz:
Webseite: https://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/stadtbibliothek/index.html
Facebook: https://www.facebook.com/Stadtbibliothek.Koeln
Instagram: https://www.instagram.com/stbibkoeln/
YouTube: https://www.youtube.com/user/StadtbibliothekKoeln
Twitter: https://twitter.com/stbibkoeln
Blog: https://stadtbibliothekkoeln.blog/

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Kamp-Lintfort: Was hat das Lernort-Projekt in Ihrer Bibliothek verändert?

2009 hat das Land NRW die Initiative „Lernort Bibliothek“ ins Leben gerufen. Mit der Abschlussveranstaltung am 15. Mai 2019 hat die Initiative ihr offizielles Ende gefunden. ProLibis hat das 10-jährige Jubiläum zum Anlass genommen, um noch einmal einen Blick zurück zu werfen. Wir freuen uns, dass wir diese Rückblicke nun auch auf unserem Blog veröffentlichen können. Die Fachstelle für Öffentliche Bibliotheken NRW bedankt sich herzlich bei allen Mitstreitenden in den vergangenen 10 Jahren und natürlich bei den Autorinnen und Autoren dieser Artikel.


Von Katharina Gebauer, Mediathek Kamp-Lintfort

Alleinstellungsmerkmal

Die Stadtbücherei Kamp-Lintfort war die zweitkleinste der acht Pilotbibliotheken und die kleinste, in der das Raumkonzept „Q-thek“ realisiert wurde. Tatsächlich konnte besonders die Visualisierung der Bibliothek als realer und virtueller Lernort in der Kommune bewirken, dass die Stadtbücherei in der öffentlich geführten Diskussion um die Stadtentwicklung zentrales Element wurde. Ihr Platz wurde als wichtiger Standortfaktor mit Alleinstellungsmerkmal im Stadtzentrum bestimmt. Es folgten Planungen für die neue Mediathek Kamp-Lintfort, in deren Mittelpunkt die Bereitstellung eines öffentlichen Raums zum individuellen Lernen und Informieren stand. Klare, intuitiv zu erfassende Orientierung und hoher Aufenthaltswert hatten Vorrang vor Regalmetern zur Unterbringung von analogen Medien.

KampLintfort

Dieses „Wohnzimmer der Stadt“ ist heute beispielgebend für dritte Orte der Kommunen NRWs geworden.
Und was bedeutet die Lernort-Initiative heute für die Mediathek Kamp-Lintfort?
Die Lernort-Initiative greift bis heute wichtige Trends auf und ist wichtige Ideenschmiede für unkonventionelle Lösungen, um reale Bibliotheksorte mit der Medienwelt zu verbinden.


Ansprechpartner:
Katharina Gebauer
Mediathek Kamp-Lintfort
Freiherr-vom-Stein-Straße 26
47475 Kamp-Lintfort
Die Mediathek Kamp-Lintfort im Netz:
Webseite: https://www.kamp-lintfort.de/de/inhalt/mediathek/
Facebook: https://www.facebook.com/Mediathek.KampLintfort
Instagram: https://www.instagram.com/mediathek.kamplintfort/

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Hattingen: Was hat das Lernort-Projekt in Ihrer Bibliothek verändert?

2009 hat das Land NRW die Initiative „Lernort Bibliothek“ ins Leben gerufen. Mit der Abschlussveranstaltung am 15. Mai 2019 hat die Initiative ihr offizielles Ende gefunden. ProLibis hat das 10-jährige Jubiläum zum Anlass genommen, um noch einmal einen Blick zurück zu werfen. Wir freuen uns, dass wir diese Rückblicke nun auch auf unserem Blog veröffentlichen können. Die Fachstelle für Öffentliche Bibliotheken NRW bedankt sich herzlich bei allen Mitstreitenden in den vergangenen 10 Jahren und natürlich bei den Autorinnen und Autoren dieser Artikel.


