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Europawahl 2019: Wer sich für Bibliotheken einsetzt

Der deutsche Bibliotheksverband (dbv) hat an alle im aktuellen Europaparlament vertretenen Parteien Wahlprüfsteine versandt. Diese Fragen bezogen sich auf das angestrebte Engagement für die Belange von Bibliotheken (s.u.). Sie wurden in Zusammenarbeit mit europäischen und internationalen Bibliotheksverbänden entworfen. Grundlage für die Wahlprüfsteine ist das „Bibliotheksmanifest für Europa“ der europäischen und internationalen Bibliotheksverbände, welches Kernforderungen für Europa enthält.

Die Fragen lauten im Einzelnen wie folgt:

  1. Wie wollen Sie sicherstellen, dass Europa es seinen Bibliotheken ermöglicht, allen Bürgerinnen und Bürgern Zugang zu den Informationen zu gewähren, die sie benötigen, insbesondere in den Bereichen Bildung, Beschäftigung, Gesundheit und demokratische Beteiligung?
  2. Wie werden Sie sicherstellen, dass die europäischen Bibliotheken allen Menschen während ihres gesamten Lebens die Möglichkeit bieten, relevante Fähigkeiten im digitalen Zeitalter zu erlernen und zu entwickeln?
  3. Wie werden Sie sicherstellen, dass Europa und seine Bibliotheken im Bereich Open Science weltweit führend sind, einschließlich der Erreichung des Ziels, bis 2020 alle öffentlich finanzierten Forschungsarbeiten offen zugänglich zu machen?
  4. Wie wollen Sie sicherstellen, dass das kulturelle Erbe Europas, wie es in Bibliotheken aufbewahrt wird, für alle zugänglich ist, unabhängig von Einkommen, Behinderung oder anderen Faktoren, jetzt und in Zukunft?
  5. Wie werden Sie sicherstellen, dass Europa das Potenzial seiner Bibliotheken als einen Erfolgsfaktor in einer umfassenden Strategie zur Erreichung der Ziele der nachhaltigen Entwicklung erkennt?
  6. Wie werden Sie sicherstellen, dass Europas Handeln in globalen Zusammenhängen die Bibliotheken und den Zugang zu Informationen sowohl durch Entwicklungsfonds als auch durch internationale Gesetzgebung unterstützt?

Die Antworten der Parteien Bündnis 90/Die Grünen, CDU/CSU, DIE LINKE, FDP, FREIE WÄHLER und ÖPD sind auf den Seiten des dbv nachzulesen.

Quelle: deutscher Bibliotheksverband e.V.: „Wahlprüfsteine zur Wahl des Europäischen Parlaments 2019“ (stand 10.05.2019), online verfügbar unter https://www.bibliotheksverband.de/dbv/themen/wahlpruefsteine/wahl-zum-europaeischen-parlament.html

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Sprachgesteuerte Assistenten in der KIT-Bibliothek

Die KIT-Bibliothek in Karlsruhe ist eine moderne 24-Stunden-Bibliothek, die versucht, ihren NutzerInnen auch einen 24 Stunden umfassenden Service zu bieten. Die gut genutzte Auskunft ist dabei zwar bis 19 Uhr besetzt, in der restlichen Zeit und am Wochenende ist jedoch lediglich das Wachpersonal vor Ort. Um auch außerhalb der Öffnungszeiten eine Informationsmöglichkeit zu bieten und um die innovativen Dienstleistungen auch per Sprache abfragen zu können, hat die KIT-Bibliothek ihr Angebot mit einer Erweiterung für Amazons Alexa-System ausgebaut.

Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.bibliothek.kit.edu

Quelle: Newsletter 2/19 Fachstelle Tübingen

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Geschichten öffnen Türen – Vorlesen und Erzählen mit Kindern aus aller Welt

Das Netzwerk Vorlesen stellt in einer thematischen Leseempfehlung Bücher und Medien vor, die sich für Vorleseaktionen mit Kindern mit Migrationshintergrund ebenso wie für das Vorlesen mit Kindern aus Flüchtlingsfamilien eignen.

Die Kategorien reichen von „Für die Kleinsten“ über „Bilderbücher“ bis hin zu „Für ältere Kinder und Jugendliche“.

