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Bibliotheken Black and White – Weltkongress IFLA in Kapstadt

Wie sieht das Bibliothekswesen in Südafrika heute eigentlich aus? Südafrika hat ca. 1249 öffentliche Bibliotheken, von denen sich die meisten in den Großräumen Kapstadt und Johannesburg befinden.

Zur Zeit der Apartheit gab es bis 1990 ein gut ausgebautes Netz an Bibliotheken, das aber nur von weißen Südafrikanern benutzt werden durfte. Die Finanzierung der Bibliotheken ist in Südafrika ein Problem, da dies Aufgabe der Provinzen sein sollte. Es fehlt die rechtliche Regelung dafür, so dass die Kommunen für Personal- und Gebäudekosten einspringen müssen, lediglich die Medien werden von den Provinzen bezahlt.

Das wissenschaftliche Bibliothekswesen umfasst 88 Bibliotheken, wobei die Universitätsbibliothek in Pretoria hervorzuheben ist, ergänzt wird das wissenschaftliche Bibliothekswesen von 370 Spezialbibliotheken.

Gut ausgebaute und moderne Schulbibliotheken findet man meist in Privatschulen, Schülerinnen und Schüler der öffentlichen Schulen sind auf die kommunalen Bibliotheken angewiesen.

Ähnlich wie in Deutschland besitzt Südafrika auch zwei Nationalbibliotheken. Die South African Library wurde 1818 in Kapstadt im Gebiet der ehemaligen britischen Kolonie gegründet und daneben gibt es seit 1887 die State Library oft he South African Republic in Pretoria, im Territorium der ehemaligen Burenrepublik Transvaal.

Der Bibliotheksverband LIASA (Library and Information Association of South Africa) wurde 1997 gegründet und setzt sich zusammen aus den ehemaligen Verbänden SALIS (The South Arfrican Institute for Librianship and Informationscience), die Mitgliedschaft in diesem Verband war ausschließlich weißen Bibliothekaren vorbehalten, und der ALASA (African Librarians Association of South Africa), der nur schwarzen Bibliothekaren zugänglich war.

Quelle:

http://www.bibliotheksportal.de/fileadmin/user_upload/content/bibliotheken/international/dateien/s%C3%BCdafrika.pdf

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