74 Kindertageseinrichtungen, davon 22 aus NRW, sind mit dem Gütesiegel „Buchkindergarten“ ausgezeichnet worden. Das Gütesiegel erhalten Kindertagesstätten für eine besonders engagierte Arbeit im Bereich der frühkindlichen Leseförderung. Bundesweit hatten sich 165 Kindertageseinrichtungen beworben.
Organisatoren der Preisverleihung sind der Börsenverein des Deutschen Buchhandels und der Deutsche Bibliotheksverband.
Die Nominierungen für den Deutschen Kindersoftwarepreis 2020 stehen fest.
Anders als üblich, wird die Preisverleihung in diesem Jahr nicht auf der Frankfurter Buchmesse, sondern in einer Livesendung des Medienmagazins „Timster“ stattfinden. Die Sendung wird am Samstag, den 17 Oktober 2020, um 17:00 Uhr, auf dem Sender „KiKa“ ausgestrahlt.
Seit 1996 werden mit der Karl-Preusker-Medaille Personen und Institutionen ausgezeichnet, die sich um das Bibliotheks- und Informationswesen in besonderer Weise verdient gemacht haben. Sie gilt als eine der höchsten Auszeichnungen im deutschen Bibliothekswesen und wird seit 2011 durch „Bibliothek & Information Deutschland“ verliehen.
In diesem Jahr geht die Auszeichnung an den gemeinnützigen Verein „Wikimedia Deutschland e.V“. Damit wird die jahrzehntelange Partnerschaft zwischen Bibliotheken und dem 2004 gegründeten Verein gewürdigt.
Die Preisverleihung findet am 18.November 2020 in Rostock statt. Ab 15:00 Uhr wird die Preisverleihung als Livestream im Internet übertragen.
Weitere Informationen zur Karl-Preusker-Medaille finden Sie hier.
In der Duisburger Zentralbibliothek gibt es nun einen großen Makerspace, die „MachBar“. Dieser kreative, digitale Workspace bietet den Besuchern die Möglichkeit digitale Techniken auszuprobieren und eigene kreative Ideen umzusetzen.
Neben einem 3D-Drucker, VR-Brille und Greenscreen gibt es auch die Möglichkeit alte Medien wie Fotos, Dias, Schallplatten, Kassetten und CD’s zu digitalisieren.
Die MachBar ist nach Voranmeldung für Bibliothekskunden nutzbar.
Zukünftig soll auch ein begleitendes Veranstaltungsprogramm etabliert werden. Dabei soll nicht nur in Workshops Wissen vermittelt werden, sondern auch der Austausch gefördert werden.
„Die ,MachBar’ soll moderne Technik und einen physischen Austausch kombinieren“, sagt Barbara Hayck, Veranstaltungsmanagerin der Zentralbibliothek, „und damit die digitale Teilhabe zu einem gemeinsamen Erlebnis umformen“. Die Digitalisierung von Medien sowie das Nutzen von neuen Technologien sei eine Investition für die Zukunft. Astrid Neese, Bildungsdezernentin der Stadt Duisburg, unterstreicht, dass man durch die „MachBar“ vieles neu aufarbeiten und durch „modernste Technik“ neue Konzepte und Ideen entwickeln könne. Zum Thema Nachhaltigkeit ist außerdem eine Kooperation mit den Duisburger Bio-Läden geplant.
Die MachBar wird von den Bibliotheksmitarbeitern an vier Nachmittagen in der Woche betreut.
Die Europäische Kommission hat Facebook, Google, Twitter und weitere Online-Plattformen dazu aufgefordert, sich mehr als bisher gegen Fake News zur Wehr zu setzen. Die Maßnahmen des vor zwei Jahren von den Unternehmen geschlossenen freiwilligen Selbstregulierungskodex zur Bekämpfung von Desinformation reichten nicht aus. Die EU-Kommission will bis zum Jahresende das Gesetzespaket „Digital Service Act“ erarbeiten, mit dem die Regeln für mehr Haftung und Sicherheit stärker und einheitlich reguliert werden sollen.
