Alle Artikel in der Kategorie “Hinweise, Tipps, Informationen

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England: „Revitalisierung“ des Öffentlichen Bibliothekswesens?

bibliotheksportal.de informiert über die Untersuchungsergebnisse des Anfang 2014 vom Ministerium für Kultur, Medien und Sport sowie vom Ministerium für Gemeinden und Kommunalverwaltung in London gemeinsam in Auftrag gegebenen Gutachtens zum Öffentlichen Bibliothekswesen in England („Independent Library Report for England“). Im Dezember 2014 legte die unabhängige Gutachter-Kommission ihren Bericht vor. „Demnach leisten die englischen Öffentlichen Bibliotheken einen unverzichtbaren Beitrag zu Bildung, Kultur, Gesellschaft und Wirtschaft und müssen nach Jahren der Vernachlässigung wiederbelebt werden.“
Weitere Informationen: http://www.bibliotheksportal.de/…

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Internationale Datenbank zur Entwicklung physischer Lernorte

Das neugegründete Learning-Research Center der Hochschule der Medien Stuttgart (HdM) hat eine bibliographische Fachdatenbank zur Entwicklung physischer Lernorte veröffentlicht. Weil sich innovative Lernorte, die mit Technikunterstützung physische und digitale Lernwelten verknüpfen, weltweit entwickeln, während viele Einrichtungen in Deutschland noch Starthilfe benötigen, will die Datenbank „Learning Spaces – Lernwelten.“ relevante Trends aus verschiedenen Ländern und Regionen erstmals zusammenfassen und transparent machen.

Quelle: http://www.b-i-t-online.de/neues/2403

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Nominiertenliste für den Preis der Leipziger Buchmesse online

Am 12. März wird der Preis der Leibziger Buchmesse vergeben. Ab dem 7. März werden von Literatur- und Buchbloggern Rezensionen zu den nominierten Werken veröffentlicht. Sie werden auf der Webseite des Preises zu finden sein.

Folgende Werke sind für den Preis nominiert:

Kategorie Belletristik

  • Ursula Ackrill: „Zeiden, im Januar“ (Verlag Klaus Wagenbach)
  • Teresa Präauer: „Johnny und Jean“ (Wallstein Verlag)
  • Norbert Scheuer: „Die Sprache der Vögel“ (Verlag C.H. Beck)
  • Jan Wagner: „Regentonnenvariationen“ (Hanser Berlin)
  • Michael Wildenhain: „Das Lächeln der Alligatoren“ (Klett-Cotta Verlag)

Kategorie Sachbuch/Essayistik:

  • Philipp Felsch: „Der lange Sommer der Theorie. Geschichte einer Revolte 1960-1990“ (Verlag C.H. Beck)
  • Karl-Heinz Göttert: „Mythos Redemacht. Eine andere Geschichte der Rhetorik“ (S. Fischer Verlag)
  • Reiner Stach: „Kafka. Die frühen Jahre“ (S. Fischer Verlag)
  • Philipp Ther: „Die neue Ordnung auf dem alten Kontinent. Eine Geschichte des neoliberalen Europa“ (Suhrkamp Verlag)
  • Joseph Vogl: „Der Souveränitätseffekt“ (diaphanes)

Kategorie Übersetzung

  • Klaus Binder übersetzte aus dem Lateinischen: Lukrez: „Über die Natur der Dinge“ (Verlag Galiani Berlin)
  • Elisabeth Edl übersetzte aus dem Französischen: Patrick Modiano: „Gräser der Nacht“ (Carl Hanser Verlag)
  • Moshe Kahn übersetzte aus dem Italienischen: Stefano D´Arrigo: „Horcynus Orca“ (S. Fischer Verlag)
  • Mirjam Pressler übersetzte aus dem Hebräischen: Amos Oz: „Judas“ (Suhrkamp Verlag)
  • Thomas Steinfeld übersetzte aus dem Schwedischen: Selma Lagerlöf: „Nils Holgerssons wunderbare Reise durch Schweden“ (Die Andere Bibliothek)

Quelle: Buchreport

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Neukirchen-Vluyn: Bibliotheksregeln leicht verständlich

Die Stadtbücherei Neukirchen-Vluyn hat jetzt die Benutzungsordnung für Menschen mit Leseschwächen in „Leichte Sprache“ übersetzen lassen. Ein wichtiger Schritt, wenn es um das Thema Integration geht.
https://stabuenv.wordpress.com/kunde-werden/

Wer mehr über „Leichte Sprache“ wissen möchte, kann sich im Video des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales darüber informieren:

http://www.bmas.de/SharedDocs/Videos/DE/Artikel/Teilhabe/leichte-sprache-erklaert.html

 

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„Quellentaucher“ – sind wir auf dem richtigen Weg? (Teil 3)

Der Bibliotheksbesucher und seine Bedürfnisse stehen im Mittelpunkt unseres Lernort-Projektes „Quellentaucher“. Ziel ist es neue Wege in der Informationsvermittlung zu finden und dabei digitale und reale Welt miteinander zu verbinden.