Quelle: Newsletter 2/19 Fachstelle Tübingen

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Lehrjahre sind ja bekanntlich keine Herrenjahre

…eigentlich.

Unsere Auszubildene dürfte allerdings inzwischen festgestellt haben, dass eine Ausbildung als Fachangestellte für Medien und Informationsdienste durchaus auch spaßig sein kann. Gerade die Nutzung der sozialen Medien erfordert ein nicht unbeträchtliches Maß an Humor und auch Präsentationsfreudigkeit.

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Damit haben wir mit unserer Fiona praktisch den Hauptgewinn gezogen. Die macht auf gut sauerländisch gesagt: „Jeden Mist mit.“ Wenn Fiona im Bild ist, sind uns Likes und Herzchen sicher.

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Und wenn dann bei einer Neuanmeldung der neue Leser erfreut ausruft: „Ach, sie kenn ich ja, sie sind die von Facebook.“, dann wissen wir, dass uns die Verbindung von analoger und digitaler Welt wieder einmal gelungen ist.

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Die Stadtbibliothek Menden nimmt am 7. Social Media-Qualifizierungsprogramm der Initiative „Lernort Bibliothek“ teil. Das Qualifizierungsprogramm steht unter dem Motto „Entwicklung einer Leitidee für Social Media“.


Ansprechpartner:
Veronika Czerwinski
Dorte-Hilleke-Bücherei Menden
Hauptstraße 48
58706 Menden

Die Stadtbücherei Menden im Netz:
Webseite: https://www.menden.de/leben-in-menden/kultur-bildung/buecherei/
Facebook: https://www.facebook.com/buecherei.menden/
Instagram: https://www.instagram.com/stadtbuechereimenden/


Weitere Informationen zum Qualifizierungsprogramm:

Leitidee für Social Media – die #Bibreise ist wieder on Tour!
Gelebte Utopien: Als Coachin bei der #BibReise 
Was Sie noch nicht über öffentliche Bibliotheken wussten…
An Ems und Wupper: Rheine und Wuppertal auf #BibReise
Im Land der tausend Berge: Menden und Lüdenscheid auf #BibReise
Gestatten: Die Teams aus Stadtlohn und Gescher auf #BibReise
Aufbruchstimmung im Münsterland: Dorsten und Warendorf auf #BibReise

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Welt der Bibliotheken – das Ebook „Librarians around the world“

Die Gruppe Berufsnachwuchs des Bibliotheksverbandes in Lettland hat Anfang 2017 begonnen, Stimmen, Eindrücke, Erfahrungen und Berichte von Kolleg*innen weltweit zu sammeln. 46 Bibliotheksmitarbeitende aus 27 Ländern haben teilgenommen: Armenien, Bangladesch, Estland, Finnland, Frankreich, Ungarn, Lettland, Litauen, Niederlande, Nigeria, Philippinen, Qatar, Serbien, Slovenien, Südkorea, Schweden, Thailand, Türkei, USA, Indien, Myanmar, Tanzania, Ukraine, Spanien, Slovakien, Vietnam, and Neuseeland kommen zu Wort. Nun ist daraus das E-Book ‚Librarians around the world‘ geworden.

Quelle: Newsletter Fachstelle Tübingen 3/19

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Kurzfristig Plätze frei: Ein Jahr DSGVO

Für unsere Fortbildung „Ein Jahr Datenschutz-Grundverordnung DSGVO“ sind kurzfristig noch Plätze frei geworden!

Über die Fortbildung: Vor einem Jahr – am 25.05.2018 – trat die DSGVO in Kraft. Wie überall herrschte auch in  Öffentlichen Bibliotheken eine Mischung aus Aktionismus und Unsicherheit, was genau wie zu tun ist, um den neuen Anforderungen zu entsprechen.

Die Veranstaltung hebt noch einmal die wichtigsten Änderungen im Datenschutzrecht hervor und bietet ausreichend Gelegenheit zu fachlichem Austausch und Diskussion.

So soll u.a. den folgenden Fragestellungen nachgegangen werden:
» Worin bestanden/bestehen die größten Schwierigkeiten in der Umsetzung und Anwendung der Vorschriften?
» Hat es schon Anfragen oder Auskunftsersuchen von Nutzer*innen gegeben und wie wurde damit umgegangen?
» Mussten Dienstleistungen eingestellt werden, gibt es Überlegungen neue Dienstleistungen anzubieten?

