Alle Artikel in der Kategorie “Hinweise, Tipps, Informationen

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IFLA-Trendbericht 2013 veröffentlicht

Der IFLA-Trendbericht 2013 hebt besonders fünf Trends hervor, die die Informationsgesellschaft in Zukunft prägen werden. Er will als Quellenauswahl dienen, die verstehen hilft, wo sich Bibliotheken in einer sich wandelnden Gesellschaft verorten können.

Die aktuellen Trends:

  • New Technologies will both expand and limit who has access to information.
  • Online Education will democratise and disrupt global learning.
  • The boundaries of privacy and data protection will be redefined..
  • Hyper-connected societies will listen to and empower new voices and groups.
  • The global information environment will be transformed by new technologies.

Zum Bericht: http://trends.ifla.org

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1000 Dinge – Bestandsaufbau für Youtube-Videos?

„1000 Dinge, die eine Bibliothek in Zukunft bewältigen muss“ ist das Motto für unsere neue Blogreihe. Was bedeutet der viel zitierte Medienwandel für Öffentliche Bibliotheken im Alltag? Wir möchten Anregungen geben, Rahmenbedingungen beleuchten und mit Ihnen diskutieren. Starten wollen wir mit dem Thema Medienbestand:

72 Stunden Videomaterial pro Minute, abertausende Blogbeiträge pro Tag, Millionen von Rezepten unterschiedlicher Koch-Communities, ca. 500.000.000 Tweets pro Tag, 20.000 E-books und 20 lizensierte Datenbanken. So oder so ähnlich könnte die Beschreibung eines Bibliotheksbestandes in Zukunft aussehen. Das mag sich für den einen oder anderen absurd anhören, ist es wahrscheinlich auch, soll aber deutlich machen: Bibliotheksbestände kann man künftig nicht mehr ausschließlich in Regalmetern messen!

In Zukunft werden immer mehr digitale Inhalte Bestandteil des Bibliotheksbestandes. Lizensierte Datenbanken und E-Books haben bereits Einzug gehalten. Die Integration freier Internetquellen ist dagegen noch ein offenes Feld.

Der Medienwandel hat direkten Einfluss auf die Lektoratsarbeit der Bibliothek. Zumindest wenn man die Auffassung vertritt, die Information sollte unabhängig von Ihrem Trägermedium bewertet werden. Denn dann ist ein Kochvideo auf Youtube.com oder eine Rezeptsammlung auf Chefkoch.de unter Umständen ebenso gut (oder besser?) geeignet als das neue Kochbuch, um den Kundenanforderungen zu entsprechen. Dann könnte auch eine Internetseite wie gutenberg.org die Nachfrage nach Klassikern genauso gut erfüllen wie ein ganzes Regal klassischer Literatur.

Entscheidet sich eine Bibliothek, digitale Quellen in ihren Bestand aufzunehmen, so hat dies weitreichende Konsequenzen. Betrachtet man lizensierte Inhalte, so ist zunächst der Erwerbungsetat in den Blick zu nehmen. Immer mehr Lizenzkosten sind in Zukunft von der Bibliothek zu tragen. Für die Lizensierung kommerzieller Datenbanken müssen in der Regel höhere Beträge einkalkuliert werden. Aber damit ist es nicht getan. Es muss geprüft werden, ob für die technische Einbindung weitere Kosten entstehen und ob es sich hierbei um einmalige oder jährliche Kosten handelt.

Hat sich die Bibliothek für die Bereitstellung von E-Books entschieden, so stellt sich die Frage, ob der Titel auch noch in Printform in den Bestand aufgenommen wird. Wie sieht es mit Staffelexemplaren für E-Books aus? Sind Regelungen für den Bestandsaufbau zu vereinbaren, wenn der E-Book-Bestand im Verbund angeschafft wird? Nach welchem Schlüssel wird der Erwerbungsetat für die einzelne Verbundbibliothek aufgeteilt? Ist nur eine Bibliothek für einen bestimmten Lektoratsbereich zuständig? Und wie kann man diese „ausgelagerte“ Zuständigkeit mit dem eigenen Bestandsprofil in Einklang bringen?

Die Einbindung von digitalen Quellen in den Bibliotheksbestand zieht eine Vielzahl von Fragen nach sich und stellt das Lektoratsteam vor neue Aufgaben. Nicht nur Lektoratsdienst und Börsenblatt dienen künftig als Informationsquelle für den Bestandsaufbau. Lektoren sollten sich kontinuierlich über Trends und Angebote im Internet informieren, z.B. durch die Einrichtung von Google Alerts. Lektoratsarbeit wird in den kommenden Jahren anspruchsvoller. Erfahrungswerte sind bisher kaum vorhanden.

Damit die Bibliothek die Möglichkeit hat, Erfahrungen zu sammeln, sollte sie über Spielräume im Erwerbungsetat verfügen. Nicht nur um neue Medienformate ausprobieren zu können, sondern auch um schnell auf aktuelle Trends zu reagieren.