Die Leipziger Buchmesse wurde dieses Jahr Coronabedingt abgesagt. Es steht nun fest, dass die Messe kommendes Jahr nicht wie gewohnt im März stattfinden wird, sondern vom 27. bis 30. Mai 2021. Die Verschiebung um zwei Monate soll den Organisatoren die Möglichkeit bieten, die Messe auf das Außengelände zu erweitern.
Seit Anfang September ist Jörg Feierabend neuer Leiter der Stadtbibliothek Bergkamen. Er war zuvor 17 Jahre lang bei der Stadtbücherei Hamm tätig. Seine Erfahrungen, unter anderem bei der Einführung von RFID, sollen der neuen Wirkstätte zu gute kommen.
Die Jury des Deutschen Buchpreises hat die nominierten Romane bekanntgegeben. Auf der Shortlist stehen folgende sechs Titel:
Bov Bjerg, Serpentinen (Claassen, Januar 2020)
Dorothee Elmiger, Aus der Zuckerfabrik (Carl Hanser, August 2020)
Thomas Hettche, Herzfaden (Kiepenheuer & Witsch, September 2020)
Deniz Ohde, Streulicht (Suhrkamp, August 2020)
Anne Weber, Annette, ein Heldinnenepos (Matthes & Seitz Berlin, Februar 2020)
Christine Wunnicke, Die Dame mit der bemalten Hand (Berenberg, August 2020)
Der Gewinner erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro, die anderen fünf Shortlist-Kandidaten jeweils 2.500 Euro. In diesem Jahr findet die Preisverleihung am 12. Oktober 2020 um 18 Uhr zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse als Livesendung aus dem Kaisersaal des Frankfurter Römers statt. Interessierte können die Preisverleihung per Livestream unter www.deutscher-buchpreis.de verfolgen. Der Deutsche Buchpreis wird seit 2005 von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels vergeben.
Die Fachstelle hat als Hilfestellung zur strategischen Ausrichtung der Bibliothek das Kommunikationsmodell „Bibliotheksfunktionen für eine digitale Gesellschaft“ entwickelt. Der Funktionsrahmen umfasst 5 Funktionen und unterstützt Bibliotheken, Politik und Verwaltung dabei, das Bibliotheksprofil für ihre Kommune in der digitalen Gesellschaft zu schärfen. Diese Funktionen sind:
Ort für Wissen und Information
Digitales Kompetenzzentrum
Kultur- und Literaturort
Ort für Inspiration
Kommunaler Begegnungs- und Kommunikationsort
In 5 Blog-Beiträgen stellen wir Ihnen die einzelnen Bibliotheksfunktionen vor. Dabei wird zunächst die gesellschaftliche Relevanz der Funktion beschrieben (warum?). Dann wird der Inhalt skizziert (was?). Und schließlich gibt es Hinweise auf die notwendigen Ressourcen, die zur Umsetzung der Funktion in den Blick genommen werden sollten (wie?). Hier werden Anforderungen an Raum, Bestand, Technik und Mitarbeiterkompetenzen beispielhaft aufgezählt.
Teil 5: Mein perfekter Fleck: Kommunaler Begegnungs- und Kommunikationsort
Die gesellschaftliche Relevanz dieser Funktion
Das 21. Jahrhundert stellt die Gesellschaft vor große Herausforderungen. Immer mehr Fragestellungen, z.B. aus den Bereichen Umwelt- und Klimaschutz, Integration oder Migration, bedürfen der Zusammenarbeit vieler. Ohne Dialog und die Organisation von Partizipationsprozessen kann dies nicht gelingen. Das persönliche Gespräch und offene Diskussionen können dazu beitragen, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern. Gleichzeitig schreitet die Digitalisierung weiter voran. In der Verwaltung werden viele Prozesse digitalisiert. Der persönliche Besuch im Rathaus wird immer seltener notwendig. Stattdessen können Anträge einschließlich der notwendigen Unterlagen über das Internet eingereicht werden.
In den letzten Jahren wird eine zunehmende urbane Vereinsamung beobachtet. Einige Ursachen dafür sind die schnelle Verstädterung, der demografische Wandel und die sich verändernden Familienstrukturen.
