Andreas Mittrowann hat auf seinem Blog “Globolibro” einen Bericht über die IFLA-Konferenz “Public Library Futures in a global digital world” veröffentlicht. Weltweit ist zu beobachten, dass Bibliotheken sich immer stärker dem Motto verpflichtet fühlen „It is not our library, it is theirs“. Beruhigend ist auch, dass der Wandel, dem sich Bibliotheken stellen müssen, ein globales Phänomen ist. Der informative Bericht stellt die Highlights der beiden Konferenztage vor und verweist auf weiterführende Informationen.
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Warum Games in Bibliotheken gehören?- Teil 2
…Fortsetzung unserers Beitrages vom Dienstag!
3. Computerspiele fördern das Lernen
Bibliotheken sind Lernorte oder wollen zumindest dazu werden. Diese Annahme allein reicht schon aus um die Frage warum Computerspiele in Bibliotheken gehören zu beantworten.
Vielleicht ist es ja bereits deutlich geworden, aber man kann es nicht oft genug sagen: Computerspiele SIND in der Lage Lernerfahrungen zu verbessern und ja, Computerspiele SIND auch Leseförderung. Hier ein paar Beispiele um diesen Punkt zu verdeutlichen:
Ohne die Fähigkeit Text zu lesen und aus diesem Text konkrete Handlungsanweisungen herauszufiltern ist es schlicht nicht möglich die meisten Games, erstens überhaupt zu spielen aber vor allem, zweitens, auch zu gewinnen. Ich kann nicht sagen, wie viele Seiten von Tutorials und Guides zu den verschiedenen Helden des Spieles „League of Legends“ ich schon gewälzt habe, nur um die optimale Kampfkraft aus meiner Figur herauszuholen und meine Gegner zu schlagen.Weiterlesen Warum Games in Bibliotheken gehören?- Teil 2
Warum Games in Bibliotheken gehören? – Teil 1
Wenn Bibliothekare ihre Einrichtung vorstellen, beginnen sie gerne mit den Bestandszahlen und dem Gründungsjahr oder den Erfolgen bei Leistungstests wie dem BIX, also werde ich es ähnlich halten. Mein Name ist Mark Robin Horn, ich bin Bibliothekar und das, was viele von Ihnen vermutlich als „Gamer“ bezeichnen würden. Ich bin 25 Jahre alt und spiele seit meinem 5. Lebensjahr Computerspiele. Ich besitze einen spieletauglichen und einen – für viele von Ihnen wahrscheinlich schwachsinnig teuren – Computer, mehrere Konsolen und Handhelds und mindestens drei Dutzend Brett- und Kartenspiele. Ich habe mindestens fünf „World of Warcraft“ Charaktere auf die höchste Stufe gespielt, verwirkliche architektonischen Träume auf einer eigens erstellten „Minecraft“-Welt , und habe es in der zweiten „League of Legends“ Saison zumindest auf eine Goldene Elo gebracht. Obendrein verbringe ich kaum eine Zugfahrt ohne das ein oder andere Level bei „Jewels Saga“ zu lösen. Vermutlich wird es Ihnen ähnlich gehen, wenn auch nicht mit Videospielen, dann mit etwas anderem, das Sie begeistert. Ich würde wetten ihre Liste an Erfolgen wäre sogar noch etwas länger.Weiterlesen Warum Games in Bibliotheken gehören? – Teil 1
”Impact and Outcome of Libraries”
Roswitha Poll hat ihre IFLA-Bibliographie zur Leistungsmessung von Bibliotheken aktualisiert. Nachgewiesen werden jetzt 542 Titel. Eine Überarbeitung der letzten Ausgabe von 2012 wurde unter anderem notwendig, da vor kurzem die ISO-Norm 16439 „Methoden und Verfahren zur Auswertung der Wirkung von Bibliotheken“ veröffentlicht wurde. Bibliotheken, die sich mit dem Thema Leistungsmessung beschäftigen möchten, finden hier alle wichtigen Quellen.
Weitere Informationen (in englischer Sprache):
http://www.ifla.org/publications/publications-associated-with-the-s-e-section
Allensbacher Studie: 8% lesen E-Books
Ca. 70 % der Befragten haben kein Interesse an E-Books. Dies ist ein Ergebnis der diesjährigen Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse (AWA). Bis jetzt haben E-Books keinen nennenswerten Einfluss auf den Printmedien-Markt. Auch die Verbreitung von E-Readern ist mit 6% unter den 25.000 Befragten noch ausbaufähig.
