Alle Artikel in der Kategorie “Schwerpunktthema

In Form von Impulsbeiträgen greift die Fachstelle Themen aus den Arbeitsschwerpunkten auf, zu denen sie Bibliotheken vertiefende Informationen bereitstellen möchte. Die Beiträge sollen zum fachlichen Diskurs anregen oder über Neuigkeiten des jew. Themengebietes informieren. Die Schwerpunktthemen lauten:
->Bibliothek als realer Ort
->Bibliothek als digitaler Ort
->Lebenslanges Lernen in der digitalen Gesellschaft
->Bibliotheksmanagement

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5 Funktionen für eine digitale Gesellschaft: Bibliothek als kommunaler Begegnungs- und Kommunikationsort

Die Fachstelle hat als Hilfestellung zur strategischen Ausrichtung der Bibliothek das Kommunikationsmodell „Bibliotheksfunktionen für eine digitale Gesellschaft“ entwickelt. Der Funktionsrahmen umfasst 5 Funktionen und unterstützt Bibliotheken, Politik und Verwaltung dabei, das Bibliotheksprofil für ihre Kommune in der digitalen Gesellschaft zu schärfen. Diese Funktionen sind:

  • Ort für Wissen und Information
  • Digitales Kompetenzzentrum
  • Kultur- und Literaturort
  • Ort für Inspiration
  • Kommunaler Begegnungs- und Kommunikationsort

In 5 Blog-Beiträgen stellen wir Ihnen die einzelnen Bibliotheksfunktionen vor. Dabei wird zunächst die gesellschaftliche Relevanz der Funktion beschrieben (warum?). Dann wird der Inhalt skizziert (was?). Und schließlich gibt es Hinweise auf die notwendigen Ressourcen, die zur Umsetzung der Funktion in den Blick genommen werden sollten (wie?). Hier werden Anforderungen an Raum, Bestand, Technik und Mitarbeiterkompetenzen beispielhaft aufgezählt.

Teil 5: Mein perfekter Fleck: Kommunaler Begegnungs- und Kommunikationsort

Die gesellschaftliche Relevanz dieser Funktion

Das 21. Jahrhundert stellt die Gesellschaft vor große Herausforderungen. Immer mehr Fragestellungen, z.B. aus den Bereichen Umwelt- und Klimaschutz, Integration oder Migration, bedürfen der Zusammenarbeit vieler. Ohne Dialog und die Organisation von Partizipationsprozessen kann dies nicht gelingen. Das persönliche Gespräch und offene Diskussionen können dazu beitragen, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern.
Gleichzeitig schreitet die Digitalisierung weiter voran. In der Verwaltung werden viele Prozesse digitalisiert. Der persönliche Besuch im Rathaus wird immer seltener notwendig. Stattdessen können Anträge einschließlich der notwendigen Unterlagen über das Internet eingereicht werden.

In den letzten Jahren wird eine zunehmende urbane Vereinsamung beobachtet. Einige Ursachen dafür sind die schnelle Verstädterung, der demografische Wandel und die sich verändernden Familienstrukturen.

Die Bibliothek in ihrer Funktion als „Kommunaler Begegnungs- und Kommunikationsort“ ist eine zentrale Anlaufstelle in der Kommune bzw. ihrem Stadtteil. Hier halten sich verschiedene Nutzergruppen auf und tauschen sich aus. Sie ist ein Ort der sozialen Interaktion und Integration. Sie unterstützt die Bürger ihrer Kommune einerseits bei der Nutzung von Bürgerdiensten und ermöglicht zum anderen die Partizipation bei kommunal- und gesellschaftspolitischen Themen.

Was umfasst dieser Funktion?

Die Bibliothek als „Kommunaler Begegnungs- und Kommunikationsort “

  • ermöglicht den Zugriff für alle Bürger*innen auf alle Arten von Informationen, die das Gemein- wesen betreffen,
  • ist Informationsdienstleister für lokale Initiativen, Verbände und Interessensgruppen,
  • organisiert selbst Veranstaltungen zu kommunalen Themen,
  • stellt ihre Räumlichkeiten auch für Veranstaltungen kommunaler Gruppen, Vereine und Verbände zur Verfügung,
  • legt im Auskunftsdienst einen Schwerpunkt auf kommunale Themen,
  • bietet in ihren Räumen Dienstleistungen des Bürgerbüros/Bürgerservices an,
  • ist ein öffentlich zugänglicher Treffpunkt für Einzelpersonen und Gruppen.

Ressourcen: Anforderungen an Raum, Bestand, Technik und Mitarbeiterkompetenzen

Die aufgeführten Anforderungen an die Ressourcen dienen ausschließlich der Veranschaulichung und sind nicht als abschließende Aufzählung zu verstehen. Zudem kann die konkrete Ausgestaltung einer Funktion für den jeweiligen Bibliotheksstandort nur unter Berücksichtigung der individuellen Rahmenbedingungen vor Ort erfolgen: dem jeweiligen Umfeld, dem politischen Gestaltungswillen und der Ressourcenverfügbarkeit.

Raum:

  • Die Bibliothek verfügt über großzügige Öffnungszeiten, die auch durch eine Open Library erweitert werden können.
  • Die Bibliothek bietet verschiedene Aufenthaltsmöglichkeiten (Leseecke, Gruppenplätze usw.), die zur Kommunikation anregen.
  • Die Bibliothek berücksichtigt bei der Möbelausstattung die Bedarfe aller Altersgruppen.
  • Die Bibliothek verfügt über geschlossene Veranstaltungs-/Gruppenräume.
  • Die Bibliothek verfügt über Rückzugsräume/einen Wartebereich für allgemeine Bürgerdienste.
  • Die Bibliothek verfügt über Ausstellungsflächen/ Schaukästen für lokale Informationen.
  • Sie verfügt über eine Cateringausstattung (z.B. Teeküche, Selbstbedienungscafé).
  • Es ist ein Stuhllager/Lager für Veranstaltungsmobiliar vorhanden.
  • Der Raum ist soweit möglich schallgedämpft.

Technik:

  • Es steht ein Raumbuchungssystem zur Verfügung.
  • Die Bibliothek verfügt über Veranstaltungstechnik.
  • Die Bibliothek verfügt in den Veranstaltungs-/Gruppenräumen über Präsentationstechnik.
  • Die Bibliothek ist ggf. mit Open Library-Technik aus- gestattet.
  • Eine auf den angebotenen Bürgerservice abgestimmte Technikausstattung steht zur Verfügung.

Bestand:

  • Ein ausgebauter Bestand zum Thema Heimatkunde ist vorhanden.
  • Die Bibliothek stellt Ratsinformationen bereit (angereichert, aufbereitet, gut präsentiert).
  • Die Bibliothek bereitet Presseinformationen zu aktuellen kommunalen Themen auf.
    Kompetenzen:
  • Die Mitarbeiter*innen verfügen über Gastgeberkompetenz (Etablierung einer Willkommenskultur).
  • Sie sind in der Lage, den Begegnungsort Bibliothek professionell zu vermarkten.
  • Mehrsprachigkeit im Team ist je nach Einzugsgebiet vorhanden.
  • Die Mitarbeiter*innen zeichnen sich durch hohe Vernetzungskompetenz aus.
  • Die Mitarbeiter*innen sind sicher im Projekt- und Organisationsmanagement.
  • Die Mitarbeiter*innen verfügen über die notwendigen Kenntnisse zur Abwicklung der angebotenen Bürgerdienste.