Von Bernd Jeucken, Stadtbibliothek Hattingen

Vorstellungen übertroffen

Die Landesinitiative „Lernort Bibliothek“ wurde nahezu zeitgleich mit dem Umzug unserer Bibliothek in neue, großzügige Räume in ein zentrales Einkaufszentrum ins Leben gerufen.
Daher waren wir sehr erfreut, zum Team der Lernortbibliotheken der ersten Generation zu gehören. Unsere Vorstellung, unter Leitung der Fachstelle und durch den Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen aus sieben anderen Bibliotheken neue Perspektiven für unsere zukünftige Arbeit zu gewinnen, wurde nicht nur erfüllt, sondern übertroffen.

Zum einen konnte das Konzept mit einem nahezu medienfreien Raum, der individuell zu
verschiedenen Lernanlässen genutzt wird („Q-thek“), architektonisch hervorragend in die neu eingerichtete Bibliothek integriert werden, zum anderen wurden auf diesem neu geschaffenen Areal Formate wie Lesungen, Vorträge, Ausstellungen etc. möglich gemacht, die das Veranstaltungsprogramm der Bibliothek und darüber hinausgehend deren gesamtes Erscheinungsbild nachhaltig prägten.

Ohne Übertreibung lässt sich sagen: unsere Teilnahme am „Lernortprojekt“ hat nicht nur unser Denken über unsere Bibliothek verändert, sondern auch das unserer Kunden, die inzwischen die hohe Aufenthaltsqualität unserer Einrichtung als selbstverständlich erachten und schätzen.


Ansprechpartner:
Bernd Jeucken
Stadtbibliothek Hattingen
Reschop Carré 1
45525 Hattingen

Die Stadtbibliothek Hattingen im Netz:
Webseite: www.bibliothek.hattingen.de
Facebook: www.facebook.com/Stadtbibliothek.Hattingen

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Gütersloh: Was hat das Lernort-Projekt in Ihrer Bibliothek verändert?

2009 hat das Land NRW die Initiative „Lernort Bibliothek“ ins Leben gerufen. Mit der Abschlussveranstaltung am 15. Mai 2019 hat die Initiative ihr offizielles Ende gefunden. ProLibis hat das 10-jährige Jubiläum zum Anlass genommen, um noch einmal einen Blick zurück zu werfen. Wir freuen uns, dass wir diese Rückblicke nun auch auf unserem Blog veröffentlichen können. Die Fachstelle für Öffentliche Bibliotheken NRW bedankt sich herzlich bei allen Mitstreitenden in den vergangenen 10 Jahren und natürlich bei den Autorinnen und Autoren dieser Artikel.


Von Anja Krokowski

Enormer Innovationsschub

Wir blicken zurück und können sagen: wir hatten das große Glück, eine von acht Bibliotheken zu sein, die ab 2009 an dem Projekt „Lernort Bibliothek“ teilnehmen konnten. Dieses Projekt hat der Bibliothek einen enormen Innovationsschub verliehen. Diese Auswirkungen spüren wir bis heute.

 

Neben der Finanzierung von modularen Möbeln und Einrichtungsgegenständen, wie auch bestimmter Hardware, war die Qualifizierung der Mitarbeiter ein sehr wichtiger Punkt. Wir haben uns in diesem Rahmen viel mit der Zukunft unserer Bibliothek beschäftigt. Unterschiedliche Meinungen führten zu häufigen Diskussionen und wichtigen Impulsen. Die Teilnahme an diesem Projekt hat einen Entwicklungsprozess in vielen Bereichen, die für uns damals neu waren, in Gang gesetzt: die Etablierung verschiedener Social-Media-Plattformen, die Nutzung eines eigenen Mitarbeiter-Wikis, der Ausbau der digitale Angebote.

Gütersloh

Wir haben viel gelernt und unsere Bibliothek – auch mit der Unterstützung aus diesem Projekt – fit für die Zukunft gemacht. Wir genießen ein gewisses Renommee in der Stadtverwaltung und sind im digitalen Aufbruch der Stadt Gütersloh ein wichtiger Partner.


Ansprechpartner:
Silke Niermann
Stadtbibliothek Gütersloh
Blessenstätte 1
33330 Gütersloh

Die Stadtbibliothek Gütersloh im Netz:
Webseite: https://www.stadtbibliothek-guetersloh.de/
Facebook: https://www.facebook.com/StabiGuetersloh
Instagram: https://www.instagram.com/stabiguetersloh/
Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCiaf-Z3zeMBsZvQVPi2C2zQ/videos

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Dormagen: Was hat das Lernort-Projekt in Ihrer Bibliothek verändert?

