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dbv / VDB: Ausschreibung aller Fachkommissionen bis 01.07.2018

Der Deutsche Bibliotheksverband e.V. (dbv) und der Verein Deutscher Bibliothekarinnen und Bibliothekare (VDB) schreibt seine Fachkommissionen für die Amtsperiode Juli 2018 bis Juni 2021 aus. Mitglieder der Kommissionen sind als beratende Experten für ihren jeweiligen Fachbereich tätig und kommunizieren diesen in der Fachöffentlichkeit. Im Folgenden sind die Fachkommissionen beider Verbände aufgeführt:

Fachkommissionen des dbv:
Kommission Bestanderhaltung
Kommission Bibliothek und Schule
Kommission Erwerbung und Bestandsentwicklung
Kommission Fahrbibliotheken
Kommission Interkulturelle Bibliotheksarbeit
Kommission Kinder- und Jugendbibliotheken
Kommission Kundenorientierte Services
Kommission Provenienzforschung und Provenienzerschließung
Rechtskommission

Gemeinsame Kommissionen des dbv und des VDB:
Baukommission
Kommission Informationskompetenz
Managementkommission

Interessierte Experten können bis zum 28. Februar 2018 eine Bewerbung mit kurzem Lebenslauf und Motivationsschreiben (Länge ca. 200 Wörter) unter Angabe der jeweiligen Kommission als Betreff an kommission@bibliotheksverband.de schicken.

Weitere Informationen zu den Kommissionen finden Sie hier.

Weitere Informationen zum Antragsverfahren für die Fachkommissionen des dbv finden Sie hier.
Weitere Informationen zum Antragsverfahren für die gemeinsamen Kommissionen der beiden Verbände hier.

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Fake News Check – App

Nicht als schneller Check aber für Schulungen und für die allgemeine Sensibilisierung ist die neue Fake News App entwickelt worden. Das Niedersächsische Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung hat in Kooperation mit dem Verein Neue Wege des Lernens e.V. die App entwickelt in der zu Fake News verschiedene Fragen gestellt werden. Neben weiteren Features wie einem Glossar zu den Themen Journalismus, Politik und Netzkultur wird auch eine aktuelle Linkliste zum Weiterlesen und Überprüfen von Fake News im Netz bereitgestellt. Durch die Fragestellungen zu den News ist die App besonders geeignet um allgemein für den kritischen Umgang mit Nachrichten zu sensibilisieren.

Neben der App wurde auch ein Plakat und anderes Begleitmaterial auf der Homepage des Niedersächsischen Landesinstituts für schulische Qualitätsentwicklung bereitgestellt.

Quelle: Medienpädagogik Praxisblog – „Fake News Check – App“ (zuletzt aufgerufen am 12.12.2017), online verfügbar unter: https://www.medienpaedagogik-praxis.de/2017/12/12/fake-news-check-app/

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Wettbewerb: Konzepte zur Personalqualifizierung und –Einsatz, 28.02.18

Die gemeinsame Kommission für Informationskompetenz des Deutschen Bibliotheksverbandes dbv und des Vereins Deutscher Bibliothekarinnen und Bibliothekare (VDB) hat einen Wettbewerb ausgerufen. Es geht um Konzeptionen für die Qualifizierung und den optimalen Einsatz von Personal. In der Ausschreibung heißt es:

In Zusammenhang mit der Vermittlung von Informationskompetenz haben Bibliotheken vielfältige neue Aufgaben übernommen. Um hier nachhaltig erfolgreich zu sein, müssen Bibliotheken auch neue Organisationsstrukturen entwickeln und ihr Personal für die neuen Aufgaben qualifizieren. Wie sehen erfolgreiche Strukturen für den Personaleinsatz aus, wie sind Qualifizierungsmaßnahmen konzipiert, wie werden Teaching Librarians eingesetzt, motiviert, aus- und weitergebildet?

Mit dem Wettbewerb sollen vorbildliche Konzepte und Umsetzungen gefördert und bekanntgemacht werden. Einsendeschluss ist der 28.02.2018.

Weitere Informationen zum Wettbewerb und zur Teilnahme entnehmen Sie der Meldung auf Seiten des dbv, hier

Quelle: dbv: „dbv-Newsletter Nr. 110“ (07.12.2017), online verfügbar unter: http://www.bibliotheksverband.de/datensaetze/newsletter-national/2013-ab-maerz/dbv-newsletter-nr-110-2017-07-dezember.html

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„Zugang und Teilhabe im digitalen Wandel“ – 1. Bibliothekspolitischer Bundeskongress 01./02.03.18

Am 01. und 02. März 2018 findet in Berlin der 1. Bibliothekspolitische Bundeskongress des Deutschen Bibliotheksverbandes statt. Unter dem Titel „Zugang und Teilhabe im digitalen Wandel“ wird über Themen wie  „Wie gewährleisten Bibliotheken Zugänglichkeit und Teilhabegerechtigkeit in der digitalen Welt?  Was ist in Bibliotheken , was in Kommunen möglich? Was tragen Bibliotheken zur Nachhaltigkeit im sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Raum bei?“ diskutiert.

