In Bayern zeichneten im Oktober 2021 Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo und Wissenschaftsminister Bernd Sibler 30 Schulbibliotheken aller Schularten erstmals mit dem Gütesiegel „Treffpunkt Schulbibliothek – Fit in Medien“ aus. Das Gütesiegel würdigt Schulbibliotheken für ihre hervorragende Arbeit bei der Förderung der Lese-, Medien-, und Informationskompetenz sowie für die gelungene Verankerung der Schulbibliothek in Unterricht und Schule. Die Auszeichnung stelle einen weiteren Baustein der Leseförderungsinitiative #lesen.bayern dar.
Im Bundesland Berlin wurde im September ein neues Schulgesetz verabschiedet, das die Existenz bestehender und die Einrichtung weiterer Schulbibliotheken ermöglicht. In dem Gesetz heißt es: „Die Schule kann auf Antrag der Schulkonferenz […] auf der Grundlage eines Medienpädagogischen Konzepts eine Schulbibliothek errichten. […] Schulbibliotheken erhalten nach Maßgabe des Haushaltes zweckgebundene Mittel zur Erfüllung ihrer Aufgaben. Bereits bestehende Schulbibliotheken haben Bestandsschutz.“ An 60 % der Berliner Schulen gebe es bereits jetzt eine Schulbibliothek. Diesen seien ohne finanzielle Absicherung, häufig aus ehrenamtlichem Engagement entstanden.
Ende Oktober haben Bildungsministerin Karin Prien und der Vorsitzende des Büchereivereins Schleswig-Holstein, Hans-Joachim Grote, die Neufassung der Rahmenvereinbarung zur Bildungspartnerschaft von Bibliotheken und Schulen in Schleswig-Holstein unterzeichnet. In dieser werden nicht nur die Grundlagen für die Kooperation zwischen den Bildungspartnerinnen Bibliothek und Schule geschaffen. Vielmehr werden erstmals weitere Bereiche der Zusammenarbeit in den Fokus gerückt, wie z.B. die Schulbibliotheken. Diese wurden in der Rahmenvereinbarung von 2005 bisher nicht berücksichtigt. Gemeinsam erarbeiten die Partnerinnen zentrale Beratungs- und Fortbildungsmöglichkeiten für Beschäftigten in Schulbibliotheken und entwickeln ein landesweites Qualitätssiegel, mit dem die Erfolgsfaktoren einer guten Schulbibliothek
sichtbar gemacht werden und als Best-Practice-Beispiele im ganzen Land zur Nachahmung anregen sollen.
Quelle: „Bildungspartner Bibliothek & Schule: Unterzeichnung neuer Rahmenvereinbarung stärkt Kooperation“, Pressemitteilung der Büchereizentrale Schleswig-Holstein (21.10.2021)
Ab sofort ist der #DigitalCheckNRW unter der Creative Common Lizenz CC-BY-SA 4.0 (DE) Land Nordrhein-Westfalen verfügbar. Damit haben nun zum Beispiel Bibliotheken die Möglichkeit, die Inhalte (Fragen und Antworten sowie weiterführende Methoden) des Selbsttests für ihr eigenes Angebot unter folgenden Bedingungen zu nutzen und zu bearbeiten:
Die Inhalte des #DigitalCheckNRW dürfen in jedem Format vervielfältigt, verbreitet und auch bearbeitet werden. Solange die Lizenzbedingungen eingehalten werden, darf der Lizenzgeber diese Freiheit nicht widerrufen. Wichtige Angaben bei der Nutzung des Materials sind die Nennung der Urheber- und Rechteangaben (in diesem Fall: CC-BY-SA 4.0 (DE) Land Nordrhein-Westfalen) und ob das Material geändert wurde. Das veränderte Material muss unter derselben Lizenz wie das Original weiterverbreitet und mit Quelle/Webdomain verlinkt werden. Es dürfen keine zusätzlichen Einschränkungen vorgenommen werden. Weitere Informationen unter www.creativecommons.org.
Quelle: „#DigitalCheckNRW ab sofort unter der Creative Common Lizenz CC-BY-SA 4.0 (DE) Land Nordrhein-Westfalen“, Pressemitteilung der GMK e.V. (07.10.2021)
Am 26.11.2021 lädt die Initiative „Journalismus macht Schule“ alle Akteure aus dem Bildungsbereich zu einem Online-Kongress zum Thema Medienkompetenz ein. Darüber hinaus werden auch Fachpolitiker sowie verschiedene Journalisten eingeladen.
Neben Gesprächsrunden und Workshops können die Teilnehmer auch neue Angebote kennenlernen. Die Gesprächsrunden dienen vor allem dem Austausch der Erfahrungen in der Vermittlung von Medienkompetenz. Die Anmeldung ist auf der Webseite von „Journalismus macht Schule“ möglich.