Doch wie reagiert der Besucher auf „Expedition“ und „Tiefenrausch“? Gibt es nur einen „novel effect“ und verschwindet das Interesse nach einiger Zeit, wenn das System nicht mehr ganz neu ist? Bietet der „Quellentaucher“ überhaupt einen Mehrwert für die Bibliothekskunden? Sind sie überfordert oder fehlt eine wichtige Funktion? Sind Tagesnachrichten interessant genug, damit Besucher die „Expedition“ zum Stöbern nutzen? Oder bietet sich ein anderer Aufhänger, ein anderer Anknüpfungspunkt an? Kommen Besucher mit dem „Tiefenrausch“ oder der traditionellen Katalogoberfläche besser zurecht? Was erwartet man von modernen Rechercheinstrumenten?

Um auf diese und andere Fragen eine Antwort zu finden, steht in den kommenden Monaten die Evaluation des Forschungsprojektes im Mittelpunkt. Wir freuen uns sehr, dass Prof. Dr. Reiterer Frau Uta Hinrichs mit in das Team holen konnte. Uta Hinrichs forscht an der University of St. Andrews im Bereich Computer Human Interaction.  Sie hat u.a. die Bohemian Bookshelf-Studie durchgeführt, die das Konstanzer Team zur Beschäftigung mit Bibliotheken inspirierte. Beim Bohemian Bookshelf ging es um die Unterstützung von Zufallsentdeckungen durch Visuelle Interfaces (Weitere Informationen in englischer Sprache: http://www.alicethudt.de/BohemianBookshelf/).

[vimeo http://vimeo.com/39034060]

Uta Hinrichs Entwicklungen wurden bisher nur mit begrenzten Sammlungen von 200 bis 300 Medien getestet. Normalerweise werden Forschungsanwendungen nur für die Präsentation auf wenigen Tagungen entwickelt. Die Arbeit mit großen Datenmengen und im „Echtbetrieb“, wie es im „Quellentaucher“ der Fall ist, stellt eine Ausnahme da. Deshalb ist unser Projekt für Uta Hinrichs interessant.

Bei ihren Studien legt sie den Schwerpunkt auf das Design. Was spricht Nutzer besonders an? Wie gehen Menschen mit diesen neuen Anwendungen ohne Einführung um? Und wie reagiert das System auf diese unbedarfte Herangehensweise? Getestet hat sie bisher Systeme in Museen, Archiven und Bibliotheken. In den kommenden drei Monaten wird sie das Projekt „Quellentaucher“ evaluieren.

Die Ergebnisse der Nutzerstudie sind entscheidend für den weiteren Fortgang des Projektes. Im Rahmen der Evaluation wird auch eine technische Dokumentation erstellt, die Ausgangspunkt für die Weiterentwicklung sein kann. Klar ist jedoch bereits heute, dass der „Quellentaucher“ auf keinen Fall bereits 2016 auf dem Markt sein wird. Vorausgesetzt, der „Quellentaucher“ wird für den Einsatz in Bibliotheken weiter entwickelt, muss eine Firma gefunden werden, die Interesse an der Entwicklung eines marktreifen Produktes hat. Dies beinhaltet auch eine Neuprogrammierung auf der Grundlage der Forschungsergebnisse. Natürlich hoffen wir, dass die Studie Einfluss auf die Weiterentwicklung von Bibliothekssoftwaresystemen haben wird. Denn hier gibt es gerade im Bereich Katalogrecherche noch viel zu tun. Es bleibt also spannend.

Wer in der nächsten Zeit nach Köln kommt, sollte auf jeden Fall einen Besuch in der Zentralbibliothek Köln am Josef-Haubrich-Hof mit einplanen. Testen Sie den „Quellentaucher“ selbst und geben Sie uns eine Rückmeldung!

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Leitfaden: Einstieg in die Online-Welt

Unter dem Titel „Das neue Arbeiten im Netz“ wurde ein Leitfaden für Internet-Neueinsteiger veröffentlicht. Der Leitfaden ist das Ergebnis eines Crowdsourcing-Projektes von WERDEDIGITAL.AT. Im Sommer 2014 wurde öffentlich zur Mitarbeit aufgefordert. Dem Aufruf sind  70 österreichische Blogger gefolgt. Das Ziel des Leitfadens wird folgendermaßen umschrieben:

Er soll Mut geben, Neues auszuprobieren und sich mit den veränderten Arbeitsweisen vertraut zu machen.