2009 hat das Land NRW die Initiative „Lernort Bibliothek“ ins Leben gerufen. Mit der Abschlussveranstaltung am 15. Mai 2019 hat die Initiative ihr offizielles Ende gefunden. ProLibis hat das 10-jährige Jubiläum zum Anlass genommen, um noch einmal einen Blick zurück zu werfen. Wir freuen uns, dass wir diese Rückblicke nun auch auf unserem Blog veröffentlichen können. Die Fachstelle für Öffentliche Bibliotheken NRW bedankt sich herzlich bei allen Mitstreitenden in den vergangenen 10 Jahren und natürlich bei den Autorinnen und Autoren dieser Artikel.


Von Claudia Schmidt, Stadtbücherei Dormagen

Lottogewinn

Für Dormagen war die Teilnahme am Lernort-Projekt so etwas wie ein Lottogewinn, denn die Möglichkeit, an einer – sehr netten! – Projektgruppe teilnehmen und dort ohne „Schere im Kopf“ Visionen entwickeln und auch umsetzen zu können, bietet sich nicht so häufig. Die Umgestaltung der Bibliothek u.a. in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Reich & Wamser und die Entwicklung von Web 2.0-Angeboten hat sowohl der Bibliothek als Ort wie auch dem Bibliotheksteam einen großen Innovationsschub verliehen, was uns von unseren Kundinnen und Kunden vielfach bestätigt wurde. Wir hatten dabei eine Vorreiterrolle innerhalb der Stadtverwaltung und konnten aufgrund unseres Know-hows bei der Entwicklung von Formaten anderer städtischer Einrichtungen mitwirken.

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Was bedeutet die Lernort-Initiative heute für die Stadtbibliothek Dormagen?

Durch die Beschäftigung mit dem Thema „Bibliothek als Ort in der Kommune“ im Rahmen des Projektes ist die Stadtbibliothek Dormagen mehr und mehr zu einem Dritten Ort innerhalb Dormagens geworden, der den Einwohnerinnen und Einwohnern die Möglichkeit bietet, sich an einem nicht-kommerziellen und wohnortnahen Ort aufzuhalten, um dort unterstützt von unserem Personal zu arbeiten, zu lernen, sich zu informieren, digitale Medien auszuprobieren, zu schreiben, Veranstaltungen zu besuchen oder auch zu kommunizieren und zu relaxen. Sie bietet damit ein Ambiente, das von Menschen für bestimmte Aktivitäten offensichtlich gesucht wird. Darüber hinaus war und ist die Implementierung und ständige Fortentwicklung von Social Media-Angeboten sehr wichtig, da die Präsenz für Bibliotheken dort mittlerweile unabdingbar ist.


Ansprechpartner:

Claudia Schmidt
Stadtbibliothek Dormagen
Marktpl. 1
41539 Dormagen

Die Stadtbibliothek Dormagen im Netz:
Webseite: https://dormagen.de/kunst-kultur/stadtbibliothek-dormagen/
Facebook: https://www.facebook.com/stadtbibliothek.dormagen/
Instagram: https://www.instagram.com/stadtbibliothek_dormagen/
Twitter: https://twitter.com/stabidormagen

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Bergheim: Was hat das Lernort-Projekt in Ihrer Bibliothek verändert?

2009 hat das Land NRW die Initiative „Lernort Bibliothek“ ins Leben gerufen. Mit der Abschlussveranstaltung am 15. Mai 2019 hat die Initiative ihr offizielles Ende gefunden. ProLibis hat das 10-jährige Jubiläum zum Anlass genommen, um noch einmal einen Blick zurück zu werfen. Wir freuen uns, dass wir diese Rückblicke nun auch auf unserem Blog veröffentlichen können. Die Fachstelle für Öffentliche Bibliotheken NRW bedankt sich herzlich bei allen Mitstreitenden in den vergangenen 10 Jahren und natürlich bei den Autorinnen und Autoren dieser Artikel.