Die Themen aller angemeldeten Personen werden spätestens zwei Wochen vor dem Seminar abgefragt, um die Informationen und den Erfahrungsaustausch möglichst passgenau gestalten zu können.

Eine Anmeldung ist kurzfristig beim ZBIW möglich.

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Köln/Langenfeld/Monheim: Sonntagsöffnung wird begrüßt

Die Leiter*innen der Bibliotheken in Köln, Langenfeld und Monheim begrüßen den Gesetzentwurf der Regierungsfraktionen CDU/FDP, die Sonntagsöffnung für Bibliotheken zu ermöglichen.

Frau Dr. Vogt, Stadtbibliothek Köln, begrüßt die Sonntagsöffnung im Kontext der Bibliothek als dritten Orts. Das Spektrum der Angebote – sei es der 3D-Drucker oder die Arbeitsplätze- wäre auch sonntags ein Publikumsmagnet.

Frau Seuser, Stadtbibliothek Langenfeld, begrüßt die Möglichkeit zur Sonntagsöffnung. Vor 2021 werde man jedoch keine Anpassungen der Öffnungszeiten vornehmen, da dies sorgfältiger Planung bedürfe.

Herr Führer, Stadtbibliothek Monheim, lobt die Sonntagsöffnung als Möglichkeit, familienfreundlicher zu werden. Ob die Bibliothek für dieses Ziel mit Personal besetzt werden oder als Open Library laufen kann, wird in seinem Hause noch ermittelt.

Quellen:

Hass, Diana: „Bald auch sonntags geöffnet? Die Kölner Zentralbibliothek geht mit der Zeit“ (29.04.2019), online verfügbar unter ttps://www.rundschau-online.de/region/koeln/bald-auch-sonntags-geoeffnet–die-koelner-zentralbibliothek-geht-mit-der-zeit-32440174?dmcid=f_yho_RSS-Feed+K%F6ln

Czyperek, Petra: „Langenfeld/Monheim. Neue Öffnungszeiten für Bibliotheken?“ (05.04.2019), online verfügbar unter https://www.wz.de/nrw/kreis-mettmann/langenfeld-und-monheim/die-buechereien-in-langenfeld-und-monheim-koennen-bei-sonntagsoeffnung-mehr-publikum-anziehen_aid-38338647

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Miniaturen

Der Sperber
Jugendliche im Alter von 12-16 Jahren nahmen an einem Fotomarathon teil. Aufgabe war es, in 3 Stunden Fotos zu 6 Themen zu machen – alleine oder in einer Gruppe – und diese Fotos nach den 3 Stunden in digitaler Form abzugeben. Aus den Ergebnissen wurde eine Fotoausstellung – ganz „analog“ – zusammengestellt, die in der Stadtbücherei gezeigt wurde. Zur Ausstellungseröffnung wurde geladen und es kamen die jugendlichen Fotografinnen und Fotografen mit Eltern, Geschwistern und Freunden. Ein einzelner Herr kam auch, und sein Gesicht war hier bekannt. Der „Sperber“! Ein professioneller Fotograf, der dem Instagram-Auftritt der Stadtbücherei folgt, gerne Herzchen schenkt und Kommentare hinterlässt. „Ich weiß jetzt leider Ihren Namen nicht, aber ich weiß, Sie sind der „Sperber“, wir kennen uns über Instagram!“. „Ja“, sagt er, „ich wollte mal die Menschen kennenlernen, die hinter Ihrem Instagram-Auftritt stehen“.
Auch das kann Social Media – über die virtuelle Welt Menschen in der realen Welt zusammenführen. Vielleicht startet noch ein gemeinsames Fotoprojekt von „Sperber“ und Stadtbücherei – angefragt hat der Greifvogel schon …

Das größte Kompliment

„Liebster Ort auf diesem Planeten“ !

Lüdenscheid_Instagram

Grüffelchen, Grüffelokind und Papa Phreak

Lüdenscheid_Grüffelo

 

Herrlich! Das schreit doch nach einer Fortsetzung vom Grüffelo …
Sie sind Stammkunden in der Kinderbücherei – bessere Werbung für die Stadtbücherei können wir uns nicht wünschen! Und auf die kurze Nachfrage seitens Stadtbücherei im Kommentar, ob eventuell größere Körbe gewünscht seien, kommentiert Papa Phreak ganz pragmatisch: och, nehmen wir halt mehrere. Papa kann ja schleppen.