Die Bibliothek in ihrer Funktion als „Kommunaler Begegnungs- und Kommunikationsort“ ist eine zentrale Anlaufstelle in der Kommune bzw. ihrem Stadtteil. Hier halten sich verschiedene Nutzergruppen auf und tauschen sich aus. Sie ist ein Ort der sozialen Interaktion und Integration. Sie unterstützt die Bürger ihrer Kommune einerseits bei der Nutzung von Bürgerdiensten und ermöglicht zum anderen die Partizipation bei kommunal- und gesellschaftspolitischen Themen.
Was umfasst dieser Funktion?
Die Bibliothek als „Kommunaler Begegnungs- und Kommunikationsort “
ermöglicht den Zugriff für alle Bürger*innen auf alle Arten von Informationen, die das Gemein- wesen betreffen,
ist Informationsdienstleister für lokale Initiativen, Verbände und Interessensgruppen,
organisiert selbst Veranstaltungen zu kommunalen Themen,
stellt ihre Räumlichkeiten auch für Veranstaltungen kommunaler Gruppen, Vereine und Verbände zur Verfügung,
legt im Auskunftsdienst einen Schwerpunkt auf kommunale Themen,
bietet in ihren Räumen Dienstleistungen des Bürgerbüros/Bürgerservices an,
ist ein öffentlich zugänglicher Treffpunkt für Einzelpersonen und Gruppen.
Ressourcen: Anforderungen an Raum, Bestand, Technik und Mitarbeiterkompetenzen
Die aufgeführten Anforderungen an die Ressourcen dienen ausschließlich der Veranschaulichung und sind nicht als abschließende Aufzählung zu verstehen. Zudem kann die konkrete Ausgestaltung einer Funktion für den jeweiligen Bibliotheksstandort nur unter Berücksichtigung der individuellen Rahmenbedingungen vor Ort erfolgen: dem jeweiligen Umfeld, dem politischen Gestaltungswillen und der Ressourcenverfügbarkeit.
Raum:
Die Bibliothek verfügt über großzügige Öffnungszeiten, die auch durch eine Open Library erweitert werden können.
Die Bibliothek bietet verschiedene Aufenthaltsmöglichkeiten (Leseecke, Gruppenplätze usw.), die zur Kommunikation anregen.
Die Bibliothek berücksichtigt bei der Möbelausstattung die Bedarfe aller Altersgruppen.
Die Bibliothek verfügt über geschlossene Veranstaltungs-/Gruppenräume.
Die Bibliothek verfügt über Rückzugsräume/einen Wartebereich für allgemeine Bürgerdienste.
Die Bibliothek verfügt über Ausstellungsflächen/ Schaukästen für lokale Informationen.
Sie verfügt über eine Cateringausstattung (z.B. Teeküche, Selbstbedienungscafé).
Es ist ein Stuhllager/Lager für Veranstaltungsmobiliar vorhanden.
Der Raum ist soweit möglich schallgedämpft.
Technik:
Es steht ein Raumbuchungssystem zur Verfügung.
Die Bibliothek verfügt über Veranstaltungstechnik.
Die Bibliothek verfügt in den Veranstaltungs-/Gruppenräumen über Präsentationstechnik.
Die Bibliothek ist ggf. mit Open Library-Technik aus- gestattet.
Eine auf den angebotenen Bürgerservice abgestimmte Technikausstattung steht zur Verfügung.
Bestand:
Ein ausgebauter Bestand zum Thema Heimatkunde ist vorhanden.
Die Bibliothek stellt Ratsinformationen bereit (angereichert, aufbereitet, gut präsentiert).
Die Bibliothek bereitet Presseinformationen zu aktuellen kommunalen Themen auf. Kompetenzen:
Die Mitarbeiter*innen verfügen über Gastgeberkompetenz (Etablierung einer Willkommenskultur).
Sie sind in der Lage, den Begegnungsort Bibliothek professionell zu vermarkten.
Mehrsprachigkeit im Team ist je nach Einzugsgebiet vorhanden.
Die Mitarbeiter*innen zeichnen sich durch hohe Vernetzungskompetenz aus.
Die Mitarbeiter*innen sind sicher im Projekt- und Organisationsmanagement.
Die Mitarbeiter*innen verfügen über die notwendigen Kenntnisse zur Abwicklung der angebotenen Bürgerdienste.
Den kompletten Funktionsrahmen können Sie auch als pdf downloaden: