Kommentare 0

Invasion der Maschinen oder viel Lärm um nichts? – Ihre Einschätzung ist gefragt.

Die Digitalstrategie des Landes NRW steht zur Diskussion: Das Papier soll unter Beteiligung der Bürger*innen vollendet werden. Es umfasst die Themen Künstliche Intelligenz, Bildung und Digitaler Wandel.

Bis zum 20.09. sind alle interessierten Menschen gebeten, sich zum Thema Künstliche Intelligenz einzubringen. Zunächst wird in sechs Fragen das Meinungsbild erfasst, danach kann man sich an der Diskussion beteiligen. Technische Kenntnisse sind nicht zwingend erforderlich. Laienhaftes Interesse an dem Themengebiet ist, mindestens für die Beantwortung des Fragebogens, ausreichend.

Kommentare 0

Neueröffnung der Deichmanschen Bibliothek in Oslo in 2020

Der Österreichische Rundfunk (ORF) hat einen Bericht über die größte und älteste Öffentliche Bibliothek Norwegens, die Deichmansche Bibliothek in Oslo, gesendet. Die Einrichtung wird gerade als Prototyp einer modernen Bibliothek am Hafen der Stadt neugebaut und voraussichtlich im Frühjahr 2020 eröffnet. Neben Zonen für stilles Arbeiten, Lernen und Recherchieren soll die am stärksten frequentierte kulturelle Einrichtung des Landes auch ein Ort der sozialen Interaktion und Integration sein. Zu diesem Zweck wird die Bibliothek mit Veranstaltungssälen und Konferenzräumen, Radio- und Soundstudios, einem Kino, Gaming-Bereichen und einem Restaurant ausgestattet. Die Reportage können Sie hier nachhören oder als schriftliche Zusammenfassung nachlesen.

Quelle:
VÖBBLOG- „Ö1 Morgenjournal- Europas modernste Bibliothek entsteht in Oslo“ (21.08.2019), online verfügbar unter: https://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=49748

Kommentare 0

KI, Big Data, UN-Nachhaltigkeitsziele – Der IFLA Kongress beginnt

“Libraries – Dialogue for Change“ ist das Thema des diesjährigen IFLA-Kongresses. Die International Federation of Library Associations and Institutions (IFLA) organisiert den Kongress jedes Jahr in einem anderen Land, diesmal in Griechenland.

Die Nachhaltigkeitsziele der UN-Agenda 2030 stehen ebenso auf dem Plan wie Künstliche Intelligenz und Big Data. Ebenso wird die Strategie des Weltverbandes IFLA 2019-2024 mit den vier strategischen Feldern „Bibliotheken in der Gesellschaft“, „Information und Wissen“, „Kulturerbe“ sowie „Kompetenzentwicklung“ vorgestellt.

Sie können den Kongress wie folgt verfolgen:
Unter https://2019.ifla.org/live-stream/ werden einige Vorträge und Diskussionen live gestreamt.
Auf dem Blog https://www.bi-international.de werden Berichte zur Verfügung gestellt. Auf Twitter lauten die diesjährigen Hashtags #wlic2019 und #bibinternational.
Das detaillierte Programm zur Konferenz und den deutschen Beiträgen findet sich hier: https://2019.ifla.org/

Der Kongress stellt außerdem den Beginn der designierten IFLA-Präsidentschaft von Barbara Lison dar. Die Direktorin der Bremer Stadtbibliothek und ehemalige Bundesvorsitzende des Deutschen Bibliotheksverbands e.V. wird die vierte IFLA-Präsident*in aus Deutschland sein. Im Jahr 2021 wird sie der Australierin Christine Mackenzie nachfolgen.

Quelle: Deutscher Bibliotheksverband (dbv): „Künstliche Intelligenz, Big Data, UN-Nachhaltigkeitsziele – Weltkongress des internationalen Bibliotheksverbands startet in Athen“ (22.08.2019), online verfügbar unter https://www.bibliotheksverband.de/dbv/presse/presse-details/archive/2019/august/article/kuenstliche-intelligenz-big-data-un-nachhaltigkeitsziele-weltkongress-des-internationalen-bibl.html?tx_ttnews%5Bday%5D=22&cHash=948186043c23b44692f49f9428dc7abb

Kommentare 0

Mit unkonventionellen Ideen zur Innovation

2009 hat das Land NRW die Initiative „Lernort Bibliothek“ ins Leben gerufen. Mit der Abschlussveranstaltung am 15. Mai 2019 hat die Initiative ihr offizielles Ende gefunden. ProLibis hat das 10-jährige Jubiläum zum Anlass genommen, um noch einmal einen Blick zurück zu werfen. Wir freuen uns, dass wir diese Rückblicke nun auch auf unserem Blog veröffentlichen können. Die Fachstelle für Öffentliche Bibliotheken NRW bedankt sich herzlich bei allen Mitstreitenden in den vergangenen 10 Jahren und natürlich bei den Autorinnen und Autoren dieser Artikel.


