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Make IT: Stadtbücherei Münster begleitet Lehrkräfte bei der Umsetzung des Medienkompetenzrahmens

Die Corona-Krise zeigt noch einmal deutlich, welch hohen Stellenwert dem Thema digitale Medienkompetenz in allen Bereichen der Bildung eingeräumt werden muss. Ziel ist es, dass alle Menschen die Chancen der Digitalisierung nutzen und den digitalen Wandel selbstbestimmt mitgestalten und verantwortungsvoll mit den Risiken umgehen können. Mit dem Medienkompetenzrahmen NRW werden bereits verbindliche Grundlagen für die Medienkonzeptentwicklung in der Schule in NRW definiert. Die Umsetzung des Medienkompetenzrahmens ist aber nur möglich, wenn Schulen mit den Organisationen und Institutionen ihrer Kommune wie zum Beispiel Öffentlichen Bibliotheken kooperieren. Wie Bibliotheken Schulen bei der Umsetzung des Medienkompetenzrahmens unterstützen können, zeigt das Konzept „Make IT“ der Stadtbücherei Münster. Das Projekt wurde vom Land Nordrhein-Westfalen im Rahmen der Landesförderung für Öffentliche Bibliotheken unterstützt.

Zunächst hat das Team eine ganze Reihe von Tools gesichtet und sich die Angebote der benachbarten Bibliotheken in Greven und Ibbenbüren angeschaut. Außerdem wurden die Erfahrungen der Medienberater für Grundschulen aus dem Kompetenzteam der Stadt zum Thema Lernroboter einbezogen. Dazu fand ein Inhouse-Workshop zum Thema „Makerspaces in Bibliotheken“ mit dem Coach Julia Bergmann statt. Um eine breite Akzeptanz des Themas Robotik und Coding innerhalb des Bibliotheksteams zu erreichen, nahmen auch Mitarbeiter*innen aus verschiedenen Bereichen der Bibliothek teil, die nicht unmittelbar an dem Projekt beteiligt waren. Frau Bergmann stellte viele inspirierende Makerspace-Projekte aus anderen Bibliotheken vor, so dass vielfältige Ideen für Schul-Veranstaltungsformate entstanden.

Medienboxen mit Lernroboter, Maker-Tools und Begleitmaterial
Nach der Sichtung verschiedener Tools, entschied sich die Bibliothek 14 Boxen zu den Themen „Robotik, Coding und Digitale Erzähltechnik“ zusammenzustellen: Zwei Boxen zum Lernroboter BeeBot, 5 Boxen zum Ozobot Evo, 2 Boxen zum Dash sowie je eine Box der kreativen Lesestifte Tiptoi Create und Bookii. Plus 2 Boxen mit dem Osmo-Lernzubehör für iPads inklusive Osmo Coding Awbie und eine Trickfilmbox mit Materialien wie Playmobil-Figuren, Hintergründen und Begleitliteratur. Alle Boxen wurden mit didaktischem Begleitmaterial ausgestattet.

Für die Ozobots stellte Medienberaterin Katja Möhring aus dem Kreis Steinfurt ihre „Entdeckerkarten“ sowie ihre Vorlagen für Code-Aufkleber zur Verfügung. Das didaktische Material für die Lesestifte als Hilfestellung für Grundschullehrkräfte ist in Kooperation mit dem Germanistischen Institut der WWU Münster entstanden.

Die verschiedenen Lernroboter sind für unterschiedliche Altersgruppen im Bereich 6 des Medienkompetenzrahmens „Problemlösen und Modellieren“ einsetzbar. Der Dash eignet sich aufgrund seiner Größe nicht zum Verleih als Klassensatz, ist aber für Projekte oder AGs sehr gut geeignet, um anschaulich in die visuelle Programmiersprache Blockly einzuführen. Das „süße“ Aussehen und Sprechen des Dash spricht besonders Mädchen an, die oft weniger Interesse am Coding haben.

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Ozobot-Einführung erleichtert Einstieg für Schulklassen
Ein deutlicher Fokus wurde auf die Ozobots gelegt. Sie sind aufgrund ihrer Größe gut im Klassensatz (je 15 Stück pro Box) verleihbar und auch aus pädagogischer Sicht der Medienberater für den Einsatz in der Schule sehr gut geeignet, da sie vielseitig einsetzbar und modular aufbauend nutzbar sind. Im ersten Schritte erfolgt die Programmierung über Linien und Farbcodes. Später lernen die Schüler*innen wie man den Ozobot mittels der visuellen Programmiersprache Blockly über eine App am Tablet oder Smartphone steuern kann.