Den kompletten Funktionsrahmen können Sie auch als pdf downloaden:

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5 Funktionen für eine digitale Gesellschaft: Bibliothek als Ort für Inspiration

Die Fachstelle hat als Hilfestellung zur strategischen Ausrichtung der Bibliothek das Kommunikationsmodell „Bibliotheksfunktionen für eine digitale Gesellschaft“ entwickelt. Der Funktionsrahmen umfasst 5 Funktionen und unterstützt Bibliotheken, Politik und Verwaltung dabei, das Bibliotheksprofil für ihre Kommune in der digitalen Gesellschaft zu schärfen. Diese Funktionen sind:

  • Ort für Wissen und Information
  • Digitales Kompetenzzentrum
  • Kultur- und Literaturort
  • Ort für Inspiration
  • Kommunaler Begegnungs- und Kommunikationsort

In 5 Blog-Beiträgen stellen wir Ihnen die einzelnen Bibliotheksfunktionen vor. Dabei wird zunächst die gesellschaftliche Relevanz der Funktion beschrieben (warum?). Dann wird der Inhalt skizziert (was?). Und schließlich gibt es Hinweise auf die notwendigen Ressourcen, die zur Umsetzung der Funktion in den Blick genommen werden sollten (wie?). Hier werden Anforderungen an Raum, Bestand, Technik und Mitarbeiterkompetenzen beispielhaft aufgezählt.

Teil 4: Macht (doch) was Ihr wollt: Bibliothek als Ort für Inspiration

Die gesellschaftliche Relevanz

In der Digitalen Gesellschaft verändert sich die Lernkultur. Neben dem schulischen Lernen rückt das lebensbegleitende Lernen und damit auch das individuelle und informelle Lernen immer mehr in den Fokus.

„….Lernen bedeutet Informationen zu teilen, zu kreieren, zu diskutieren und zu verknüpfen. Lernen bedeutet aktiv zu werden bzw. zu sein. Es setzt Neugier und Motivation beim Einzelnen voraus….“ Mit anderen Worten: Lernen braucht Inspiration und Anregung.
Bibliotheken sind seit jeher kommunale Lernorte. In ihrer Funktion als „Ort für Inspiration“ erweitern sie ihr Angebot als Lernort. Sie fördern Austausch, kreatives Gestalten und experimentelle Lernformen und leisten somit einen Beitrag zur kreativen Selbstentfaltung. Sie unterstützen das lebensbegleitende Lernen in all seinen Facetten und legen einen besonderen Fokus auf die Medienkompetenzförderung und das praktische Lernen.

Um der Schnelllebigkeit und dem steten Wandel, die die Digitalisierung mit sich bringt, erfolgreich zu begegnen, braucht es Kreativität und Spontanität. Mit ihren Angeboten als „Ort für Inspiration“ unterstützt die Bibliothek die Entwicklung kreativer Lernformen.


Was umfasst diese Funktion?

Die Bibliothek als „Ort für Inspiration“

  • bietet Raum und Ausstattung für das freie und kreative Arbeiten und zum Sammeln neuer Erfahrungen mit analoger und digitaler Technik,
  • führt regelmäßig Workshops und Einführungsveranstaltungen durch,
  • bietet selbstorganisierten Lerngruppen Raum für Erfahrungsaustausch und gemeinsame Lernerlebnisse,
  • ist mit ortsansässigen Akteuren und Bildungseinrichtungen vernetzt und arbeitet mit ihnen zusammen,
  • ergänzt ihr Angebot an Kreativmaterialien und Ausstattung durch klassische Lernmedien,
  • entwickelt ihr Angebot unter Beteiligung ihrer Nutzer*innen kontinuierlich weiter,
  • ermöglicht es ihren Nutzer*innen, eigene Angebote in ihren Räumen umzusetzen.

Ressourcen: Anforderungen an Raum, Bestand, Technik und Mitarbeiterkompetenzen

Die aufgeführten Anforderungen an die Ressourcen dienen ausschließlich der Veranschaulichung und sind nicht als abschließende Aufzählung zu verstehen. Zudem kann die konkrete Ausgestaltung einer Funktion für den jeweiligen Bibliotheksstandort nur unter Berücksichtigung der individuellen Rahmenbedingungen vor Ort erfolgen: dem jeweiligen Umfeld, dem politischen Gestaltungswillen und der Ressourcenverfügbarkeit.

Raum:

  • Die Bibliothek verfügt über großzügige Öffnungszeiten, die auch durch eine Open Library erweitert werden können.
  • Die Atmosphäre in den Räumlichkeiten inspiriert zur
    kreativen Gestaltung.
  • Die Bibliothek verfügt über Ausstellungsmöglichkeiten für die in der Bibliothek hergestellten „Werke“.
  • Die Präsentation der vorhandenen Materialien und Ausstattung lädt zur selbstständigen Nutzung ein.
  • Die Bibliothek verfügt über genügend Unterbringungsmöglichkeiten (Schränke usw.) für Materialien
    sowie analoge und digitale Ausstattungsgegenstände.
  • Die Bibliothek verfügt über ausreichende Flächen für alternative Lernformen (z.B. Makerspace, Werk- stätten, Probenräume, Spiel- und Gamingbereiche).
  • Die Bibliothek verfügt über Nutzerplätze für verschiedene Funktionen.
  • Der Raum ist soweit möglich schallgedämpft.

Technik:

  • Die Kreativflächen verfügen über die auf die angebotenen Geräte abgestimmte technische Infrastruktur
    (z.B. Steckdosen).
  • Die Bibliothek verfügt über qualitativ hochwertiges WLAN.
  • Die Nutzerplätze verfügen über die für die jeweilige Anwendung erforderliche technische Infrastruktur.
  • Die Bibliothek ist ggf. mit Open-Library-Technik ausgestattet.

Bestand:

  • Ein Schwerpunkt des Medienbestandes liegt auf Literatur zur kreativen Gestaltung und spricht die vielfältigen Interessen der Bevölkerung an.
  • Print-Anleitungen, E-Learning Tutorials und der Zugang zu Erklärvideos u.ä. unterstützen das kreative Lernen.
  • Die „Bibliothek der Dinge“ kann Teil des Kreativangebotes sein.

Kompetenzen:

  • Die Mitarbeiter*innen zeichnen sich durch hohe Recherche-, Informations- und Kommunikations- kompetenz aus.
  • Die Mitarbeiter*innen sind in der Lage, Schulungsangebote selber zu entwickeln.
  • Die Mitarbeiter*innen verfügen über bibliotheks- pädagogische Grundkenntnisse.
  • Die Mitarbeiter*innen zeichnen sich durch hohe Vernetzungskompetenz aus.

