Kommentare 0

Studie: Wachsende soziale Ungleichheit in Deutschland bei Kindern und Jugendlichen

Eine wachsende soziale Kluft zwischen armen und reichen Familien belegt die neue Studie der Forschungsstelle des Paritätischen Gesamtverbands „Verschlossene Türen“, für die aktuelle amtliche Daten ausgewertet wurden. Der Wohlfahrtsverband geht darin der Frage nach, wie viel Geld Familien mit Kindern zur Verfügung haben und was sie für die physischen und für soziale Grundbedarfe der Teilhabe der Kinder ausgeben.

Quelle: Newsletter Fachstelle für das Öffentliche Bibliothekswesen Tübingen 07/19

Kommentare 0

„Platt, aber glücklich!“ – der Rote Faden 2018/2019 ist gesponnen

Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt die Öffentlicher Bibliotheken u.a. durch die finanzielle Förderung und Organisation von Fortbildungen. Dieser Beitrag wurde von dem Strategieberater Andreas Mittrowann geschrieben, der die vom Land Nordrhein-Westfalen finanzierte Fortbildung „den roten Faden finden – wir entwickeln eine Bibliotheksstrategie“ begleitet.

Mittrowann_Autorenfoto_19_10_08Am 24. und 25. September 2019 fand in Düsseldorf der Abschluss-Workshop für die Fortbildungsreihe „Den Roten Faden finden – Wir entwickeln eine Bibliotheksstrategie“ der Fachstelle für Öffentlichen Bibliotheken NRW in Kooperation mit dem ZBIW Köln statt. Die 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus öffentlichen kommunalen und kirchlichen Bibliotheken konnten während des ersten Tages zunächst die Vermittlung ihrer fertiggestellten Bibliothekskonzeptionen an Entscheider, Partner oder die Öffentlichkeit üben und wurden dabei von den beiden erfahrenen Kommunikationstrainnerinnen Christiane Brockerhoff und Marion Creß unterstützt. Ziel war es, eine Präsentation innerhalb von 5 bis 7 Minuten zu den wesentlichen Inhalten der Strategie zu erarbeiten. In einem zweiten Schritt bestand die spannende Herausforderung darin, dieses Ergebnis dann in einer noch weiter komprimierten Version von zwei Minuten zu bündeln – immer mit dem Ziel, die wesentlichen Aussagen in einer überzeugenden Kombination aus Inhalten, Rhetorik und Körpersprache zu vermitteln. In ihrem Feedback hoben die Teilnehmer/innen besonders den wichtigen Übungseffekt und die praktischen Tipps durch die Trainerinnen hervor. Fazit: „Weniger ist mehr!“.

Am zweiten und letzten Tag stand dann der Abschluss mit den Strategie-Coaches Sonja Bluhm und Andreas Mittrowann im Mittelpunkt: Dabei ging es zunächst um ein letztes Feedback zu den erstellten Gesamtkonzeptionen und ihre „Highlights“ sowie um die nächsten Schritte: Welche Werkzeuge kann ich nutzen, um die Umsetzung der Konzeption zu einem nachhaltigen Erfolg zu gestalten? Zu den Antworten auf diese Frage zählten unter anderem die Tools „Road Map“ und „Kanban“. Im zweiten Teil standen dann erneut die Kurzpräsentationen der Teilnehmer/innen mit ihren Weiterentwicklungen vom Vortag im Mittelpunkt sowie das Feedback durch die Gruppe und die Coaches.

Besonders begeistert waren das Team der Fachstelle und die Coaches von der Qualität der erarbeiteten Konzepte, die unter anderem die wichtigen Bausteine Bibliotheksvision, Ist- und Umfeldanalyse sowie Handlungsfelder und Zielstellungen enthalten. Dabei kommt es nicht immer nur auf die Papierform an, sondern auch auf den inhaltlichen Klärungsprozess. So berichtete eine Bibliotheksleiterin begeistert, dass bereits vor Abgabe der Konzeption zwei Teilzeitstellen genehmigt worden seien, da sie selbst die künftige Ausrichtung der Bibliothek überzeugend habe darstellen können. Weitere Bibliotheken aus dem Teilnehmerkreis konnten bereits von erfolgreichen Präsentationen in den städtischen Gremien berichten

Und das Resümee auf die Workshop-Reihe insgesamt? „Dranbleiben lohnt sich!“ – so nur eine der zahlreichen Rückmeldungen aus dem Kreis der Teilnehmer/innen. „Sicherheit für die Argumentation“, „Team: motiviert“, „Rückhalt: positives Feedback in der Gruppe“ oder „Wir hatten Spaß und Pilgerbier“ sind nur einige weitere der erfreulichen Äußerungen zu dieser dritten Durchführung der Workshop-Serie. Besonders gefreut haben wir uns natürlich sowohl seitens der Fachstelle als auch der Coaches über die Aussage „Tolle Zusammenarbeit und Unterstützung in allen Phasen!“. Die Übergabe der Zertifikate und ein (alkoholfreier) Cocktail rundeten den Tag und die Serie ab. Besser als in dem Teilnehmer-Zitat „Platt, aber glücklich“ können wir es nicht zusammenfassen…