Von Werner Wieczorek, Stadtbibliothek Bergheim

Von außen sichtbar

Die Stadtbibliothek Bergheim hat sich 2009 mit den folgenden Erwartungen für die Teilnahme am Auftaktprojekt beworben:

„Die STADT.BIBLIOTHEK.BERGHEIM erwartet von der Projektteilnahme die Erarbeitung eines zukunftsorientierten Konzeptes für die STADT.BIBLIOTHEK.BERGHEIM als Lernort, welches über die bestehenden Konzepte für die Bildungspartnerschaften hinausgeht“.

Bergheim

Das Projekt sollte eine kreative fachliche Auseinandersetzung zum Lernort Bibliothek bieten, die Wünsche der Kunden ermitteln, Standards oder modulare Angebote formulieren und die Erarbeitung eines tragfähigen Konzeptes, dessen Umsetzung und Vermarktung für die eigene Bibliothek ermöglichen.

Was bedeutet die Lernort-Initiative heute für die Stadtbibliothek Bergheim?
Der Standort „Q-Thek“ definiert und prägt die Stadtbibliothek auch heute: Von außen weithin sichtbar, ist das Leuchtobjekt quasi zu einem „Wahrzeichen“ der Bibliothek geworden. Neue Angebote, wie z.B. die Einrichtung eines MAKERSPACE, das SCHÜLERCENTER oder die INTERNATIONALE BIBLIOTHEK docken zudem an diesen Bereich an und erweitern so den „Lernort Bibliothek“. Die Bibliothek wird bei Besuchern dadurch noch stärker als Ort des Lernens und der Bildung wahrgenommen.


Ansprechpartner:
Werner Wieczorek
Stadtbibliothek Bergheim
Konrad-Adenauer-Platz 1
50126 Bergheim

Die Stadtbibliothek Bergheim im Netz:
Webseite: https://www.stadtbibliothek.bergheim.de/
Facebook: https://www.facebook.com/Stadtbibliothek.Bergheim/
Instagram: https://www.instagram.com/stadtbibliothek_bergheim/
Youtube: https://www.youtube.com/user/StabiBergheim
Twitter: https://twitter.com/Stabi_Bergheim?lang=de

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Lernort: Modell für Nachahmung unter anderen Bedingungen

2009 hat das Land NRW die Initiative „Lernort Bibliothek“ ins Leben gerufen. Mit der Abschlussveranstaltung am 15. Mai 2019 hat die Initiative ihr offizielles Ende gefunden. ProLibis hat das 10-jährige Jubiläum zum Anlass genommen, um noch einmal einen Blick zurück zu werfen. Wir freuen uns, dass wir diese Rückblicke nun auch auf unserem Blog veröffentlichen können. Die Fachstelle für Öffentliche Bibliotheken NRW bedankt sich herzlich bei allen Mitstreitenden in den vergangenen 10 Jahren und natürlich bei den Autorinnen und Autoren dieser Artikel.


Von Ute Palmer, Bayerische Staatsbibliothek, Landesfachstelle für das öffentliche Bibliothekswesen

Bayern, nach Nordrhein-Westfalen das zweitgrößte Bundesland, schaut sehr interessiert auf Projekte, die durch die Fachstelle für Öffentliche Bibliotheken NRW initiiert und realisiert werden.
Beide Bundesländer können Bibliotheken finanziell unterstützen und fördern, jedoch unter unterschiedlichen Bedingungen. Coaching- und Leuchtturmprojekte wie die Lernort-Initiative konnten so bisher in Bayern nicht gefördert werden. Bibliotheksprojekte aus Nordrhein-Westfalen eignen sich oft als Modelle für Nachahmung unter anderen Bedingungen.
Das Projekt „Lernort Bibliothek“ hat viel dazu beigetragen, dass sich Bibliotheken in Bayern und darüber hinaus diesem Bereich verstärkt zuwenden. Auch half das Projekt, ein verändertes Bibliotheksbild in den Köpfen von Bibliotheksmitarbeitern, Politik und Öffentlichkeit zu verankern. Durch die Konzeption und die dadurch entstandene Projektarbeit zwischen Bibliotheken, der Fachstelle und externen Experten und Coaches wurden besonders zwei Faktoren deutlich:

Menschen lernen heute anders als früher, mittels anderer Medien/Methoden und in anderer Umgebung.

Außerdem sind Bibliotheken in ihrer Flexibilität, ihrem Service, ihrer Aufenthaltsqualität die geeigneten Partner für Lernende. Bibliotheken haben Möglichkeiten, unterschiedliche räumliche Angebote zu kreieren, den immer wechselnden Ansprüchen der Menschen entsprechend (alleine lernen, Ruhe haben wollen, in Gruppen lernen usw.) die geeigneten öffentlichen Räume zu schaffen. Aus unserer Sicht sind vor allem die flexiblen Lernmodule, die für „Lernort Bibliothek“ entwickelt worden sind, sowie die Bereitstellung von Lernraum (nicht nur von Medien) relevant. Dies ebenso wie die (Social-Media-) Coachings innerhalb dieses Projektes haben einen Einfluss auf die Arbeit in Bayern genommen.

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„Quellentaucher“ – neue Zugangswege der Recherche

2009 hat das Land NRW die Initiative „Lernort Bibliothek“ ins Leben gerufen. Mit der Abschlussveranstaltung am 15. Mai 2019 hat die Initiative ihr offizielles Ende gefunden. ProLibis hat das 10-jährige Jubiläum zum Anlass genommen, um noch einmal einen Blick zurück zu werfen. Wir freuen uns, dass wir diese Rückblicke nun auch auf unserem Blog veröffentlichen können. Die Fachstelle für Öffentliche Bibliotheken NRW bedankt sich herzlich bei allen Mitstreitenden in den vergangenen 10 Jahren und natürlich bei den Autorinnen und Autoren dieser Artikel.


Von Harald Reiterer, Fachbereich Informatik und Informationswissenschaft, Universität Konstanz

Das Projekt „Quellentaucher“ stand am Ende einer langen Reihe von sehr erfolgreichen Projekten mit wissenschaftlichen und öffentlichen Bibliotheken, die alle das gemeinsame Ziel verfolgten, neue Zugangswege zur Unterstützung der Recherche in Bibliotheken und online-Datenkatalogen zu entwickeln . (1)

Vom Standpunkt meiner Forschungsdisziplin, der „Mensch-Computer Interaktion“ waren dies sehr herausfordernde Projekte, da die avisierte Zielgruppe, Benutzer von Bibliotheken, ja in der Regel über sehr heterogene Erfahrungen hinsichtlich der Computernutzung verfügen. Daher müssen die geboten neuen Zugangswege möglichst intuitiv und damit auch inklusiv sein. Die beiden gewählten neuen Zugangswege im Projekt „Quellentaucher“ – „Expedition“ und „Tiefenrausch“ genannt – konnten diese Ziele überzeugend einlösen, allerdings wurden auch eine Reihe von noch zu bewältigenden Herausforderungen identifiziert.

Überzeugende Grundidee

Bei der „Expedition“ haben wir als Zugang aktuelle Ereignisse einer lokalen Tageszeitung gewählt, welche auf einem großen Touchdisplay in Form von Informationskacheln, nach verschieden Rubriken gegliedert, angezeigt wurden. Damit sollte ein tagesaktueller Zugang zu Medien im Bestand der Bibliothek unterstützt werden. Die Grundidee war überzeugend und wurde auch positiv reflektiert, allerdings hängt die Attraktivität entscheidend davon ab, ob der Bestand an Medien reichhaltig und umfassend genug ist, dass auch eine kritische Menge an interessanten Vorschlägen kommt. Um dies zu erreichen, müssen auch Inhalte, die über Fernleihe beziehbar sind, mitberücksichtigt werden.

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Des Weiteren gelingt der semantische Querbezug nur, wenn die Qualität der Daten, wie beispielsweises der Umfang der Metadaten oder die Verfügbarkeit von Volltexten ein durch hohe Relevanz gekennzeichnetes Information Retrieval zulassen. Beides war im Quellentaucher nur eingeschränkt der Fall, sodass die angezeigten Medien vom Umfang und der Passgenauigkeit oft beschränkt waren.