Die Stadtbücherei Lüdenscheid nimmt am 7. Social Media-Qualifizierungsprogramm der Initiative „Lernort Bibliothek“ teil. Das Qualifizierungsprogramm steht unter dem Motto „Entwicklung einer Leitidee für Social Media“.


Ansprechpartner:

Dagmar Plümer
Stadtbücherei Lüdenscheid
Graf-Engelbert-Platz 6
58511 Lüdenscheid

Die Stadtbücherei Lüdenscheid im Netz:
Webseite: https://www.luedenscheid.de/luedenscheid_erleben/stadtbuecherei/sp_auto_398.php
Instagram: https://www.instagram.com/stadtbuecherei_luedenscheid/


Weitere Informationen zum Qualifizierungsprogramm:
Leitidee für Social Media – die #Bibreise ist wieder on Tour!
Gelebte Utopien: Als Coachin bei der #BibReise
Was Sie noch nicht über öffentliche Bibliotheken wussten… 
An Ems und Wupper: Rheine und Wuppertal auf #BibReise
Im Land der tausend Berge: Menden und Lüdenscheid auf #BibReise
Gestatten: Die Teams aus Stadtlohn und Gescher auf #BibReise
Aufbruchstimmung im Münsterland: Dorsten und Warendorf auf #BibReise

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Radiowerbespots der Onleihe Heilbronn-Franken dürfen für andere Verbünde angepasst und übernommen werden!

Der Verbund Onleihe Heilbronn-Franken hat von der Gruppe Theater FF Heilbronn (Thomas Fritsche +Helga Fleig) Radiowerbespots für die Onleihe produzieren lassen, nachzuhören hier: auf YouTube (Onleihe Strand, Onleihe Opa, Onleihe Nico).

Diese Spots können für andere Verbünde angepasst und übernommen werden. Verbunden mit einem Bild kann der Spot dann auch für Kino-Werbung verwendet werden.

Quelle: Newsletter 2/19 Fachstelle Tübingen

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Von „Tablet-Gedöns“ zu „Mach deinen Film“, „Digitale Werkstatt“ und „Voll APPgefahren“ – Ein Kooperationsprojekt aus dem Münsterland

Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt die Entwicklung Öffentlicher Bibliotheken u.a. durch die finanzielle Förderung von innovativen Projekten. Die Fachstelle für Öffentliche Bibliotheken NRW stellt in lockerer Reihenfolge interessante Praxisbeispiele aus verschiedenen Förderprogrammen in Form von Gastbeiträgen auf ihrem Blog vor. Der vorliegende Beitrag stellt das Kooperationsprojekt „Storytelling“ von vier katholischen Öffentlichen Bibliotheken aus dem Münsterland vor. Beteiligt waren die Remigius Bücherei Borken, die Öffentliche Bücherei Geldern, die Öffentliche Bücherei Raesfeld und die Bücherei St. Lamberti Ochtrup. 


Vier Büchereien machen sich auf den Weg um Partner für die Förderung von Medienkompetenz zu werden

Wie können kleine Büchereien ihre Veranstaltungs- und Vermittlungsarbeit um digitale Formate erweitern?
Dieser Herausforderung haben sich vier katholische Öffentliche Büchereien aus dem ländlichen Raum gestellt. In mehreren Workshops wurden Grundkenntnisse zur Umsetzung des Digital Storytellings vermittelt, die Nutzung verschiedenster Apps für mögliche Veranstaltungen gezeigt, sowie theoretische Grundlagen zum Thema Medienpädagogik thematisiert. Im Anschluss daran entwickelten die Büchereien eigene Konzepte.
Hintergrund zu den Büchereien

Die Büchereien aus Borken, Geldern, Ochtrup und Raesfeld sind alle in katholischer Trägerschaft und übernehmen vertraglich geregelt zusätzlich die Funktion der Stadtbücherei. Die Personalstellen bewegen sich zwischen 1 VZÄ (Raesfeld) und 3,5 VZÄ (Borken). Allerdings werden die hauptamtlichen durch ehrenamtliche Mitarbeiter unterstützt. Aufgaben derer liegen vor allem in der Ausleihe und der Unterstützung der „klassischen“ Veranstaltungsarbeit – bspw. Basteln, Spielen und Lesen mit Kindern.