In der nächsten Woche möchten wir einen Blick auf das Thema „Bestandsprofil“ werfen. Gibt es Bibliotheken, die bereits den Bereich der digitalen Medien in ihre Bestandsprofile eingearbeitet haben? Sind die Bestandsprofile nach dem Lektoratsbereich aufgeteilt oder stehen die Medienformen im Vordergrund? Wir freuen uns über Ihre Beispiele und veröffentlichen Sie gerne! Schicken Sie uns Ihren Lösungsansatz per Mail an dezACHTUNDVIERZIG.bibl@brd.nrw.de (Zahlwort durch Zahl 48 ersetzen) oder veröffentlichen Sie ihn selber als Kommentar zu diesem Beitrag.

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E-Audio-Streaming für Apple iOS in der Onleihe

In der Onleihe können nun E-Audio-Titel per Streaming-Funktion angehört werden und sind
dadurch künftig auch auf Macintosh-Systemen nutzbar. Grundsätzlich sind alle E-Audio-Titel, auch bereits erworbene Bestandstitel, streamingfähig. Voraussetzung ist, dass der Bibliothekskunde online ist.
www.divibib.com/news/aktuelles/titel/eaudio-streaming-bibliotheken-gehen-auf-sendung.html

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„Die Hochschule zum Lernraum entwickeln“

lautet der Titel der Publikation, die die Deutsche Initiative für Netzwerkinformation (DINI) veröffentlicht hat. Thematisiert werden neben hochschulstrategischen Fragen auch Möglichkeiten zur Unterstützung von Kompetenzentwicklung und die Differenzierung von Arbeitsplatztypen zu virtuellen Lernraumelementen. „Lernraum wird als ganzheitliches Konzept vorgestellt, welches Aspekte des sozialen Charakters von Lernen und die mannigfaltigen Lernformen an der Hochschule berücksichtigt.“

Auch für Öffentliche Bibliotheken lohnt ein Blick in die Veröffentlichung um sich Anregungen für die eigene strategische Entwicklung im Bereich Informationskompetenzförderung sowie Ausstattung von Arbeitsplätzen zu holen.

Die Publikation steht u.a. als Volltext (pdf-Datei, ausdruckbar, Open Access – 11.70 MB) im Internet zur Verfügung.

Weitere Informationen: http://www.uni-kassel.de/hrz/db4/extern/dbupress/publik/abstract.php?978-3-86219-654-8
Quelle: dbv-Newsletter Nr. 13.2013 (28. Oktober)

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Lernort Bibliothek – Reicht die Homepage als Zugang zum Bibliothekskatalog?

Wir möchten uns heute den Bibliothekskatalog aus Sicht der Bibliothekskunden ansehen. Jede Form von Kataloganreicherung dient dazu dem Kunden im Katalog möglichst viele Informationen zum Bibliotheksbestand auf – im besten Falle – attraktive Art und Weise zur Verfügung zu stellen. So viel Mühe man sich auch mit den Katalogdaten gibt, zunächst muss der Kunde aber seinen Weg in den Katalog selbst finden. Üblicherweise bietet ein einfacher Link oder ein Suchschlitz auf der Bibliothekshomepage, der mal mehr oder weniger gut zu finden ist, die Einstiegsmöglichkeit. Ideal wäre es, wenn der Zugang über verschiedene Plattformen geboten würde.

Am Beispiel von LibraryThing for Libraries möchten wir verschiedene Möglichkeiten vorstellen, den Kunden zu einem Besuch des Bibliothekskataloges anzuregen:Weiterlesen Lernort Bibliothek – Reicht die Homepage als Zugang zum Bibliothekskatalog?

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Urheberrecht und Copyright – das ist doch das Gleiche, oder?

Dörte Böhner hat es auf ihrem Blog bibliothekarisch.de mit einem Schmunzeln beschrieben: Wer kann spontan den Unterschied dieser beiden Brüder benennen?

Für alle die vielleicht ein Moment gezögert haben, verweisen wir gerne auf das Dossier von der Bundeszentrale für politische Bildung. Es ist zwar etwas älter, aber aktuell. Das Dossier besteht aus der folgenden Grafik und einem kurzem Begleittext, der die grundsätzlichen Unterschiede hervorhebt.

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Grenzenlos lesen – mit Büchern auf der Schiene

Bibliotheken gehen vermehrt neue Wege und eine hat uns gut gefallen: Raus aus dem Haus, dahin wo die Leser sind und Zeit haben…im Zug.

27 Bibliotheken aus Bayern und Salzburg haben mehr als 2000 Bücher und Zeitschriften bereitgestellt, die in ausgewählten S-Bahnen unterwegs sind. Interessierte können ein Buch anlesen und wieder weglegen oder auch mit nach Hause nehmen und fertiglesen. Danach bringt man es in eine S-Bahn oder eine der Partnerbibliotheken zurück. „Grenzenlos lesen“ ist eine gemeinsame, von der EUREGIO unterstützte Aktion von Öffentlichen Bibliotheken, die während der Leseinitiative „Treffpunkt Bibliothek – Information hat viele Gesichter“ bzw.  „Österreich liest“ stattfindet.

Sehr schön sind auch die stählernen Hinweise auf Bahnsteigen gestaltet. Mehr Informationen: http://www.salzburg.com/nachrichten/salzburg/chronik/sn/artikel/literatur-im-zug-fahrende-bibliotheken-in-salzburg-78029/