Weitere Informationen auf der Homepage des DBV-Bundeskongresses.

 

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EU-Urheberrechtsreform: Mehr als 80 Organisationen unterzeichnen Offenen Brief

Aufgrund der bedenklichen Entwicklungen bei der Reform des EU-Urheberrechts haben mehr als 80 Organisationen, darunter der dbv,  unter der Federführung von „Copyright for Creativity“ den Ministern im Rat „Wettbewerbsfähigkeit“ und anderen relevanten EU-Akteuren einen Offenen Brief zukommen lassen. In dem Schreiben verweist die Koalition auf bisherige Analysen und Schreiben zum Thema und fordert die Rücknahme von Vorschlägen, die den Zugang zu Forschung einschränken würden sowie die Verbesserung der Vorschläge hinsichtlich Text und Datamining, Urheberrecht im Rahmen von Lehrtätigkeiten, Erhaltung des Kulturerbes und Zugang zu Werken für nicht-kommerzielle Zwecke.

OPEN LETTER IN LIGHT OF THE COMPETITIVENESS COUNCIL ON 30 NOVEMBER 2017 (PDF; 0,4 MB)

Quelle: dbv: „dbv-Newsletter Nr. 110“ (07.12.2017), online verfügbar unter: http://www.bibliotheksverband.de/datensaetze/newsletter-national/2013-ab-maerz/dbv-newsletter-nr-110-2017-07-dezember.html

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Webinar zur DBS BJ 2017 online verfügbar

Heute fand im Rahmen des Fortbildungsprogramms der Fachstelle für öffentliche Bibliotheken in Kooperation mit dem ZBIW und der TH Köln, das Webinar zur Deutschen Bibliotheksstatistik 2017 statt.

https://youtu.be/QSW8LELJXXo

Hier finden Sie dazu noch das Handout zum Webinar, die Exceldatei zur Berechnung der Summenfelder und der neue Zusatzfragebogen zur DBS. Dieser Zusatzfragebogen betrifft nur kommunale Öffentliche Bibliotheken in NRW und wird als online Umfrage in der nächsten Woche herumgeschickt. Weitere Infos dazu finden Sie auch ab Minute 17 im Webinar.

Für weitere Rückfragen wenden Sie sich gerne an Ihren Regionalen Berater oder an mich Christina Kaper (Tel. 0211 475-3508, christina.kaper@brd.nrw.de).

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Lüdinghausen: Umzug in Provisorium

Die Stadtbücherei St. Felizitas in Lüdinghausen steht kurz vor dem Umzug in ein Übergangsquartier. Am 8. Januar schließt die Stadtbücherei St. Felizitas ihre Pforten an der Steverstraße. Das Übergangsquartier befindet sich in der Mühlenstraße 9, in einem ehemaligen Kosmetikstudio. Ab dem 23. Januar steht die Bibliothek auf etwa 120m² den Besuchern zur Verfügung.
Quelle: Westfälische Nachrichten: „Provisorium im Kosmetikstudio“ (09.12.2017), online verfügbar unter: http://www.wn.de/Muensterland/Kreis-Coesfeld/Luedinghausen/3083311-Stadtbuecherei-St.-Felizitas-in-Luedinghausen-vor-dem-Umzug-Provisorium-im-Kosmetikstudio

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Dortmund: Internationale Bibliothek eröffnet

Die Stadt- und Landesbibliothek Dortmund hat eine „Internationale Bibliothek“ eröffnet.
Der fremdsprachige Bestand wurde mithilfe einer Spende in Höhe von 10.000 Euro vom Förderverein aufgestockt und umfasst mittlerweile 10.000 Medien. Anstatt anfänglich 12 sind mittlerweile 111 verschiedene Sprachen vertreten. Der Bereich wird vom interkulturellen Bibliothekar Meheddiz Gürle betreut, welcher zudem Lesungen, Führungen und andere Veranstaltungen für Bibliotheksnutzer verschiedener Herkunft organisiert.

