Alle Artikel in der Kategorie “Hinweise, Tipps, Informationen

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Schweden: Neues Bibliotheksgesetz – neue Leseförderungskampagne

Der schwedische Riksdag hat ein neues Bibliotheksgesetz verabschiedet und zeitgleich eine landesweite Kampagne zur Leseförderung beschlossen. Das „Ny Bibliotekslag“, das seinen Vorgänger aus dem Jahr 1996 ablöst, enthält unter anderem eine Definition der Hauptaufgaben des öffentlichen Bibliothekssystems und verpflichtet jede Gemeinde dazu, mindestens eine öffentliche Bibliothek zu unterhalten. Auch jede Schule soll mit einer Bibliothek ausgestattet sein.

Weitere Informationen: http://www.regeringen.se/sb/d/16863/a/219407

Quelle: dbv-Newsletter Nr. 14.2013 (18. November)

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CDU/SPD Koalitionsvertrag: Deutschlands Zukunft gestalten

Ronald Kaiser hat auf seinem Blog die wichtigsten Stellen aus dem Koalitionsvertrag von SPD und CDU für Archive, Bibliotheken und Informationseinrichtungen zusammengestellt:
http://blog.ronald-kaiser.com/2013/11/27/eine-kurzanalyse-des-koalitionsvertrags-deutschlands-zukunft-gestalten-der-18-legislaturperiode-zwischen-cdu-csu-und-spd-hinsichtlich-der-bedeutung-fuer-archive-bibliotheken-und/

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dbv: Themendienst 12 Artotheken

Im Rahmen der Aktion „Treffpunkt Bibliothek“ hat der dbv den 12. Themendienst veröffentlicht:

„Mehr als 100 Artotheken und Graphotheken bieten diesen Service in Deutschland an. Die Bibliotheksnutzer haben so die Möglichkeit, sich in den eigenen vier Wänden intensiv mit einem Kunstwerk auseinanderzusetzen, ohne es kaufen zu müssen.

Stadtbibliothek StuttgartAuch die Künstler profitieren von dieser Ausleihe. Sie haben in den Artotheken nicht nur Abnehmer für ihre Werke. Sie werden auch einem breiteren Publikum bekannt. Und aus einer Ausleihe heraus, entsteht nicht selten ein Kaufinteresse. Die Artotheken vermitteln dann den Kontakt.“

Einen ausführlichen Text und Fotos zum Thema finden Sie unter: http://www.treffpunkt-bibliothek.de/presse/themendienst/

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1000 Dinge – mit einem Klick zum Angebot Ihrer Bibliothek?

In den vergangenen Beiträgen haben wir vor allem über das zukünftige Bestandsprofil von Öffentlichen Bibliotheken gesprochen. Gerade die virtuellen Bestände werden in Zukunft an Bedeutung gewinnen. Aus diesem Grund ist die geeignete Bereitstellung, also der Zugang zu diesen Beständen genauso wichtig, wie die Inhalte selbst. Besonders Öffentliche Bibliotheken stehen hier vor einer großen Aufgabe. Unser aller Ziel sollte es sein, Bibliothekskunden alle Informationen (ob real oder virtuell) über eine Oberfläche zugänglich zu machen. Dieses Ziel beinhaltet eine Vielzahl an Anforderungen. Aber wie muss die ideale Oberfläche aussehen?Weiterlesen 1000 Dinge – mit einem Klick zum Angebot Ihrer Bibliothek?

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dbv: Themendienst „Architektur“ online

Einige Bibliotheken erinnern an das Zauberschloss Hogwarts aus den Harry-Potter-Romanen, sie nutzen alte Industriehallen oder heißen „Schwarzer Diamant“. Immer öfter überraschen in aller Welt moderne Bibliotheksbauten mit ihrer außergewöhnlichen Architektur.

Die besondere Architektur ist Zeichen des Wandlungsprozesses in der Bibliothekslandschaft: Die Nutzer erwarten, dass Bibliotheken heute weit mehr als Zweckbauten sind, in denen möglichst viele Medien aufbewahrt werden. Sie wünschen sich in Öffentlichen wie wissenschaftlichen Bibliotheken Internet-Arbeitsplätze, digitale Medien, eine hohe Aufenthaltsqualität ebenso wie ruhige Lese-Ecken und Räume, in denen sich Gruppen zum Arbeiten treffen können.

Die Texte von Roland Koch und Fotos von Thomas Meyer stehen hier zum Download bereit: http://www.treffpunkt-bibliothek.de/presse/themendienst/

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Katalogeinführung als Video

Die Stadtbibliothek Greven bewährt sich seit einiger Zeit mit der Aktion „Kannst Du was? Dann erklär’s“ als Filmteam. Jetzt hat man sieben Videos zum Thema Katalog, Datenbanken und Fernleihe gedreht. Die kleinen Videoclips können auch andere Bibliotheken ihren Kunden als Hilfestellung anbieten:

http://www.youtube.com/watch?v=F4-PjBu-BPM

Die Videoclips sind Teil einer Präsentation zur Literaturrecherche: http://prezi.com/vxqap8fuhq2l/literaturrecherche-fur-die-facharbeit-stadtbibliothek-greven/

Außerdem findet man auf dem YouTube-Kanal der Bibliothek noch andere Videos rund um das Thema Bibliothek und Lesen.
Zur Videosammlung.

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Lernort Bibliothek – Sommerfrische in der WG

Auch im Sauerland gibt es eine Gruppe von 3 kleineren Bibliotheken, die sich im Rahmen der Initiative „Lernort Bibliothek“ zu einem Verbund zusammengeschlossen haben: Brilon (4 VZÄ / 8 Personen), Meschede (2 VZÄ / 3 Personen) und Olsberg (1,5 VZÄ / 4 Personen). Mutig haben sich auch diese drei Teams auf den Weg ins Web 2.0 gemacht und das Abenteuer „Verbund-Auftritt“ nicht gescheut. Wie alle Teams, musste sich auch der „Sauerländer Bibliotheks-MOB“ zusammenraufen, stolpern, wieder aufstehen:

„Der Sommer hatte auch endlich im Sauerland Einzug gehalten. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den drei Bibliotheken Meschede, Brilon und Olsberg hatten sich zum zweiten Coaching-Termin getroffen. Aus der Sommerfrische in unserer Social-Media-WG wurde dann aber bald ein reinigendes Sommergewitter.

Unsere gemeinsame Facebook-Seite „Social Media WG“ hatte in den letzten Monaten seit unserem ersten Coaching-Tag keinen großen Drive angenommen.

Wir vermissten die „Likes“ und „Like us“, hatten aber selbst keine großen Ideen, woran das liegen könnte. Schnell wurde uns im Gespräch mit unserem Coach klar, dass wir erst mal etwas sehr Grundlegendes lernen müssen – nämlich die Kommunikation im Netz. Und die ist nicht so sehr verschieden von der Kommunikation im wahren Leben.

Ein Beispiel hat uns sehr geholfen. Im „wahren Leben“ begrüßen wir die Kunden in der Bibliothek freundlich und sagen „Guten Tag“ und wie selbstverständlich antwortet uns derjenige, der uns gegenüber steht. Diese Kommunikationssituation haben wir dann auf unser bisheriges Kommunikationsverhalten aufs Netz übertragen. Da haben wir uns und unseren Fans oft die kalte Schulter gezeigt und nicht reagiert. Das war ein Schlüsselerlebnis für uns alle.
Und gut war auch noch einmal der Hinweis unseres Coaches, die Postings als Dialog zu formulieren und offene Fragen zu stellen.

Zweites Schlüsselerlebnis an diesem Tag war die Geburt der Idee, uns mit den anderen kleinen Lernorten in einer Facebook-Gruppe „Kleiner Lernort“ zu vernetzen. Patrick aus Meschede hat dann gleich die Initiative ergriffen und die Gruppe gegründet. Diese Gruppe schätzen wir inzwischen sehr. Eine Frage brennt unter den Nägeln, wir stellen sie, und jemand aus einer der Lernort-Bibliotheken kann sie beantworten.

Drittes Schlüsselerlebnis: Teile, was Du weißt. Wir nutzen inzwischen die Plattform „Kleiner Lernort“, um uns gegenseitig mit Tipps, neuen Anwendungen usw. zu versorgen. Ein echter Mehrwert.

