Alle Artikel in der Kategorie “Fachstellenalltag

Berichte aus laufenden Projekten und Konferenzteilnahmen der Fachstellenmitarbeiter.

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Im Land der tausend Berge: Menden und Lüdenscheid auf #BibReise

Nachdem wir in den beiden ersten Beiträgen einen Blick ins Münsterland nach Gescher und Stadtlohn und anschließend nach Warendorf und Dorsten geworfen haben,  geht die #BibReise heute ins Sauerland. Umgeben von Wald und  Wasser, nicht weit entfernt vom Ruhrgebiet, schauen wir nach Menden und Lüdenscheid.

Zwei Jahre lang erarbeiten wir im Coachingprogramm eine Leitidee für Social Media. Wie ist die Ausgangslage, was haben sich die Teams vorgenommen?  Danach fragten wir, wie auch nach Reisetipps für die Orte selbst.

Die Stadt an der Hönne: Menden

Menden liegt im Norden des Sauerlands. Wer schon mal den Ruhrtal-Radweg mit dem Fahrrad entlangfuhr, kam durch Menden. Die Ruhr fließt an der Grenze zur Nachbarstadt Fröndenberg, durch Menden fließt die Hönne. In Menden ist was los: Viele Veranstaltungen locken Menschen über das ganze Jahr hinweg in die Stadt.

Die Stadtbücherei Menden verdankt ihren Namen Dorte Hilleke. Sie wurde während der Mendener Hexenprozesse 1631 angeklagt und hat als einzige unter der Folter niemanden denunziert. 1994 fanden Mendener Politiker das so bedeutsam, dass sie die Stadtbücherei nach Dorte Hilleke benannt haben. Seit 1989 ist die Stadtbücherei im  Alten Rathaus untergebracht.

Das Team der Stadtbücherei besteht aus 14 Leuten: „Gemeinsam sind wir an den Start gegangen. Zwischendurch sind schon mal welche auf der Strecke geblieben, die sammeln wir aber wieder ein.“

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Von wo aus sind Sie gestartet?

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Public 2018!

Vom 9.-10. Februar fanden in diesem Jahr, wie auch bereits schon im letzten Jahr in der Münchner Stadtbibliothek am Gasteig Debatten über Bibliotheken und urbane Öffentlichkeit statt, kurz die „Public!“. Referenten aus der gesamten Bundesrepublik und sogar aus Belgien (vertreten durch einen Kollegen aus den Niederlanden) und Finnland beschäftigen sich mit Fragen um Erwartungen an Wissens- und Kultureinrichtungen. Wie können; und gehen wir sogar soweit und sagen wie MÜSSEN  entsprechende Räume oder Orte gestaltet werden und wie können sich die Bürger einer Kommune an dieser Gestaltung beteiligen? Und das alles in einer sich stetig wandelnden Gesellschaft, wie uns ein Vortrag zur Zukunftsschau München 2040+ des Fraunhofer-Instituts  noch einmal verdeutlichte.

Im Vortrag zur Collaborative City erklärte uns zum Sonja Beeck anhand von Beispielen, wie wichtig doch ein fließender Übergang  des öffentlichen Stadtraumes in die Einrichtungen ist. Das Erdgeschoss spielt dabei in den meisten Fällen eine wichtige Rolle. Bereits Giovanni Battista Nolli stellte in seinem Plan von Rom (1748) die Verbindung von öffentlichen Plätzen zu nicht öffentlichen Bereichen und Gebäuden dar. Bewundernswert dabei ist, dass er hierbei bereits Bereiche innerhalb von Gebäuden wie Kirchen oder Markthallen als öffentlichen Raum kennzeichnete. Unsere Bibliotheken zum Beispiel würden sich heute auch als öffentlichen Orte darstellen lassen. Ob sie hierbei mehr als öffentliches Wohnzimmer oder doch eher als Straße fungieren, lässt und ließ sich diskutieren.

Wie sich die Bürger und Bürgerinnen einer Stadt an der Gestaltung ihrer Kultur-, Wissens- und Bildungseinrichtungen beteiligen können, brachte uns unter anderem ein Beitrag über die neue Helsinki Central Library, welche im Dezember 2018 eröffnet werden soll, nahe. Hier ging es vor allem darum, mit den Nutzern und nicht nur für die Nutzer zu planen. Darum wurde eine Gruppe von 28 Personen aus verschiedenen gesellschaftlichen Schichten und verschiedenen Alters, welche zuvor über eine Marketing-Kampagne ermittelt wurden, aktiv am Planungsprozess beteiligt. Dies soll dazu führen, dass sich die Bibliothek letzten Endes sowohl in Angeboten, als auch in den Räumlichkeiten mit der Kommune identifizieren kann.