Von Dirk Ehlen und Sarah Hollendiek, Fachstelle für Öffentliche Bibliotheken NRW

Die Überlegungen zum informellen Lernen, die die Pilotgruppe „Lernort Bibliothek“ 2009 anstellte, hatten Auswirkungen auf die Bereiche Personalentwicklung, Arbeitsorganisation, Auskunftsdienst und die Anforderungen an die technische Ausstattung Öffentlicher Bibliotheken. Insbesondere die steigende Relevanz digitaler Dienste und damit verbunden die technische Ausstattung Öffentlicher Bibliotheken, beschäftigte das Land Nordrhein-Westfalen über die Jahre in verschiedenen Folge-Projekten. Dabei beschritten sowohl das Land, als auch die Öffentlichen Bibliotheken in Nordrhein-Westfalen neue Wege. Im Zuge dieser Projekte konnte die Entwicklung des Bibliothekswesens auch über die Landesgrenzen hinaus, positiv beeinflusst werden.
Koffer für die mobile Revolution
In 2013 und 2014 wurden im Rahmen des Projektes „Mobi Dig – Mobil und Digital in öffentlichen Bibliotheken “ u.a. Koffer mit Tablet-PCs und E-Book-Readern an Bibliotheksteams ausgeliehen. Nach einer eintägigen Einführung in den Kofferinhalt konnten sich die Mitarbeiter*innen über mehrere Wochen selbstständig mittels Übungsmaterialien und Aufgaben in die Nutzung der Geräte einarbeiten. Mittlerweile sind Mobile Endgeräte nicht mehr aus dem Berufsalltag wegzudenken. In vielen Bibliotheken besteht heute vielmehr das Problem, den gewachsenen „Gerätefuhrpark“ zu verwalten. In einigen Bibliotheken werden zu diesem Zweck Mobile-Device-Management-Verfahren eingeführt.

Quellentaucher Köln Flickr 2014_03_19_20

Ganz neue Ideen zur Recherche entwickelte der Quellentaucher. Mit der „Expedition“ werden zu einem vom Nutzer ausgewählten Zeitungsartikel weitere Informationen angeboten – hier: Zeckenbisse – und mit Online-Quellen angereichert.

Entwicklung durch Forschung
Immer wieder kooperierte die Fachstelle für Öffentliche Bibliotheken NRW mit Partnern aus anderen Fachdisziplinen. Das eindrucksvollste Beispiel ist wohl die Zusammenarbeit mit der AG Mensch-Computer-Interaktion der Universität Konstanz von 2012 bis 2014. Gemeinsam mit dem Team rund um Prof. Dr. Harald Reiterer wurde das Forschungsprojekt „Quellentaucher“ durchgeführt. Im Rahmen dieses Projektes wurde der Versuch unternommen, die Katalogsuche neu zu denken. Die Stadtbibliothek Köln konnte hierfür als Labor für Feldversuche gewonnen werden.
Die Hochschule entwickelte zwei Prototypen, die verschiedene Suchbedarfe von Bibliotheksbesuchern adressiert: die „Expedition “ und den „Tiefenrausch “.
Mithilfe der „Expedition“ konnten Nachweise von physischen Medien und digitaler Angebote der Bibliothek auf einer Oberfläche angezeigt werden. Sie unterstützte somit das Stöbern im Gesamtbestand einer Bibliothek. Der „Tiefenrausch“ stellte eine Erweiterung und Neuinterpretation der klassischen Katalogsuche dar. Mithilfe von Spielsteinen konnten Suchbegriffe und Filter in Kombination angewandt und Recherchetechniken optisch sichtbar gemacht werden.
Auch wenn das Forschungsprojekt kein konkretes Produkt zum Ergebnis hatte, so war die Arbeit mit der Universität Konstanz ein Gewinn für die zukünftige Arbeit der Fachstelle. Das Projekt offenbarte Schwächen in Hard- und Software-Ausstattung der Bibliotheken, sowie der Katalogdaten, auf deren Basis neue digitale Angebote entstehen.
Hilfreich und praxisnah – Handreichung zur EDV-technischen Infrastruktur in Öffentlichen Bibliotheken
Auf der Grundlage der Erkenntnisse und Erfahrungen im Forschungsprojekt „Quellentaucher“ konzipierte die Fachstelle ihr nächstes größeres Projekt. Um die Bibliotheken beim Auf- und Ausbau der eigenen technischen Infrastruktur zu unterstützen, hat das Kulturministerium NRW 2017 eine Handreichung zur EDV-technischen Infrastruktur in Öffentlichen Bibliotheken in Auftrag gegeben. Die Firma Cancom GmbH hat dazu in vier NRW-Bibliotheken eine Analyse der vorhandenen EDV-Ausstattung vorgenommen. Die bibliotheksfachliche Begleitung lag bei der Fachstelle für Öffentliche Bibliotheken. Als Piloten konnten die Bibliotheken in Herten, Lübbecke, Mönchengladbach und Paderborn gewonnen werden. Mithilfe eines einheitlichen Fragebogens konnten Gemeinsamkeiten und Unterschiede, sowie die jeweiligen Rahmenbedingungen in den Kommunen in Erfahrung gebracht werden. Aus den gesammelten Informationen wurden Fokusthemen herausgearbeitet, die in allen Bibliotheken eine hohe Relevanz hatten:
• Internetanbindung
• WLAN
• Ausstattung
• Mobile Endgeräte
• Gebäudeinfrastruktur
• EDV-Kompetenzen
• die Anbindung externer Dienste