Den kompletten Funktionsrahmen können Sie auch hier als pdf downloaden:

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5 Funktionen für eine digitale Gesellschaft: Bibliothek als Kultur- und Literaturort

Die Fachstelle hat als Hilfestellung zur strategischen Ausrichtung der Bibliothek das Kommunikationsmodell „Bibliotheksfunktionen für eine digitale Gesellschaft“ entwickelt. Der Funktionsrahmen umfasst 5 Funktionen und unterstützt Bibliotheken, Politik und Verwaltung dabei, das Bibliotheksprofil für ihre Kommune in der digitalen Gesellschaft zu schärfen. Diese Funktionen sind:

  • Ort für Wissen und Information
  • Digitales Kompetenzzentrum
  • Kultur- und Literaturort
  • Ort für Inspiration
  • Kommunaler Begegnungs- und Kommunikationsort

In 5 Blog-Beiträgen stellen wir Ihnen die einzelnen Bibliotheksfunktionen vor. Dabei wird zunächst die gesellschaftliche Relevanz der Funktion beschrieben (warum?). Dann wird der Inhalt skizziert (was?). Und schließlich gibt es Hinweise auf die notwendigen Ressourcen, die zur Umsetzung der Funktion in den Blick genommen werden sollten (wie?). Hier werden Anforderungen an Raum, Bestand, Technik und Mitarbeiterkompetenzen beispielhaft aufgezählt.

Teil 3: Szene statt Theater: Bibliothek als Kultur- und Literaturort

Die gesellschaftliche Relevanz dieser Funktion

Kunst und Kultur ermöglichen die Auseinandersetzung mit der Gesellschaft, ihren Normen und Wertvorstellungen auf vielfältige Weise. Im allgemeinbildenden Schulsystem sammeln Kinder und Jugendliche erste Erfahrungen mit künstlerischer Bildung. In den Fächern Kunst, Musik, Deutsch und den fremdsprachlichen Unterrichtsfächern kommen sie im Laufe ihrer Schulzeit mit den vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten, die Literatur, Musik und die bildendenden Künste bieten, in Kontakt.

Viele außerschulische kulturelle Bildungseinrichtungen, wie Kunst- und Musikschulen oder Kunst- und Literaturvereine, wenden sich ebenfalls an Kinder und Jugendliche und ermöglichen ihnen, ihre individuellen künstlerischen Interessen zu entwickeln und zu vertiefen.
Kultureinrichtungen wie Theater, Orchester und Museen bieten den Zugang für alle Altersgruppen zu spartenspezifischen Angeboten.

Sowohl im ländlichen als auch im urbanen Raum gibt es jedoch nur wenige Orte, an denen man ohne ein zielgerichtetes Interesse (zufällig) mit den unterschiedlichen Kunst- und Kulturrichtungen in Kontakt kommen kann. Orte, an denen lokale Künstlerinnen ebenso wie Autorinnen mit ihrem Publikum und das interessierte Publikum untereinander in den Dialog treten, gewinnen jedoch in der digitalen Gesellschaft zunehmend an Bedeutung.

Als sogenannte „Dritte Orte“ vernetzen sich Bibliotheken zunehmend nicht nur mit der Literaturszene in ihrer Kommune, sondern knüpfen Kontakte zu den verschiedenen Kultureinrichtungen und -schaffenden in ihrem Einzugsgebiet. Sie sind nicht-kommerzielle Orte, an denen man ohne Konsumzwang, wohnortnah in einer kommunikativen Umgebung am kulturellen Leben teilnehmen kann. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Dialog und Zusammenhalt.

Was umfasst diese Funktion?

Die Bibliothek als Kultur- und Literaturort

  • bietet eine breite Auswahl an Literatur für das individuelle Lesen,
  • fördert durch vielseitige Angebote, wie z.B. Lesungen, Schreibwerkstätten, Bilderbuchkinos, Medienkisten, die Lust am Lesen,
  • eröffnet durch Ausstellungen, Musikveranstaltungen, Theatervorstellungen und andere Maßnahmen einen zwanglosen Zugang zu allen Kultur- und Kunstrichtungen,
  • ist für alle gesellschaftlichen Schichten ein niedrigschwelliges Portal zur örtliche Kultur und Literaturszene,
  • ist ein anerkannter Netzwerkpartner in der lokalen Kulturszene.

Ressourcen: Anforderungen an Raum, Bestand, Technik und Mitarbeiterkompetenzen

Die aufgeführten Anforderungen an die Ressourcen dienen ausschließlich der Veranschaulichung und sind nicht als abschließende Aufzählung zu verstehen. Zudem kann die konkrete Ausgestaltung einer Funktion für den jeweiligen Bibliotheksstandort nur unter Berücksichtigung der individuellen Rahmenbedingungen vor Ort erfolgen: dem jeweiligen Umfeld, dem politischen Gestaltungswillen und der Ressourcenverfügbarkeit.

Raum:

  • Die Bibliothek ist eine „Location mit Event- Charakter“.
  • Die Bibliothek verfügt über eine angemessene Veranstaltungs- und Ausstellungsfläche einschließlich einer Bühne (flexibel und/oder fest installiert).
  • Ihr Veranstaltungsmobiliar ist auf die speziellen Anforderungen ihres Veranstaltungsangebotes abgestimmt.
  • Sie bietet unterschiedliche Aufenthaltsmöglichkeiten (Leseecke, Gruppen- und Einzelplätze usw.)
  • Sie verfügt über eine Cateringausstattung (z.B. Teeküche, Selbstbedienungscafé).
  • Der Raum ist soweit möglich schallgedämpft.
  • Es ist ein Stuhllager/Lager für Veranstaltungsmobiliar vorhanden.

Technik:

  • Die Bibliothek verfügt über Präsentationstechnik auf neustem Stand.
  • Eine auf die Veranstaltungsangebote angepasste Bühnen- und Tontechnik ist vorhanden.
  • Für Ausstellungen geeignete Beleuchtungstechnik ist installiert.
  • Die Bibliothek verfügt über qualitativ hochwertiges und kostenfreies WLAN.
  • Eine digitale Anzeigentafel verweist auf Kulturveranstaltungen in der Kommune.

Bestand:

  • Die Bibliothek verfügt über ein vielfältiges Literaturangebot für alle Altersgruppen.
  • Ein Schwerpunkt liegt auf dem Themenbereich Kunst und Kultur mit besonderem Augenmerk auf lokal relevante Themen.
  • Die Bereithaltung von Sonderbeständen (z.B. Artothek, Noten) ist auf den örtlichen Bedarf abgestimmt.
  • Es gibt ein umfassendes Informationsangebot über die Angebote anderer Kultureinrichtungen und Kulturschaffenden vor Ort (z.B. Broschürensammlung).

Kompetenzen:

  • Die Mitarbeiter*innen zeichnen sich durch hohe Vernetzungskompetenz aus.
  • Die Mitarbeiter*innen sind sicher im Projekt- und Organisationsmanagement.

Den kompletten Funktionsrahmen können Sie auch hier als pdf downloaden:

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5 Funktionen für eine digitale Gesellschaft: Bibliothek als digitales Kompetenzzentrum

Die Fachstelle hat als Hilfestellung zur strategischen Ausrichtung der Bibliothek das Kommunikationsmodell „Bibliotheksfunktionen für eine digitale Gesellschaft“ entwickelt. Der Funktionsrahmen umfasst 5 Funktionen und unterstützt Bibliotheken, Politik und Verwaltung dabei, das Bibliotheksprofil für ihre Kommune in der digitalen Gesellschaft zu schärfen. Diese Funktionen sind:

  • Ort für Wissen und Information
  • Digitales Kompetenzzentrum
  • Kultur- und Literaturort
  • Ort für Inspiration
  • Kommunaler Begegnungs- und Kommunikationsort

In 5 Blog-Beiträgen stellen wir Ihnen die einzelnen Bibliotheksfunktionen vor. Dabei wird zunächst die gesellschaftliche Relevanz der Funktion beschrieben (warum?). Dann wird der Inhalt skizziert (was?). Und schließlich gibt es Hinweise auf die notwendigen Ressourcen, die zur Umsetzung der Funktion in den Blick genommen werden sollten (wie?). Hier werden Anforderungen an Raum, Bestand, Technik und Mitarbeiterkompetenzen beispielhaft aufgezählt.