Der zweite neue Zugangsweg namens „Tiefenrausch“ ermöglichte eine facettierte Suche mittels haptischer Filter in Form von physischen Filtersteinen wie „Jahr“, „Sprache“, „Medium“, „Autor“ aber auch freie „Suchworte“.
Diese konnten auf einem touchsensitiven Tischdisplay frei platziert werden und die Ergebnisse wurden auf einem darüber angeordneten touchsensitiven Wanddisplay angezeigt. Das gewählte Interaktionskonzept wurde in einem direkten Vergleich mit dem bestehenden Webkatalog von den Besuchern klar favorisiert. Was die Besucher vor allem schätzten, war die visuelle Darstellung der gesamten Filterkette – der gesamte Suchprozess war quasi vor ihnen ausgebreitet und damit transparent. Des Weiteren die Möglichkeit den Rechercheprozess einfach anpassen und diesen auch kollaborativ durchführen zu können. Allerdings konnten auch hier bestehende Herausforderungen identifiziert werden.

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Im Rahmen des Quellentaucher-Projekts machten sich Nutzerinnen und Nutzer auf zur „Expedition“

Die für alle einsichtige Ergebnisdarstellung einer Recherche auf einem großen Wanddisplay rief Vorbehalte bezüglich der Privatheit hervor. Hier wäre ein anderer Formfaktor mit kleinerem Display, das weniger einsichtig ist, angemessener. Auch machten technische Beschränkungen des Tisches (z.B. eingeschränkte Toucherkennung) das Eingeben von Stichwörtern oft mühsam. Hier zeigte sich, dass die technischen Limitierungen von interaktiven Tischen, die sowohl Touch- als auch physische Bausteinerkennung unterstützen, im Bibliotheksalltag hinderlich sind. Aufgrund dieser technischen Limitierungen würden wir heute auf physische Filtersteine verzichten und damit wäre eine robuste Toucherkennung kein Problem.

Wichtig: Der Standort

Entscheidend ist auch die richtige Standortwahl für neue interaktive Installationen.

Aus heutiger Sicht würden wir die beiden Installationen „Expedition“ und „Tiefenrausch“ physisch trennen und an verschiedenen Standorten in der Bibliothek platzieren. Die „Expedition“ mit ihrem tagesaktuellen Zugang ist vor allem in hochfrequentierten Bereichen (Eingang, Buchrückgabe, etc.) gut aufgehoben. Der „Tiefenrausch“ sollte auf jeder Ebene einer Bibliothek an kleineren Rechercheinseln angeboten werden, die durch entsprechendes Design auch nicht voll einsichtig sind und damit eine privatere Recherche ermöglichen. Zusätzlich könnte das von uns vorgeschlagene Setting mit großem Tisch und Display an den Infopunkten zur Beratung bei Recherchewünschen durch die Bibliothekare genutzt werden.

Aus heutiger Sicht müsste der Einsatz von Smartphones, als mittlerweile umfassend zur Verfügung stehendes digitales Recherchewerkzeug, im Gesamtkonzept der Installationen des „Quellentaucher“ Projektes Berücksichtigung finden.


(1) Nachzulesen unter Reiterer, H., Rädle, R., Butscher, S., et al. (2016). Blended Library – neue Zugangswege zu den Inhalten wissenschaftlicher und öffentlicher Bibliotheken. Bibliothek Forschung und Praxis, 40(1), pp. 7-20. Retrieved 20 Nov. 2018, from doi:10.1515/bfp-2016-0010


 

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Tutorial: Trickfilme selbst gemacht

Im Kontext der Kampagne „Netzwerk Bibliothek“ entwickeln Bettina Harling aus Mannheim , Annabell Huwig aus Ludwigshafen, Marlene Neumann aus Erlangen und Daniel Tepe aus Bremen regelmäßig Tutorials zu digitalen Bibliotheksangeboten. Die Kampagne soll Bibliotheksmitarbeiter*innen dabei helfen, eigene digitale Angebote zu schaffen.

Im jüngsten Tutorial gibt die Expertin für digitale Bibliothekspädagogik, Bettina Harling von der Stadtbibliothek Mannheim, Tipps rund um die Erstellung kleiner Trickfilme.

Quelle: Netzwerk Bibliothek: „Tutorial Trickfilme selbstgemacht“ (zuletzt aufgerufen am 04.07.2019), online verfügbar unter https://www.netzwerk-bibliothek.de/de_DE/tutorial-trickfilm

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Q-thek – ein Erfahrungsbericht der ekz.bibliotheksservice GmbH

2009 hat das Land NRW die Initiative „Lernort Bibliothek“ ins Leben gerufen. Mit der Abschlussveranstaltung am 15. Mai 2019 hat die Initiative ihr offizielles Ende gefunden. ProLibis hat das 10-jährige Jubiläum zum Anlass genommen, um noch einmal einen Blick zurück zu werfen. Wir freuen uns, dass wir diese Rückblicke nun auch auf unserem Blog veröffentlichen können. Die Fachstelle für Öffentliche Bibliotheken NRW bedankt sich herzlich bei allen Mitstreitenden in den vergangenen 10 Jahren und natürlich bei den Autorinnen und Autoren dieser Artikel.


Von Christian Weegen und Andreas Ptack, ekz.bibliotheksservice GmbH

Die ekz.bibliotheksservice GmbH erhielt die Vertriebsrechte

Nach einem ersten Austausch in Düsseldorf hat die ekz.bibliotheksservice GmbH vom Land Nordrhein Westfalen die Vertriebsrechte für die Möbel der Q-thek erhalten. Die Pilotprojekte in Nordrhein-Westfalen lieferten erste Antworten auf Fragen, wie sich der Lernort Bibliothek wandeln kann. Es entstanden unter anderem Lösungen, die zeigten, dass sich innovative Formen der Werbung für einen Bibliotheksraum positiv auswirken können: etwa durch eine Lichtsäule oder durch variable, erstmals individuell zusammenstellbare Möbel in einem neuartigen Design. Mischpräsentationen verbinden dabei Printmedien mit den Möglichkeiten der digitalen Informationsvermittlung. Sehr hochwertige Materialien sowie die Verarbeitungsdetails zeichnen diese Möbel aus und so wurden auf dieser Basis qualitativ herausragende Produkte entwickelt.
Für die ekz, die sowohl als Anbieter für Einzelmöbel als auch für Kompletteinrichtungen auf dem deutschen Markt tätig ist, waren diese Möbel eine interessante Erweiterung des Portfolios. Doch das hochwertige Design in Kombination mit der Auswahl exklusiver Materialien hat auch seinen Preis. Im Vertrieb stellte sich daher heraus, dass die zur Verfügung stehenden Budgets der interessierten Bibliotheken für die Q-thek-Möbel leider nicht ausreichten. Es wurden einige Leuchtturmprojekte mit einzelnen Elementen aus diesem Konzept ausgestattet, komplette Q-theken konnten wir außerhalb Nordrhein-Westfalens bisher leider nicht einrichten.

Wichtiger Impuls
Wir bedauern dies, sehen in den Möbeln aber einen positiven und wichtigen Impuls und Gedankenanstoß für die Bibliothekswelt. Bei unserer eigenen Produktentwicklung haben wir diese Ideen aufgenommen und neu interpretiert. Mittlerweile ist die „Bibliothek als Dritter Ort“ ein fester Begriff in der Fachwelt geworden und die ekz hat vor diesem Hintergrund neue Produkte entwickelt. Dazu gehören:
• Ausstattung für Lernorte, die als Erlebnisräume mehr sind als nur Funktionszonen einer Bibliothek
• Akustikelemente und Möbel, die für ruhiges Arbeiten und Wohlfühlatmosphäre sorgen
• die ekz-MakerWorld-Produkte als Bausteine für neue Lernorte und Kreativzonen

Diese Ideen finden Einzug in zahlreiche neue Ausstattungsprojekte, die unsere Architekten zusammen mit den Kunden individuell vor Ort umsetzen und so ganzheitliche zukunftsorientierte Bibliothekswelten gestalten.