Diese Themen dienten als Grundlage für die zu erarbeitende Handreichung. Die Handreichung bietet durch Erläuterungen und mithilfe von Referenzwerten den Bibliotheksmitarbeitenden und-trägern sowie den Entscheidern eine Möglichkeit, den aktuellen Stand der EDV-technischen Infrastruktur einzuschätzen, und daraus den notwendigen Handlungsbedarf für die kommenden Jahre abzuleiten. Die Handreichung wurde ausdrücklich nicht für IT-Experten geschrieben, sondern ist so aufbereitet, dass sie für Laien verständlich ist. Eine derartige Zusammenstellung von Erläuterungen und Referenzwerten ist bis zum heutigen Datum einmalig im deutschsprachigen Raum.

Lernort Bibliothek_ProLibris 1-2019_19_01_16 Technik_Bild 2

Rückblick ins Jahr 2013: Mark Robin Horn (Fachstelle NRW) bei der Inventarisierung der Technik für die MobiDig-Koffer

Gemeinsam zum Erfolg
Über die Jahre haben die verschiedenen Projekte bewiesen, dass sich insbesondere beim Thema Technik ein gemeinsames Vorgehen von Bibliotheken und Land / Fachstelle als besonders sinnvoll erweist. Durch unkonventionelle Projektideen und neue Wege der Förderung konnte eine Verbesserung und Weiterentwicklung der Bibliothekslandschaft in NRW angestoßen werden.

Kommentare 0

Zwanzig Nominierungen für den Deutschen Buchpreis

Der Deutsche Buchpreis wird jährlich auf der Frankfurter Buchmesse verliehen. Nun wurden die zwanzig nominierten Titel benannt. Bis September schrumpft diese Auswahl zur Shortlist, die nur noch aus sechs Büchern besteht.  Am 14. Oktober findet schließlich die Preisverleihung statt.

Die 20 nominierten Autor*innen und ihre Titel sind:

  • Nora Bossong, Schutzzone (Suhrkamp, September 2019)
  • Jan Peter Bremer, Der junge Doktorand (Berlin Verlag, September 2019)
  • Raphaela Edelbauer, Das flüssige Land (Klett-Cotta, August 2019)
  • Andrea Grill, Cherubino (Paul Zsolnay, Juli 2019)
  • Karen Köhler, Miroloi (Carl Hanser, August 2019 – lesen Sie hier eine Rezension)
  • Miku Sophie Kühmel, Kintsugi (S. Fischer, August 2019)
  • Angela Lehner, Vater unser (Hanser Berlin, Februar 2019 – lesen Sie hier eine Rezension)
  • Emanuel Maeß, Gelenke des Lichts (Wallstein, Februar 2019)
  • Alexander Osang, Die Leben der Elena Silber (S. Fischer, August 2019)
  • Katerina Poladjan, Hier sind Löwen (S. Fischer, Juni 2019 – lesen Sie hier eine Kurzrezension)
  • Lola Randl, Der Große Garten (Matthes & Seitz Berlin, März 2019)
  • Tonio Schachinger, Nicht wie ihr (Kremayr & Scheriau, September 2019)
  • Norbert Scheuer, Winterbienen (C.H.Beck, Juli 2019)
  • Eva Schmidt, Die untalentierte Lügnerin (Jung und Jung, März 2019)
  • Sasa Stanisic, Herkunft (Luchterhand, März 2019 – lesen Sie hier ein Autorenporträt und hier eine Rezension)
  • Marlene Streeruwitz, Flammenwand. (S. Fischer, Mai 2019 – lesen Sie hier eine Rezension)
  • Jackie Thomae, Brüder (Hanser Berlin, August 2019 – lesen Sie hier ein Porträt der Autorin)
  • Ulrich Woelk, Der Sommer meiner Mutter (C.H.Beck, Januar 2019 – lesen Sie hier eine Rezension)
  • Norbert Zähringer, Wo wir waren (Rowohlt, März 2019)
  • Tom Zürcher, Mobbing Dick (Salis, März 2019)