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Um den Einstieg mit den Ozobots im Unterricht für Lehrkräfte zu erleichtern, hat die Stadtbücherei Münster im engen Austausch mit den Medienberatern eine Ozobot-Einführung für Schulklassen entwickelt. Dazu wurde zunächst eine Einführung in einer Grundschule getestet und im Anschluss ausgewertet und angepasst.

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Viel Aufmerksamkeit für „Make IT“ dank Marketingkonzept
Für das neue „Make IT-Angebot“ wurde ein eigenes Logo mit hohem Wiedererkennungseffekt entwickelt sowie ein Flyer zu den Boxen erstellt, die zur Ausleihe zur Verfügung stehen.

Zudem gibt es einen Film zum Make-IT-Angebot, den die Bibliotheksmitarbeiterin Sigune Kussek im Rahmen ihres MALIS-Studiums an der TH Köln gemeinsam mit mehreren Studienkolleg*innen erstellt hat.

Zur Präsentation des neuen Angebots fand als Auftakt ein Make-IT-Veranstaltungstag statt. Eingeladen waren neben Kindern und Erwachsenen explizit auch Lehrer*innen. Beispielhaft und spielerisch wurde an das Thema „Coding“ (Programmieren) herangeführt. Die Lehrkräfte konnten sich in einem Vortrag zum Thema „Wie kann die Stadtbücherei bei der Umsetzung des Medienkompetenzrahmes unterstützen“ über die Make-IT-Boxen informieren und alle Lernroboter und sonstigen Tools ausprobieren.

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Das Make-IT-Angebot wurde auf vielen weiteren Veranstaltungen vorgestellt: Zum Beispiel bei verschiedenen stadtweiten Informationsveranstaltungen zum Medienkompetenzrahmen, an der u.a. die IT-Beauftragten der Grundschulen teilnahmen. Darüber hinaus fand eine Schulleiterkonferenz zum Digitalpakt statt, auf der die Teilnehmer das Make-IT-Angebot ausprobieren und sich über einen möglichen Einsatz informieren konnten. Das Angebot wurde auch auf Fortbildungen des Kompetenzteams Münster mit dem Thema „iPad-Nutzung im Zusammenhang mit dem Medienkompetenzrahmen“ vorgestellt.

Auch intern fanden mehrere Schulungstermine statt, an denen alle Mitarbeiter*innen die Gelegenheit hatten, Roboter und Tools aus den Make-IT-Boxen unter Anleitung auszuprobieren.

Direkt im Anschluss an den Make-IT-Tag startete die Ausleihe der Boxen. Sie sind analog zu den Thementaschen und Bilderbuchboxen für Bildungseinrichtungen in der Kinderbücherei ausleihbar. Nach einigen Wochen wurde der Verleih auf die Zweigstellen erweitert, um so auch Lehrer*innen eine Abholung der Make-IT-Boxen in den Stadtteilen zu ermöglichen. Im Durchschnitt sind 9 der 14 Boxen verliehen.

Fazit: Bibliothek ist gefragter außerschulischer Bildungspartner
Das Konzept der Stadtbücherei für Klassenführungen kommt bei Münsters Schulen an. Mit den flexibel aufgebauten Bausteinen von der ersten Grundschulklasse bis zur Oberstufe ist die Bibliothek ein gefragter außerschulischer Bildungspartner. Über Feedbackbögen erreichen uns auch konstruktive Optimierungsvorschläge. Diese prüfen wir und nehmen gegebenenfalls Änderungen der Boxinhalte vor. Einige Tools eignen sich bereits zum Einsatz in der KiTa.

Besonders beliebt und häufig reserviert sind die Ozobot-Boxen. Das führt aber auch dazu, dass Ozobot-Klassenführungen nicht so häufig angeboten werden können wie von den Schulen angefragt. Zudem können wir sie den Schulgruppen im Anschluss an die Veranstaltung oft nicht zur weiteren Nutzung in der Schule mitgeben. Da die Erfahrungen zeigen, dass dies sehr sinnvoll ist, prüfen wir, ob der Besuch unserer Ozobot-Einführungsveranstaltung als Voraussetzung für die Ausleihe der Box festgelegt wird.

Vom Make-IT-Projekt konnte insbesondere auch das Ferien-Veranstaltungsprogramm profitieren, sodass während der Sommer- und Weihnachtsferien zahlreiche Workshops mit Lernrobotern für verschiedene Altersgruppen stattgefunden haben.

