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Nominierungen für Deutschen Jugendliteraturpreis

33 Bücher wurden für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2021 nominiert. Die Auswahl wurde von drei unabhängigen Jurys getroffen und am 18. März 2021 in einer Online-Präsentation vom Arbeitskreis für Jugendliteratur bekannt gegeben. Alle Titel nehmen einen mit auf die Reise –  in australische Unterwasserwelten, in die Nationalparks der Welt, von der Türkei nach Deutschland oder einfach in den Süden, per Fahrrad oder in einem alten Campingbus. Mit vielfältigen Erzählweisen und großartigen Illustrationen weiten diese Bücher den Blick ihrer Leserinnen und Leser und betonen, wie wichtig es ist, füreinander da zu sein. 

Insgesamt ist der Deutsche Jugendliteraturpreis mit 72.000 Euro dotiert, die Preisträger werden am 22. Oktober 2021 auf der Frankfurter Buchmesse verkündet. Stifter ist das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Ausrichter der Arbeitskreis für Jugendliteratur. Alle Jurorinnen und Juroren sind ehrenamtlich tätig.

Die Liste der nominierten Bücher finden Sie hier.

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IFLA-Auszeichnung „Weltbeste Öffentliche Bibliothek des Jahres 2021“

Öffentliche Bibliotheken können sich bis zum 1. Mai 2021 als weltbeste Öffentliche Bibliothek des Jahres 2021 bewerben. Voraussetzung ist, dass sie einen Neu- oder Umbau in den Jahren 2019 oder 2020 abgeschlossen haben. Verliehen wird der mit 5.000 US-Dollar dotierte Preis während des virtuellen IFLA-Kongresses im August 2021.
Weitere Informationen unter: https://www.ifla.org/node/93634

dbv-Newsletter Nr. 191 2021 (25. Februar)

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Zertifikatskurs „Fit für die Zukunft“ – Jetzt anmelden!

Vom 29. April bis 15. Dezember 2021 findet der nächste Zertifikatskurs „Fit für die Zukunft“  statt. In fünf Modulen werden zentrale Aspekte zu Strategien, Finanzen, Personal, Geschäftsmodellen, Marketing, Controlling, Leadership und Wandel vermittelt.

Der Kurs richtet sich an Beschäftigte Öffentlicher Bibliotheken, die zukünftig Leitungs- und Führungsaufgaben übernehmen wollen oder ihre bestehenden Kenntnisse vertiefen und reflektieren möchten.

Das Angebot ist Teil der Landesförderung des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft NRW und wird für Beschäftigte aus Öffentlichen Bibliotheken in NRW zu 80% von der Fachstelle für Öffentliche Bibliotheken NRW gefördert.

Der Kurs ist für alle Interessierten aus dem deutschsprachigen Raum offen, Anmeldungen sind bis zum 29. März möglich.

Mehr Informationen und Anmeldung unter:

https://www.th-koeln.de/weiterbildung/zertifikatskurs-fit-fuer-die-zukunft_56263.php

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Mülheim: Pläne zur Schließung der Schul- und Stadtteilbücherei Speldorf werden kritisiert

Es gibt Pläne, die Schul- und Stadtteilbücherei Mülheim-Speldorf zu schließen. Damit würden aktuelle Angebote wie der ‚Lesestart‘ oder der ‚Kreativnachmittag‘ für Kinder zwischen 3 und 10 Jahren dann wohl wegfallen. „Die Schul- und Stadtteilbücherei ist Begegnungszentrum für Jung und Alt, Ausstellungsraum und Veranstaltungsort in einem. Dieses Speldorf wegzunehmen, gleicht einer Infrastrukturzerstörung“, sagt Ratsmitglied Sebastian Kirsch.