Den Leitfaden kann man als PDF-Datei oder als E-Book (EPUB) kostenfrei herunterladen. Eine gedruckte Version kann bestellt werden. Download unter: http://www.werdedigital.at/leitfaden-werdedigital-at/933-2/

Für März 2015 ist eine Webinarreihe zum Thema geplant.

via: Fortbildungen in Bibliotheken

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„Quellentaucher“ – die Forschungsreise nähert sich dem Höhepunkt! (Teil 2)

Das Konstanzer Team ist am 26. Januar mit zwei Bildschirmen und 4 „Bauklötzchen“ nach Köln gereist. Am nächsten Tag wurde das 2. Modul des Quellentauchers installiert. Der „Tiefenrausch“ visualisiert die Recherche im Bibliothekskatalog.

Folie15Bei der Katalogrecherche können vier Facetten miteinander kombiniert werden. Jedes „Bauklötzchen“ (auch Token genannt) symbolisiert eine Facette. Legt man das „Bauklötzchen“ auf den Bildschirmtisch, erscheint ein Auswahlfenster. Beim Auflegen des ersten Tokens erscheint die Zahl der Katalogdatensätze, die durchsucht werden. Folgende Facetten stehen zur Verfügung:

  • Autor oder Stichwort: Der Token bietet die Möglichkeit vier Begriffe bzw. Autorennamen einzugeben. Die eingegebenen Begriffe und Namen werden in einer und-Verknüpfung mit einander kombiniert.
  • Erscheinungsjahr: Man kann einen beliebigen Erscheinungszeitraum definieren.
  • Der dritte Token bietet eine Selektionsmöglichkeit nach Sprachen an. Dabei ist es möglich auch mehrere Sprachen gleichzeitig auszuwählen.
  • Mit dem vierten Token kann man die Medienart bestimmen, nach der recherchiert werden soll. Auch hier kann eine Mehrfachauswahl getroffen werden.

Quellentaucher_Tiefenrausch_15_05_28-2.pngDie Auswirkung jeder Facette auf die Suche wird sofort an der angezeigten Ergebnismenge sichtbar. So kann der Nutzer erkennen, ob die veränderten Suchkriterien die Suche einschränken oder erweitern. Er kann beispielsweise feststellen, ob es E-Books zum Thema gibt oder nur Bücher, ob in englischer oder nur in deutscher Sprache Medien verfügbar sind.

Quellentaucher_Tiefenrausch_15_05_28-1.pngAls spielerisches Element zeigt ein Pfad aus Luftblasen an, in welcher Reihenfolge die Suchkriterien bei der Datenbankrecherche abgefragt werden. Mit dem Ende der Suche steigen die Luftblasen zum Wandbildschirm auf, auf dem die Rechercheergebnisse als Liste erscheinen. Wie bei der „Expedition“ kann man Titel, die man sich ansehen möchte, mit Standortangabe ausdrucken. Eine Verknüpfung mit dem Ausleihstatus ist derzeit nicht möglich, da der „Quellentaucher“ keinen Zugriff auf die Daten hat.

Am Tisch können Einzelpersonen, aber auch kleine Gruppen gemeinsam recherchieren. Der „Tiefenrausch“ ermöglicht dem Bibliothekspersonal außerdem die Recherchemöglichkeiten im Katalog auf transparente und spielerische Art zu erläutern.

Quellentaucher_Tiefenrausch_15_05_28-3.pngIn den kommenden Wochen wird es Aufgabe der Stadtbibliothek Köln sein, den „Quellentaucher“ intensiv in den Informationsdienst einzubeziehen und ihn bei Klassenführungen vorzustellen.

In der Arbeitsgruppe wurde der Wunsch geäußert, möglichst alle Informationsquellen der Bibliotheken in den „Tiefenrausch“ einzubeziehen und noch weitereFunktionen zu ergänzen. Selbstverständlich ist alles denkbar (vorausgesetzt die notwendigen technischen Voraussetzungen werden geschaffen). Das Geheimnis des Erfolges liegt jedoch in einfachen, nicht überfrachteten und sich selbst erklärenden Anwendungen. Nur wenn die Bedienungsfreundlichkeit hoch ist, wird eine App, ein Gerät oder auch der Bibliothekskatalog von den Nutzern angenommen. Schon deshalb ist eine Ausweitung im Rahmen dieses Forschungsprojektes nicht vorgesehen.

Und wie geht es jetzt weiter? Lesen Sie nächste Woche Teil 3 unseres Erfahrungsberichtes zum Forschungsprojekt Quellentaucher.