Zustandekommen des Projekts

Aufbauend auf Projekten der letzten vier Jahre – Lernort Bibliothek und Gaming in Bibliotheken – in denen es vorwiegend um Nutzung und Bedeutung von Sozialen Netzwerken und Lernerfahrungen von analogen und digitalen Spielen ging, sollte hier mit Digital Storytelling und Medienkompetenz-Partnerschaften ein weiterer Baustein Einzug in den Büchereialltag finden.

Durchführung

Mitarbeiter der Fachstelle für Jugendmedienkultur NRW schulten die Bücherei-Mitarbeiter in vier Workshoptagen. Hier standen vor allem praktische Aspekte im Vordergrund. Neben grundsätzlicher Bedienung von Tablets wurde den Büchereimitarbeitern beigebracht, wie verschiedene Apps zu bedienen sind und welche grundsätzlichen Aspekte bei der Film-Arbeit (bspw. Beleuchtung, Film-Einstellungen und Schnitt-Techniken) zu beachten sind. Darüber hinaus wurden theoretische Grundlagen der Medienpädagogik vermittelt. Die Fachstelle für Jugendmedienkultur NRW beriet die Büchereien auch bei der Anschaffung der notwendigen Technik.

Von der Theorie in die Praxis

Danach entwickelten die Büchereien eigene Konzepte, wie sie das Gelernte in ihre jeweilige Büchereipraxis umsetzen können. Im gegenseitigen Austausch wurden vor allem Ferien-Workshops geplant, aber auch die alltägliche Nutzung von digitalen Elementen gerade bei Veranstaltungen mit Schulen und Kindergärten wurde erarbeitet. Die Büchereien stellten sich gegenseitig ihre Konzepte, Plakate und Flyer zur Verfügung, um voneinander zu profitieren.

Umsetzung Digital Storytelling

In allen vier Büchereien wurden im Rahmen eines Ferienprogramms mit Kindern erste Filme gedreht. Dabei konnten die Kinder teilweise entscheiden, ob Stop-Motion, Real-Filme oder Apps für andere Filmegenres genutzt werden sollten. Neben der kreativen Umsetzung eigener Ideen stand auch die Schulung in der Bedienung von Tablets und Apps im Mittelpunkt.
Dazu gibt es eine kleine Anekdote am Rande zu erzählen: In der Bücherei St. Lamberti in Ochtrup war der Trickfilm-Workshop bereits im Sommerferienprogramm terminiert. Am ersten Tag des Workshops waren jedoch die (einige Wochen vorher) bestellten iPads noch nicht eingetroffen. So wurde spontan improvisiert und mittels privater Android-Tablets die ersten Filmschnipsel erstellt. Im Laufe des Tages traf dann das Paket mit den iPads ein, von denen dann schnell vier eingerichtet wurden. So konnten alle Teilnehmer*innen am zweiten Drehtag den Filmschnitt am iPad durchführen.

 

 

 

Film-Projekte

In einer der Büchereien wurde in Zusammenarbeit mit einem Jugendtreff ein Imagefilm über den Ort erstellt. Die Bücherei stellte den Jugendlichen die Tablets zur Verfügung und gab Schulungen im Umgang mit Geräten und Apps. Die Kinder und Jugendlichen erstellten daraufhin mit Hilfestellung von Seiten der Bücherei eigenständig den Imagefilm über ihren Ortsteil.
Und weil auch Bibliotheksangestellte die Produktion von Filmen und Trailern üben müssen, bot sich ein Test während des Betriebsausflugs – auf dem Programm stand eine Stadtführung – mit den Ehrenamtlichen an. Im Vorfeld wurden einige markante, aber auch verborgene Stadthighlights fotografiert. Diese Fotos wurden von den drei Hauptamtlichen zu drei verschiedenen iMovie-Trailern verarbeitet und nach der Stadtführung beim gemütlichen Beieinandersitzen dem Team präsentiert. Welcher Film von welcher Mitarbeiterin erstellt wurde, war vom Team schnell erraten. So diente das Experiment nicht nur der allgemeinen Belustigung, sondern sorgte auch für Akzeptanz: „Jetzt wissen wir, was ihr auf Euren Fortbildungen so lernt und wofür man das nutzen kann“.