Genauso nur möglich mit der Beteiligung des Bürgervereines, war die Umsetzung des Lesezeichen Salbke. Ein öffentliches Bauwerk im Magdeburger Stadtteil Salbke, welches als Freilichtbibliothek, öffentlicher Bücherschrank und Veranstaltungsfläche geplant wurde. Zunächst als 1:1 Modell aus Getränkekisten und später architektonisch, baulich umgesetzt entstand das Lesezeichen auf einem Stück Brachland in dem wenig attraktiven Stadtteil als Projekt zur Gestaltung urbaner Freiräume.

Am zweiten Veranstaltungstag wurde dann die Stadtbibliothek de Krook in Gent vorgestellt. In der belgischen Bibliothek wurde neben dem Schlagwort Partizipation, viel Wert auf Flexibilität gelegt, um auf den konstanten Wandel in der Gesellschaft reagieren zu können. Auf Wunsch der Nutzer steht, entgegen einiger anderer aktueller Bibliothekskonzepte, immer noch die Mediensammlung im Mittelpunkt der Bibliothek, welche sich als Ort versteht, der den Leuten hilft, die Welt zu verstehen.

Spannend war auch die Vorstellung der Bibliotheken des Goethe-Institutes in Südafrika, welche teils in Gebieten gebaut werden, in welchen Strom- und Internetversorgung  auch im Zeitalter der Digitalisierung eher unzuverlässig sind. Hier müssen besonders kleinere Bibliotheken, wie die des Goethe-Instituts sich intentional auf die Bedürfnisse der Nutzer vor Ort einlassen.

Es ging auf der Public! 2018 allerdings nicht nur um Bibliotheken, sondern auch um andere Kultureinrichtungen, wie das PACT Zollverein, ein choreographisches Zentrum auf dem Gelände der Zeche Zollverein in Essen und um Museen.

Welche Rolle spielen all diese Einrichtungen in der Zukunft? Welche Attribute müssen sie mitbringen außer z.B. digital, co-created, gegenwartsorientiert oder Teil des Stadtraumes? Und können wir überhaupt über die eine Zukunft reden oder müssen wir vielmehr mit „Zukünften“ planen? Viele Fragen sind entstanden.

Das Schöne am Format der Public! ist, dass man sich als Teilnehmer und Nicht-Referent aktiv an den Diskussionen beteiligen kann. Frauke Burgdorff, die uns als Moderatorin mit ihrer eigenen Begeisterung für die Themen fließend durch die Veranstaltung führte, brachte sich nach jedem Vortrag selbst mit Fragen ein und regte auch alle anderen an, nach vorne zu kommen und mit den Referenten ins Gespräch zu treten.

Einige Fragen konnten beantwortet werden, andere stehen noch heute offen im Raum. Was gut ist, denn die Debatten müssen weiter geführt werden, und so hoffe ich, dass im nächsten Jahr eine Public! 2019 stattfinden wird.

Eine Sache, die ich von der Public! 2018 mitgenommen habe, möchte ich zum Schluss noch mit Ihnen teilen: „Bibliotheken ist ein Verb!- Wir bibliotheken.“

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Webinar zur DBS BJ 2017 online verfügbar

Heute fand im Rahmen des Fortbildungsprogramms der Fachstelle für öffentliche Bibliotheken in Kooperation mit dem ZBIW und der TH Köln, das Webinar zur Deutschen Bibliotheksstatistik 2017 statt.

https://youtu.be/QSW8LELJXXo

Hier finden Sie dazu noch das Handout zum Webinar, die Exceldatei zur Berechnung der Summenfelder und der neue Zusatzfragebogen zur DBS. Dieser Zusatzfragebogen betrifft nur kommunale Öffentliche Bibliotheken in NRW und wird als online Umfrage in der nächsten Woche herumgeschickt. Weitere Infos dazu finden Sie auch ab Minute 17 im Webinar.

Für weitere Rückfragen wenden Sie sich gerne an Ihren Regionalen Berater oder an mich Christina Kaper (Tel. 0211 475-3508, christina.kaper@brd.nrw.de).