„‚Journalismus macht Schule‘ ist eine bundesweite Initiative, die helfen will, Erfahrungen sowie Unterrichtsmaterialien zu bündeln und Unterrichtsbesuche von Journalistinnen und Journalisten zu vermitteln. Deshalb haben sich Journalistinnen und Journalisten der Süddeutschen Zeitung, der Zeit, von ARD und ZDF, von Correctiv, der Reporterfabrik, den Lie Detectors, von Journalistenschulen und Universitäten mit Akteuren der Lehrkräftefortbildung und Medienpädagogen, Medienanstalten und Institutionen der politischen Bildung zusammengetan, um diese Aufgabe zu erfüllen. Ziel ist es, in einer koordinierten und nachhaltigen Anstrengung von Journalistinnen und Lehrenden, Schülerinnen und Schüler zu kompetenten Akteuren in der demokratischen Öffentlichkeit zu machen.“
Am 26. November findet die 17. Interdisziplinäre Tagung des Instituts für Medienpädagogik in Forschung und Praxis statt: Die Konferenz unter dem Titel „Kreativität – Kraftwerke für alle?“ wird online angeboten. Am Vormittag stehen Vorträge und Diskussionen auf dem Programm, u.a. zu „Kreativität und/versus Digitalität“ und „Kreativität als Leitbild in der Medienpädagogik“. Nachmittags ist die Teilnahme an einer Session möglich, zur Auswahl stehen Themenfelder wie die digitale Kreativität von Kinder und Jugendlichen oder Computerspiele als Verstärker von Kreativität.
Weitere Informationen und Anmeldung zur Tagung unter: www.id-tagung.de
Der Deutsche Bibliotheksverband e.V. (dbv) und die Deutsche Telekom Stiftung haben am Sonntag, den 24. Oktober, in Paderborn den mit 20.000 Euro dotierten nationalen Bibliothekspreis an die Stadtbibliothek Paderborn verliehen. Die Stadtbibliothek hat die Auszeichnung für ihre zukunftsorientierte Bibliotheksarbeit erhalten, die Digitalität, Nachhaltigkeit, Innovation und Kooperation miteinander vereint.
Der Preis wurde von Dr. Thomas de Maizière, Vorsitzender der Deutsche Telekom Stiftung, und Petra Büning, stellvertretende Bundesvorstandsvorsitzende des Deutschen Bibliotheksverbandes überreicht.
Dr. Thomas de Maizière hob in seiner Rede die herausragende Bildungsarbeit der Stadtbibliothek Paderborn hervor: „Mit ihren MINT-Angeboten für Kinder und Jugendliche ist die Stadtbibliothek Paderborn ein wichtiger außerschulischer Bildungspartner in der Stadt. Kinder und Jugendliche finden hier zum Beispiel mit Lern-Robotern, Mini-Computern zum Programmieren oder dem sogenannten „Experimentarium“ ganz einfach Zugang zu naturwissenschaftlichen und technischen Phänomenen.“
Petra Büning ergänzte: „Um den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt einen Ort mit hoher Aufenthaltsqualität zu bieten, hat die Stadtbibliothek eine Umgebung der Inspiration, des kreativen Lernens und des Austauschs mit umfassenden und zeitgemäßen Services geschaffen. Seit Jahren beweist die Bibliothek immer wieder, wie schnell und flexibel sie auf die Bedarfe der Nutzerinnen aller Generationen eingeht. Dieses Engagement wird heute mit der Auszeichnung „Bibliothek des Jahres 2021“ gewürdigt.“
Der Preis „Bibliothek des Jahres 2021 in kleinen Kommunen und Regionen“ wurde am 23. Oktober verliehen. Diese Auszeichnung, die mit 7.000 Euro dotiert ist, erhielt das Bibliotheks- und Informationszentrum (BIZ) Haßfurt.
Katrin Stroth, Leiterin der Stadtbibliothek Paderborn,
Quelle: „Auszeichnung: Stadtbibliothek Paderborn vom Deutschen Bibliotheksverband und Deutsche Telekom Stiftung als „Bibliothek des Jahres 2021“ ausgezeichnet“, Pressemitteilung des dbv (24.10.2021)
Das Team der Digitalstrategie des Wirtschaftsministeriums NRW hat die Direktorin der Zentralbibliothek Köln, Dr. Hannelore Vogt, eingeladen, in einem Live-Interview aus der Stadtteilbibliothek Köln Kalk über die Arbeit und die Rolle von Bibliotheken im 21. Jahrhundert zu sprechen.
Bei der Veranstaltung am 27. Oktober von 12h bis 12.45h wird auch das digitale Angebot der Stadtbibliothek beleuchtet und es werden Best-Practice-Beispiele beziehungsweise Leuchtturmprojekte vorgestellt, die vor allem ein zentrales medienpolitisches Thema beinhalten: den Ausbau von Angeboten im Bereich der Nachrichten- und Informationskompetenz an Bibliotheken als eine zentrale Schlüsselqualifikation in einer digitalen demokratischen Gesellschaft. Während des Streams sind die Teilnehmenden auch eingeladen, Fragen im Chat zu stellen.
Die Zentralbibliothek der Stadt Köln zieht für die geplante Sanierung (Start Anfang 2022) an die Hohe Straße um. Im Sommer/Herbst 2022 soll dann die neue Zentrale öffnen. Ende 2026 soll es dann zurück an den alten Standort in ein komplett saniertes Haus gehen. Die Eröffnung folgt lt. Plan in 2027.