Durch das Projekt „Makerspace für Schulen“ ( „Make IT“) konnte die Stadtbücherei Münster ihre Zusammenarbeit mit den Schulen festigen und ist für Lehrer*innen bei den Herausforderungen der Digitalisierung eine kompetente Ansprechpartnerin geworden. Und: Die Zusammenarbeit mit den Medienberatern des Kompetenzteams der Stadt konnte deutlich intensiviert werden.

Ansprechpartnerin:
Stefanie Dobberke
buecherei@stadt-muenster.de
0251/492-4242
Stadtbücherei Münster
Alter Steinweg 11
48143 Münster

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DBS mit neuer Funktion

Die DBS ist überarbeitet worden: Statistische Daten von Bibliotheken können jetzt auch auf einer Landkarte sichtbar gemacht werden. Nutzbar in der Variablen Auswertung. Über verschiedene Filter werden die gesuchten Werte in einer Landkarte angezeigt.

Quelle: hbz – „Bibliotheksstatistik: Neues Werkzeug zur Visualisierung von DBS-Daten“ (zuletzt aufgerufen am 11.09.2020), online verfügbar unter: https://www.hbz-nrw.de/aktuelles/nachrichten/bibliotheksstatistik-neues-werkzeug-zur-visualisierung-von-dbs-daten

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Broschüre zu diversitätsorientierter Nachwuchsförderung und Personalgewinnung im Kunst- und Kulturbereich

Die Stiftung Genshagen hat im Rahmen des Kompetenzverbunds Kulturelle Integration und Wissenstransfer (KIWit) eine Broschüre zu diversitätsorientierter Nachwuchsförderung und Personalgewinnung im Kunst- und Kulturbereich veröffentlicht. Ziel der Publikation ist es, Projekterfahrungen der Nachwuchsförderungsprogramme der Stiftung Genshagen, der KIWit-School und des KIWit-Traineeprogramms, zu teilen und Kulturinstitutionen Anstöße für die Implementierung einer diversitätsorientierten Nachwuchsförderung und Personalentwicklung in ihren Häusern zu geben. Mehr Informationen unter diesem Link.

Quelle: dbv Newsletter Nr. 179/2020 (27.08.2020)

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Netzempfehlung: Politische Bildung in der Veranstaltungsarbeit

Politische Bildung zu befördern ist ein Aufgabenbereich, der für Bibliotheken nicht immer leicht zu fassen ist. Der Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten e.V. betreibt eine Website, die umfassende Inspiration liefert: Unter www.PolitischBilden.de sind Artikel und Methoden gesammelt und in den Modulen Politik, Rassismus, Diversität und Globalisierung geclustert.

Neben Herleitung und Arbeitsmaterial finden sich auch zahlreiche Beispiele für Organisationen und Autor*innen, die in diesem Bereich tätig sind.

Quelle: Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten e.V. – Politisch Bilden, online verfügbar unter www.politischbilden.de (zuletzt aufgerufen am 27.08.2020)

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Bad Oeynhausen: Ein Koffer voller Möglichkeiten – Blog-Reihe „Digitale Reisekoffer für Bibliotheken“ (Teil 6)

Unser Themenkoffer zum „Audiovisuelles Lernen“ hat in diesem Jahr auch Station in Bad Oeynhausen gemacht. Vier Wochen lang konnten die Kolleg*innen der Stadtbücherei Geräte und Apps wie 360-Grad-Kamera, Videokamera, Tonie-Box, Aufnahmegerät und Songmaker-Kit testen. Jede Kollegin konnte so nach Interesse, Neigung und Neugierde für sich selbst auf Erkundungstour gehen und sich anschließend mit den anderen austauschen und beraten. Neben dem Arbeitsalltag sind dabei unter unter anderem 360°-Aufnahmen der Bücherei, Stop-Motion-Trickfilme, ein Hörspiel sowie Videos mit iMovie entstanden. Eine sehr beeindruckende Palette, die gleichzeitig einen tollen Einblick in die Bücherei gibt.

Zur Präsentation aller Ergebnisse haben sie sogar eine Website mit Adobe Spark gestaltet. Hier der Link: StB BO digital

Für Fragen zu den Medienprodukten stehen euch die Kolleginnen in Bad Oeynhausen sehr gerne zur Verfügung.

Die Website sowie die anderen Medienprodukte sind im Rahmen des Qualifizierungsprogramms „In 30 Tagen um die Welt – Digitale Reisekoffer für Bibliotheken“ der Fachstelle für Öffentliche Bibliotheken NRW entstanden. In dem Projekt erhalten die teilnehmenden Bibliotheken einen themenspezifischen Medienkoffer mit Geräten, die sie 30 Tage lang nutzen können. In dieser Zeit lernen die Bibliotheksmitarbeiter*innen, wie die Geräte funktionieren und wie man sie einsetzen kann. Entstanden sind ganz unterschiedliche Formate – von How-to-Filmen über Lichtmalereien bis hin zu Podcasts. Einige ausgewählte Ergebnisse stellen wir in dieser Blog-Reihe vor.

Langfristiges Ziel des Programms ist es, Angebote zur Förderung von Medienkompetenz zu entwickeln. Zunächst steht aber die eigene Praxis im Vordergrund – mit dem Ziel zu einem beliebigen Thema etwas konkret Sichtbares herzustellen. Auf Reise waren bisher der Koffer „Audiovisuelles Lernen“ zur Erstellung von Audio- und Videoproduktionen und der Koffer „Bildwelten und Lernen“ für die Themen Fotografie, digitales Zeichnen und Bildbearbeitung.

Seit Mai ist auch ein Koffer zum Thema Robotik und Programmieren unterwegs. Bibliotheken, die einen Einblick in das Programmieren mithilfe von Apps und Robotern bekommen möchten, können ihr Interesse per Mail Frau Lachmann oder Frau Göring mitteilen.

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#vWibib20: 12. Wildauer Bibliothekssymposium am 15./16. September

Die Technische Hochschule Wildau lädt am 15./16. September zum virtuellen Bibliothekssymposium. Der erste Konferenztag widmet sich dem Einsatz humanoider Roboter, am zweiten Tag geht es um RFID-Technologie. Beim Thema RFID wird es unter anderem um die Frage gehen, ob ggf. andere Frequenzbereiche neue Anforderungen und Erwartungshaltungen besser abdecken (Objektortung, automatisierte Inventur, chaotische Lagerhaltung, fluide Bibliothek, open library), und ob neben der HF-Technologie die Zukunft in UHF-Technologie liegt. Die Teilnahme ist kostenfrei, zum vollständigen Programm geht es hier.

Quelle: dbv-Newsletter Nr. 179/2020 (27.08.2020)

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Open Library Badge: Digitale Auszeichnung für mehr Offenheit in Wissenschaft und Gesellschaft

Der Open Library Badge ist eine digitale Auszeichnung für Bibliotheken, die sich für Offenheit einsetzen Er richtet sich sowohl an die Fachöffentlichkeit als auch an die eigenen Nutzer*innen und soll eine Belohnung für den bibliothekarischen Einsatz für mehr Offenheit in Wissenschaft und Gesellschaft sein. Er wurde 2016 von einer Arbeitsgruppe initiiert und in einer ersten Phase an neun Bibliotheken verliehen. 2019 wurde der Badge überarbeitet und um neue Kriterien ergänzt, die auch Öffentliche Bibliotheken und ihre Verdienste um Offenheit stärker in den Fokus nehmen. Alle Informationen wie die Kriterien zur Bewerbung unter https://badge.openbiblio.eu/.

Quelle: InfoDigital 07/08 2020 der Fachstelle Stuttgart

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Frankfurter Buchmesse: Neuerscheinungsliste zum Ehrengast Kanada online

Der geplante Ehrengastauftritt Kanadas auf der Frankfurter Buchmesse wird aufgrund der globalen Covid-19-Pandemienur nur virtuell erfolgen. Bereits jetzt steht schon eine Neuerscheinungsliste kanadischer Literatur zur Vorbereitung für alle Interessierten zum Download bereit. Die Liste wird regelmäßig aktualisiert und erweitert: https://www.buchmesse.de/files/media/pdf/NEL%20Kanada_Juni_2020_neu.pdf

Quelle: Newsletter Fachstelle Bayern August 2020

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Speyer: 72 Stunden Quarantäne für zurückgegebene Medien aufgehoben

Die während der Corona-Zeit festgelegten 72 Stunden Quarantäne für zurückgegebene Medien wird in der Stadtbibliothek Speyer ab sofort aufgehoben. Die Stadt Speyer veröffentlichte die Mitteilung in der vergangenen Woche.

Quelle: Mannheimer Morgen – „Bibliothek Abgabe direkt an Verbuchungsecke möglich – Keine Quarantäne für Medien“ (zuletzt aufgerufen am: 18.08.2020), online verfügbar unter: https://www.morgenweb.de/schwetzinger-zeitung_artikel,-speyer-keine-quarantaene-fuer-medien-_arid,1674869.html

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Stadtbibliothek Minden: COLLABS – das Medienlabor für Coding, Making und mehr

Bibliotheken als Digitales Kompetenzzentrum“ bieten ihren Nutzern die Möglichkeit, sich auf neutralem Boden mit neuen technischen Entwicklungen auseinanderzusetzen. Hier kann man sich informieren, wie Technik funktioniert. In Workshops und Einführungsveranstaltungen besteht die Möglichkeit, erste Erfahrungen im Umgang mit Geräten, Software und Apps zu sammeln. Die Stadtbibliothek Minden hat dazu ein Medienlabor eröffnet und kooperiert hier mit Vereinen, Institutionen und Einzelpersonen, um ein niedrigschwelliges und vielfältiges Veranstaltungsangebot zu ermöglichen. Die Ausstattung dieses neuen Raumes wurde vom Land Nordrhein-Westfalen im Rahmen der Landesförderung für Öffentliche Bibliotheken gefördert.

Von Beginn an stand fest: Das Medienlabor muss so konzipiert und ausgestattet sein, dass dort die unterschiedlichsten Veranstaltungsformate stattfinden können. Deshalb war es wichtig, dass sowohl die Möbel als auch die Geräte eine flexible Umgestaltung des Raums erlauben. Statt eines Beamers mit Leinwand hat sich die Bibliothek daher für ein großes TV-Gerät auf einem Rollwagen entschieden. Zur neuen Ausstattung gehört ein ausfahrbarer Green Screen sowie Softboxen zum Ausleuchten. Statt fester PCs gibt es Tablets. Insgesamt entschied sich die Bibliothek für acht Geräte, so dass zum Beispiel bei einem Schulklassenworkshop 16 Teilnehmer*innen in Zweiergruppen kleine digitale Spiele entwickeln können.

Collabs TV-Wagen

Zur technischen Ausstattung gehört auch eine VR-Brille, die bereits in unterschiedlichen Kontexten eingesetzt wurde. Die Spieletester*innen (in Kooperation mit dem Spieleratgeber NRW) nutzen die Brille regelmäßig, um VR-Anwendungen zu testen. Außerdem wurde die Brille bereits auf Veranstaltungen wie der Nachtfrequenz (Nacht der Jugendkultur der LKJ) und dem Gamescamp on Tour (Jugendbarcamp zum Thema Digitale Spiele) als Anwendung vorgestellt und ausprobiert.

Seit Herbst 2019 fanden bereits eine Vielzahl von Veranstaltungen im neuen Medienlabor statt. In einem zweitägigen Programmierworkshop hat beispielsweise der Spieleentwickler Michael Schäfer von Spiderwork mit zehn Jugendlichen Games programmiert. Es gab zwei Kryptopartys mit dem Titel „Digitale Selbstverteidigung“, die in Kooperation mit dem freien Webentwicker Björn Hase von Tentakelfabrik stattfanden.

Zu den vielen weiteren Veranstaltungen in Kooperation mit anderen Projektpartnerinnen  zählen z.B. ein Cosplay-Workshop mit der Stiftung Digitale Spielekultur unter dem Bundesprojekt „Kultur macht stark“, ein Roboter-Wettbewerb mit dem ZDI-NRW, ein zweitägiges Fortbildungsangebot zum Thema Ethik & Games mit dem städtischen Fachbereich Jugendarbeit/Jugendschutz, sowie zwei Multiplikatorenfortbildungen für Bibliotheksmitarbeiterinnen, eine Roboter AG mit einer Mindener Schule und die Spieletester*innengruppe der Stadtbibliothek.

Zur Vermarktung des neuen Medienlabors hat die Stadtbibliothek statt einer klassischen Werbekampagne in Kooperation mit der lokalen (an die Stadt gekoppelten) Werbeagentur Com.on einen Partizipationsworkshop mit Akteurinnen des Medienlabors im Frühjahr 2020 umgesetzt. In diesem Workshop haben Workshop-Leiterinnen und Teilnehmerinnen aus anderen Veranstaltungen gemeinsam mit Mitarbeiterinnen der Werbefirma einen Namen und ein Logo sowie räumliche Konzeptionen für das Medienlabor entwickelt. Hierbei ist der neue Name des Medienlabors „COLLABS“ sowie folgendes Logo entstanden:

Logo Collabs