Quelle:
Focus online- „StLB eröffnet „Internationale Bibliothek“ – Bundesweit führend mit Sprachvielfalt Von Kurdisch bis Hawaiianisch“ (08.12.2017), online verfügbar: http://www.focus.de/regional/dortmund/dortmund-stadt-dortmund-stlb-eroeffnet-internationale-bibliothek-bundesweit-fuehrend-mit-sprachvielfalt-von-kurdisch-bis-hawaiianisch_id_7954565.html

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Reisekostenzuschuss für IFLA-Weltkongress 2018 beantragen, 15.02.18

Der 84. IFLA-Weltkongress Bibliothek und Information wird unter dem Thema „Transform Libraries, Transform Societies“ vom 24.-30. August 2018 in Kuala Lumpur, Malaysia,  stattfinden.
Beschäftigte in Bibliotheken und Informationseinrichtungen in Deutschland, die an dem IFLA-Weltkongress aktiv teilnehmen möchten, können sich um einen Reisekostenzuschuss bewerben. Ein Online-Bewerbungsformular, ist auf der BII-Website zu finden, hier: http://www.bi-international.de/deutsch/antraege/kongressteilnahme/

Bewerbungsschluss: 15.Februar 2018 (Ausschlussfrist).

Quelle: Heller Klauser: „Jetzt ein Reisestipendium beantragen für die Teilnahme am 84. IFLA-Weltkongress 2018 in Kuala Lumpur, Malaysia“ (05.12.2017), online verfügbar unter: http://www.ifla-deutschland.de/2017/12/05/jetzt-ein-reisestipendium-beantragen-fuer-die-teilnahme-am-84-ifla-weltkongress-2018-in-kuala-lumpur-malaysia/

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Barrierefreie Bibliothek – Was bedeutet das? (Teil 1)

„Wir haben einen Aufzug, damit kommen die Nutzer ins Gebäude und auf alle Etagen.“ So oder so ähnlich ist der O’ton, der mir zumeist auf die Nachfrage zur Barrierefreiheit in Bibliotheken begegnet.

Damit ist zwar die Zugänglichkeit unterschiedlicher Stockwerke eines Gebäudes für Menschen mit Gehbehinderungen oder auch Familien mit Kinderwägen gesichert, jedoch umfasst diese Maßnahme nur einen kleinen Teil der barrierefreien Zugänglichkeit.

„Barrierefrei sind bauliche und sonstige Anlagen, Verkehrsmittel, technische Gebrauchsgegenstände, Systeme der Informationsverarbeitung, akustische und visuelle Informationsquellen und Kommunikationseinrichtungen sowie andere gestaltete Lebensbereiche, wenn sie für Menschen mit Behinderungen in der allgemein üblichen Weise, ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde Hilfe auffindbar, zugänglich und nutzbar sind. Hierbei ist die Nutzung behinderungsbedingt notwendiger Hilfsmittel zulässig.“ So steht es im § 4 des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG).

Was aber bedeutet Barrierefreiheit nun für öffentliche Bibliotheken?

Das Recht auf Teilnahme am kulturellen Leben und das Recht auf Bildung von Menschen mit Behinderung wurden durch das Inkrafttreten der UN-Behindertenkonvention, welche heute vor genau 11 Jahren verabschiedet wurde, als ein zentrales Menschenrecht definiert. Schussfolgernd daraus sollte eine zeitgemäße öffentliche Bibliothek, als kulturelle Bildungseinrichtungen des lebenslangen Lernens für alle Nutzergruppen gleichermaßen zugänglich und nutzbar sein.

Um dieses umsetzen zu können, sollte bereits in der frühsten Planungsphase bei einer Neukonzeption, beim Bau, Umbau oder der Einrichtung einer Bibliothek anhand einer Bedarfserfassung untersucht werden, welche Nutzergruppen in Bezug auf das Thema Barrierefreiheit zu berücksichtigen sind.

Daraus resultiert in der Regel eine Auflistung von Menschen mit unterschiedlichsten Einschränkungen, wie z.B.:

  • Nutzer mit Einschränkungen in der Mobilität, egal ob diese dauerhaft oder vorübergehend ist, altersbedingt oder bei einer jungen Familie durch das Mitführen eines Kinderwagens herbeigeführt,
  • Nutzer mit Hör- oder Sehbehinderungen,
  • Nutzer mit geistigen und Lernbehinderungen,
  • alte Menschen, Kinder oder Personen mit Kleinkindern

Und auch der niedrigschwellige Zugang zu Bildung und Kultur ist ein wesentlicher Aspekt  des Themas Barrierefreiheit. Schwellenängste von Bibliotheksnutzern aus verschiedenen kulturellen und sozialen Hintergründen sind also ebenfalls zu bedenken.

Die oben zitierte gesetzliche Definition aus dem BGG zeigt uns, dass zunehmend ein Bewusstsein für die barrierefreie Gestaltung öffentlicher Bereiche entsteht.