 

Quelle: Spiegel online: „Die 20 Nominierten für den Deutschen Buchpreis stehen fest“ (20.08.2019), online verfügbar unter https://www.spiegel.de/kultur/literatur/deutscher-buchpreis-die-20-nominierten-fuer-die-literaturauszeichnung-stehen-fest-a-1282744.html

Kommentare 0

Das deutsche Bibliothekswesen 2019

Jürgen Seefeld, ehemaliger Leiter mehrerer Stadtbibliotheken in NRW und des Landesbibliothekszentrums Rheinland-Pfalz, hat den aktuellen Stand der Bibliothekslandschaft in Deutschland dokumentiert. In seinem Bericht für das Goethe Institut geht Herr Seefeld auf verschiedene Aspekte ein. Neben der Struktur und den Kennzahlen bespricht er auch die Vernetzung, Innovationen und die Zukunft von Bibliotheken.

Quelle: https://www.bib-info.de/verband/publikationen/aktuell.html?tx_ttnews[tt_news]=5325&cHash=c89d89475b&fbclid=IwAR2FrNXMlO6m2npcWV1M_EieE0jFckicunQjIUzfN_LghAfr1LlaCheJyLE

Kommentare 0

Rheinbach: Was hat das Lernort-Projekt in Ihrer Bibliothek verändert?

2009 hat das Land NRW die Initiative „Lernort Bibliothek“ ins Leben gerufen. Mit der Abschlussveranstaltung am 15. Mai 2019 hat die Initiative ihr offizielles Ende gefunden. ProLibis hat das 10-jährige Jubiläum zum Anlass genommen, um noch einmal einen Blick zurück zu werfen. Wir freuen uns, dass wir diese Rückblicke nun auch auf unserem Blog veröffentlichen können. Die Fachstelle für Öffentliche Bibliotheken NRW bedankt sich herzlich bei allen Mitstreitenden in den vergangenen 10 Jahren und natürlich bei den Autorinnen und Autoren dieser Artikel.


Von Daniela Hahn, Öffentliche Bücherei St. Martin, Rheinbach

Den Blick geschärft

Für unser Team war es eine gute Erfahrung, sich mit dem Thema Web 2.0 auseinanderzusetzen. Es hat den Blick geschärft für die Notwendigkeit, Angebote und Aktivitäten vor Ort mit virtuellen Aktivitäten zu vernetzen. Es entstanden regelmäßige Facebook-Posts sowie Konzepte für Storytelling-Projekte rund um das Thema Bücherei, die zum Teil im Blog sichtbar wurden.

Besonders Spaß gemacht hat das Projekt „I did it with my library“, bei dem auch unsere Leser mit ihren eigenen Erfahrungsberichten rund um das Buch sehr aktiv waren und den Blog bereicherten. Das Projekt „LibraryThing for libraries“ erzielte zahlreiche Leserrezensionen.

Was bedeutet die Lernort-Initiative heute für die Stadtbibliothek Rheinbach?

Heute halten wir unsere Website und den Facebook-Auftritt weiterhin aktuell. Weitere Plattformen können zurzeit aus personellen und bürokratischen Gründen (DSGVO) nicht bedient werden. Das Team ist weiterhin Neuerungen gegenüber aufgeschlossen. Die Bücherei versteht sich als Treffpunkt und Ort für informelles Lernen (z.B. Kleingruppensprachkurse für Flüchtlinge), wobei uns auch die Erhöhung der Aufenthaltsqualität ein dauerhaftes Anliegen ist.


Ansprechpartner:
Daniela Hahn
Lindenplatz 4
53359 Rheinbach

Die Öffentliche Bücherei St. Martin, Rheinbach im Netz:
Webseite: http://www.buecherei-rheinbach.de/
Facebook: https://www.facebook.com/Buecherei.Rheinbach/
Blog: https://buechereirhb.wordpress.com/

Kommentare 0

Fortsetzung „Make IT 2018“- Mobiles Makerspace der Stadtbibliothek Greven

Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt die Entwicklung Öffentlicher Bibliotheken u.a. durch die finanzielle Förderung von innovativen Projekten. Die Fachstelle für Öffentliche Bibliotheken NRW stellt in lockerer Reihenfolge interessante Praxisbeispiele aus verschiedenen Förderprogrammen in Form von Gastbeiträgen auf ihrem Blog vor. Der vorliegende Beitrag stellt das Konzept „Make IT“ der Stadtbibliothek Greven vor, in welchem es darum geht, Kinder spielerisch für Making und Programmieren zu begeistern.