Da in Raesfeld schon seit einiger Zeit die Zusammenarbeit mit dem Jugendhaus in Sachen Film und Gaming besteht, hat es sich angeboten, auch hier technische und- so Zeit war- auch personelle Ressourcen zu nutzen. So hatten in den letzten Monaten des Projekts die Praktikanten der Alexanderschule, welche in der Bücherei arbeiten wollten, die Gelegenheit, die Bücherei filmisch vorzustellen und sich an einer Führung zu versuchen. Dazu wurden verschiedene Sequenzen aufgenommen, die sie selbst zu einem Film zurecht “schneiden“ sollten. Dabei stellte sich heraus, dass sie Aspekte als wichtig empfanden, die der Bibliotheksleitung erst als drittes oder viertes nennenswert gewesen wären – und dass das „Schneiden“ mit dem iPad nichts für ungeduldige Pubertiere ist.

 

 

Digitale Werkstatt

Ein weiterer Ferien-Workshop stand unter dem Motto „Digitale Werkstatt“. Hier wurde Kindern und Jugendlichen erste Grundzüge des Programmierens nahe gebracht. Neben der Arbeit an Tablets wurden Robotik-Elemente mithilfe des Einsatzes von Bee Bots und Ozobots eingebracht.

Veranstaltungen

Im Rahmen der Veranstaltungsarbeit wurden klassische Lese-, Spiel- und Bastelveranstaltungen um digitale Aspekte erweitert. Beispielsweise in Form von digitalen Bilderbuchkinos. Teilweise wurden Apps einbezogen, um den Medienmix bei  Veranstaltungen um diesen Aspekt zu erweitern.
Als Beispiele seien hier genannt: Eine Veranstaltung zum Thema „Länder“ wurde um eine Atlas-App erweitert, bei der Kinder am Tablet Länder erkunden können. Bei einer Star Wars-Veranstaltung wurde ein Kahoot-Quiz erstellt, welches von den Kindern mittels der Tablets beantwortet wird.

Landesförderung 2017 in Bearbeitung

Atlas-App mit Materialien

 

Bücherei-Führungen

Auch die App Biparcours wird mittlerweile in allen Büchereien für die Führungen eingesetzt und ist inzwischen ein selbstverständlicher Bestandteil. Dies ist vor allem durch die Nutzung der zehn iPads auch bei Klassengruppen problemlos möglich.
Zusammen mit drei Lehrern einer Grundschule in Ochtrup wurde für Schüler*innen der 3. Klasse ein Biparcours entworfen, bei dem eine Mischung aus analoger Recherche in Büchern und Recherche im Internet mit Hilfe von Kindersuchmaschinen die Fragen beantwortet werden müssen.
Kurze Kahoot-Quizze wurden erstellt, die zur Einführung in die Büchereinutzung dienen. Bei Recherche-Trainings für Schüler kommen sie als Element zur Auflockerung zum Einsatz.

Landesförderung 2017 in Bearbeitung
Im Rahmen des landesweiten Projektes „Sprachschatz“ wurde in Ochtrup das Programm für Büchereiführungen mit Vorschulkindern umgestellt. Dabei wurde eine App (ähnlich Dalli-Klick) zum Foto-Raten in das Programm eingefügt.
Da in Borken schon Bee-bots vorhanden waren, konnte bereits in der Planungsphase des Projekts an die „Ritter-Recherche“ (Recherche-Einführung mit Sachbüchern, Lexika und Internet-Suchmaschinen) mit den 4. Klassen angeknüpft werden: Nach Bewältigung der drei Recherchestationen stellte sich der Bee-bot vor und sammelte die Ausrüstung von der Matte ein, „um Ritter zu werden“. Die Aufmerksamkeit der Kinder für den Bienenroboter war auch nach der anstrengenden Recherche-Übung sehr hoch, so dass die Klassen motiviert werden konnten, eine eigene Rittergeschichte zu schreiben und dazu fünf Bilder für die Bee-bot-Matte zu malen.
Bei einem weiteren Besuch in der Bücherei lasen die Kinder ihre Geschichte vor und programmierten den Bee-bot. Die gesammelten Geschichten und Bilder lagen anschließend in den Ferien für die Öffentlichkeit zum Lesen und Ausprobieren aus. So staunten manche Eltern und Großeltern nicht schlecht, was Ritter mit Robotern zu tun haben.