Teil 2: „Hey Robot, wer hat hier die Hosen an“: Die Bibliothek als digitales Kompetenzzentrum

Die gesellschaftliche Relevanz dieser Funktion

Die Digitalisierung verändert unsere Alltagswelt. In immer kürzeren Abständen stehen uns neue technische Entwicklungen zur Verfügung. Smart Home, Sprachassistenten und Drohnen sind nur einige Beispiele für die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten digitaler Technik. Inzwischen scheinen 3D-Drucker, Software-Programme zum Komponieren von Musik und VR-Brillen schon ein wenig in die Jahre gekommen zu sein. Ein nahezu unüberschaubares Angebot an Apps verspricht Hilfestellung für zahlreiche Alltagsprobleme.


Die „D21 Studie“ zeigt: Noch immer gehören 18% der Deutschen zu den „Digital Abseitsstehenden“. Gleichzeitig ist das Wissen um digitale Technologien bei vielen Menschen nicht vorhanden oder sogar falsch. So gaben nur 57% der Befragten in der „D21 Studie“ an, den Begriff „Cloud“ zu kennen, nur 33% können ihn jedoch anschließend auch erklären. Für die Teilhabe an der Gesellschaft ist dieses Wissen jedoch notwendig.


Die Bibliothek als „Digitales Kompetenzzentrum“ bietet die Möglichkeit, sich auf neutralem Boden mit neuen technischen Entwicklungen auseinanderzusetzen. Hier kann man sich informieren, wie Technik funktioniert. In Workshops und Einführungsveranstaltungen besteht die Möglichkeit, erste Erfahrungen im Umgang mit Geräten, Software und Apps zu sammeln. Dabei steht nicht nur das Bibliothekspersonal hilfreich zur Seite. Die Bibliothek kooperiert mit Vereinen, Institutionen und Einzelpersonen, um ein niedrigschwelliges und vielfältiges Veranstaltungsangebot zu ermöglichen.

Durch den Zugang zu neuer Technik trägt die Bibliothek als „Digitales Kompetenzzentrum“ dazu bei, die digitalen Anwenderkompetenzen ihrer Nutzer*innen zu erweitern.
Auf diese Weise leistet sie ihren Beitrag, um die gesellschaftliche Spaltung in einer digitalen Alltagswelt zu verringern.

Was umfasst diese Funktion?

Die Bibliothek als „Digitales Kompetenzzentrum“

  • verfügt über eine größere Sammlung an neuer digitaler Alltagstechnik und bietet so praktischen Zugang zu dieser Technik,
  • legt einen Schwerpunkt auf digitale bzw. „digital-angereicherte“ Medien (z.B. TipToi- Stifte)
    in allen Bereichen ihres Medienbestandes,
  • legt einen Schwerpunkt auf das Thema „digitale Technik“ in ihrem Veranstaltungsangebot (z.B. Informationsveranstaltung zum Thema Drohnen, aber auch Nutzung von Tablets und VR-Technologie bei Bibliotheksführungen),
  • bietet die Möglichkeit, den Umgang mit digitaler Alltagstechnik in ihren Räumlichkeiten auszuprobieren und zu testen.

Ressourcen: Anforderungen an Raum, Bestand, Technik und Mitarbeiterkompetenzen

Die aufgeführten Anforderungen an die Ressourcen dienen ausschließlich der Veranschaulichung und sind nicht als abschließende Aufzählung zu verstehen. Zudem kann die konkrete Ausgestaltung einer Funktion für den jeweiligen Bibliotheksstandort nur unter Berücksichtigung der individuellen Rahmenbedingungen vor Ort erfolgen: dem jeweiligen Umfeld, dem politischen Gestaltungswillen und der Ressourcenverfügbarkeit.

Raum:

  • Die Bibliothek verfügt über ausreichend Nutzer- plätze, die für die Nutzung digitaler Endgeräte geeignet sind (s.a. Technik).
  • Die Bibliothek verfügt über eine großzügige Fläche zur Präsentation ihrer Techniksammlung, zur Durchführung von Workshops sowie anderen Veranstaltungen und zum selbst bestimmten Erproben der bereitgestellten Technik.
  • Die Bibliothek verfügt über geeignete Unterbringungsmöglichkeiten (Schränke etc.) für ihre Techniksammlung.
  • Ihr Veranstaltungsmobiliar ist auf die speziellen Anforderungen ihres Veranstaltungsangebotes abgestimmt.
  • Der Raum ist soweit möglich schallgedämpft.

Technik:

  • Die Bibliothek beobachtet kontinuierlich neue technische Entwicklungen für den Einsatz im Alltag und prüft diese auf Einsatzmöglichkeiten in der Bibliothek.
  • Sie nimmt die Rolle eines Early Adopters wahr und beschafft zu den von ihr festgelegten Schwerpunktthemen die neusten technischen Alltagsgeräte.
  • Die Bibliothek verfügt über qualitativ hochwertiges WLAN.
  • Nutzerplätze sind mit einer ausreichenden Anzahl an Steckdosen und Netzanschlüssen ausgestattet (s.a. Raum).

Bestand:

  • Die Bibliothek beobachtet neue Entwicklungen im Bereich digitaler bzw. „digitalangereicherter“ Medien (wie z.B. TipToi-Stifte) und schafft diese für alle Bestandsbereiche zeitnah nach Markteinführung an.
  • Die Bibliothek bietet umfassendes Informations- material zur Kompetenzerweiterung im Umgang mit
    digitaler Technik (z.B. Selbstlernkurse, Anleitungen zu Software und Hardware, die im Kompetenzzentrum angeboten werden).
    Kompetenzen:
  • Die Mitarbeiter*innen verfügen über EDV-Basis- wissen beispielsweise auf dem Niveau eines ECDL-Zertifkats.
  • Die Mitarbeiter*innen zeichnen sich durch hohe Recherche-, Informations- und Kommunikationskompetenz aus.
  • Die Mitarbeiter*innen sind in der Lage, sich in die Handhabung neuer technischer Alltagsgeräte schnell einzuarbeiten.
  • Die Mitarbeiter*innen sind sicher im Umgang mit der bereitgestellten Technik.
  • Sie können Schulungsangebote selber entwickeln.
  • Die Mitarbeiter*innen verfügen über bibliotheks- pädagogische Grundkenntnisse.
  • Die Mitarbeiter*innen zeichnen sich durch hohe Vernetzungskompetenz aus.