Make IT 2018 ergänzt das Projekt aus 2017, dass sich vorrangig mit dem Einsatz von Digitalen Tools in Grundschulen beschäftigte. 2018 haben wir dieses Thema um Angebote für Kitas und weiterführende Schulen erweitert. So konnten in 2018 47 Workshops und Fortbildungen für Schülerinnen, für Lehrerinnen, Erzieherinnen und Kolleginnen aus anderen Bibliotheken durchgeführt werden.

Landesförderung 2018 in Bearbeitung

Logo des Make IT-Projekts

Neue Tools / Laptops und Tablets

Aus Projektmitteln wurden 2018 drei Thymiokoffer mit je sechs Wireless Thymios angeschafft, außerdem ein Koffer mit 12 Ozobot EVOs und zwei BeeBot-Sets incl. Ladestationen.
Alle Koffer werden an Schulen ausgeliehen. Zum Start testen Medienberater im Kreis Steinfurt die Tools mit Schülern. Sie haben vorhandene Konzepte geprüft und eigene Unterrichtsvorschläge für Schulen erstellt. Thymios werden für Schüler in der Sekundarstufe 1 empfohlen. Eine Anleitung ist online zu finden. Von den Konzepten profitiert die Stadtbibliothek bei Make IT – Tagen und bei Workshops. Geplant ist z.B. ein Lightpainting-Workshop im Rahmen des SommerLeseClubs mit Thymios.

Landesförderung 2018 in Bearbeitung

Neuer Laptops und Thymio-Roboter

Außerdem hat die Bibliothek mit Projektmitteln zwei Laptops und fünf iPads angeschafft. Mithilfe von Eigenmitteln wurden weitere fünf iPads gekauft. Mit den inzwischen vorhandenen vier Laptops und aktuell 17 Tablets können in der Stadtbibliothek größere Lerngruppen arbeiten und auch Sonderaktionen wie die Make IT-Tage oder Nacht der Bibliotheken stattfinden.

Fortbildung des Teams

Wenn wir über unser Make IT Projekt berichten oder angefragt werden, werden wir immer wieder gefragt, wie wir für die Fortbildung des Teams sorgen.
Unter anderem werden in kleineren und größeren Teamrunden regelmäßig neue Tools und Techniken vorgestellt.
Bei den vielen Workshops und Fortbildungen der Bibliothek sind immer Mitglieder des Teams dabei. So werden einzelne Kolleg*innen Experten für einzelne Tools und geben ihr Wissen an andere weiter.
Außerdem dürfen alle Mitarbeiter Tools und Tablets ausleihen, um Dinge Zuhause auszuprobieren oder um mit Kindern Aktionen durchzuführen (im Freundeskreis, in der Kita, Kindergeburtstag …).

Medienkompetenzrahmen und Nutzung von Apps

Alle Angebote der Bibliothek sind mit Hinweisen auf den neuen Medienkompetenzrahmen NRW (MKR) versehen. Zukünftig wird das mithilfe von Punkten erfolgen, welche jeweils in dem durch ein Angebot abgedeckten Kompetenzbereich im MKR dargestellt werden. Das erleichtert Schulen, die Bibliothek bei der Planung ihres Medienkonzeptes, welches in 2020 fertig gestellt sein muss, einzuplanen.
Bei der „Bepunktung“ ist zu unterscheiden, wie die Tools eingesetzt werden. Für das Beispiel Kahoot-Quiz kann man den Umgang mit Tablets schulen, wenn Schülerinnen ein vorbereitetes Quiz spielen (grüner Punkt). Wenn aber die Schülerinnen selbst ein Kahoot erstellen, sich dafür selbst anmelden, Quellen zur Recherche benennen und Bildrechte wahren können, werden mehr Lernziele erfüllt (abhängig von der Altersstufe).

Landesförderung 2018 in Bearbeitung

Der Medienkompetenzrahmen NRW mit entsprechend bepunkteten Kompetenzbereichen


Aktionen mit Schulklassen und Kita-Gruppen

In Greven haben sich Auftaktworkshops mit Klassen und Gruppen bewährt, in denen wir einen Roboter, eine App oder ein Programm mit der ganzen Klasse ausprobieren. Nach einer kurzen Einführung probieren die Schüler selbst wie es geht. So lernen Schüler und Lehrer den Einstieg in die Nutzung und können das Tool im Unterricht leichter einsetzen. Am Rande ist Zeit, Lehrern Tipps für das weitere Vorgehen zu geben.