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Antragfrist 31.10.17 Inhouse- und Regionalschulung

Auch 2018 fördert das Land NRW wieder Inhouse- und Regionalschulungen für Bibliotheksteams in Öffentlichen Bibliotheken in NRW.

Eine förderfähige Inhouse-Schulung ist eine Schulung von gesamten Bibliotheksteams der antragstellenden Bibliothek und max. 2 weiteren Bibliotheken und erfüllt folgende Merkmale:

  • Max. 3 Bibliotheken
  • Ganze Bibliotheksteams
  • 1 antragstellende Bibliothek
  • 1 – 2 Tage Schulung
  • Bibliotheksfachliches Thema
  • Bibliothek stellt Raum/Technik/Catering
  • Max. 80% Förderung

Bei einer förderfähigen Regionalschulung kooperieren mind. 4 Bibliotheken. Kurz zusammengefasst besteht eine Regionalschulung aus:

  • Mind. 4 Bibliotheken
  • Mitarbeiter der entsprechenden Abteilung nehmen teil
  • 1 antragstellende Bibliothek
  • 1 – 2 Tage Schulung
  • Bibliotheksfachliches Thema
  • Bibliothek stellt Raum/Technik/Catering
  • Max. 80% Förderung

Weitere Hinweise zur Förderung finden Sie hier.

Anträge auf Organisation und Bezuschussung solcher Schulungen im 1. Halbjahr 2018  müssen bis zum 31.10.17 an die Fachstelle für öffentliche Bibliotheken NRW mit folgenden Formular gestellt werden: http://www.brd.nrw.de/schule/privatschulen_sonstiges/oeffentl__Biblio__Container/pdf/5/Antrag_auf_Organisation_und_Bezuschussung_einer_Inhouse-Schulung.pdf

 

 

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re:publica 2016 – Bibliotheken vernetzt in der realen und digitalen Welt

Uns ist allen bewusst, dass sich das Bibliothekswesen im steten Wandel befindet. Dennoch – die digitale Revolution stellt die Bibliothekswelt vor eine so noch nie da gewesene Herausforderung. Im Alltag der Fachstelle zeigt sich das vor allem durch immer komplexere Projektanträge und Anfragen im Rahmen der Beratung. Gleichzeitig ist der Fort- und Weiterbildungsbedarf – sowohl bei uns selber, als auch bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Bibliotheken – so hoch wie nie zuvor. Weiterlesen

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Wo bitte schön geht‘s Richtung Zukunft?

Für jede Bibliothekarin, jeden Bibliothekar ist der Neubau einer Bibliothek etwas ganz Besonderes. Die Chance, Bibliothek in neuen Räumen neu zu denken und zu konzipieren, ist äußerst selten. 25 Jahre dauert es von der ersten Idee bis hin zur Realisierung des Bauvorhabens – so der Erfahrungswert bei den Fachstellen.

Als es sich im Herbst 2014 konkretisierte, dass die Fachstellen bei den fünf Bezirksregierungen zu eine Landesfachstelle zusammengelegt werden sollten, stellte sich ein Gefühl ein, das dem der Kolleginnen und Kollegen ähneln muss, die eine neue Bibliothek planen dürfen. Nicht, dass Rolle und Aufgaben der Fachstellen in Nordrhein-Westfalen im Laufe der Zeit immer wieder hinterfragt und verändert wurden. Umstrukturierungsprozesse gab es mehrfach, zuletzt 1998 die Eingliederung der Fachstellen in die Bezirksregierungen. Aber im Herbst 2014 war es anders. Es sollte keine Stellenkürzungen geben. Im Gegenteil – es bestand die Chance lange nicht besetzte Personalstellen wiederzubesetzen. Und das nicht nur mit bibliothekarischen Fachkräften, auch die Einstellung anderer Professionen sollte möglich sein.

Aller Anfang ist…

Und so begann im Herbst 2014 eine hektische Vorbereitungszeit. Ich möchte mich auch nach so langer Zeit noch einmal bei allen Kolleginnen in den Bezirksregierungen bedanken, mit denen wir gemeinsam die Übergabe von Akten, Aufgaben und Vorgängen gemeistert haben. Nur so konnte es gelingen, dass wir zum Gründungszeitpunkt der zentralen Fachstelle am 1. April 2015 gut vorbereitet waren.