Die gute Nachricht zum Schluss: Auch 2020 wird es einen Roten Faden geben! Die Informationen dazu erhalten Sie demnächst auf diesem Blog und weiteren Kanälen. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Kommentare 0

„Computer-ABC“ – Online-Kurs für Kinder

Der kompakte Kurs „Computer-ABC“ der Projektplattform Internet-ABC gliedert sich in einen Abschnitt zum Thema PC/Notebook sowie einen zum Thema Tablet. Mit Bildern und vertontem Text werden Kindern leicht verständlich die technischen Grundlagen von Computern und Tablets erklärt und erste Grundlagen zur Bedienung dieser Geräte vermittelt.

Quelle: Newsletter Fachstelle für das Öffentliche Bibliothekswesen Stuttgart 08/19

Kommentare 1

Neuss: Weiterentwicklung am bisherigen Standort

Die Stadtbibliothek Neuss wird am bisherigen Standort verbleiben. Die Diskussion, ob sie in das noch zu erbauende Kultur- und Verwaltungszentrum integriert werden soll, ist abgeschlossen. Die Bibliothek sei eine treibende Kraft am bisherigen Standort, die man dort belassen solle.

Statt eines Umzugs wird also eine Weiterentwicklung anvisiert, die unter anderem eine Erweiterung der Öffnungszeiten und steigenden Medienetat beinhaltet. Auf der Basis einer vorliegenden Analyse soll nicht ein Architekt mit der Fragestellung beauftragt werden, wie das Bibliotheksgebäude im Innern (um)gestaltet werden müsste, um den Charakter als Treffpunkt und Lernort zu stärken.

Quelle: Kleinau, Christoph: „Stadtbibliothek Neuss wird als Begegnungszentrum gestärkt“ (30.09.2019), online verfügbar unter https://rp-online.de/nrw/staedte/neuss/dritter-ort-stadtbibliothek-neuss-wird-als-begegnungszentrum-gestaerkt_aid-46128259

Kommentare 0

„Digital für alle“ plant Digitaltag 2020

21 Organisationen aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Öffentlicher Hand haben sich zum Bündnis „Digital für alle“ zusammengetan. Das erklärte Ziel ist, die digitale Teilhabe aller Menschen zu fördern. Einer Bitkom-Studie zufolge stehen 20 Millionen Deutsche ab 16 Jahren der Digitalisierung kritisch gegenüber. Bedenken zu begegnen und sich fit zu machen für die Zukunft, ist die erklärte Maßnahme.

Am 19.06.2020 soll ein bundesweiter Digitaltag stattfinden, an dem Menschen auf verschiedenste Art mit digitaler Technik in Berührung kommen. Auch Bibliotheken könnten sich hier positionieren. Neben Vorführungen und ersten Eindrücken sollen auch Diskurse geführt und Beteiligungsprozesse angestoßen werden.

Informationen und Hintergründe zur Initiative „Digital für alle“ sowie zum Digitaltag, den Aktionen und Beteiligungsmöglichkeiten gibt es unter www.digitaltag.eu.

Partner der Initiative „Digital für alle“:
AWO Bundesverband | Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) | Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) | Bitkom | Bundeselternrat | Deutsche Forschungsgemeinschaft | Deutscher Caritasverband | Deutscher Kulturrat | Deutscher LandFrauenverband | Deutscher Landkreistag | Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB) | Deutscher Städtetag | Deutscher Städte- und Gemeindebund (DStGB) | Deutscher Volkshochschul-Verband (DVV) | Diakonie Deutschland – Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung | Hartmannbund – Verband der Ärzte Deutschlands | Verband der TÜV (VdTÜV) | Verband kommunaler Unternehmen (VKU) | VOICE – Bundesverband der IT-Anwender | Zentralverband des deutschen Handwerks (ZdH) | Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland

Quelle: b.i.t. online: „Breites gesellschaftliches Bündnis für digitale Teilhabe“ (26.09.19), online verfügbar unter https://www.b-i-t-online.de/neues/5814

Kommentare 0

Gütersloh: Neue KiBi und DesignThinking-Ideen für 2020

Die Leiterin der Stadtbibliothek Gütersloh, Silke Niermann, hat ihren Jahresbericht und die Pläne für die kommenden Jahre im Ausschuss für Kultur und Weiterbildung vorgestellt. „Es fällt sehr positiv auf, wie ernst Sie die strategischen Ziele nehmen“, lobte der Ausschuss-Vorsitzendes Hans-Peter Rosenthal (Bündnis90/Die Grünen) die Bibliothekarin.