Dieses wenden wir an für Robotiktools wie BeeBots, Ozobots, Thymios, für Apps z.B. im Bereich  StopMotion (Trickfilm), GreenScreen (von DoInk) sowie BIPARCOURS, Kahoot, LearningApps, QR-Code Rallyes usw.
Manche Apps wie GreenScreen-Apps lassen sich auf diese Weise mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen nutzen. Alle lernen das Tool zunächst kennen und natürlich sind die späteren Anwendungen unterschiedlich. Beispiel: Foto von einem Kitakind, das auf einem Besen über die Stadt fliegt oder ein Abiturient dreht einen Erklärfilm zu Karl Marx.

Landesförderung 2018 in Bearbeitung

Fotos vor dem Greenscreen

 

Augustinusstunde als Versuchswerkstatt

Vor zwei Jahren hat das fußläufig nur fünf Minuten entfernte Gymnasium Augustinianum eine Differenzierungsstunde für Klasse 5 bis 7 eingeführt. Schülerinnen und Schüler (SuS) ohne Förderbedarf kommen seither zur Forderstunde in die Stadtbibliothek. Die zuständige Lehrerin formuliert in Abstimmung mit der Bibliothek Module zu digitalen Inhalten, zwischen denen die SuS wählen dürfen. Jedes Modul kann ca. 6 Unterrichtsstunden umfassen. Die SuS beschäftigen sich in Gruppen z.B. mit Kahoot, StopMotion, GreenScreen, LearningApps, Biparcours, Thymios, QR-Code-Rallyes etc. Dabei starten die meisten Module mit einer kurzen Anleitung. Anschließend arbeiten die Schülerinnen selbständig. Inzwischen gibt es Schüler-Experten für einzelne Module und diese wiederum leiten die „Neuen“ an.
In fast allen Modulen benötigen die SuS Wissen über den Umgang mit Bild- und Filmrechten. Dies wird regelmäßig thematisiert. Fertigkeiten, wie das Anmelden, Speichern, Exportieren und natürlich das kollaborative Arbeiten werden ebenfalls vermittelt. Regelmäßig werden die Ergebnisse- meistens Medienprodukte- im Plenum vorgeführt.
Da die SuS aus unterschiedlichen Klassen, der 5. bis 7. kommen, verbreiten sich die Kenntnisse schnell weiter. Die beteiligten Lehrer
innen wenden die gewonnen neuen Methoden inzwischen routiniert im sonstigen Unterricht an.
Für das Bibliotheksteam ist die Augustinusstunde ein Glücksfall. Ohne großen zeitlichen Druck konnten wir in diesen Stunden neue Tools mit Schülern ausprobieren, sie sicher Anwenden lernen und erkennen, was gut funktioniert und was sich verbessern lässt. Wir haben auch viel durch die Kreativität der Schüler dazu gelernt.

Landesförderung 2018 in Bearbeitung

Landesförderung 2018 in Bearbeitung

Lehrerinnen und Erzieherinnen: Fort- und Ausbildung

Für Lehrerinnen und Erzieherinnen gibt es viele unterschiedliche Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten.
U. a. können sie neue Tools über in der Stadtbibliothek stattfindenden Auftaktworkshops kennenlernen. Häufig sind Lehrerinnen oder Bibliothekskolleginnen bei den Make IT -Tagen in der Bibliothek anwesend. Ende 2019 wird eine Delegation von 20 chinesischen Lehrern, welche zu Gast beim Zentrum für Lehrerbildung in Münster sind, zu einem der Aktionstage in die Bibliothek kommen. Darüber hinaus finden Informationsgespräche mit einzelnen Lehrern oder Schulleitungen zu Angeboten der Bibliothek statt.
An Fachtagen von Kitas und Schulen in Greven beteiligt sich die Bibliothek mit Workshops und Vorträgen. Möglichkeiten für Fortbildungen bestehen auch immer wieder in Verbindung mit Fachkonferenzen.

Als Referentin waren Sigrid Högemann und Dagmar Schnittker (StB Ibbenbüren) häufig bei Medientagen für Lehrer*innen der Medienberatung NRW aktiv.
Am 6. Juni 2019 hat im Rahmen einer Ringvorlesung #Lehrerbildung digital@kompetent an der Uni Münster ein Vortrag der Medienberaterin Katja Möhring zusammen mit Sigrid Högemann zum Thema „Praktische Umsetzung des Medienkompetenzrahmen in Grundschulen“ stattgefunden.
Seit zwei Jahren machen immer wieder Lehramtsstudenten ihr „Außerschulisches Praktikum“ in der Stadtbibliothek Greven. In ihrer Ausbildung spielen digitale Tools (noch) kaum eine Rolle. Deshalb ist das Make IT-Projekt für sie besonders interessant. Wir würden uns wünschen, dass viele Bibliotheken Lehramtsstudenten als Praktikanten annähmen. Das könnte die Verbindung von Schule und Bibliothek nachhaltig stärken (Anm. der Red.: Lehramtsstudenten leisten während des Bachelorstudiums ein mindestens vier­wöchiges – in der Regel außer­schulisches – Berufs­feldpraktikum ab. Sie werden in dieser Phase von Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung (ZfsLs) betreut. Wenn man einen Praktikumsplatz anbieten möchte, kann man sich in dafür bereitgestellten Datenbanken der ZfsLs eintragen lassen, aus welchen die Studenten dann auswählen können).