Partner für die Förderung von Medienkompetenz

Alle Büchereien planen verstärkt Partnerschaften einzugehen, um Schulen und Kindergärten ein kompetenter Partner im Bereich der Medienkompetenzförderung zu sein. Erste Planungen und Gespräche sind bereits umgesetzt. Die weitere Planung sowie  ggf. vertragliche Bildungspartnerschaften sind ein noch laufender Prozess.
In Ochtrup fand als Einführung dazu eine Fortbildung für das gesamte Lehrerkollegium einer örtlichen Grundschule statt, die von Büchereimitarbeitern durchgeführt wurde.

Fazit

Veranstaltungen in Zusammenhang mit Digital Storytelling und mit Programmier-Angeboten sind aufgrund der personellen Situation der beteiligten Büchereien vor allem als Ferien-Workshops umsetzbar und werden das Ferienangebot der Büchereien auch zukünftig erweitern.
Regelmäßige Angebote in den Alltag zu integrieren, hat vor allem im Bereich von Büchereiführungen und Einführungen in Zusammenarbeit mit Schulen und Kindergärten gut funktioniert. Veranstaltungen für Kinder wurden um digitale Aspekte erweitert.
Durch das Projekt sind die vier Büchereien für die Zukunft gut aufgestellt und gerade für die Zusammenarbeit mit Schulen wird sich das Projekt auch langfristig auszahlen, zumal einige Teilkompetenzen des Kompetenzrahmens NRW damit abgedeckt werden können.
Die Ergebnisse der Workshops bei Youtube

Imagefilm über den Ort Geldern-Lüllingen

Ferien-Projekt der Öffentlichen Bücherei Geldern

Ferien-Projekt „Stop-Motion-Filme“ der Bücherei St. Lamberti Ochtrup

Ferien-Projekt der Remigius Bücherei Borken

Film von Ameer und Mohammed über die Öffentliche Bücherei Raesfeld


Die Bibliotheken stellen sich vor:

Remigius Bücherei Borken
Borken ist eine Mittelstadt mit ca. 42.000 Einwohnern im Westmünsterland nahe der niederländischen Grenze. Die Remigius Bücherei Borken ist eine in Trägerschaft der Kirchengemeinde Remigius befindliche Vertragsbücherei mit ca. 65.000 Besuchern jährlich. Das Team der Bibliothek besteht aus 5 Personen auf 3,5 Planstellen sowie 42 Ehrenamtlichen.

Öffentliche Bücherei Geldern
Geldern ist eine Mittelstadt mit ca. 34.000 Einwohnern im Niederrheingebiet. Die Öffentliche Bücherei Geldern befindet sich in Trägerschaft der Katholischen Kirchengemeinde St. Maria Magdalena und ist ebenfalls eine Vertragsbücherei.
Sie verzeichnet etwa 36.000 Besuche jährlich. Das Team setzt sich aus 7 Personen auf 2,67 Stellen zusammen und wird durch 17 Ehrenamtliche unterstützt. 

Bücherei St. Lamberti Ochtrup
Ochtrup ist eine kleine Mittelstadt mit ca. 21.000 Einwohnern im nordwestlichen Münsterland im Grenzgebiet zu Niedersachsen. Die Bücherei St. Lamberti ist eine in Trägerschaft der Kirchengemeinde St. Lambertus befindliche Vertragsbücherei. Das Team besteht aus drei Personen auf zwei Planstellen und wird unterstützt durch 42 ehrenamtliche Mitarbeiter*innen.

Öffentliche Bücherei Raesfeld
Raesfeld ist eine Kleinstadt im Westmünsterland mit ca. 8.000 Einwohnern. Die Öffentliche Bücherei Raesfeld ist ebenfalls eine Vertragsbücherei in Trägerschaft einer katholischen Kirchengemeinde mit rund 22.500 Besuchen jährlich.
Es handelt sich um eine One Person Library, welche von 20 Ehrenamtlichen Unterstützung erfährt.