Am 1. April 2015 bestand das Team aus fünf Bibliothekarinnen und Bibliothekaren. Im Sommer kam Frau Rohde als Verwaltungskraft hinzu. Natürlich hatte 2015 die Landesförderung Priorität. Gleichzeitig mussten Rahmenbedingungen für die künftige Arbeit geschaffen werden. Arbeitsabläufe wurden festgelegt, die Zusammenarbeit mit der Kommunalaufsicht in allen fünf Bezirksregierungen musste geregelt werden. Und selbstverständlich wollten wir in allen Landesteilen Nordrhein-Westfalens präsent sein –unterwegs in NRW von Blankenheim bis Recke, wie Herr Horn es formuliert hat. Und natürlich galt es im Sommer 2015 die Stellenausschreibungen auf den Weg zu bringen.

Ein Team entsteht…

Im Laufe des Jahres 2016 konnten wir nach und nach sechs neue Kolleginnen im Team begrüßen. Jede neue Kollegin durchlief zunächst einen ca. zehnwöchigen Rundlauf durch alle Arbeitsbereiche der Fachstelle. Am Ende dieser Zeit hatten sie einen ersten Einblick in ihr neues Tätigkeitsfeld. Herr Horn wurde nicht müde zu erläutern, dass man Fachstellenarbeit erst richtig verstehen könne, wenn man ein komplettes Jahr hinter sich hat. Unsere Semesterpraktikantin Natalie Funda beschreibt die erste Zeit in der Fachstelle so:

„In der ersten Zeit wirkte dies alles auf mich wie ein einziges Chaos, völlig ungeordnet und unstrukturiert. Erst allmählich ….. kam Licht ins Dunkel und das scheinbare Chaos erwies sich als durchdachte Strategie mit dem Ziel, die Öffentlichen Bibliotheken NRWs für die Zukunft zu rüsten.“

Unzählige Detailinformationen mussten von den neuen Kolleginnen verarbeitet werden. Und so folgten nach dem ersten Durchgang zahlreiche Gespräche, Diskussionen und detaillierte Einweisungen. Als Team suchten wir nach einem gemeinsames Verständnis von Fachstellenarbeit, Zielsetzungen und Prioritäten. Natürlich gehört auch der Besuch von Fortbildungen zum Zuwendungs- und Verwaltungsrecht zur Einarbeitung dazu. Ohne die Geduld und Bereitschaft von Herrn Ehlen, Frau Hollmann, Herrn Horn und Frau Rohde immer wieder die gleichen Sachverhalte zu erläutern, wären wir heute noch lange nicht so weit. Es hat mich immer wieder gewundert, wie schnell die neuen Kolleginnen Teil des Teams wurden und sich eingearbeitet haben. Herzlichen Dank dafür!

Die Erweiterung des bibliothekarischen Teams um unsere Innenarchitektin Anja Thimm und unsere Medienpädagogin Julia Rittel veränderte den Blick auf Bibliotheken. Neue Perspektiven kamen hinzu. Gegenseitiges Verständnis für die Sichtweise der verschiedenen Berufsfelder entwickelte sich. Das Zusammenwachsen des Teams war und ist geprägt von großer Offenheit und der Bereitschaft, gemeinsam Angebote der Fachstelle zu entwickeln, die die Bibliotheken auf ihrem Weg in der digitalen Gesellschaft unterstützen.

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Die Mitarbeiter der Fachstelle (v.l.n.r. Dirk Ehlen, Frederike Rohde, Eva Göring, Julia Rittel, Anja Hollmann, Sarah Hollendiek, Mark-Robin Horn, Christina Kaper, Cornelia Pohl, Anja Thimm)

Organisationsstrukturen entstehen…

Von Anfang an stand fest, dass es wie bisher feste bibliothekarische Ansprechpartner für die fünf Regierungsbezirke geben sollte. Neben der allgemeinen bibliothekarischen Beratung wollten wir thematische Schwerpunkte für die kommenden fünf Jahre setzen. Daran sollten so viele Teammitglieder wie möglich mitwirken. Und so wurde es Mai 2016, bis wir uns zu einem zweitägigen Strategieworkshop in die Sportschule Duisburg-Wedau zurückgezogen haben. Als Einstieg gab es Kurzvorträge von allen Beteiligten zu unterschiedlichen Themenbereichen mit dem Ziel, Fachstellenarbeit von verschiedenen Perspektiven zu betrachten und gleichzeitig den aktuellen Sachstand darzustellen. Am Ende der zwei Tage konnten wir uns über eine Vision von Bibliothek und von der Fachstellenarbeit als Grundlage unserer Arbeit freuen und die vier Arbeitsschwerpunkte für die kommenden fünf Jahre waren festgelegt: Bibliothek als realer und digitaler Ort, Lebenslanges Lernen sowie Bibliotheksmanagement. Jedem Arbeitsbereich wurden erste Projekte zugeordnet.

