Alle Artikel in der Kategorie “Fachstellenalltag

Berichte aus laufenden Projekten und Konferenzteilnahmen der Fachstellenmitarbeiter.

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#Lernortcamp 2017 – Eine Rückschau

Zwei nicht immer einfache, aber spannende Jahre liegen hinter den Bibliotheken, welche am Coachingprogramm #Bibreise im Rahmen der Initiative Lernort Bibliothek NRW teilgenommen haben. In den vergangenen Monaten haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Social Media-Tools getestet, Arbeitsweisen hinterfragt und neue Konzepte erdacht. Ein solcher Prozess verdient einen angemessenen Abschluss: Deshalb hat die Fachstelle zum zweiten Mal zum Lernortcamp eingeladen.

Die Teilnehmer

Von der Katholischen Öffentlichen Bücherei mit drei Mitarbeitern aus dem Münsterland bis zur Großstadtbibliothek aus der Metropolregion Rhein-Ruhr sind viele der Einladung in die Sportschule Wedau nach Duisburg gefolgt. Gekommen sind außerdem externe Interessierte und Gäste aus der Kultur- und Bloggerszene: Musikwissenschaftlerin Barbara Volkwein, Kunsthistorikerin Anke von Heyl, Blogger und Instawalker Lars Hahn sowie Stefan Evertz als Experte für digitale Strategien und Social Media Monitoring sorgten für frischen Wind.

Wieso ein Barcamp?

Das Barcamp war ein bewusst gewähltes Veranstaltungsformat, da es- wie von der Nutzung sozialer Medien gewohnt- allen Teilnehmern das gleichzeitige Produzieren und Rezipieren von Inhalten erlaubt. Jeder hatte die Möglichkeit, sich aktiv in die Gestaltung der (Un)Konferenz einzubringen.
Aus diesem Grund starteten wir mit einer von Wibke Ladwig geleiteten Sessionabfrage in den Barcamptag. Zu welchen Themen ist ein Austausch gewünscht?
Wer kann zu diesem Thema einen Input leisten? Interessierten sich ausreichend Teilnehmer für ein Thema, wurde aus dem Vorschlag eine Session. Alle Sessions fanden Eingang in das Tagesprogramm.

Das Tagesprogramm

In diesem Jahr umfasste das vielfältige Tagesprogramm unter anderem Grundlagenthemen wie Content-Strategien für Social Media, aktive Sessions im Freien (#instawalkloc) und Erfahrungsberichte wie die Nähkästchenplaudereien mit den Herbergsmüttern.

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BeschriftungSessionplan des Lernortcamp 2017

Aufgrund des guten Wetters wurden viele Workshops spontan nach Draußen verlegt. Auch in den Pausen standen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei gekühlten Getränken, Obst und Brezeln beieinander und tauschten sich aus.

Den Abschluss und zugleich den Höhepunkt des Barcamp-Tages stellte das gemeinsame Konzert unter der Leitung von Barbara Volkwein dar. Mehr als 120 Leute musizierten als Büromaterial-Orchester mit Kugelschreibern, Aktentrennern, Gummibändern und Büchern.

Was bleibt?

Wibke Ladwig brachte die Tagesziele schon im Vorfeld der Veranstaltung auf den Punkt:

Vernetzung im Analogen und im Digitalen.
Vernetzung vom Analogen mit dem Digitalen.
Und die Vernetzung von Orten, Menschen, Ideen und Themen.

Dass wir uns vernetzt haben, belegt nicht zuletzt die rege Dokumentation unter #lernortcamp auf Facebook, Twitter- und Instagram. Hier und da wurde man Zeuge von ersten persönlichen Begegnungen der Lernortteilnehmer, langen Fachgesprächen und dem Austausch von Kontaktdaten. Insgesamt gab es wenig Berührungsängste- weder mit Social Media noch mit Kolleginnen und Kollegen.

Wir hoffen, das Barcamp hat euch so viel Spaß gemacht wie uns und bedanken uns bei den Kolleginnen und Kollegen aus Bad Salzuflen, Bielefeld, Detmold, Dinslaken, Eschweiler, Espelkamp, Leverkusen, Lüdinghausen, Oberhausen, Ochtrup, Plettenberg, Recklinghausen und Steinfurt für die letzten zwei Jahre und bei Referenten und den Studentinnen für die Unterstützung der gelungenen Veranstaltung.

Wir sehen uns in Digitalien.

Weitere Eindrücke des Tages finden Sie auf Storify/Lernortcamp 2017

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re:publica 2016 – Die Fachstelle vor Ort

In diesem Jahr konnten wir (Herr Horn und ich) erstmals an der Internetkonferenz re:publica teilnehmen. Seit nunmehr 10 Jahren treffen sich Blogger, Netzaktivisten und Interessierte, um über die digitale Gesellschaft, die neuesten Trends im Web und das Für und Wider aktueller Technik zu diskutieren. Dieses Tatsache allein wäre zwar schon Grund genug für einen Besuch, dieses Jahr gab es jedoch noch einen ganz besonderen AnreizWeiterlesen re:publica 2016 – Die Fachstelle vor Ort

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#AinO – Anja in Oberhausen

Seit Februar dieses Jahres arbeite ich mit dem Schwerpunkt Innenarchitektur in der Fachstelle. Ich finde mich hier zwischen Menschen wieder, die mit Begriffen wie RFID, ABS und RAK um sich werfen und ich sitze mit einem großen Fragezeichen im Gesicht dazwischen – bis letzte Woche. Um meine Beratungstätigkeit noch fachspezifischer ausüben zu können und den Missstand auszugleichen, dass ich im Gegensatz zu meinen Kollegen noch nie in einer Bibliothek gearbeitet habe, habe ich beschlossen ein „Praktikum“ zu machen.