Nach einer erfolreichen RFID-Einführung in diesem Jahr wird  2020 die Kinderbibliothek umgebaut. Dieses Projekt wird durch eine Spende finanziert.

Im Oktober wird ein digitaler Werkraum eröffnet, wo neben Veranstaltung auch Platz für Coworking angeboten werden soll. Der Raum wurde mit Design Thinking entworfen. Die Methode soll künftig auch für eine generelle räumliche und Inhaltliche Neukonzeption genutzt werden. Eine Erweiterung der Öffnungszeiten, insbesondere am Wochenende, ist gewünscht. Wie dies personell und inhaltlich umgesetzt wird, wird im kommenden Jahr erarbeitet.

Quelle:  Birkholz, Rolf: Kinderbibliothek in Gütersloh wird 2020 umgebaut (25.09.19), online verfügbar unter https://www.nw.de/lokal/kreis_guetersloh/guetersloh/22571040_Kinderbibliothek-in-Guetersloh-wird-2020-umgebaut.html

Kommentare 0

Zusammenfassung: Umsatzsteuer für Bibliotheken

Ob Bibliotheken von der Umsatzsteuerpflicht betroffen sind, wurde in den letzten Wochen viel diskutiert. Der Deutsche Bibliotheksverband e.V. (dbv) hat eine Stellungnahme veröffentlicht, die den Sachverhalt zusammenfasst.

Es ist so, dass Einnahmen Öffentlicher Einrichtungen steuerfrei sind. Eine Umsatzsteuer fällt nur an, wenn es Wettbewerber gibt, die durch die Steuerbefreiung der Bibliothek im Nachteil wären. Da Öffentliche Bibliotheken keine Wettbewerber haben, sind bibliothekstypische Einnahmen (Gebühren, Kopierkosten, Fernleihe, Bücherflohmarkt etc.) von der Umsatzsteuer befreit. Das gilt ebenso für nicht öffentlich geführte Bibliotheken, wenn diese einen entsprechenden Antrag stellen.

Umsätze, die nicht bibliothekstypisch sind und somit im Wettbewerb zu anderen Anbietern stehen (z.B. Speisen und Getränke), unterliegen denselben Regeln, wie die der Wettbewerber. Es gilt der Freibetrag von 17.500 € jährlich.

Quelle: Deutscher Bibliotheksverband e.V.: „Umsatzsteuer und Öffentliche Bibliotheken“ (23.09.19), online verfügbar unter https://www.bibliotheksverband.de/fileadmin/user_upload/DBV/positionen/2019_09_23_Stellungnahme_Umsatzsteuer_und_%C3%96ffentliche_Bibliotheken.pdf

Kommentare 0

Kulturausschuss veröffentlicht Stellungnahme zur Sonntagsöffnung

Der Ausschuss für Kultur und Medien des Landtags NRW hat seine Beschlussempfehlung zum Entwurf des Bibliotheksstärkungsgesetzes veröffentlicht. Der Gesetzentwurf wird einstimmig befürwortet und könnte bereits Mitte Oktober verabschiedet werden.

Wörtlich heißt es in der Begründung unter anderem:

Öffentliche Bibliotheken seien Bildungseinrichtungen, die Medien- und Informationskompetenz gerade an Kinder und Jugendliche vermittelten.

Ihre Funktion als Zentren für Kultur und Bildung rechtfertige zudem die Bezeichnung öffentlicher Bibliotheken als „Dritte Orte“.

Der Gesetzentwurf problematisiert, dass öffentliche Bibliotheken als Orte der Kultur, anders als Museen, Theater oder kommerzielle Freizeiteinrichtungen, an Sonn- und Feiertagen geschlossen bleiben müssen. Sie könnten dadurch ihre Funktion als gesellschaftliche Begegnungsorte, die auch der nichtkonsumtiven Freizeitgestaltung dienen, nur unzureichend erfüllen.

Aus diesen Gründen sollten durch eine Änderung des Kulturfördergesetzes im öffentlichen Interesse liegende Aufgaben gesetzlich anerkannt und künftig in das Förderhandeln des Landes einbezogen werden. Der Gesetzentwurf schaffe zudem die rechtlichen Voraussetzungen, um über eine Änderung der Bedarfsgewerbeverordnung die Öffnung öffentlicher Bibliotheken an Sonn- und Feiertagen zu ermöglichen. Es handele sich um ein in sich geschlossenes und aufeinander bezogenes Regelungsvorhaben.

Quelle: Landtag Nordrhein-Westfalen, 17. Wahlperiode, Drucksache 17/7513, Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Kultur und Medien zu dem Gesetzentwurf der Fraktion der CDU und der Fraktion der FDP Drucksache 17/5637 (27.09.19), online verfügbar unter https://www.landtag.nrw.de/Dokumentenservice/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD17-7513.pdf