Zum Auszug aus der Studie:
Quelle: www.buchreport.de/nachrichten/online/online_nachricht/datum/2014/07/09/leichter-e-anstieg.htm
IFLA: Hintergrundpapier E-Books und E-Ausleihe
Auf einer gemeinsamen Satellitenkonferenz von EBLIDA und der IFLA-Sektion “Copyright and Legal Matters” in Straßburg, 13. – 14. August 2014, wird eine aktualisierte Fassung des IFLA-Hintergrundpapiers zur elektronischen Ausleihe vorgestellt werden. Die Überarbeitung beinhaltet unter anderem Vorschläge für einheitliche Definitionen von „E-Book“ und „E-Ausleihe“, Beschreibungen neuer Trends in Veröffentlichung und Vertrieb von E-Books, Lobbyarbeit von Bibliotheken in der Verlagswelt und in der Politik und Analysen relevanter Gerichtsurteile zum Thema „Digitale Erschöpfung“.
Weitere Informationen (in englischer Sprache):
http://www.ifla.org/node/8851
Quelle: dbv-Newsletter Nr. 27 2014 (1.August)
Tagungsband: Lernräume gestalten online verfügbar
Jürgen Plieninger machte auf bibtexte auf den Tagungsband zur Tagung der Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft vom 1. bis 4. September 2014 in Zürich aufmerksam:
Lernräume gestalten – Bildungskontexte vielfältig gestalten / Klaus Rummler (Hrsg.) – Münster [u.a.]: Waxmann, 2014. – 662 S. : graph. Darst. 978-3-8309-3142-3 39,90 €
Der Volltext steht auch online frei verfügbar unter: http://www.waxmann.com/fileadmin/media/zusatztexte/3142Volltext.pdf
Finnland: „Literatur in der Sauna“
Finnland ist der Ehrengast auf der diesjährigen Buchmesse. Dabei ist das Motto „Finnland. Cool.“ durchaus wörtlich zu verstehen: der Messe-Pavillon, konzipiert von finnischen Design-Studenten, wird an skandinavische Winterlandschaften erinnern.
Zur Frankfurter Buchmesse im Oktober werden ca. 60 finnische Autoren erwartet, u.a. die Bestsellerautorin Sofi Oksanen und der Krimi-Spezialist Pekka Hiltunen. 2014 konnten schon 130 finnische Neuerscheinungen ins Deutsche übersetzt werden. Der Börsenverein hat eine Neuerscheinungsliste deutschsprachiger Literatur zu Finnland zur Verfügung gestellt, die monatlich ergänzt wird.
Finnland bei der Messe, mit Interviews und Links sowie Neuerscheinungsliste (Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V.)
Börsenblatt-Info mit Veranstaltungsprogramm
Wikipedia: Wettbewerb für Video
Von den über 1,7 Millionen Artikeln der deutschsprachigen Wikipedia enthalten die wenigsten auch Videos (zurzeit etwa 2.000 Videos). Das soll sich nun mit dem Wettbewerb „Videos für Wikipedia-Artikel“ ändern. Es wird dazu aufgerufen Videos in der Wikipedia hochzuladen. Als Anlass wird das Leitthema des Wissenschaftsjahres 2014 genommen: „Digitale Gesellschaft“. Es können sowohl neu produzierte als auch bereits veröffentlichte Videos eingereicht werden. Die Wikipedia-Community und eine Fachjury werden Videos in drei Kategorien prämieren: „Animation“, „Dokumentation/Interview“ und „Remix/Experiment“. Einsendeschluss ist der 15. November. Das Centre for Digital Cultures der Leuphana Universität Lüneburg hat den Wettbewerb initiiert. Das Unterfangen wird von Wikimedia Deutschland und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt.
Alle Informationen zum Wettbewerb gibt es hier: http://projekt-wikivideo.de/
Quelle: https://netzpolitik.org/2014/videos-fuer-wikipedia-wettbewerb-und-workshops/
Das Bibliothekswesen in anderen Ländern
Im Rahmen eines Projektes an der HTWK Leipzig wurden Länderprofile zu Bibliotheksstrukturen und -einrichtungen von über 30 Staaten (hauptsächlich EU-Länder) erarbeitet. Die Berichte von Australien bis Zypern können jetzt auf dem Bibliotheksportal angesehen werden.
Alle Berichte finden Sie unter: http://www.bibliotheksportal.de/bibliotheken/bibliotheken-international/bibliotheksarbeit-weltweit.html#c4000