Social Media – eine Herausforderung im Alltag…

Und natürlich haben wir uns viel Gedanken über unsere Social Media-Aktivitäten gemacht. Was interessiert die Öffentlichen Bibliotheken in Nordrhein-Westfalen? Wie vernetzen wir uns noch besser – auch außerhalb des Bibliothekswesens? Und vor allem, wie integrieren wir Social Media in unseren Alltag? Der Blog der Fachstelle „Nachrichten für Öffentliche Bibliotheken NRW“ feiert 2017 sein 10jähriges Bestehen. Seit 2013 sind wir auf Facebook aktiv. Und auch Flickr und erste Gehversuche auf Twitter gehören zum Portfolio. Mit Gründung der zentralen Fachstelle haben wir uns gefragt, welche Geschichten möchten wir eigentlich erzählen? Welche Funktion soll welcher Kanal übernehmen?

Neben der inhaltlichen Ausrichtung mussten Organisationsstrukturen gefunden werden, damit die Social Media-Aktivitäten selbstverständlicher Teil des Fachstellenalltags werden. Heute gibt es ein Social Media-Team, das die zentralen Aufgaben übernommen hat. Selbstverständlich müssen alle Teammitglieder posten und Blogbeiträge verfassen. Social Media ist ein fester Tagesordnungspunkt auf den Dienstbesprechungen. Bei der Planung von Projekten und Programmen wird Social Media von Anfang an mitgedacht. Und es gibt ein Monitoring-Konzept. Letztendlich geht es uns wie den Bibliotheken – Social Media bleibt eine Herausforderung im Alltag.

Alles bleibt im Fluss…

Zwei bewegte Jahre liegen hinter der Fachstelle für Öffentliche Bibliotheken NRW. Oft frage ich mich, wo ist die Zeit geblieben? Die Digitalisierung der Gesellschaft stellt die Bibliotheken vor große Herausforderungen – und damit auch die Fachstelle. Viele Vorhaben lassen sich nicht schnell genug umsetzen. Nach meiner Überzeugung muss eine Fachstelle immer in Bewegung bleiben, versuchen voraus zu denken, darf es sich nicht gemütlich machen. Routine gibt es beim Handwerkszeug – bei den Inhalten darf es sie nicht geben. Und bei aller Bewegung muss man auch geduldig sein – denn Veränderung braucht Zeit, wenn sie nachhaltig sein soll. Wir versuchen die Zukunft Öffentlicher Bibliotheken gemeinsam mit den Bibliotheken zu gestalten. Dabei gestalten wir die Gegenwart, indem wir eine mögliche Version von Bibliothek in der Zukunft verfolgen.

In diesem Sinne danke ich meinem Team, dass diese Philosophie mit mir teilt und in unserer Vision von Fachstellenarbeit zum Ausdruck gebracht hat.

Der Jahresrückblick 2015 / 2016 gibt einen Einblick in die Arbeit der Fachstelle. Ich wünsche viel Vergnügen, wenn Sie sich mit uns auf die Reise durch Nordrhein-Westfalen begeben und so einen Eindruck von der lebendigen Bibliothekslandschaft in den Kommunen bekommen.

Und wie sieht es 2017 aus?

  • Die zweimal ergebnislos verlaufene Stellenausschreibung für einen IT-Spezialisten wird ein drittes Mal in Angriff genommen. Da unsere Medienpädagogin Frau Rittel die Fachstelle leider zum 30. April 2017 verlässt, muss auch diese Stelle neu ausgeschrieben werden.
  • In allen Arbeitsbereichen werden Projekte bzw. Programme auf den Weg gebracht.
  • Die Social Media-Aktivitäten der Fachstelle sollen inhaltlich noch stärker auf die aktuellen Programme und Projekte ausgerichtet werden.
  • Und da gute Beratung nur möglich ist, wenn wir uns selber permanent fortbilden, stehen Team-Schulungen und individuelle Fortbildungen auf dem Programm.

Wir jedenfalls freuen uns auf die Zusammenarbeit mit unseren Partnern in diesem Jahr!


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