Der Sommer ist inzwischen vorbei. Wir zehren aber immer noch von den guten Ergebnissen dieses Workshop-Tages.“

Und hier geht es zur Facebookseite des MOB.

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1000 Dinge – Die Welt des Internets in Ihrem Bestand?

In unserem Blogbeitrag „1000 Dinge – Bestandsaufbau für Youtube-Videos?“ haben wir die Frage aufgeworfen, wie der Medienbestand der Bibliothek in Zukunft aussehen könnte. Heute möchten wir uns ansehen, welche Fragen die Integration von frei zugänglichen Internetquellen für die Lektoratsarbeit aufwirft.

A pro pro Fragen – auch in unserem Blogbeitrag zum Thema „Bestandsprofil“ haben wir Fragen aufgeworfen. Wäre es nicht toll, wenn es zu all den Fragen, die die schöne neue Welt des Web 2.0 mit sich bringt, bereits Antworten gäbe? Momentan sind wir noch nicht so weit. Aber – mit jeder guten Frage beginnt die Suche nach Lösungen.…

Die Lektorierung freier Internetquellen ist für Öffentliche Bibliotheken kein neues Thema. Seit 10 Jahren gibt es die Deutsche Internetbibliothek. 50 Öffentliche und Wissenschaftliche Bibliotheken haben ein Jahrzehnt lang das Internet nach bibliothekarischen Regeln durchforstet und einen geprüften Linkkatalog von heute ca. 7000 Quellen zusammengestellt und kontinuierlich aktualisiert. 2011 gab es 10 Mio. Zugriffe auf diesen Linkkatalog. Ende 2013 wird das Projekt, das Pionierarbeit geleistet hat, eingestellt: „Mittlerweile ermöglichen die technische Entwicklung und der bessere Wissensstand den Nutzern, selbst relevante Angebote im Internet zu erkennen, so dass ein durch Bibliotheken geprüfter und kommentierter Linkkatalog nicht mehr notwendig erscheint. Dieser Umstand spiegelt sich in den stark sinkenden Seitenaufrufen des Linkkatalogs wider.“ (Quelle: http://www.internetbibliothek.de/dib1/) – so ein Teil der Begründung für die Einstellung des Dienstes.

Was bedeutet diese Erkenntnis für Öffentliche Bibliotheken? Ist das Thema „Freie Internetquellen“ damit erledigt? Oder ist die „Deutsche Internetbibliothek“ einfach zu „weit weg“ für die eigenen Bibliothekskunden? Würde ein entsprechender Service bei Einbindung in die Bibliothekshomepage funktionieren? Oder müssen freie Internetquellen vielleicht in den Katalog eingebunden werden, damit der Service Bibliotheksnutzer erreicht?

Nähert man sich dem Thema, so stellt sich dem Lektoratsteam als erstes die Frage, welche Internetquellen für die Bibliothekskunden überhaupt von Interesse sein könnten:

  • Filme und Videos? Zum Beispiel von YouTube oder Vimeo.
  • Bilder? Zum Beispiel Fotos mit Commons-Lizenz von Flickr. Oder das im Aufbau befindliche WDR-Archiv „Digit“ , das private Fotos von NRW-Bürgern digitalisiert?
  • Wie sieht es mit Anleitungen zu Themen wie Kochen (Chefkoch) und Handarbeiten (evtl. thematische Blogs?) aus?
  • Oder kommen Zeitzeugenberichte zu aktuellen politischen Themen in Blogs als Ergänzung zum Geschichtsbestand in Frage? Vielleicht gibt es auch Blogs, die sich mit dem Geschehen in der eigenen Stadt beschäftigen? Evtl. auch der Video-Podcast der Kanzlerin? http://www.bundeskanzlerin.de/Webs/BKin/DE/Mediathek/mediathek_node.html?id=674736
  • Ausgewählte Inhalte von sozialen Netzwerken? Twitter-Projekte wie z.B. https://twitter.com/9nov38
  • Und wie sieht es mit den großen Digitalisierungsprojekten wie Europeana, Deutsche Digitale Bibliothek, Digital Public Library of America u.a. aus?

Welche Auswahlkriterien für die Aufnahme von freien Quellen könnten festgelegt werden? Macht es Sinn über Google leicht zu recherchierende Quellen aufzunehmen (man denke an die Deutsche Internetbibliothek)? Oder sollte man ein individuelles, auf die eigene Kommune zugeschnittenes Profil, entwickeln? Könnte ein solches individuelles Profil einen deutlichen Mehrwert für die Bibliothekskunden darstellen?