Öffentliche Bibliotheken gehören zu diesen Bereichen, die durch behindertengerechte Räume, barrierefreie Öffentlichkeitsarbeit, die Etablierung von Gebärdensprache, Blindenschrift und Leichte Sprache Teilhabe für sämtliche Nutzer sichern können.

Wodurch genau können sie das? Um weiteren Beiträgen, welche sich vertiefend mit Aspekten der Barrierefreiheit beschäftigen werden,  nichts vorwegzunehmen, möchte ich an dieser Stelle nur einige wenige Maßnahmen nennen, durch welche eine Bibliothek inklusiv und barrierefreier werden kann:

  • Die physisch barrierefreie Zugänglichkeit der Räumlichkeiten durch eine stufenlose, kontrastreiche Gestaltung des Einganges und ausreichende Bewegungsflächen im Gebäudeinneren.
  • Eine einfache, intuitiv zu verstehende Orientierung in den Räumlichkeiten, unterstützt durch taktile und akustische Systeme.
  • Ein Leitsystem nach dem Zwei-Sinne-Prinzip. Hierbei erfolgt die Informationsvermittlung, z.B. zur Orientierung im Raum immer über zwei Sinne gleichzeitig. Gemeint sind die Sinne Tasten, Hören und Sehen. Wenn einer dieser Sinne beeinträchtigt ist, kann er durch einen anderen ausgeglichen werden.
  • Zugang zu einem barrierefreien Medienbestand (Großdruck, Brailleschrift, leicht verständliche Sprache, Hörbücher, Videos mit Untertiteln und Audiodeskription…)
  • Die Planung barrierefreier Veranstaltungen (z.B. Führungen in einfacher Sprache, in Fremdsprachen oder Gebärdensprache)
  • Hilfsmittel anbieten: Lupen, Bildschirmlesegeräte, Vergrößerungssoftware, Mobilitätshilfen, induktive Höranlagen
  • Ausstattung durch ein kontrastreich gut erkennbares, stabiles, justierbares Mobiliar. Ausreichend viele Sitzmöglichkeiten, unterfahrbare Tische und Theken, Haltegriffe und niedrige Garderobenhaken…

(Beispielfotos der barrierefreien Gestaltung der Stadtteilbibliothek Oberhausen-Sterkrade)

Sie sehen, die Möglichkeiten sind sehr weitreichend und umfassen neben der physischen Barrierefreiheit im Raum noch weitere Bereiche der Bibliotheksarbeit.

Um den Bedürfnissen aller Nutzer gerecht zu werden, müssen Sie viele verschiedene Faktoren bedenken.

Daher bietet sich, wenn Sie Veränderungen in Ihrer Bibliothek planen, die rechtzeitige Abstimmung dieser Vorhaben mit Verbänden und Vertretern der verschiedenen Nutzergruppen an, z.B. durch Beteiligung der Behindertenkoordination und die Zusammenarbeit mit Behindertenvereinen. Auch Seniorenverbände, Verbände für Menschen mit Lernschwierigkeiten- und behinderungen oder interkulturelle Vereine können Sie in Ihrer Planung unterstützen.

Aufgrund permanenter gesellschaftlicher und auch demographischer Veränderungen, wird eine vollständige oder besser allumfassende Barrierefreiheit wohl nie umzusetzen sein. Barrierefreiheit ist eine Daueraufgabe, welche Sie ständig vor neue Herausforderungen stellen wird, aber auch immer wieder neue Möglichkeiten mit sich bringt. Lassen Sie sich hiervon nicht entmutigen, sehen Sie das Thema der Inklusion und der Zugänglichkeit vielmehr als festen Bestandteil ihrer Gesamtstrategie an.

Ich hoffe, ich konnte mit dieser kleinen Einführung ihr Interesse für das Thema Barrierefreiheit wecken.  Mich selber begeistern die Möglichkeiten, die sich heute, besonders durch die Weiterentwicklung der Technik ergeben sehr. Das Ziel eine öffentliche Bibliothek für alle Menschen gleichermaßen zugänglich zu machen, von der inhaltlichen Konzeption, über den Bau und das Design bis hin zu Angeboten und Veranstaltungen ist eine Herausforderung, der ich mich gerne stelle.

Da der Schwerpunkt in meiner Tätigkeit in der Fachstelle für Öffentliche Bibliotheken im Bereich der Innenarchitektur liegt, möchte ich in einem weiteren Beitrag gerne vertiefend auf die physische Barrierefreiheit eingehen. Ein Thema bei dem alleine es schwer fällt ein Ende zu finden.