Den kompletten Funktionsrahmen können Sie auch hier als pdf downloaden:

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5 Funktionen für eine digitale Gesellschaft: Bibliothek als Ort für Wissen und Information

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Bibliotheken haben durch die Digitalisierung und die zunehmende Vernetzung der Gesellschaft ihr Alleinstellungsmerkmal als öffentlich zugängliche Bezugsquelle für Informationen und Medien verloren. Gleichzeitig haben sich die Anforderungen der Bibliothekskunden an die Dienstleistungsqualität Öffentlicher Bibliotheken verändert. Öffentliche Bibliotheken müssen deshalb ihre Angebote an die sich verändernden Rahmenbedingungen anpassen. Es gilt, das aktuelle Angebotsportfolio mit Blick auf eine strategische Neuausrichtung zu hinterfragen und zu entscheiden, welche Angebote künftig weiter fortgeführt, eingestellt oder um neue ergänzt werden sollen.

Die Fachstelle hat deshalb als Hilfestellung zur strategischen Ausrichtung der Bibliothek das Kommunikationsmodell „Bibliotheksfunktionen für eine digitale Gesellschaft“ entwickelt. Der Funktionsrahmen umfasst 5 Funktionen und unterstützt Bibliotheken, Politik und Verwaltung dabei, das Bibliotheksprofil für ihre Kommune in der digitalen Gesellschaft zu schärfen. Diese Funktionen sind:

  • Ort für Wissen und Information
  • Digitales Kompetenzzentrum
  • Kultur- und Literaturort
  • Ort für Inspiration
  • Kommunaler Begegnungs- und Kommunikationsort

In 5 Blog-Beiträgen stellen wir Ihnen die einzelnen Bibliotheksfunktionen vor. Dabei wird zunächst die gesellschaftliche Relevanz der Funktion beschrieben (warum?). Dann wird der Inhalt skizziert (was?). Und schließlich gibt es Hinweise auf die notwendigen Ressourcen, die zur Umsetzung der Funktion in den Blick genommen werden sollten (wie?). Hier werden Anforderungen an Raum, Bestand, Technik und Mitarbeiterkompetenzen beispielhaft aufgezählt.

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Teil 1: Quellentauchen statt untergehen: Die Bibliothek als Ort für Wissen und Information

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Die gesellschaftliche Relevanz

In der digitalen Gesellschaft werden wir täglich mit einer Vielzahl an Informationen auf unterschiedlichen Kanälen konfrontiert. Neben den klassischen Medien wie Rundfunk, Fernsehen und Printmedien bieten uns Soziale Netzwerke, Suchmaschinen, personifizierte Messenger-Dienste und andere digitale Angebote die Möglichkeit, Wissen ebenso passiv zu konsumieren wie aktiv zu generieren.

Die Bibliothek als „Ort für Wissen und Information“ trägt durch ihre Angebote spürbar dazu bei, Chancengleichheit in der digitalen Gesellschaft herzustellen. Dies ermöglicht sie nicht nur in ihrer Funktion als öffentlich zugängliche Anlaufstelle für Informationen jeglicher Art, sondern auch als Ort, an dem Informations- und Medienkompetenz vermittelt werden. Denn nur ein geübter Umgang mit den unterschiedlichen Medien ermöglicht es den Menschen, eigene Potentiale auszuschöpfen und aktiv an der Gesellschaft zu partizipieren. Die Bibliothek nutzt die Möglichkeiten der Digitalisierung, um ihren Nutzer*innen Wissen und Information zu vermitteln.

Was umfasst diese Funktion?

Eine Bibliothek als Ort für Wissen und Information

  • stellt einen bibliothekseigenen Bestand an Printmedien ebenso wie an lizenzierten digitalen Inhalten bereit. Der Schwerpunkt des Angebotes liegt auf dem Bereich Wissensvermittlung,
  • erlaubt aktive Unterstützung bei der Erschließung externer Informationsquellen. Neben einem qualifizierten Auskunftsdienst vor Ort ist sie auch auf digitalem Wege für ihre Kunden erreichbar,
  • unterstützt ihre Nutzer*innen bei der Entwicklung von Informations- und Medienkompetenz durch vielfältige Angebote,
  • bietet ein Veranstaltungsangebot, das die Auseinandersetzung mit aktuellen Sachthemen ermöglicht und den Schwerpunkt Informationskompetenz bedient,
  • arbeitet eng mit anderen Bildungsanbietern in der Kommune zusammen und bietet ihre Angebote auch außerhalb der Bibliotheksräume an,
  • ist ein gut ausgestatteter Lernraum.

 

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Ressourcen: Anforderungen an Raum, Bestand, Technik und Mitarbeiterkompetenzen

Die aufgeführten Anforderungen an die Ressourcen dienen ausschließlich der Veranschaulichung und sind nicht als abschließende Aufzählung zu verstehen. Zudem kann die konkrete Ausgestaltung einer Funktion für den jeweiligen Bibliotheksstandort nur unter Berücksichtigung der individuellen Rahmenbedingungen vor Ort erfolgen: dem jeweiligen Umfeld, dem politischen Gestaltungswillen und der Ressourcenverfügbarkeit.

Raum:

  • Die Bibliothek bietet großzügige, nutzerorientierte Servicezeiten. Bestenfalls setzt sie Open-Library-Technik ein, um die Öffnungszeiten zu erweitern.
  • Sie bietet ausreichend Platz und Funktionalitäten, um ihr umfassendes Informationsangebot vor Ort in einem gut ausgestatteten Lernraum nutzen zu können (Einzel- und Gruppenarbeitsplätze mit entsprechender technischer Ausstattung, sowohl für die Informationsrecherche als auch für die Informationsverarbeitung).

Technik:

  • Die Bibliothek verfügt über eine moderne, mindestens dem gehobenen Standard von Privathaushalten entsprechende technische Office-Ausstattung. Zusätzlich stellt sie Nutzern vielfältige und fortschrittliche Tools zur Informationsverarbeitung zur Verfügung.
  • Die Bibliothek verfügt über qualitativ hochwertiges WLAN.
  • Die Bibliothek ist ggf. mit Open-Library-Technik ausgestattet.

Bestand:

  • Es sind Medien zur Grundversorgung sowie Medien, welche über die Grundversorgung hinausgehen, vorhanden. Der Schwerpunkt liegt auf dem Sachmedienbestand.
  • Das Informationsangebot bietet Informationen für private, schulische oder berufliche Zwecke.
  • Es wird mindestens ein digitales Nachschlagewerk und ein E-Learning-Angebot bereitgestellt.
  • Mindestens 50% des Erwerbungsetats werden für die Bereitstellung von digitalen Sachmedien eingesetzt.

Kompetenzen:

  • Die Mitarbeiter*innen zeichnen sich durch hohe Recherche-, Informations- und Kommunikationskompetenz aus.
  • Die Mitarbeiter*innen sind in der Lage, Schulungsangebote selber zu entwickeln.
  • Die Mitarbeiter*innen verfügen über bibliothekspädagogische Grundkenntnisse.
  • Die Mitarbeiter*innen zeichnen sich durch hohe Vernetzungskompetenz aus.
  • Die Bibliothek stellt auf digitalem Wege (auch selbst erstellte) Schulungsmaterialien zur Verfügung (Tutorials, Webinare usw.).

 

Den kompletten Funktionsrahmen können Sie auch hier als pdf downloaden.

 

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Komponieren leicht gemacht – Blog-Reihe „Digitale Reisekoffer für Bibliotheken“ (Teil 5)

Früher musste man noch selber Instrumente spielen, um ein eigenes Musikstück zu komponieren. Oder singen können. Wer eigene Ideen zum Leben erwecken will, hat es heutzutage viel leichter. Möglich machen das Tools wie der Songmaker Kit aus unserem „Bildwelten“-Koffer. Die Kolleg*innen der Stadtbibliothek Gütersloh haben das erfolgreich ausprobiert und damit  ein Musikstück komponiert.

Der Song ist im Rahmen des Qualifizierungsprogramms „In 30 Tagen um die Welt – Digitale Reisekoffer für Bibliotheken“ der Fachstelle für Öffentliche Bibliotheken NRW entstanden. In dem Projekt erhalten die teilnehmenden Bibliotheken einen themenspezifischen Medienkoffer mit Geräten, die sie 30 Tage lang nutzen können. In dieser Zeit lernen die Bibliotheksmitarbeiter*innen, wie die Geräte funktionieren und wie man sie einsetzen kann. Entstanden sind ganz unterschiedliche Formate – von How-to-Filmen über Lichtmalereien bis hin zu Podcasts. Einige ausgewählte Ergebnisse stellen wir in dieser Blog-Reihe vor.

Langfristiges Ziel des Programms ist es, Angebote zur Förderung von Medienkompetenz zu entwickeln. Zunächst steht aber die eigene Praxis im Vordergrund – mit dem Ziel zu einem beliebigen Thema etwas konkret Sichtbares herzustellen. Auf Reise waren bisher der Koffer „Audiovisuelles Lernen“ zur Erstellung von Audio- und Videoproduktionen und der Koffer „Bildwelten und Lernen“ für die Themen Fotografie, digitales Zeichnen und Bildbearbeitung.

Seit Mai ist auch ein Koffer zum Thema Robotik und Programmieren unterwegs. Bibliotheken, die einen Einblick in das Programmieren mithilfe von Apps und Robotern bekommen möchten, können ihr Interesse per Mail Frau Lachmann oder Frau Göring mitteilen.

Bisher sind folgende Beiträge erschienen:

Unboxing: Stadtbibliothek Euskirchen packt aus – Start der Blog-Reihe „Digitale Reisekoffer für Bibliotheken“

Hilfe im Medien-Irrgarten – Blog-Reihe „Digitale Reisekoffer für Bibliotheken“ (Teil 2)

Malen mit Licht – Blog-Reihe „Digitale Reisekoffer für Bibliotheken“ (Teil 3)

Aus dem Leben eines Hörbuchs – Blog-Reihe „Digitale Reisekoffer für Bibliotheken“ (Teil 4)

 

 

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Öffentliche Bibliotheken – wohin soll die Reise gehen? Bibliotheksfunktionen für eine digitale Gesellschaft

Öffentliche Bibliotheken stehen seit Jahren unter einem anhaltend hohen Veränderungsdruck. Viele Bibliotheken haben sich auf den Weg von einer Ausleihbibliothek zum Dritten Ort gemacht. Doch was genau ist ein Dritter Ort? Und gibt es nur den einen Dritten Ort? Welche Rolle spielt das Medienangebot, wie wirkt sich die Digitalisierung der Gesellschaft aus?

Die Corona-Krise hat die Frage nach dem wohin noch einmal verstärkt. Innerhalb kurzer Zeit wurden die Dienstleistungen der Bibliotheken wieder auf ihr Ausleihangebot reduziert – zunächst in digitaler Form, in der Zwischenzeit auch auf die Vor-Ort-Ausleihe. Angesichts fehlender Steuereinnahmen blicken die meisten Kommunen in der Corona-Krise pessimistisch auf das laufende Jahr und auch für 2021 rechnen die meisten Städte mit rückläufigen Einnahmen.

Es stellt sich also die Frage, ob die Bibliotheken wieder nahtlos an den Entwicklungsprozess vor der Corona-Krise anknüpfen können. Einmal mehr geht es darum, die „passgenaue“ Bibliothek für die Kommune zu finden und die verfügbaren Ressourcen zielgerichtet einzusetzen.

Um Bibliotheken, Politik und Verwaltung dabei zu unterstützen, eine für ihre Kommune „passende“ Bibliothek in der digitalen Gesellschaft zu entwickeln, hat die Fachstelle für Öffentliche Bibliotheken NRW deshalb als Hilfestellung das Kommunikationsmodell „Bibliotheksfunktionen für eine digitale Gesellschaft“ entwickelt.

Der sogenannte Funktionsrahmen umfasst fünf Funktionen Öffentlicher Bibliotheken, die nach Ansicht der Fachstelle eine hohe Relevanz für die strategische Ausrichtung der Bibliothek im 21. Jahrhundert haben:

  • Ort für Wissen und Information
  • Digitales Kompetenzzentrum
  • Kultur- und Literaturort
  • Ort für Inspiration
  • Kommunaler Begegnungs- und Kommunikationsort

Der  Funktionsrahmen stellt diese fünf Funktio­nen Öffentlicher Bibliotheken gleichberechtigt ne­beneinander und skizziert die mit ihnen verbundenen Aufgabenschwerpunkte sowie ihre gesellschaftliche Relevanz. Die Grundaufgabe einer Öffentlichen Bib­liothek, den Zugang zu Informationen und Medien zu ermöglichen, bleibt von diesen Funktionen unberührt. Sie bildet weiterhin das Fundament der Bibliotheksar­beit.

Die Fachstelle bietet mit dem Funktionsrahmen eine strukturierte Diskussionsgrundlage, die ein Arbeitsinstrument im Rahmen eines Strategieprozesses darstellt. Ausgehend von einer individuellen Bedarfsanalyse können mit Hilfe des Funktionsrahmens die Funktionen ausgewählt werden, die das künftige Profil der Bibliothek darstel­len sollen. Damit kann Transparenz und Klarheit über Aufgaben und Funktionen von Bibliotheken bei Bibliotheksleitung, -team, Kunden, Verwaltung und Politik hergestellt werden.

Aktuell wird der Funktionsrahmen im Rahmen des Qualifizierungsprogramms „Strategieentwicklung für Stadtteilbibliotheken“ eingesetzt. Einen Bericht dazu gibt es im aktuellen Sonderheft „Bibliotheken“ des Digital Publishing Report auf Seite 21.

Hier finden Sie den Funktionsrahmen als pdf-Dokument zum Download.

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Besucherzählgeräte: Was ist vor dem Kauf zu beachten?

Der Beitrag wurde am 27.05.2020 um Informationen zur Zählung mittels optischer Sensoren aktualisiert.

Die Erhebung von Besucherzahlen mittels Besucherzählgeräten in Öffentlichen Bibliotheken ist als Teil des strategischen Bibliotheksmanagements ein wichtiges Instrument zur Erfolgsmessung. Anlässlich der Änderungen in der Deutschen Bibliotheksstatistik zum Berichtsjahr 2020 rückt dieses Thema abseits davon immer mehr in den Vordergrund. Ab 2020 werden ausschließlich Besucherzahlen als physisches Datum zur Messung der Frequentierung der öffentlichen Bibliotheken erhoben. Die Angaben zu aktiven Benutzern entfallen ersatzlos. Aber worauf sollte man vor dem Kauf eines Besucherzählgerätes achten? Hier einige Tipps.

Einen Anbieter von Besucherzählgeräten zu finden ist kein Hexenwerk. Eine kurze Internetrecherche fördert schnell zahlreiche Ergebnisse und Anbieter zu Tage. Moderne Sicherungsgates in Bibliotheken sind vielfach auch bereits ab Werk mit einer Möglichkeit zur Besucherzählung ausgestattet. Alternativ kann ein Besucherzähler aber auch nachträglich zugekauft werden.

Bei einem Zukauf hat man dann jedoch die Qual der Wahl. In den verschiedenen Preiskategorien gibt es Besucherzählgeräte mit diversen Funktionen, Ausstattungsmerkmalen und Auswertungsmöglichkeiten. Die Entscheidung für ein Besucherzählgerät hängt aber neben den finanziellen Möglichkeiten auch von der Frage ab, wie die erhobenen Daten eingesetzt werden sollen.

Klassisches Messverfahren mithilfe der Lichtschrankentechnik
In den meisten Bibliotheken in NRW werden Nutzer mittels Lichtschrankentechnik am Eingang gezählt. Die Vorteile dieser Technologie liegen in der einfachen Installation und kostengünstiger Umsetzung. Die absolut anonyme Zählung birgt zudem nur geringes Konfliktpotenzial mit Datenschutzvorgaben. Allerdings bietet die einfache Zählung mittels Lichtschranke auch nur überschaubare Auswertungsmöglichkeiten.

Bequemlichkeit hat bei Besucherzählgeräten ihren Preis. Die günstigsten Geräte zählen nur einfache Durchgänge. Bei diesen Geräten müssen die Mitarbeiter die abgelesene Zahl halbieren, damit nicht der Eingang und der Ausgang gezählt werden.

Dies entfällt bei Besucherzählgeräten, die Ein- und Ausgänge separat erheben. Diese Funktion kann auch nützlich sein, wenn die Bibliothek über mehrere Eingänge verfügt, da sich so zumindest gewisse Rückschlüsse auf Benutzerströme ziehen lassen.

Komplett ohne Ableseaufwand sind Besucherzählgeräte, die sich z.B. per USB mit der Bibliotheks-EDV verbinden lassen. Geräte dieser Kategorie werden in der Regel mit einer entsprechenden Software geliefert. In einigen Fällen lässt sich das Nutzerzählgerät auch direkt in das eigene Bibliotheksmanagementsystem einbinden. Hierfür sollte im Vorfeld Rücksprache mit der verantwortlichen EDV-Abteilung sowie dem Softwarehersteller gehalten werden, um eine Kompatibilität sicherzustellen.

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal bei Besucherzählern ist die Stromversorgung. Während einige Geräte mit Batterien betrieben werden, können andere auch an das Stromnetz angeschlossen werden. Hierfür müssen jedoch bauliche Rahmenbedingungen erfüllt und natürlich entsprechende Anschlüsse vorhanden sein. Vorteil dieser Systeme: Sie sind etwas verlässlicher, da bei diesen Geräten das Auswechseln der Batterien entfällt.

Die Laufzeiten von batteriebetriebenen Besucherzählgeräten hängt davon ab, welches technische Verfahren zur Messung verwendet wird (Lichtschranke, Infrarot usw.). Hier sollte also im Vorfeld auf die Lebensdauer der Batterie geachtet werden. Eine entsprechende Angabe liefern die jeweiligen Hersteller. Batteriegeräte mit kurzer Laufzeit eigenen sich oft nicht für den Dauerbetrieb, sondern eher zur Erhebung von Stichproben.

Ebenfalls zu beachten ist die jeweilige Messdistanz der Besucherzählgeräte in Metern. Ist der Eingangsbereich breiter als vier Meter könnten einige günstigere Geräte nicht mehr in Frage kommen.

Neben der Breite des Eingangs ist auch darauf zu achten, in welcher Höhe ein Besucherzählgerät installiert wird. Hängt es zu tief, werden unter Umständen und je nach Qualität des Gerätes die einzelnen Beine des eintretenden Besuchers gezählt. Hängt es zu hoch, werden eventuell kleine Kinder nicht erfasst.

Messung mittels optischer Sensoren
Neben der klassischen Lichtschrankentechnik kommen bei der Besucherzählung heute auch optische Sensoren (Kameras) zum Einsatz. Insbesondere der Handel setzt verstärkt auf diese Lösung, aber es gibt auch Bibliotheken, die Kameras einsetzen. Ihr Vorteil: Neben der einfachen Zählung sind noch weitere Auswertungen möglich. Dabei ist jedoch zu bedenken, dass Datenschutzvorgaben erfüllt werden müssen. In jedem Falle empfiehlt sich die enge Zusammenarbeit mit dem jeweils zuständigen Datenschutzbeauftragten.

Kamerasysteme, insbesondere 3D-Kameras, überwachen nicht nur den direkten Eingang, sondern den gesamten Eingangsbereich. Skalierbare Systeme können auch den gesamten Publikumsbereich erfassen. Mittels virtuell gesetzter Zähllinien kann zum einen die Zahl der Kunden erfasst werden, die den Eingang passiert, und zum anderen auch ihre Laufrichtung. Auf diese Weise erfährt man zum Beispiel wie hoch der Anteil der Kunden ist, die zuerst die Garderobe aufsuchen im Vergleich zu denen, die direkt zur Medienrückgabe gehen.

3D-Kameras sind aufgrund ihrer Tiefensicht auch in der Lage, die Größe von Personen zu unterscheiden und deren Profil zu erfassen. So kann der Anteil der Kinder ermittelt werden – auch wenn es hier ganz offensichtlich zu Fehlzählungen kommen kann, weil zum Beispiel Rollstuhlfahrer eine geringe Körperhöhe aufweisen. Auch Auswertungen über ein vermutetes Geschlecht, das Betreten der Bibliothek als Gruppe, sowie Aufenthaltsdauer und Bewegungsmuster im Gebäude sind technisch möglich. Ebenso eine genaue Angabe über die Anzahl der im Gebäude befindlichen Personen in Echtzeit.

Generell gilt: Nicht alles, was technisch möglich ist, ist auch sinnvoll und unter Datensparsamkeitsaspekten vertretbar. Die Abwägung dessen obliegt immer den Verantwortlichen vor Ort. Für ein aktives Bibliotheksmanagement können differenzierte Besucherdaten jedoch wertvoll sein.

Quellen:

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Gastbeitrag der Stadtbibliothek Paderborn: Digitale Bibliotheksangebote in Corona-Zeiten

Die Bibliotheken sind wegen der Corona-Pandemie für den Publikumsverkehr geschlossen – bieten aber online eine Vielzahl von digitalen Angeboten an. Paula Schrewe von der Stadtbibliothek Paderborn schildert in diesem Beitrag, wie sie und ihre Kolleg*innen mit der Situation umgehen und welche Dienste sie ihren Nutzern anbieten. 