Quelle: Lokalklick „SPD: Schul-und Stadtteilbücherei Speldorf muss erhalten bleiben“ (25.02.21)

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Open-Source-Software in Öffentlichen Bibliotheken

Unter dem Titel „Open Society – Open Science“ organisiert die Hochschule der Medien Stuttgart eine öffentliche Ringvorlesung in Form von Webinaren. Im Februar habe ich am Webinar zu Open-Source-Software in Bibliotheken teilgenommen.

Die Veranstaltung richtete sich dabei zwar insgesamt etwas mehr an Kolleginnen und Kollegen aus der Sparte der wissenschaftlichen Bibliotheken, stellte jedoch eine gute Gelegenheit dar, um mich aus Sicht der Öffentlichen Bibliotheken noch mehr mit dem Thema Open-Source Software zu beschäftigen. Dieser Beitrag ist daher nicht als Zusammenfassung der Veranstaltung zu verstehen.

Was ist Open-Source-Software

Open-Source-Software wird umgangssprachlich auch als freie Software bezeichnet. Dabei ist mit frei nicht zwangsweise das Wort kostenlos gemeint. Der Kernaspekt von Open Source Software besteht in dem offengelegten Quellcode.

Unter dem Begriff Quellcode versteht man vereinfacht gesagt die Programmiersprache. Wird eine Software programmiert bedienen sich Entwickler einer solchen Sprache, wie zum Beispiel Java, C++, oder Python. Mithilfe dieser Sprachen werden Befehlssequenzen formuliert, die das Computersystem ausführen soll. Die Maschine, also der Computer kann diese für Menschen gemachten Sprachen jedoch nicht ohne Weiteres verstehen. Ein so genannter „Compiler“ übersetzt die Befehle der Programmiersprache in Maschinenbefehle. Dieser Prozess des Kompilierens ist nicht ohne weiteres rückgängig zu machen. Üblicherweise kann also ein kompiliertes Programm nicht mehr ohne Weiteres in seinen Quellcode zurückverwandelt werden. Änderungen an der Software sind ohne den Quellcode nur sehr schwierig möglich. 

Bei klassischer kommerzieller Software ist der Quellcode meistens als Geschäftsgeheimnis unter Verschluss. Es liegt im Interesse des jeweiligen Unternehmens, Veränderungen an seiner Software zu kontrollieren und ggf. zu vermarkten. Genau hier verfolgt Open-Source-Software einen anderen Ansatz. Diese Software wird unter einer Lizenz veröffentlicht, die das Verändern und Nachnutzen nicht nur erlaubt, sondern häufig sogar durch aufwändige Dokumentationen befördert.

Der Quellcode der Software findet sich dann beispielsweise auf Plattformen wie github.com und kann dort offen eingesehen werden. In der Tat ist es nicht ungewöhnlich, dass Open Source Software kollaborativ von einer großen Gruppe von Entwicklerinnen und Entwicklern erarbeitet wird. Diese Entwickler sind teilweise ehrenamtlich tätig, oftmals stellen jedoch auch Institutionen und Unternehmen Mitarbeiter für die Entwicklung eines Open-Source Projektes zur Verfügung. Auf diese Weise wurde auch die in der Veranstaltung vorgestellte Bibliothekssoftware FOLIO entwickelt, eine cloudfähige Open-Source-Softwarebasis für ein Bibliotheksmanagementsystem für wissenschaftliche Bibliotheken.

Die Nutzung dieser Software muss dabei jedoch nicht zwingend kostenlos sein. Zwar können für Open Source Programme keine Lizenzgebühren erhoben werden, dennoch kann die Software auch kommerziell eingesetzt werden. So können z.B. Zusatzdienstleistungen wie Hosting und Pflege der lokalen Installationen kostenpflichtig angeboten werden.

Was wird in Bibliotheken eingesetzt?

Auch heute wird schon in einigen Bibliotheken Open Source Software eingesetzt. Im o.g. Online-Seminar ging es vorwiegend um wissenschaftliche Bibliotheken. Diese setzen beispielswiese auf Open Source OCR-Software, Softwarepakete zum Scannen von Beständen oder zum Betreiben von Open-Access Publikationsservern. Aber auch in Öffentlichen Bibliotheken kann Open Source Software z.B. in Form von Bibliotheksmanagement-Software, Office Anwendungen, Video- oder Bildbearbeitungssoftware zum Einsatz kommen.

Warum ist das Thema für Bibliotheken relevant?

Öffentliche Bibliotheken verkörpern auf einzigartige Weise das Prinzip von geteilten Ressourcen und kollaborativem Arbeiten. Gleichzeitig sind Bibliotheken heute keine rein analogen Institutionen mehr. Die Bereitstellung von digitalen Medien spielt eine große Rolle für ihre Aufgabenerfüllung. Auch für Bibliothekskunden stellen Bibliotheken oftmals Software-Pakete, vor allem zur Nutzung an vorhandenen Kunden-PCs, bereit . Angefangen vom Internetbrowser auf Kunden-PCs oder Anwendungen zum Erstellen und Bearbeiten von Dokumenten, ihren Suchwerkzeugen wie Katalogen oder Linklisten, aber auch hochspezialisierte Software zum Lernen, betreiben von Robotern, bearbeiten von Medien 3D-Drucken uvm. Bibliotheken sollten bei der Auswahl ihrer Software, egal ob sie für die eigene Verwaltung genutzt oder den Kunden zur Verfügung gestellt wird, diesen Aspekt berücksichtigen. Unter Umständen kann es zwar gute Gründe geben, auf proprietäre Software zurückzugreifen, in einer Bibliothek, die beispielsweise die Funktion eines digitalen Kompetenzzentrums einnimmt, sollten Open Source Varianten aber immer entgegengestellt und zumindest benannt und beschrieben werden.

So könnte neben einer proprietären Software zum Videoschnitt beispielsweise eine entsprechende Open-Source-Variante zusätzlich installiert und Tutorials, Anleitungen und Informationen als Linklisten vorrecherchiert zur Verfügung gestllt werden. Ggf. kann eine Bibliothek auch ein guter Ort sein, um Open-Source Communitys bekannter zu machen oder um eigene Softwareprodukte kollaborativ zu erstellen und zur Verfügung zu stellen.

Aus Sicht eines Bibliothekars aus der Sparte der öffentlichen Bibliotheken hatte die Veranstaltung der HdM zwar keinen direkten praktischen Bezug. Dennoch fand ich den intensiven Einblick in die Entwicklung eines Open-Source-Projektes wie FOLIO interessant. Mir persönlich lieferte es einen Anlass mich auch gedanklich noch einmal mit dem Thema zu beschäftigen und auf öffentliche Bibliotheken zu übertragen. Ich möchte an dieser Stelle auch noch einmal den Kollegen der HdM und den Referenten von der ZBW für diesen informativen Input danken.

Mehr Informationen zur Bibliothekssoftware FOLIO unter: https://www.folio.org/

Einen guten Einblick zum Thema Open Source Software in öffentlichen Einrichtungen bietet auch dieser Wikipedia-Artikel: https://de.wikipedia.org/wiki/Open-Source-Software_in_%C3%B6ffentlichen_Einrichtungen

Das komplette Veranstaltungsprogramm der HDM Stuttgart: https://openup.iuk.hdm-stuttgart.de/programm-ws2020/

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Gewinner des b.i.t. Innovationspreises stehen fest

Die Kommission „Ausbildung und Berufsbilder“ des BIB hat die Preisträger des b.i.t.online Innovationspreises 2021 bekanntgegeben:

  • Kirstin Grantz (Hamburg): Sachbücher des politisch rechten Randes
  • Vincent Möhlenbrock u.a. (Bremen): FaMI-Glossar für Nicht-Muttersprachler*innen
  • Sarah Pielmeier (Köln). Bestandsordnung und Nutzerfreundlichkeit

Die Preisverleihung findet im Rahmen des 110. Deutschen Bibliothekartags 2021 in Bremen (15.-18. Juni 2021) statt. Die preisgekrönten Arbeiten werden dann auch in Buchform vorliegen.