Also bin ich vorletzte Woche frohen Mutes zur Stadtbibliothek nach Oberhausen gefahren und habe dort von den wirklich netten Mitarbeitern einen Einblick in ihren Alltag erhalten. Am Montagmorgen wurde ich vom bibliothekarischen Leiter Herr Keune in seinem Büro willkommen geheißen. Er hat mir zunächst den Aufbau der Stadtbibliothek Oberhausen erklärt. Anschließend wurde ich dem Kollegium vorgestellt und durch die „Innereien“ der Bibliothek geführt. Im Laufe dieses ersten Tages habe ich zunächst sehr viel theoretischen Input über Bibliothekssystematik, Bestandsaufbau, EDV-Programme in Bibliotheken, Onleihe und Fernleihe bekommen. Zwar hat mir am Abend der Kopf geraucht, aber ich glaube seitdem ein bisschen mehr „Bibliothekarisch“ zu sprechen: Jippi, ich weiß, dass ABS eigentlich ASB heißt und kein Antiblockiersystem sondern die Allgemeine Systematik für Öffentliche Bibliotheken ist!

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Am zweiten Tag habe ich dann ganz viel mithelfen dürfen, worüber ich mich sehr gefreut habe. Morgens bin ich zunächst noch vor Öffnung der Bibliothek mitgegangen, um Bücher aus der Rückgabe an ihre ursprünglichen Plätze im Regal zu räumen, und zwar nicht nach ASB, sondern nach der SSD (Systematik der Stadtbibliothek Duisburg). Ganz schön verwirrend. Aber laut Aussage der Mitarbeiter, habe ich mich ganz gut geschlagen. Auch durfte ich einen Blick in die Buchtechnik werfen und endlich einmal wieder basteln. Ich habe festgestellt, dass Bücher hübsch mit klebriger Folie verpacken durchaus sehr meditativ sein kann. Allerdings will das Ganze gelernt sein, ansonsten muss man im Anschluss einen wahren Krimi vollführen, um kleine Bläschen unter der Folie mit einem Messer zu erstechen. Ich hatte meine wahre Freude daran, die Damen in dieser Abteilung zu unterstützen. Meine Reise ging dann auch weiter an die Verbuchungstheke, wo ich ausgebildet wurde, die automatische Rückgabe und die Selbstverbuchung tatkräftig zu unterstützen.

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Da es dort zu diesem Zeitpunkt verhältnismäßig ruhig war, habe ich dann noch beschlossen der Kinderbibliothek einen kleinen Besuch abzustatten. Dort ist am Nachmittag immer am meisten los und man kann wirklich großartige Bücher entdecken. Zum Beispiel solche, an denen man riechen kann.

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Meinen dritten Tag in Oberhausen habe ich in der neu eröffneten Sterkrader Zweigstelle verbracht, deren Umzug und Einrichtung das Land mit Fördermitteln unterstützt hat. Hier konnte ich das erlernte Wissen über die Welt der Bücher in Klebefolie direkt wieder anbringen. Das Team in so einer Zweigstelle ist natürlich kleiner, als das in der Zentrale, sodass eigentlich jeder Mitarbeiter alle Aufgaben erledigen kann. Auch ist die Verbuchungstheke gleichzeitig die Informationstheke und man bekommt von dort aus alles Wichtige mit, was in der Zweigstelle passiert. Der Tag war sehr informativ und hat viel Spaß gemacht. Besonders toll finde ich den Veranstaltungsbereich in Sterkrade, der an den Kinderbereich anschließt und in welchem ich mir am Nachmittag meine allererste Vorstellung im Bilderbuchkino angucken konnte. Die Kollegin hat das wirklich sehr spannend gemacht! Für mich fehlte nur noch das Popcorn.

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An meinem vierten und letzten „Praktikumstag“ hat es mich dann, abgesehen von einem kurzen Besuch in einer der weiteren Zweigstellen in Oberhausen Schmachtendorf wieder ins Bert-Brecht-Haus, die Zentralbibliothek, verschlagen. Dort konnte ich die Mitarbeiter in der Buchtechnik noch einmal unterstützen, indem ich Buchrücken mit den entsprechenden Signaturen versehen habe. Gar nicht so einfach zwischen Genre wie „Frauen“ und „Frauenroman“ zu unterscheiden.

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Rückblickend auf diese Woche in Oberhausen muss ich sagen, dass ich allein durch die Chance, den Mitarbeitern in den verschiedenen Abteilungen und Aufgabenbereichen über die Schulter zu gucken, vieles entdecken und lernen konnte. Ich habe Begriffe und Abläufe erklärt und gezeigt bekommen, die mir meine Arbeit in der Fachstelle nun sicherlich erleichtern werden. Und so fühle ich mich nun nicht mehr als Eindringling in einer Bibliothekswelt, von der ich bisher nur einen Ausschnitt kannte. Danke natürlich an die Mitarbeiter der Stadtbibliothek Oberhausen, die mich so freundlich aufgenommen und so nett unterstützt haben.