Um trotz Schließzeit weiterhin für unsere Nutzenden da zu sein und sie mit Angeboten zu versorgen, haben wir in der Stadtbibliothek Paderborn ein Corona-Überbrückungskonzept entwickelt. Der Fokus liegt nun auf unseren digitalen Angeboten, unsere Website ist dabei die wichtigste Plattform. Wir haben dort eine Seite für den Kampf gegen die Langeweile zuhause eingerichtet. In sechs Kategorien sammeln wir nun alle digitalen Bibliotheksangebote und entwickeln stetig neue. Um unsere Nutzenden möglichst persönlich anzusprechen, versuchen wir viele Videos zu drehen und Fotos einzubinden.

In der Kategorie „Schüler allein Zuhaus“ sammeln wir hilfreiche Informationen für Schüler*innen zum Thema Homeschooling. Dazu zählen zum einen unsere eigenen Angebote wie die Schülerlinks auf unserer Website, Datenbanken wie Brockhaus und Munzinger sowie die Tutorials im eLearning-Bereich der Onleihe. Zum anderen stellen wir auch die Angebote externer Bildungsanbieter vor,  die derzeit kostenfreies Lernmaterial bereitstellen.

Die Angebote der eBibliothek sind massiv erweitert worden. Potentielle Neukunden können sich online anmelden und somit die Zugangsdaten für die eBibliothek bekommen.

Seit einiger Zeit nehmen zwei unserer Auszubildenden regelmäßig einen Bibliothekspodcast auf. Es geht um den Alltag in der Bibliothek, den Ausbildungsberuf und ganz aktuell natürlich auch um das Corona-Virus. Mithilfe aktueller Folgen wollen wir weiterhin informieren, aber auch ein bisschen Abwechslung und die Möglichkeit zum Abschalten bieten.

Die Kategorie „Für Kinder“, ist die bislang umfangreichste. Per Videobotschaft meldet sich beispielsweise unserer Bücherfresser Mampfred zu Wort und fordert die Kinder auf ihm Briefe und Geschichte gegen die Langeweile zu senden. Außerdem haben wir ein Video von unserem Bibliothekshund Nico gedreht, normalerweise ist er in der Kinderbibliothek anzutreffen und die Kinder können ihm vorlesen, jetzt ist er rund um die Uhr online verfügbar. Donnerstags findet in der Kinderbibliothek immer das Basteln mit Elena statt, das soll jetzt natürlich nicht ausfallen. Deswegen haben wir mit Elena ein Tutorial gedreht und die Bastelrunden finden ab jetzt online statt.

An die Zielgruppe Kinder knüpft der #DigitalDienstag an. Normalerweise findet am Dienstagnachmittag immer eine Veranstaltung mit unseren Robotern, dem 3D-Stift oder Tablets statt. Auch diese Veranstaltungen haben wir gefilmt und veröffentlichen sie nun nach und nach dienstags zur gewohnten Zeit.

Besonders weisen wir natürlich auch auf unsere eBibliothek über die Onleihe hin. Um unseren Nutzenden den Einstieg zu erleichtern haben wir Tutorials gedreht. In zwei Videos zeigen wir ganz praktisch mithilfe von Beispielen die Nutzung der Web-Onleihe und der Onleihe-App.

Die Kategorie „Lasst euch überraschen“ bietet Platz für ganz unterschiedliche Dinge. Hier finden sich Videos von unseren Kolleginnen und Kollegen, die kurze Grußnachrichten aus dem Bibliotheks- oder Home Office-Alltag senden oder das Quiz zum Buch- und Filmtitel raten mithilfe von Emojis.

Natürlich binden wir auch unsere Social Media Kanäle ein. Täglich suchen wir einzelne Angebote von der Website heraus und posten sie bei Instagram, Facebook und Youtube. Dies gibt uns die Möglichkeit die Leute einzubinden und direktes Feedback zu erhalten. So können die Kinder über die Kommentarfunktion Vorschläge für die nächste Bastelrunde machen oder über eine Abstimmung bei Instagram entscheiden, welches Modell als nächstes in unserem 3D-Drucker gedruckt werden soll.

Bibliothek Paderborn Drucker

Trotz dieser außergewöhnlichen und ernsten Situation, können die Bibliotheken jetzt beweisen und zeigen wie gut sie mittlerweile im Bereich der digitalen Angebote aufgestellt sind und sich eben nicht nur alles um den Verleih von Büchern dreht 😉

Den direkten Weg zu unseren Tipps & Angeboten gibt es über den folgenden Link: https://www.stadtbibliothek-paderborn.de/-Corona/Tipps-und-Angebote

Bleiben Sie gesund!
Bibliothek Paderborn_Schrewe

 

 

 

 

 

 

Paula Schrewe
Digitale Dienste, Stadtbibliothek Paderborn

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Aus aktuellem Anlass: Fake News erkennen

Rund um das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 überschlagen sich derzeit die Meldungen. Ob in Rundfunk, Presse oder Sozialen Medien, nahezu jede Minute flimmern Meldungen über Ticker, Feeds und Messenger. Doch insbesondere stark emotionsgeladene und teilweise von Angst geprägte Situationen wie diese bergen häufig die Gefahr von Falschmeldungen und vor allem deren unkontrollierte Verbreitung.

Doch wie erkennt man Fake News?
Das Portal Klicksafe und die Bundeszentrale für Politische Bildung empfehlen folgende Schritte zur Einschätzung einer Quelle:

1. Überprüfen, wer hinter dem Inhalt steckt:
Wer ist der Autor? Gibt es von diesem Verfasser schon Nachrichten, die nicht der Wahrheit entsprechen?
– Auf jeder Internetseite muss es ein „Impressum“ geben. Im Impressum steht, wer für die Seite verantwortlich ist. Dort findet man auch den Namen und die Kontaktmöglichkeiten dieser Person. Wenn das Impressum auf der Internetseite fehlt oder nur ein Postfach im Ausland angegeben wird: Dann kann es sein, dass es sich um Fake News handelt.

2. Prüfen Sie die Nachricht:
– Finden Sie die Nachricht auf mehreren Internetseiten?
– Kommt die Nachricht vielleicht auch im Radio oder in der Zeitung?

3. Internetseiten, die Informationen über falsche Nachrichten sammeln:
mimikama.at
hoaxmap.org
faktenfinder.tagesschau.de

4. Prüfen Sie, ob das Bild zum Text gehört:
Bei Fake News werden oft Bilder veröffentlicht, die nicht zum Inhalt passen. Eine Rückwärts-Bildersuche über images.google.com oder www.tineye.com deckt auf, ob das Bild bereits in einem anderen Zusammenhang verwendet wurde.

5. Aktualität der Nachricht prüfen:
Über einen Filter in der Suchmaschine können Sie den Zeitraum der Ergebnisse einschränken, damit Ihnen nur die neuesten Informationen zu einem Thema angezeigt werden.

Und wie können Bibliotheken helfen?
Bibliotheken können Ihre Kunden z.B. über ihre eigenen Social-Media-Kanäle verstärkt auf die Gefahr von Fake News hinweisen. Sie können selber Tipps geben, wie man gefälschte Nachrichten erkennen kann oder auf Websites mit Tipps zum Erkennen von Fake News verweisen.

Mehr Informationen zum Thema Fake News auf Klicksafe:
https://www.klicksafe.de/themen/problematische-inhalte/fake-news/
oder auf der Seite der Bundeszentrale für Politische Bildung
https://www.bpb.de/politik/grundfragen/politik-einfach-fuer-alle/258073/fake-news