Quelle: News „Innovationspreis“ (05.03.2021), Website b.i.t.online https://www.b-i-t-online.de/neues/6716

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Online-Seminar „Faszination Fake“ zu Verschwörungserzählungen

Das Initiativbüro „Gutes Aufwachsen mit Medien“ hat einen Mitschnitt Ihres Online-Seminars „Faszination Fake – Verschwörungserzählungen in der medienpädagogischen Praxis thematisieren“ auf seiner Webseite veröffentlicht.

In dem Seminar berichtet Raphaella Müller vom „JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis“ von ihrem Modellprojekt „Truthtellers“, in dem es um Methodenansätze im Bereich Storytelling geht, die dazu beitragen sollen, Jugendliche für das Thema Fake News zu sensibiliseren. Zudem stellen Markus Gerstmann und Barbara Westhof vom „ServiceBureau Jugendinformation Bremen“ Maßnahmen zur Stärkung der digitalen Zivilgesellschaft vor.

Das Seminar ist unter dem in der Quelle angegebenen Link einzusehen.

Quelle: Gutes Aufwachsen mit Medien „Online-Konferenz: Faszination Fake- Verschwörungserzählungen in der medienpädagogischen Praxis thematisieren“ (05.03.2021)

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Krefeld: Grenzübergreifende Kooperation mit der Bibliothek Venlo

Die Mediothek Krefeld hat ein Kooperationsprojekt mit der Bibliothek ihrer niederländischen Partnerstadt Venlo geplant. Unter dem Motto „Im Gespräch/in Gesprek“ finden in den beiden Städten je vier Veranstaltungen zu den gleichen Themen, jedoch mit unterschiedlichen Referenten statt. Die Veranstaltungen werden live gestreamt. Themen sind jeweils in beiden Ländern bestehende Gemeinsamkeiten und Unterschiede, z.B. in der Allgemein- und Berufsbildung, in Bezug auf Sprache und Sprachentwicklung sowie in der „demokratischen Gestaltung“.

Quelle: RP Online „Venlo und Krefeld sprechen im Livestream über kulturelle Unterschiede“ (05.03.2021)

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Deutscher Bibliotheksverband (dbv) unterstützt die Data-Literacy-Charta

Der Deutsche Bibliotheksverband (dbv) unterstützt die vom Stifterverband im Januar 2021 initiierte Data-Literacy-Charta, die ein gemeinsames Verständnis von Datenkompetenzen und deren Bedeutung für Bildungsprozesse formuliert. In der Charta geht es um Data Literacy in Bildung und Wissenschaft und sie ist daher spartenübergreifend für Öffentliche und wissenschaftliche Bibliotheken von Relevanz. Die Charta und weitere Informationen unter: https://www.stifterverband.org/charta-data-literacy

dbv-Newsletter Nr. 191 2021 (25. Februar)

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Digitaltag am 18. Juni 2021 im Rahmen der Initiative „Digitale Teilhabe“

Die Initiative „Digital für alle“, der auch der Deutsche Bibliotheksverband angehört, ruft in einem Appell dazu auf, digitale Teilhabe und Kompetenzen zu stärken, digitales Engagement zu fördern und die Digitalisierung überall für alle Menschen erlebbar zu machen. Im Rahmen der Initiative findet auch in diesem Jahr wieder der bundesweite Digitaltag statt. Der dbv freut sich, wenn sich 2021 wieder zahlreiche Bibliotheken mit Aktionen und Veranstaltungen am Digitaltag am 18. Juni beteiligen. Weitere Informationen unter: https://www.digitaltag.eu/appell

Quelle: dbv-Newsletter Nr. 191 2021 (25. Februar)