Außerschulische Workshops und Aktionstage

Die neuen Tools können in der Regel von Privatnutzern nicht ausgeliehen werden. Damit sie jedoch auch einen Zugang zu den Geräten haben, bietet die Stadtbibliothek Greven immer wieder offene Aktionen und Workshops an.
Einmal im Monat findet der Make IT – Tag statt. Mit  zwischen 70 und 200 Besuchern werden die sehr gut angenommen. Viele Erwachsene, insbesondere viele Väter kommen mit ihren Kindern oder um sich selbst zu informieren. Viele Eltern arbeiten selbst in technischen Berufen oder in der Lehre. Dadurch haben sich viele wertvolle neue Kontakte ergeben, aus welchen wiederum weitere Aktionen entstanden sind. Jugendliche helfen ehrenamtlich bei der Betreuung der Angebote an Make IT-Tagen.

Zwischen Oktober 2018 und April 2019 hat die 2. Offene Grevener Stadtmeisterschaft in Lego Mindstorms Sumowrestling stattgefunden.
In den Sommerferien 2018 betreute Uwe Dresemann zwei Workshops mit dem Calliope Mini („Bau dir ein Klavier“ / „Mathe-Wurfmaschine“). Die Teilnehmer konnten die Calliope anschließend vier Wochen ausleihen und selbst weiter experimentieren. Während des  SommerLeseClubs 2019 wird das Bibliotheksteam viele Make IT – Aktionen als Workshops anbieten und Stationen wie GreenScreen, Trickfilm und weitere Geräte und Angebote dauerhaft bereitstellen. Für besondere Ergebnisse wird es Lese-Oskars geben.

Fortbildung für Bibliothekskolleg*innen

Von Herbst 2018 bis Frühling 2019 hat die vom ZBIW organisierte Fortbildungsreihe „Medienpass NRW – Digitale Angebote Öffentlicher Bibliotheken“ mit den Referentinnen Eva Göring (Fachstelle für Öffentliche Bibliotheken NRW), Dagmar Schnittker (StB Ibbenbüren) und Sigrid Högemann (StB Greven) und einmal mit Kathrin Gade (Medienberatung NRW, LWL Münster) stattgefunden. Die Veranstaltung war so stark nachgefragt, dass anstatt der ursprünglichen geplanten einen Fortbildung fünf Termine stattgefunden haben; einmal in Münster, einmal in Ibbenbüren und drei Mal in Greven. Teilgenommen haben Kolleg*innen aus Bibliotheken aus ganz NRW.
Außerdem haben Besuche durch weitere Bibliotheksteams in Greven stattgefunden oder Beratung per Skype stattgefunden. Am Rande von Terminen ergaben sich viele weitere Gespräche zu dem Projekt.

Fortbildung_Medienkompetenzrahmen_19_03_18_Panorama_alle


Preis „Zukunftsgestalter in Bibliotheken 2019“

Der Erfolg des Projektes Make IT wurde im März 2019 auf dem Bibliothekskongress in Leipzig mit der Auszeichnung „Zukunftsgestalter in Bibliotheken 2019“ gekrönt.
Der Preis wird von De Gruyter gestiftet und in Kooperation mit der Zeitschrift Bibliothek: Forschung und Praxis (BFP) und dem Netzwerk Zukunftswerkstatt Kultur- und Wissensvermittlung verliehen.

Weitere Informationen / Links

Projekt Make IT
Beebots zum Ausleihen (der Stadtbibliothek Greven)
Ausleihboxen Ozobots der Stadtbibliothek Greven
Padlet – Informatik in der Grundschule – Ideen, Module, Materialien zusammengestellt von Katja Möhring, Medienberaterin im Kreis Steinfurt
Padlet – Ozobot, Robotik für Grundschulen – Alles rund um Ozobots, Tipps zum Einkauf, selbst erstelltes Unterrichtsmaterial, Projektideen und Hinweise vieler aus dem Netz …, zusammengestellt von Katja Möhring
Medienkompetenzrahmen NRW
Internettools für Schulen
Eine Tabelle mit Internettools für Schulen. Stand 3.2019
(PDF-Datei; 202,99 KB)
Robotiktools
Eine Tabelle mit Robotiktools, Preisen, Bezugsquellen. Stand 3.2019
(PDF-Datei; 124,92 KB)
• Bibliothek erhält Preis „Zukunftsgestalter in Bibliotheken 2019
Prezi zum Projekt Make IT
Präsentation Make IT anlässlich der Preisverleihung für die Stadtbibliothek als „Zukunftgestalter in Bibliotheken in 2019“

Ausblick

Auch wenn die beiden Make IT – Projekte 2017 und 2018 abgeschlossen sind, wird uns das Thema weiter beschäftigen. Weitere Workshops und Fortbildungen sind geplant. Die Neukonzeption des SommerLeseClubs passt genau in unser Make IT_Konzept. Nach und nach werden wir ein „stationäres“ Makerspace aufbauen. Ein 3D-Drucker wurde im Frühjahr 2019 angeschafft. Ein nächstes großes Thema ist dabei die Ausweitung auf das Thema „Lebenslanges Lernen“.



Die Stadtbücherei Greven stellt sich vor:

Greven ist eine nördlich bei Münster gelegene Mittelstadt mit ca. 37.000 Einwohnern.
Die Stadtbibliothek Greven verfügt über 5 1/2 Personalstellen und verzeichnet rund 130.000 Besuche im Jahr.

Weitere Informationen auf der Webseite der Stadtbibliothek unter:
https://www.greven.net/bildung_soziales_generationen/bildung/stadtbibliothek/startseite.php
sowie auf der Facebook-Seite der Bibliothek unter:
https://www.facebook.com/StadtbibliothekGreven/
Ansprechpartnerin:
Sigrid Högemann
(Bibliotheksleitung)

Kirchstraße 3
48268 Greven

E-Mail: sigrid.hoegemann@stadt-greven.de

Kommentare 2

Bremerhaven: Pop-up-Bibliothek eröffnet

Im Bremerhavener Stadtteil Wulsdorf wurde Anfang August eine Pop-up-Bibliothek eröffnet. Diese Minibibliothek ist nur für kurze Zeit in Wulsdorf vorgesehen. Für die Bibliothek wird ein 90 Quadratmeter großer Raum angemietet, in dem der Nutzer Medien zur Ausleihe präsentiert bekommt. Nach neun Monaten zieht die Bibliothek weiter in den Stadtteil Geestemünd, wo sie ebenfalls neun Monate verbleibt. Dieses Konzept soll der Bibliothek ermöglichen „ins Gespräch mit den Menschen zu kommen und neue Ideen zu sammeln“. Die Leiterin der Stadtbibliothek, Elke Albrecht, fasst es wie folgt zusammen: „Wir wollen raus zu den Menschen“.

Als Ergänzung bekommt die Stadtbibliothek ab September ein Lastenfahrrad für den Besuch von Spielplätzen oder Kitas. Die Umsetzung wird über die Kulturstiftung des Bundes und durch den „hochdrei“-Fonds gefördert.

Quelle: N-TV Regionales – „Bremerhavener Stadtteil bekommt Pop-up-Bibliothek“ (zuletzt aufgerufen am 14.08.2019), online verfügbar unter:
https://www.n-tv.de/regionales/niedersachsen-und-bremen/Bremerhavener-Stadtteil-bekommt-Pop-up-Bibliothek-article21183837.html

Kommentare 0

Frankfurt: Stadtbücherei bekommt technische Unterstützung von drei Robotern

Die Frankfurter Stadtbücherei hat seit neustem drei Roboter im Haus. Nicht nur Nao, der in Kürze von den Nutzerinnen einen neuen Namen bekommen soll, ist die Attraktion. Auch zwei Roboter-Greifarme sind in Frankfurt und werden den Nutzerinnen der Stadtbücherei das Thema künstliche Intelligenz näherbringen. Die Leiterin der Digitalen Dienste Elfriede Ludwig beschreibt die neue Ausrichtung ihres Fachbereichs: „Wir stehen als Stadtbücherei für informelles Lernen und wollen den Besucher nun auch die künstliche Intelligenz näher bringen“.

Nach der Einführungswoche ist eine Tour durch die Stadtteilbibliotheken für die Roboter geplant. Im Anschluss sind weitere Kooperationen mit Schulbibliotheken und der Volkshochschule angedacht.

Quelle: Frankfurter Neue Presse – „Diesen Mitarbeiter erwartet niemand in der Frankfurter Stadtbücherei“ (zuletzt aufgerufen am 14.08.2019), online verfügbar unter: https://www.fnp.de/frankfurt/frankfurt-hessen-diesen-mitarbeiter-erwartet-niemand-buecherei-12910111.html