Sollte die Bibliothek künftig eigene Inhalte produzieren? So wie es die Stadtbibliothek Greven mit dem Projekt „Kennst du was, dann erklär’s“ begonnen hat? Oder bietet es sich an, „nur“ die Infrastruktur bereitzustellen, um Inhalte, die für die Bürgerinnen und Bürger von Interesse sind, zu sammeln? So wie es das DOK Library Concept Center mit dem „Culture Heritage Browser“ bereits macht: [youtube=http://www.youtube.com/watch?v=ppDz737DvPA]

Wenn eine Antwort auf die Frage nach dem „Was“ gefunden wurde, sollen dann „nur“ die Quellen (Linkliste) präsentiert oder sollen einzelne Elemente (Fotos, Textbeiträge, Videos, Musik) in den Katalog und damit in den Bestand integriert werden?

Und natürlich stellt sich immer wieder die Frage nach dem Urheberrecht und der technischen Machbarkeit. Wenn es schon Schwierigkeiten mit der Integration von Kataloganreicherungselementen in die aktuellen Bibliotheksmanagement-Systeme gibt, wie kann dann die Integration freier Interentquellen in diese Systeme realisiert werden?

Und natürlich die Kardinalsfrage beim Thema Bestandsaufbau: Wie sieht es mit der Aktualität der Angebote aus? Diese Frage haben wir ja bereits im Blogbeitrag „1000 Dinge – Bestandsprofile für online-Medien? Ja oder nein?“ diskutiert. Könnte man hier nicht mit den eigenen Kunden zusammenarbeiten? So wie dies die Musiklektorin der Stadtbibliothek Unna bereits bei der Auswahl von Metal-CDs praktiziert: https://www.facebook.com/metalshelf

Damit Bibliotheksteams die Möglichkeit haben, Antworten auf diese Fragen zu finden, benötigen Öffentliche Bibliotheken Rahmenbedingungen, die dies ermöglichen. Im Rahmen der Initiative „Lernort Bibliothek“ wurden diese Rahmenbedingungen bereits ausführlich diskutiert. Unter dem Titel „Lernort Bibliothek – auf dem Weg in eine digitale Zukunft“ hat die Pilotgruppe 2011 entsprechende Empfehlungen veröffentlicht. Was die Themen Bestandsaufbau und Lektorat angeht, so lohnt sich ein Blick in das Kapitel IV.3. Online-Services und –Angebote.

Welche Fragen beschäftigen Ihr Bibliotheksteam zum Thema „Bestandsaufbau der Zukunft“? Bitte melden!

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Informationskompetenz im Alltag – Informationen finden, bewerten, weitergeben

Christina Rhode, Landesanstalt für Medien NRW, weist im vbnw-Newsletter 10-2013 auf folgende Veröffentlichung hin:
!Das Internet bietet unermessliche Möglichkeiten, Informationen aufzunehmen und zu veröf-fentlichen. In dieser Vielfalt ist Informationskompetenz gefragt. Dazu gehört es, zielgerichtet und effektiv zu recherchieren, das Gefundene skeptisch zu bewerten und gegebenenfalls verantwortungsvoll weiterzugeben.
Die Landesanstalt für Medien NRW (LfM) und die Deutsche UNESCO Kommission haben eine neue Broschüre herausgegeben, die auf acht Seiten praxisnahe Tipps und Tricks zum Informationsalltag bündelt. Es handelt sich dabei um eine Zusammenfassung des ausführlichen „Info-Kompass“. Beide Publikationen können über das Bestellsystem der LfM kostenfrei bezogen werden. Größere Mengen zur Nutzung und Auslage in Bibliotheken bestellen Sie gerne über E-Mail an medienkompetenz@lfm-nrw.de. „

 

Link Info-Kompass:
http://lfmpublikationen.lfm-nrw.de/index.php?view=product_detail&product_id=289
Link neue Kompaktversion:
http://lfmpublikationen.lfm-nrw.de/index.php?view=product_detail&product_id=332

Quelle: vbnw: Newsletter 10-2013